Einträge ‘Bayern’

Demo gegen 10H-Regel in München

Samstag, April 9th, 2016

„Wir wollen Windstrom aus Bayern! Die 10H-Regelung ist willkürlich und unverhältnismäßig“

Am Dienstag, 12.04.2016, findet von 9:30 bis 14 Uhr schräg gegenüber dem Haupteingang des Justizpalastes, Prielmayerstraße 7, 80335 München (Königshof), eine Kundgebung gegen die 10H-Regel statt.

Und es werden immer mehr Leute ...

Aufruf zur Versammlung

Liebe BefürworterInnen des Klimaschutzes: Kommt am Dienstag, den 12.4.2016, um spätestens 9:30 Uhr zum Münchner Justizpalast am Stachus!

Viele Verbände und Organisatioinen, die die Energiewende und den Ausbau der Windenergie befürworten, versammeln sich dort, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Verhandlung der 10H- Regelung vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof (Sitzungssaal 270/II, 10:30 bis ca. 12 Uhr) zu lenken.
Diese Regelung wurde vom bayerischen Landtag am 17.11.2014 im Rahmen der Änderung der Bayerischen Bauordnung beschlossen. Die Regelung besagt, dass neue Windenergieanlagen mindestens die 10-fache Anlagenhöhe von der nächsten Wohnbebauung entfernt sein müssen. Seitdem diese Regelung in Kraft ist, kam der Ausbau der Windenergie in Bayern rasend schnell zum Erliegen. Nur noch ganz selten wurden seither neue Genehmigungsanträge eingereicht. Die Abstände sind einfach zu hoch! Dabei weht genügend Wind in Bayern – auch in Oberbayern – aber nur, wenn 10H beendet wird, kann dieser Wind für die Energiegewinnung genutzt werden.
Unserer Meinung nach ist die 10H-Regelung willkürlich und unverhältnismäßig , sie verhindert den Ausbau der Windenergie in Bayern, da es mit 10H so gut wie keine wirtschaftlich abbildbaren Standorte mehr gibt. 10H gefährdet auch die Wertschöpfung vor Ort und regional und damit Arbeitsplätze: vom Zulieferer bis hin zum Projektplaner, Firmen im Fahrzeugbau/Spezialtransporter, in der Seil- und Hebetechnik, im Maschinenbau und in Forschung und Entwicklung. Denn viele bayerische Unternehmen haben sich neue Geschäftsfelder im Bereich Windenergie erschlossen und so Arbeitsplätze geschaffen. Diese stehen nun auf dem Spiel, denn Bayern ist das einzige Bundesland mit einer solch absurden Regelung (übrigens wurde in Schleswig-Holstein von der Landesregierung 2H für Windräder eingeführt). Und letztlich ist der Abstand nicht ausschlaggebend für den Schutz der Umwelt und der Bürger, denn jedes Windrad wird einzeln geprüft auf die Einhaltung der Schutzkriterien. Ein Abstand hat damit nichts zu tun – nur mit Verhinderung. 10H führt auch zur Aushebelung der engagierten Bürgerenergiewende, der Energiewende, die von den Bürgern gewollt wird und breit getragen ist, die Energiewende, die demokratisch ist und die „von unten“ kommt und die Energiepreise senkt. Die neue Energiepolitik in Bayern führt dagegen zu größerer Abhängigkeit, zu Abhängigkeit von Konzernen und von Stromimporten, und sie verlängert unnötig die Laufzeit fossiler und atomarer Kraftwerke. 10 H bedeutet Netzausbau und so weitere Konflikte. 10H richtet sich gegen eine ausgewogene, gut verteilte Infrastruktur und gegen eine zügige Energiewende, die dezentral im Norden und im Süden stattfindet und so auch ausgleichend wirkt. 10H benachteiligt Bayern und die Bürger Bayerns.

Nutzen wir die mündliche Verhandlung am Bayerischen Verfassungsgerichtshof als Gelegenheit, um uns erneut zu positionieren!

Um die Energiewende zu schaffen und das Klima effektiv zu schützen benötigen wir dringend mehr Windkraftwerke in Bayern! Wir wollen Windstrom aus Bayern!

