Einträge ‘BMU’

Seit 15. August: Marktanreizprogramm auf Heizungsanlagen ausgeweitet

Freitag, August 24th, 2012

Der Wärmemarkt spielt bei der Energiewende eine entscheidende Rolle. Das neue Marktanreizprogramm soll daher neuen Schwung in die Wärmenutzung aus erneuerbaren Energien bringen und die Grundlage für mehr private Investitionen schaffen. Mit den neuen Förderkonditionen soll für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer der Umstieg auf erneuerbare Energien bei Heizung und Warmwasser noch attraktiver werden.

In den zwei Programmteilen des Marktanreizprogramms (MAP) werden Anlagen für den Bedarf von Ein-, Zwei- und Mehr-familienhäusern, sowie kleineren öffentlichen und gewerblichen Objekten (über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA) sowie für große Gebäude und für die gewerbliche Nutzung (KfW-Programm Erneuerbare Energien Premium) gefördert. Die Änderungen und Neuregelungen im MAP betreffen beide Programmteile: sowohl den Förderteil der Investitionszuschüsse (BAFA) als auch den KfW-Teil für Anlagen im größeren Leistungsbereich.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

I. BAFA-Teil (Investitionszuschüsse für die kleineren Anlagen)

  1. Bei Solarkollektoren bis 40 m2 Kollektorfläche (thermische Nutzung der Solarenergie) sowie Biomasseheizkesseln und Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung werden neue Mindestförderbeträge eingeführt. Davon profitieren die Anlagen, die üblicherweise in Einfamilienhäusern eingesetzt werden: Sie erhalten damit eine bis zu 400 € höhere Förderung. Die Basisfördersätze, die in Abhängigkeit von der Größe der Anlage gewährt werden, bleiben unverändert. Gefördert werden nur Anlagen in Bestandsbauten.
  2. Die Bonusförderung, die besonders innovative Techniken oder die Kombination förderwürdiger Techniken belohnt, wird ausgebaut: Die gleichzeitige Errichtung einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe mit einer Solarkollektoranlage zur reinen Warmwasserbereitung wird zukünftig mit einem Bonus von 500 € belohnt. Neu ist auch ein Effizienzbonus für den Einsatz von Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden. Mit einer zusätzlichen Förderung von 500 € pro Anlage werden Wärmepumpen belohnt, die einen neuen Pufferspeicher mit bestimmter Min-destgröße aufweisen.
  3. Die Innovationsförderung für große Solarthermieanlagen (ab 20 m2) in Mehrfamilienhäusern und Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 m2 Nutzfläche ist jetzt auch für Neubauten möglich.
  4. Die Förderung von Solarkollektoranlagen zur Prozesswärmebereitstellung wird deutlich auf bis zu 50 % der Nettoinvestitionskosten angehoben. Der Förderung kann nun bis zu einer Fläche von 1000 m2 auch als einmaliger Zuschuss gewährt werden (über das BAFA).
  5. Die Errichtung bzw. Nachrüstung von Anlagenteilen zur Emissionsminderung und/oder Effizienzsteigerung bei Biomasseanlagen im Gebäudebestand wird mit 750 € je Anlage (vorher 500 €) belohnt. Für den Einsatz im Neubau gibt es erstmals eine Förderung (850 €).

II. KfW-Teil (Darlehen und Tilgungszuschüsse im KfW-Programm Erneuerbare Energien Premium)

  1. Die Tilgungszuschüsse für große Solarkollektoranlagen im KfW-Teil (ab 40 m2) betragen nun-mehr bis zu 50 % (vorher 30 %) der Investitionskosten (gilt für Prozesswärme oder solare Kälte).
  2. Große Wärmepumpen ab 100 kW Leistung sind nun auch im Neubau förderfähig.
  3. Biogasleitungen können in bestimmten Anwendungen (Biogaserzeugung nach dem EEG 2012) wieder gefördert werden.
  4. Die Fördermöglichkeiten für Tiefengeothermie werden ausgeweitet: Zukünftig können nicht mehr nur Anlagen zur thermischen Nutzung gefördert werden, sondern in geringerem Umfang auch stromerzeugende Anlagen.
  5. Für Wärmenetze und Wärmespeicher, die von der verbesserten Förderung nach dem am 19. Juli 2012 in Kraft getretenen novellierten Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz profitieren, ist künftig keine Förderung mehr vorgesehen.

