Einträge ‘Ausbau’

Windenergie: Ergebnisse zum Ausbau im 1. Halbjahr 2012

Dienstag, August 7th, 2012

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz wurden am 1. August 2012 in Berlin die Resultate der 1. statistischen Erhebung zum Ausbau der Windenergie in Deutschland vorgestellt, die von WindGuard im Auftrag des BWE und der VDMA Power durchgeführt wurde.

Onshore bereits über 30 GW Leistung installiert – Süddeutschland legt zu

Im 1. Halbjahr 2012 wurden demnach in Deutschland 414 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1 GW zugebaut. Die bundesweit installierte Gesamtleistung stieg damit auf rund 30 GW.

Im bundesweiten Vergleich führen bei der zugebauten Leistung die nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen. An dritter Stelle steht mit Rheinland-Pfalz ein im Süden Deutschlands gelegenes Bundesland. Auch weitere Bundesländer in der Mitte und im Süden Deutschlands befinden sich unter den ersten zehn. Dies zeigt, dass der Ausbau der Windenergie mit fortschreitender Technologieentwicklung zunehmend auch in den südlichen Regionen stattfindet.

 Neun leistungsstarke neue Offshore-Anlagen ans Netz gegangen

Auf See speisten im 1. Halbjahr 2012 neun Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 45 MW erstmals Energie ins Netz ein. Im Rahmen der Datenerhebung zur Erstellung der Statistik wurde ermittelt, dass im 2. Halbjahr weitere Offshore-Windparkprojekte in Bau gehen sollen. Laut den Angaben der Entwickler sollen sich bis zum Jahresende Projekte mit deutlich über 400 Anlagen und einer Gesamtleistung von über 2.000 MW in Bau befinden.

Die nächste Statistik zum Windenergieausbau in Deutschland mit einem Überblick über die Entwicklungen im Gesamtjahr 2012 wird Anfang 2013 erscheinen.

Quelle: iwr-pressedienst 03.08.2012 – zusammengefasst von E. Villing

 

Weitere Informationen zum Status des Windenergieausbaus und Fact Sheet:

http://www.windguard.de/aktuelles-presse/

http://www.wind-energie.de/infocenter/statistiken

http://www.vdma.org/windenergie

 

 

FORSA-Umfrage: Investitionsbereitschaft der Bürger für Erneuerbare Energien steigt

Donnerstag, Januar 12th, 2012

Auch fast ein Jahr nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, mehr Geld für den Umbau des Energiesystems auszugeben, sehr hoch.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts FORSA im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU).  61 Prozent der Befragten sind demnach bereit, höhere Preise für Strom zu bezahlen, wenn damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangebracht werden kann.

Hier zeigen sich sich zwar einkommensabhängige Unterschiede – je höher das Nettoeinkommen, desto größer ist auch die Bereitschaft, höhere Stromrechnungen zu akzeptieren -, der VKU sieht jedoch in dem Ergebnis alles in allem die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

“Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben und erfordert deshalb die Unterstützung aller gesellschaftlichen Kräfte. Ohne den Willen der Bevölkerung, den Umbau auch finanziell mitzutragen, wäre dieses wichtige Projekt zum Scheitern verurteilt”, erklärt VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck in einer Presseerklärung vom 4. Januar dieses Jahres.

Lesen Sie die kompeltte Pressemitteilung der VKU hier

Quelle: VKU, www.vku.de

Offshore-Wind-Branchenverband fordert Offshore-Ausbauvertrag

Mittwoch, März 30th, 2011

WAB erarbeitet Sieben-Punkte-Programm für schnelleren Offshore-Ausbau

Der Offshore-Wind-Branchenverband (WAB) stellt heute sein sieben Punkte-Programm zur Beschleunigung des Offshore-Wind-Ausbaus vor. Die Branchenvertreter fordern vor allem stabile Rahmenbedingungen für Investoren und eine verbesserte Finanzierung sowie einen beschleunigten Netzausbau. Die Forderungen sollen in einem Offshore-Branchenvertrag zwischen der Politik und der Offshore-Windbranche fixiert werden.

“Die Branche erwartet von der Politik stabile Rahmenbedingungen unter denen sich der Ausbau der Offshore-Windenergie auch rentiert.”, sagt Ronny Meyer, Geschäftsführer des Branchenverbandes WAB. “Wir brauchen daher eine Vergütung von 15 ct/kWh und den Wegfall der Befristung des Netzanbindungsanspruchs, wie er auch für konventionelle Kraftwerke gilt.”, so Meyer weiter. Die finanziellen Bedingungen für Offshore-Wind sind in Großbritannien derzeit besser als in Deutschland. Der Verband befürchtet daher, dass Großbritannien einen großen Teil des nötigen Investitionskapitals binden wird. Fixe Vergütungssätze für den Offshore-Strom wie sie das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) bietet, geben den Investoren zwar Sicherheit, dennoch bleibt die Offshore-Windenergie für Investoren und Betreiber in den Anfangsjahren ein risikoreiches Geschäft. Dieses Risiko wird nach Branchenangaben derzeit nicht oder nur unzureichend durch die zu erwartenden Renditen widergespiegelt. Dies wirkt sich nach Branchenumfragen derzeit als Investitionshemmnis aus.