Bayerische Landesregierung startet „10.000-Häuser“-Förderprogramm

Mittwoch, August 26th, 2015

Zum 15. September 2015 startet das „10.000-Häuser“-Programm der bayerischen Landesregierung.  Es besteht aus den beiden Teilen: „EnergieSystemHaus“ und „Heizungstausch“. Eigentümer von selbstbewohnten Ein- oder Zweifamilienhäusern (einschließlich Reihenhäusern) können durch ihre Entscheidung für einen der beiden Programmteile den „EnergieBonusBayern“ in Form eines Zuschusses in einer Höhe von 1.000 bis zu 18.000 Euro erhalten. Der Bonus ist außerdem mit den Förderprogrammen des Bundes (KfW, BAFA) kombinierbar.

Anträge können zeitgleich mit dem Starttermin des Programms via Online-Plattform gestellt werden. Wer zu diesem Zeitpunkt sein Projekt zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen oder schon abgeschlossen hat, kann keine Förderung mehr in Anspruch nehmen.

Mehr Informationen zum „10.000-Häuser-Programm“ und zum EnergieBonusBayern sowie eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema finden Sie hier.

 

Quelle: Bayerische Staatsregierung
Bild: fotolia

Frust oder Freude? Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner über den Status Quo der Energiewende in Bayern

Montag, April 27th, 2015

Wo steht Bayern heute auf dem Weg zur Energiewende? Nach dem Ende des vielerorts stark kritisierten „Energie-Dialogs mit den Bürgern“ sind nach wie vor viele Fragen offen, beispielsweise in Bezug auf Wärmeerzeugung, dezentrale Strukturen, Energieeffizienz und Suffizienz oder Mobilitätswende. Behandelt wurden dagegen fast ausschließlich Aspekte der Stromerzeugung – doch selbst hier ist nach wie vor äußerst unklar, wie die Zukunft in Bayern, respektive für die Photovoltaik- und Windenergie, aussehen wird.

Ob sich unser Bundesland, wie es Horst Seehofer versprach, tatsächlich zu den „Gewinnern der Energiewende“ zählen darf, darüber spricht Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner von der Forschungsstelle Energienetze und Energiespeicher am 30. April im neuen Rathaus München. Die Veranstaltung aus der Reihe „Mitbürger für Energiewende!“ beginnt um 19:00 Uhr.

Anmeldungen per Mail oder Telefon (089-360 386 85) sind erwünscht.

 

Lesen Sie hier mehr zum Thema!

 

Quelle:
Die Umweltakademie

Bild:
Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de

Verbraucherzentralen für Windkraft in Bayern und Baden-Württemberg

Mittwoch, Januar 8th, 2014

Nach Einschätzungen der Verbraucherzentralen werden etwa zwei Drittel der Verbraucherstrom-kostensteigerungen durch den Ausbau von Windanlagen auf See verursacht. Dort werden zu Beginn sehr hohe Einspeisevergütungen bezahlt, die wiederum via Umlage von den Haushalten finanziert werden. Dass es auch anders ginge, weiß Holger Krawinkel, kommissarischer Leiter der Verbraucherzentrale Bundesverband: Er sieht bei der Offshore-Energie enorme Einsparmöglichkeiten – die zur Entlastung der Energiewende beitragen: „Wenn die süddeutschen Länder ihr Windkraft-Potenzial so realisieren würden wie Rheinland-Pfalz, könnte man weitgehend auf die Anlagen auf See und auch auf einige Stromtrassen verzichten“, so Krawinkel. Die geplante Ausbauziel der großen Koalition, nachdem bis 2020 die Offshore-Stromleistung von zehn auf 6,5 Gigawatt reduziert werden soll, geht für den Verbraucherschützer noch nicht weit genug: „Der entscheidende Punkt ist, dass wir Alternativen haben: Windenergie an Land ist deutlich billiger. Es gibt jetzt Untersuchungen eines Think Tanks in Berlin, die belegen, dass die Energiewende pro Jahr drei bis vier Milliarden Euro kostengünstiger gemacht werden kann, wenn auf Offshore-Windenergie weitgehend verzichtet wird, und der Strom mit Windenergie an Land erzeugt wird.“

 