Die neuen Förderrichtlinien gelten ab dem 15. August 2012.

Seit 15. August 2012 gibt es auch neue Förderkonditionen für Heizungsanlagen im Marktanreizprogramm

Das Marktanreizprogramm (MAP) fördert Anlagen für Heizung, Warmwasserbereitung und zur Bereitstellung von Kälte oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien. Ab dem 15. August 2012 erhöht das Bundesumweltministerium auch die Förderung für Investitionen.

Anbei finden Sie ein neues Informationsblatt des BAFA zur  Förderung von Heizungsanlagen  (Stand: 08-2012) nach dem Marktanreizprogramm.

Die Förderung von Solarthermischen Anlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen

Auf Energiewende Starnberg e.V.  finden Sie die Listen, welche Anlagen förderfähig sind, welche Wärmepumpen, Umwälzpumpen und Solarpumpen energieeffizient und geprüft sind und vieles mehr. Und sofern Sie noch mehr Informationen benötigen, finden Sie diese auch direkt auf der Internetseite des BAFA.

Quellen: bafa.de, dena.de, bmu.de

 Zusammenfassung: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Evelyn Villing

BMU verbessert die Förderung für Wärme aus erneuerbaren Energien

Freitag, August 10th, 2012

Das Bundesumweltministerium (BMU) ändert zum 15. August die „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (besser bekannt unter Marktanreizprogramm oder kurz MAP). Das MAP fördert Anlagen für Heizung, Trinkwassererwärmung und zur Bereitstellung von Kälte oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien. Gerade für kleine thermische Solaranlagen verbessern sich die Fördersätze deutlich.

In den zwei Programmteilen des MAP werden Anlagen für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie kleinere öffentliche und gewerblichen Objekte über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Große Gebäude und Gebäude für die gewerbliche Nutzung werden durch das Programm „Erneuerbare Energien Premium“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Bislang wurde die Installation von thermischen Solaranlagen – z. B. bei der Heizungssanierung – vom Bund mit rund 1.500 Euro bezuschusst. Das ändert sich ab Mitte August. Künftig erhält der Eigenheimbesitzer für die gleiche Solaranlage rund 2.000 Euro.

Kleine Solaranlagen begünstigt

Thermische Solarkollektoren bis 40 m2 Kollektorfläche sowie Biomasseheizkesseln und Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung bekommen neue Mindestförderbeträge. Anlagen, die üblicherweise in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden, profitieren. Sie erhalten eine bis zu 400 Euro höhere Förderung. Die Basisfördersätze, die in Abhängigkeit von der Größe der Anlage gewährt werden, bleiben unverändert. Gefördert werden nur Anlagen in Bestandsbauten.

Außerdem wird die Bonusförderung erweitert. Innovative Techniken oder die Kombination förderwürdiger Techniken werden mit einem Bonus von 500 Euro belohnt, wenn sie gleichzeitig eine Biomasseanlage oder eine Wärmepumpe mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung nutzen. Neu eingeführt wird auch ein Effizienzbonus. Dabei fördert die BAFA den Einsatz von Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden mit 500 Euro pro Anlage, solange ein neuer Pufferspeicher vorhanden ist.

Eine weitere Neuerung ist die Förderung größerer Anlagen ab 20 m2 bei Neubauten. Bisher waren diese nur für bestehende Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude mit einer Nutzfläche von mindestens 500 m2 möglich. Wird Ein die Solarthermieanlage mit einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage kombiniert ist ein weiterer Bonus in Höhe von 500 Euro möglich.

Von 30 auf 50 % Tilgungszuschuss

Die Tilgungszuschüsse für große Solarkollektoranlagen (ab 40 m2) betragen nunmehr bis zu 50 % (vorher 30 %). Dies gilt für die Erzeugung von Prozesswärme und solarer Kälte. Außerdem fördert die Kreditanstalt für Wideraufbau ab sofort auch große Wärmepumpen ab einer Leistung von 100 kW im Neubau.

Im Bereich der Tiefengeothermie können künftig neben Anlagen zur thermischen Nutzugn auch in geringem Umfang stromerzeugende Anlagen gefördert werden.

Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm 2012 finden Sie beim BAFA sowie unter www.energiefoerderung.info.

Die „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 20. Juli 2012“ können Sie hier herunterladen!

Quellen: BINE, TGA Fachplaner

Windmessung in Wäldern

Montag, Juni 18th, 2012

Um die Windpotentiale genauer bestimmen zu können, errichtete das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES nun einen 200 m hohen Forschungsmessmast. Dabei sollen grundsätzliche Erkenntnisse für größere Windenergieanlagen, die in oder nahe Wäldern gebaut werden, gewonnen werden. Die Messstation wurde auf einer bewaldeten Bergkuppel nahe Kassel errichtet und eignet sich, um Windbedingungen in hügeligem Gelände detaillierter zu untersuchen. Damit können unsichere Ertragsrechnungen vermieden und die Planung von Windparks weiter verbessert werden.

Mit Hilfe des Messmastes soll die Identifizierung geeigneter Standorte für Windenergieanlagen erleichtert werden. Das Projekt „Windenergienutzung im Binnenland – Erschließung neuer Potenziale im bewaldeten Mittelgebirge“  soll die notwendige messtechnische Infrastruktur und Datengrundlage schaffen. Das Fraunhofer IWES erforscht dabei die Windcharakteristika in Waldregionen und den Einsatz neuer laserbasierter Fernmesstechnik(LiDAR). Die sogenannte LiDAR-(Light Detection And Ranging) Technik misst mit Hilfe von Laserstrahlen unter anderem das Windprofil, Windscherung, maximale Windgeschwindigkeit und die Turbulenzen. Dabei gewinnen die Forscher über die auftretenden Belastungen von Windenergieanlagen (WEA) in Wäldern wichtige Erkenntnisse. Ziel der Fraunhofer Forscher ist es, neue Methoden zu entwickeln, die die Windbedingungen im Binnenland mit LiDAR-Messungen bestimmen. Diese ließen sich dann in ganz Deutschland und darüber hinaus anwenden. Dies erlaubt bei künftigen Windparks einen „vorausschauenden“ Eingriff in die Anlagensteuerung. Der Rotor von WEA ließe sich zur Windrichtung optimal ausrichten, indem die Anstellwinkel der Rotorblätter an die Windverhältnisse angepasst würden. Auch in der Gemeinde Berg im Landkreis Starnberg werden derzeit LiDAR-Messungen durchgeführt.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit rund 1,5 Millionen Euro bis Ende 2011 gefördert. Der Mast befindet sich auf dem Rödeser Berg und ist mit seiner Höhe von 200 m das zweitgrößte Bauwerk Nordhessens, etwa 30 km entfernt von Kassel. Dieser liegt rund 380 m über dem Meeresspiegel; der Wind kommt überwiegend aus Süd-West.

Zusätzlich zu den Messungen am Rödeser Berg beginnen ab Juli Messkampagnen mit mehrmonatiger Dauer in weiteren bewaldeten Standorten des Mittelgebirges. „Hierbei kommen die LiDAR-Geräte in Verbindung mit autarken Stromversorgungseinrichtungen neben weiteren großen Messmasten zum Einsatz“, so Tobias Klaas, Projektleiter am Fraunhofer IWES. Die Messkampagnen bilden die Basis für den späteren kommerziellen Forschungseinsatz der LiDAR-Geräte.

Quelle: BINE Informationsdienst

Beschäftigungszahl im Bereich Erneuerbare Energien auch 2011 gestiegen

Dienstag, März 27th, 2012

Im Jahr 2011 waren 382.000 Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien beschäftigt. Das entspricht einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) vorgenommen hat.

Seit dem Beschluss der Energiewende in Deutschland nimmt der Ausbau der Erneuerbaren Energien stetig zu. Auch im vergangenen Jahr konnte dieser Trend, trotz rückläufiger Investitionen aufgrund der gesunkenen Preise in der Solarindustrie, fortgesetzt werden. Die Umsätze in der gesamten Branche befinden sich hauptsächlich aufgrund des Wachstums in Windenergie und Biogas auf etwa dem gleichen Niveau wie 2010.