“Damit der geplante Ausbau der Offshore-Windenergie von 10 Gigawatt

(GW) bis 2020 beschleunigt werden kann, müssen sich die Bedingungen für die Finanzierung verbessern.”, so Meyer weiter. Hinter dem Ausbau der Offshore-Windenergie bis 2020 verbirgt sich ein Investitionsvolumen von bis zu 30 Milliarden Euro in Deutschland. Eine Summe, die von Stromversorgern, Banken und Privatinvestoren aufgebracht werden muss.

Aufgrund der Risikostruktur sind derzeit aber nur wenige Banken bereit, Offshore-Windparkprojekte zu finanzieren. “Derzeit herrscht kein Wettbewerb unter den Banken nach Finanzierung der Projekte, sondern ein Wettbewerb der Projekte nach Finanzierung.”, so Meyer. Die Bundesregierung hat daher in ihrem Energiekonzept ein Sonderprogramm “Offshore Windenergie” der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Volumen von insgesamt 5 Mrd. EUR zu Marktzinsen angekündigt. “Die Branche wartet auf das KfW-Programm. Es muss endlich umgesetzt werden.”, fordert Meyer.

Der Verband fordert zudem, dass das geplante KfW-Programm auch den Stadtwerken offen steht. “Es ist jetzt schon klar, dass das vorgesehene KfW-Programm aufgestockt werden muss.”, so Meyer.

Das Branchenpapier sieht zudem weitere Hindernisse im Netzausbau, im Ausbau der Hafeninfrastruktur und bei der Schiffsfinanzierung. “Die Dauer des Genehmigungsverfahren beim Netzausbau muss verringert und die Netzplanung des Übertragungsnetzes muss in Zukunft Aufgabe des Bundes sein.”, sagt Meyer. Hierzu schlägt der Branchenverband vor, dass ein Bundesnetzplan von einer Bundesbehörde erstellt wird und dieser dann zukünftig das Raumordnungsverfahren der Länder ersetzt. Um die Errichtung von rund 2.500 Anlagen in der deutschen Nord- und Ostsee bis 2020 nicht weiter zu verzögern, fordert der Branchenverband, dass der Ausbau der Hafeninfrastruktur zügig voran getrieben wird.

“Investoren und Betreiber brauchen stabile Rahmenbedingungen. Wir wollen unsere Forderungen daher in einen Branchenvertrag zwischen der Offshore-Windbranche und der Bundesregierung einbringen.”, so Meyer abschließend.

Die Windenergie-Agentur WAB ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Dem Verein gehören mehr als 300 Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergieindustrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an.

Quelle: iwr-pressedienst, Foto: dpa

Solarenergie Förderverein fordert Ausbau der Stromspeicher

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Aachen, den 26.01.2011. Die von der Bundesregierung geplante weitere Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom stößt auf Kritik beim Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV): “Aus Furcht vor einem Stromüberangebot will der Bundesumweltminister die Solarstromvergütung kürzen.”  Ziel von Röttgen ist, den jährlichen Zuwachs von Solaranlagen etwa auf die Hälfte (3,5 GWp pro Jahr) zu verringern. Nach Meinung des SFV ist das der falsche Ansatz: “Es ist  in der Tat absehbar, dass bald – infolge der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und bei zugleich weiterem Ausbau der Solarenergie – an sonnigen Tagen um die Mittagszeit mehr Strom angeboten wird als die Verbraucher benötigen. Problem dabei ist: Atomkraftwerke sind keine Regelkraftwerke und auch der vielfach vorgeschlagene Ausbau der Stromnetze kann dieses Problem nicht grundlegend lösen.” Der SFV hält daher die Verlängerung der Atomlaufzeiten für einen hoch riskanten Fehler, der nicht durch einen zweiten schweren Fehler, die Verminderung des solaren Wachstums, korrigiert werden kann.

Als Alternative schlägt der SFV vor, schon jetzt mit der Aufstellung von Batteriespeichern bei den Endverbrauchern anzufangen und dies politisch zu unterstützen. Auf diese Weise könne das zeitweilige Stromüberangebot gespeichert werden, um es später – in sonnenarmen Stunden oder am Abend – zu verbrauchen. Eine aufladbare Batterie (1 kWh) von der Speicherfähigkeit einer üblichen Autobatterie pro Haushalt würde, so der SFV,  für den Anfang ausreichen. Bei weiterem Ausbau der Solarenergie müssten im gleichen Maße auch die Speicher bei den Endverbrauchern ausgebaut werden.
Durch Millionen solcher “Notstromsysteme” werde gleichzeitig die Sicherheit gegenüber Stromausfällen,  d.h. die Versorgungssicherheit, erheblich erhöht.

Hintergründe und weitere Details finden Sie auf der Homepage des SFV

Quelle: SFV, auf Basis der Presseinformation vom 26.01.2011