Quellen:
RP Online
taz.de
radiobremen.de

Bild:
uschi dreickucker / www.pixelio.de

Bayern: Schon 33 % des Stroms aus erneuerbaren Energien

Montag, März 18th, 2013

In Bayern wurden im vergangenen Jahr etwa 33 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien aus unmittelbarer Umgebung gewonnen. Dies ergaben erste Berechnungen des Verbands Bayerischen Energie- und Wasserversorgung e. V. (VBEW). Im Jahr 2009 waren es noch 25 %, was vor allem auf den Ausbau der Photovoltaik zurückzuführen ist. Aber auch die Windkraft liefert einen immer größeren Beitrag. Bis zum Jahr 2021 sollen nach Bayerischer Staatsregierung ein Anteil von 50 % erreicht werden.

2012 wurden 81 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 200 MW errichtet. Durchschnittlich beträgt eine Anlage eine Leistung von 2.475 kW und eine Nabenhöhe von 134 m. Insgesamt sind nun 559 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 880 MW in Bayern angeschlossen.

Photovoltaikanlagen gibt es in Bayern über 431.000 mit rund 9.500 MW Spitzenleistung. Davon wurden allein 2012 50.000 Anlagen mit 1.500 MW neu installiert.

Erfreulich zeigte sich auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jahr 2012. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren energetisch verwertbaren Wassermenge in den Flüssen hat sich die Wasserkraft erfreulich entwickelt und bleibt damit die mit Abstand wichtigste erneuerbare Stromquelle in Bayern. Zusammen mit der Stromerzeugung aus Biomasse wurden im Jahressaldo rund 33 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gedeckt.

„Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt damit genau im Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. „Wir berücksichtigen bei dieser vereinfachten Statistik aber nicht, dass ein immer größer werdender Anteil des in Bayern erzeugten Stroms aus Photovoltaik und Wind gar nicht in Bayern verbraucht werden kann, da dieser witterungs- und tageszeitabhängig anfällt und nicht mit der aktuellen Stromnachfrage zusammenpasst“, so Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

Die Stromerzeugung aus Sonne und Wind leiste zweifelsfrei ihren Beitrag zur Stromversorgung. Jetzt gelte es, diese unter Beachtung von technischen, marktwirtschaftlichen und administrativen Erfordernissen in das Energieversorgungssystem zu integrieren. „Jede Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus ist eben doch mehr als ein Wertpapier und muss ihren Beitrag zu einer bedarfsgerechten und bezahlbaren Stromversorgung leisten. Das hat in grundsätzlich erfreulicher Weise auch der Bundesumweltminister Peter Altmaier mit seinen Vorschlägen zur „Strompreis-Bremse“ kürzlich öffentlichkeitswirksam deutlich gemacht“, meint Fischer.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: Verbund der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. VBEW

Bild: Agentur Erneuerbare Energien

Jahresbilanz Windenergie 2012

Freitag, Februar 8th, 2013

Der Anteil der Windenergie in Deutschland verzeichnet im Jahr 2012 erneut ein stabiles Wachstum. Im vergangenen Jahr wurden 1.008 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2.439 Megawatt neu installiert, womit sich die installierte Leistung zum Jahr 2011 um etwa 20 Prozent vergrößert hat. Diese Daten wurden vom Deutschen WindGuard im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE) und VDMA Power Systems (VDMA PS) erhoben.

„Deutschland ist der Fels in der Brandung der Windindustrie in einem turbulenten Weltmarkt. Der absehbare Einbruch des US-Marktes 2013 und die weitgehende Abschottung des schrumpfenden chinesischen Marktes zwingen die Hersteller zur Fokussierung auf die europäischen Kernmärkte. Der dringend benötigte systemische Umbau des EEG und des Strommarktdesigns in Deutschland wird daher umso wichtiger. Wenn uns dies gelingt, werden die Rahmenbedingungen am Heimmarkt auch Vorbild für unsere Exportmärkte sein.“, so Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA PS.

Der Windenergieausbau findet flächendeckend in ganz Deutschland statt. Auch wenn weiterhin Niedersachsen (361 MW) und Schleswig-Holstein (333 MW) die Spitzenländer sind, wird vermehrt auch in den südlichen Bundesländern (Bayern: 201 MW) zugebaut. Baden-Württemberg bildet mit 19 Megawatt das Schlusslicht in der Republik.