Die errechnete Personenzahl von 382.000 bezieht sich auf die direkte sowie indirekte Beschäftigung im Bereich Erneuerbare Energien. 63 Prozent sind im Anlagenbau tätig, 20 Prozent im Bereich Wartung und Instandhaltung, 14 Prozent für die Bereitstellung von Biomasse sowie anderen Biokraftstoffen und knapp drei Prozent in der öffentlich geförderten Forschung oder Verwaltung.

[Quelle: BMU]

Etwa ein Drittel der Beschäftigten arbeiteten in dem Bereich Biomasse, ein weiteres Drittel in der Solarenergie. Die Windenergie hatte einen Anteil von 26 Prozent, die Geothermie (Erdwärme) trug mit vier Prozent, die Wasserkraft mit rund zwei Prozent zur Beschäftigung bei. 72 Prozent der Tätigkeiten im Jahr 2011 können auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden.

Einzelheiten der Studie „Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2011“ der BMU finden Sie hier und auf der Seite des Bundesumweltministeriums.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) 2012

Innovationspreis für Synthesegasverfahren

Freitag, Januar 20th, 2012

Ein neues Verfahren, das mit Hilfe von Kalk aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas herstellen kann zeichneten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt aus. Das von der Projektgesellschaft der Werke GmbH aus Goslar entwickelte Verfahren wandelt in einem Gegenstromvergaser verschiedenste Kohlenstoffträger unter Beigabe von Kalk bei hohen Temperaturen zu Synthesegas um. Kalk dient dabei sowohl als Trägerstoff als auch als schadstoffbindendes Material, wodurch bei dem Verfahren prozessbedingt keine organischen Schadstoffe, wie beispielsweise Dioxine und Furane, entstehen können und die sonst aufwendige Rauchgasreinigung erfordern.

Das Engagement von Wirtschaft und Forschung für Klima- und Umweltschutz wurde seit 2009 zum dritten Mal gewürdigt. Der Preisträger erhielt vom Bundeswirtschaftsministerium eine Fördersumme von 4,5 Millionen Euro in der Kategorie „Prozessinnovationen für den Klimaschutz“. Die unter dem Namen Ecoloop entwickelten Anlagen können in Zukunft unterschiedlichste industrielle Prozesse ergänzen und den Verbrauch fossiler Ressourcen sowie den CO2-Ausstoß reduzieren. Von der Projektgesellschaft wird derzeit eine Pilotanlage mit einer Nennleistung von 32 Megawatt in einer harzer Gemeinde am Brocken errichtet, wo das hochreine Synthesegas als wertvoller Energieträger effizient eingesetzt werden kann. Die Ecoloop-Technologie sieht vor, energieintensiven Industrieprozessen, den neuartigen Gegenstromvergaser mit zirkulierendem Reaktionswanderbett vorzuschalten.

Quelle: BINE

Energiewende: 7. Jahreskonferenz Erneuerbare Energie

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Energiewende 2.0: Auf dem Weg in die regenerative Zukunft

Die Weichen für eine Energiewende sind gestellt. Wie schnell kann die Branche diese nun realisieren? Welche Herausforderungen stellen sich – und wo muss die Politik noch nachbessern? Diesen Fragen geht die Jahreskonferenz Erneuerbare Energie am 19. und 20.10.2011 in Berlin nach.

Die Key-note spricht am 20.10. Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ebenfalls zu Gast sein werden am 19.10. Philip Lowe,  Generaldirektor Energie der EU-Kommission, Dr. Dolf Gielen, Director Innovation and Technology Centre der IRENA sowie Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Vorsitzender der Ethikkommission der Bundesregierung.

Die Jahreskonferenz Erneuerbare Energie wird ausgerichtet von den zehn wichtigsten Verbänden der Erneuerbaren. Darunter der Bundesverband Erneuerbare Energie und der Bundesverband Windenergie.

Die Jahreskonferenz wirft einen Blick auf die EU-Ziele sowie eine Roadmap für 2030 und 2050. Die Verbände der Erneuerbaren – europäisch und national – geben eine Einschätzung des Marktes auf dem Weg zu 100% ab und formulieren die Forderungen an die Politik. Ebenso werden Instrumente zum Ausbau der Erneuerbaren dargestellt. Die Teilnehmer erhalten zudem Einblick in die Chancen des Industriestandortes Deutschlands, auch für seine Zulieferer. Ebenso wird illustriert, wie das Marktdesign der Zukunft aussehen kann. Die Foren Strom, Wärme und Verkehr zeigen spartenspezifische Chancen und Lösungen auf.