Im Offshore-Bereich wurden 16 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von 80 Megawatt installiert. Insgesamt sind es nun 68 Anlagen mit 280 MW Leistung, die in der deutschen Nord- und Ostsee Strom einspeisen. Herdan: „In 2012 wurden allerdings bereits 109 Fundamentstrukturen auf See installiert, sechs Offshore-Windparks mit über 350 Anlagen und einer Leistung von 1700 Megawatt sind in Bau. Ob der gordische Knoten bei der Netzanbindung durch die jüngste Klärung der Haftungsfragen gelöst und die Finanzierung damit gesichert ist, wird sich dieses Jahr zeigen“.

Eine große Spreizung gibt es bei den Turmhöhen im Bundesländervergleich. Anlagen in Schleswig-Holstein besitzen eine relativ niedrige Nabenhöhe mit durchschnittlich 82 Metern, in Baden-Württemberg hingegen liegt sie bei 130, in Bayern sogar bei 134 Metern. „Das zeigt, dass es hier enormes Verbesserungspotenzial gibt. Denn höhere Türme und größere Rotordurchmesser sorgen in ganz Deutschland für eine bessere Windausbeute. Bei optimaler Anlagenkonfiguration können wir im Norden und im Süden für mehr Vollaststunden sorgen und so entscheidend zur Netzstabilität beitragen“, meint Pilarsky-Grosch, BWE-Vizepräsidentin.

Mit geschätzten 13.200 Megawatt Leistung aus neu installierten Windenergieanlagen in den USA in 2012 (2011: 6.800 Megawatt) und voraussichtlich kaum mehr als 5.000 Megawatt in 2013 sowie 14.000 Megawatt in China in 2012 (2011: 17.600 Megawatt) und voraussichtlich stagnierender Installationen in 2013 sind beide Märkte extrem instabil – mit drastischen Folgen für die jeweilige Windindustrie vor Ort. Nach Einschätzungen von VDMA PS kann der Weltmarkt in diesem Jahr um bis zu zehn Prozent einbrechen. „Wenn die Windenergie nicht in den Mühlen des Wahlkampfes zerrieben wird, sichert der starke Heimatmarkt der Windindustrie Fertigungskapazitäten in Deutschland für den 2014 wieder absehbar wachsenden Weltmarkt“, betonte Herdan.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

Inlandsmarkt 2012
Neue Windenergie-Kapazitäten in Deutschland: 2.439 MW
Neue Windenergie-Kapazitäten Repowering: 432 MW (abgebaut 179 MW)
Neue Windenergie-Kapazitäten Offshore: 80 MW
Gesamte Windenergie-Kapazität in Deutschland zum 30.12.2012: 31.332 MW
Gesamte Windenergie-Kapazität Repowering: 1.443 (abgebaut: 627)
Gesamte Windenergie-Kapazität Offshore: 280 MW

Download: Status des Windenergieausbaus in Deutschland 2012

Weitere Informationen zu Energie aus Wind im Landkreis Starnberg finden Sie unter Energie im Fokus/Energie aus Wind und unter www.windenergie-starnberg.de!

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. – Daniela Köhler, Quelle: Bundesverband Windenergie e. V.

Bild: AEE

Appell an die Landkreis-Gemeinden zum Wechsel auf „echtem“ Ökostrom

Donnerstag, Dezember 6th, 2012

Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg e. V. weißt im Zusammenhang mit der aktuellen Empfehlung zur Bündelausschreibung für den Strombezug des Bayerischen Städte- und Gemeindetags auf die Problematik der Erreichung der Energiewende-Ziele sowie die Vorteile des Bezugs von „echtem“ Ökostrom hin.

In dem Beschlussvorschlag, der vom Städte- und Gemeindetag erarbeitet wurde und der nun von den Gemeinden eine schnelle Entscheidung abverlangt, kann zwischen dem Bezug von konventionellem und „100 % Ökostrom“ unterschieden werden. Für konventionellen Strombezug könnte diese Bündelausschreibung sinnvoll und kostengünstig sein. Für den Bezug von Ökostrom dagegen seien die im Beschlussvorschlag aufgeführten Kriterien so formuliert, dass dort zwar höhere Kosten, nicht aber der vollständige ökologische Mehrwert produziert würde, warnt der Energiewende-Verein. Nach Meinung zahlreicher Experten, so z.B. auch vom Klimabündnis e.V., könne es sich nach den Kriterien, die im Vorschlag des des Bayerischen Städte- und Gemeindetags formuliert worden sind, nicht um „echten Ökostrom handeln.

Damit der Bezug von Ökostrom den vollständigen Zusatznutzen für den Klimaschutz hat, muss er nach Ansicht der Experten entsprechend zertifiziert sein und unter anderem folgende Kriterien erfüllen:

  • die Nachfrage nach Ökostrom muss zu einer Ausweitung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien führen, d.h. über die Strommenge hinausgehen, die aufgrund öffentlicher Fördermaßnahmen (EEG) ohnehin erzeugt wird. Zentrales Kriterium muss deshalb sein, dass die Stromanbieter mit einem Teil der Kundengelder neue, regenerative Anlagen fördern, denn nur so verändert sich die Struktur der Energieerzeugung
  • die Zeitgleichheit von Erzeugung und Verbrauch muss gegeben sein, um Regelenergie aus fossilen Energiequellen auszuschließen.

Der Energiewende-Verein empfiehlt deshalb, sich für zertifizierten Ökostrom und nicht für konventionellen Strom oder den Ökostrom-Vorschlag des Bayerischen Städte- und Gemeindetags  zu entscheiden. Nur so könnten Klima- und Ressourcenschutz sowie die beschlossene Energiewende in den Gemeinden weiterhin vorbildhaft vorangebracht werden, betont der Vereinsvorsitzende Knape. Die Entscheidungsalternativen der Gemeinden sollten nicht nur auf die Varianten der Bündelausschreibung in der vorliegenden Version beschränkt werden. Es können auch Versorger angefragt werden, die zertifizierten Ökostrom anbieten, der den oben erläuterten Kriterien genügt. Die Erfahrungen einiger Gemeinden, die diesen Ausschreibungsweg gewählt haben, zeigen, dass diese Stromqualität ohne wesentliche finanzielle Mehrbelastungen für die Gemeinden möglich ist. Eine Beschlussfassung soll noch dieses Jahr in den Kommunen erfolgen.

Quelle: Verein Energiewende Landkreis Starnberg e. V.

Foto: Energiewende

Erneuerbare Energien: Anzahl der Beschäftigten steigt trotz Finanzkrise

Dienstag, Juni 12th, 2012

In Deutschland sind 371.950 Personen im Sektor Erneuerbare Energien tätig. Bayern gilt dabei als größter Arbeitgeber mit 68.850 Beschäftigten in Solar-, Bio-, Windenergie, Geothermie und Wasserkraft. Die meisten Personen sind im Bereich Solarenergie tätig (Deutschland: 125.050, Bayern: 24.730), dicht gefolgt von der Bioenergie (Deutschland: 124.340, Bayern: 26.490) und der Windenergie mit 101.080 in Deutschland und 10.310 in Bayern.

Anmerkung: Bei den genannten Zahlen sind öffentliche Forschung und Verwaltung mit bundesweit 10.000 weiteren Arbeitsplätzen noch nicht mit berücksichtigt.

Um die Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und effizienter gestalten zu können wurden in der Bundesrepublik 61,2 Mio Euro für Forschungsarbeiten ausgegeben. Die gesellschaftliche Akzeptanz Erneuerbarer Energien in der Nachbarschaft liegt in der Republik bei durchschnittlich 64%. Dies wurde durch die Umfrage „Akzeptanz Erneuerbare Energien“ der Agentur für Erneuerbare Energien ermittelt.

Alle genannten und weitere wichtige Daten zu Erneuerbaren Energien in Deutschland finden Sie auf der Seite „föderal erneuerbar“ www.foederal-erneuerbar.de der Agentur für Erneuerbare Energien.

Den Jahresreport Föderal Erneuerbar können Sie unter www.unendlich-viel-energie.de herunterladen. Informationen dazu finden Sie auch unter unseren Publikationen und Buchtipps.