Zur Anmeldung und zum Programm gelangen Sie hier: http://www.bwe-seminare.de/veranstaltungen/jahreskonferenz

Veranstaltungsdaten
19. und 20.10.2011 in Berlin
Energieforum, Stralauer Platz 34, 10243 Berlin

Quelle: BWE-WindNews / Veranstaltungsinfo

Beschlossene Sache: Elektromobilität in Deutschland

Montag, Mai 23rd, 2011

Derzeit sind rund 1.500 Elektro-Fahrzeuge in Deutschland unterwegs, bis 2020 soll die Zahl der Elektroautos auf mindestens eine Million ansteigen, bis 2030 sind sechs Millionen angepeilt. Das ist das Ziel des vom Bundeskabinett beschlossenen Regierungsprogramms  Elektromobilität.

Gemeinsam mit den vier Bundesressorts Wirtschaft, Verkehr, Umwelt sowie Bildung und Forschung wurde die Strategie zur Förderung der Forschung, Entwicklung und Markteinführung der Elektromobilität erarbeitet.

Aufstockung der Mittel für Forschung und Entwicklung

Mit knapp zwei Milliarden Euro fördert die Bundesregierung die Forschung und Entwicklung für die Elektromobilität. Dazu wurde gemeinsam mit der Automobilindustrie die „Nationale Plattform Elektromobilität“ gegründet, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Industrie sowie aus Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Gesellschaft zusammensetzt. Sieben Arbeitsgruppen werden sich unter anderem mit Themen wie Antriebs- und Batterietechnologie, Ladeinfrastruktur und Netzintegration sowie Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Elektromobilität beschäftigen. In acht Städten und Regionen laufen bereits Modellversuche des Bundesverkehrsministeriums. Beispielsweise haben Berliner an großen Bahnhöfen die Möglichkeit, Autos mit Elektroantrieb zu mieten und Probe zu fahren.

Schwerpunkt: Batterieforschung

„Über den Markterfolg der Elektromobilität entscheidet nicht das üppigste Subventionspaket, sondern die größte technologische Kompetenz“ erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. „Einen besonderen Schwerpunkt werden wir auf die Batterieforschung legen“. Folgerichtig lehnt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auch teure Kaufprämien entschieden ab: „In einen teuren Subventionswettlauf zu treten, können wir uns nicht leisten. Wir brauchen marktfähige, alltagstaugliche Produkte, die sich in der Praxis bewähren und die Bürger überzeugen“.

Deutsche Bundesregierung als Vorbild

Ziel der Bundesregierung ist, Deutschland bei der Elektromobilität zum Leitanbieter und Leitmarkt zu machen. Dies hatte die Kanzlerin Angela Merkel nach der Übergabe des zweiten Berichts der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ erklärt. Neben der Bundesregierung, die die Mittel für Forschung und Entwicklung verdoppelt, will auch die Wirtschaft in den nächsten drei bis vier Jahren 17 Milliarden Euro investieren. Indes geht die Bundesregierung mit gutem Beispiel voran: Der Fuhrpark der Bundesregierung wird schrittweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Ab 2013 sollen als Zielwert 10 % der Neufahrzeuge einen CO2-Ausstoß von weniger als 50 g/km haben.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.iwr.de

www.bmu.de

Quelle: www.iwr.de, www.bmu.de; Foto: www.dena.de

Marktprämie unterstützt geplanten Atomausstieg bis 2022

Montag, Mai 9th, 2011

Der Atomausstieg wird immer konkreter. Offensichtlich plant die Bundesregierung ein festes Datum für den Atomausstieg. Laut einem Bericht des Handelsblattes hat sich die Bundeskanzlerin mit Umweltminister Norbert Röttgen und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla darauf geeinigt, dass das voraussichtliche Datum für den Ausstieg im Jahr 2022 liegt.