Energiewende rückwärts? EEG-Novelle führt in die Sackgasse

Mittwoch, Juni 8th, 2011

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist ganz offensichtlich für die Energiewende ein Desaster! Auch „das in vielen Punkten richtige und überzeugende Energiekonzept der CSU für Bayern“ kann nun, nach Meinung von EUROSOlAR, wegen der wettbewerbsfeindlichen Ausrichtung nicht umgesetzt werden. Die renommierte Energie-Organisation fordert daher nach dem Kabinettsbeschluss zu Atomausstieg und Energiewende vom 06. Juni die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer auf, die endgültige Verabschiedung des Gesetzes auf den Herbst zu vertagen und in der Zwischenzeit das Gesetz in erheblichen Passagen nachzubessern.

Nach Meinung von Eurosolar ist die Novelle nämlich nicht geeignet, eine Energiewende herbeizuführen. „Vielmehr zeige sich, dass die Gesetzentwürfe den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv bedrohen“, verlautbart Eurosolar.

„Es macht fassungslos, dass der Bundesumweltminister im Zeichen des japanischen Super-Gaus das Vorbild Deutschland für den zügigen Ausbau erneuerbarer Energien aufgeben will“, ist in der aktuellen Pressemitteilung von Eurosolar weiter zu lesen. Eurosolar befürchtet, dass mit der jetzt geplanten Vorgehensweise über 350.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze vor allem im Mittelstand gefährdet würden. Zudem widerspreche das Energiekonzept der Bundesregierung größtenteils den Empfehlungen der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Während die  so genannte „Töpfer-Kommission“ für eine Beschleunigung der laufenden dezentralen Energiewende plädiert, mit der das Energiekonzept der CSU für Bayern großenteils korrespondiert, hat sich die Bundesregierung, wie leider schon im Referentenentwurf erahnt werden konnte,  für eine diametral entgegengesetzte Strategie entschieden: Die Förderung von teuren Großprojekten und im Zuge dessen die Unterstützung der großen Energiekonzerne.

„Bis auf einige kosmetische Verbesserungen im Bereich Onshore-Windkraft werden sämtliche Befürchtungen bestätigt, die EUROSOLAR in den vergangenen Wochen vorgetragen hat. Dies zeigt sich insbesondere an der EEG-Novelle 2012“, beklagt Eurosolar. Ungeachtet dessen, dass die Energiekonzerne bis heute gerade mal 5 % zum Ausbau der erneuerbaren Energien beigetragen haben und zumeist als Bremser auftreten, möchte die Bundesregierung ihnen die Hoheit über die erneuerbaren Energien überantworten. „Der Bundesumweltminister will offenkundig die Windkraft auf hoher See monopolisieren und Solarenergie und Windkraft an Land herunterfahren“, so EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo. „Wettbewerb im Energiemarkt hat unter diesen Bedingungen keine Chance. Das Kartell der Großkonzerne soll über den Atomausstieg hinaus gerettet werden. Mit Marktwirtschaft hat diese Politik der Bundesregierung nichts zu tun“, erklärt der EUROSOLAR-Vizepräsident. Nun besteht die Gefahr, dass die Energiewende scheitert und stattdessen neue fossile Kraftwerke gebaut oder der Atomausstieg nicht vollzogen werden kann. Währenddessen wurde in Österreich der CSS-Technologie eine Absage erteilt, so dass dort ein Ausbau von Kohlekraftwerken und Verpressung von CO2 in die Erde unwahrscheinlich wird.

Es steht zu befürchten, dass in Deutschland genau dieses Türchen aufgestoßen werden soll – zugunsten wirtschaftlicher Partikularinteressen (Großkonzerne) und nicht im Sinne der Allgemeinheit und einer sicheren, zukunftsfähigen, dezentralen Energiewende.

Die vollständige Presseerklärung von Eurosolar finden Sie hier: EUROSOLAR-Pressemitteilung 7. Juni 2011

Was zur Energiewende jetzt zu tun ist, hat EUROSOLAR im 10-Punkte-Sofortprogramm für die Energiewende auf den Punkt gebracht: http://www.eurosolar.de/