Atomausstieg vor 2020 möglich

Vergangene Woche kamen im Rahmen der zweiten Runde der von der Bundesregierung eingesetzten Ethikkommission über eine zukünftig sichere Energieversorgung für Deutschland insbesondere Wissenschaftler zu Wort. Laut Prof. Eicke Weber vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sei ein Atomaustieg bis 2017 möglich. Einen ähnlichen Standpunkt vertritt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes. Die Umweltorganisation Greenpeace vertritt sogar die Meinung, dass ein Atomausstieg bis 2015 realisierbar sei.

Marktprämie und Speicheroffensive

Atomkraftwerk Unterweser

Indes hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen zur besseren Marktintegration der erneuerbaren Energien eine optionale Marktprämie vorgeschlagen. Dies geht aus den Handlungsempfehlungen des EEG-Erfahrungsberichts hervor, die das Bundesministerium für Umwelt (BMU) nun veröffentlicht hat. Es ist geplant, dass die Marktprämie Bestandteil der nächsten EEG-Novelle wird und einen Anreiz für EE-Anlagenbetreiber liefert, ihre Anlagen marktorientiert zu betreiben, so das BMU.

De facto bedeutet das, es soll immer dann verstärkt EE-Strom eingespeist werden, wenn die Nachfrage besonders groß ist. Nach Auskunft des BMU soll die Marktprämie für sämtliche EEG-Anlagen gelten, sie ergebe sich aus der Differenz zwischen der anlagenspezifischen EEG-Vergütung und dem monatsdurchschnittlichen Börsenpreis. Eine so genannte “Managementprämie” solle darüber hinaus die Kosten von Prognose-Fehlern ausgleichen und für Biogasanlagen sei eine spezielle “Kapazitäts-Prämie” angedacht, die Investitionen in größere Gasspeicher und Generatoren ermöglichen solle.

Allgemeine Ziel der EEG-Neufassung soll ein dynamischer Ausbau regenerativer Energien mit gesteigerter Kosteneffizienz sowie einer beschleunigten Markt-, Netz- und Systemintegration der Erneuerbaren sein.

Weitere Informationen zur Marktprämie und Speicheroffensive erhalten Sie hier!

Quelle: iwr-Pressedienst, Foto: dpa

Diskussion zum EEG-Erfahrungsbericht

Freitag, April 15th, 2011

Berlin (iwr-pressedienst) – Noch in diesem Jahr muss die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag einen Erfahrungsbericht zum EEG vorlegen. Die Inhalte werden sicherlich auch in die für Anfang 2012 geplante EEG-Novelle einfließen. Als Grundlage und Vorbereitung für den EEG-Erfahrungsbericht hat ein Konsortium im Rahmen eines Forschungsvorhabens umfassende Vorarbeiten in einem Monitoring-Bericht geleistet.

Der ursprünglich für den 18.05.2011 avisierte Kabinettsbeschluss zum Erfahrungsbericht ist zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Eine Reihe von Fragen werden auf Regierungs- und Verbandsebene kontrovers diskutiert.

Vor diesem Hintergrund diskutieren Vertreter des BMU (Abteilungsleiter Dr. Urban Rid) und der EEG-Spitzenverbände BWE und BSW (Hermann Albers und Carsten Körnig), des Sachverständigenrates für Umweltfragen (Prof. Dr. Christian Hey) sowie der Deutschen Umwelthilfe e.V. (Dr. Gerd Rosenkranz) bei einer Veranstaltung des EnergieVereins auf den Berliner Energietagen am 20.05.2011 über den gegenwärtigen Diskussions- und Arbeitsstand, etwaige Lösungen und die weiteren Aussichten.

Nähere Informationen finden Interessierte unter http://www.energieverein.org.

Bundesumweltministerium veröffentlicht Entwurf der Leitstudie 2010

Montag, Februar 28th, 2011

Entwicklung des deutschen End- und Primärenergieverbrauchs im Basisszenario 2010 A © BMU

Szenarien für den Ausbau erneuerbarer Energien

Der von vielen Interessierten erwartete Entwurf der “Leitstudie 2010″ steht zum Download bereit. Auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zeigt die Studie “Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und Global”. Die Studie führt erstmals eine vollständige dynamische Simulation der Stromversorgung durch und beschreibt die technisch-ökonomischen Wirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien.

Die Arbeiten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und dem Ingenieurbüro für neue Energien (IfNE)  zeigen unter anderem  Szenarien zur Entwicklung der Elektromobilität, zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und zur Begrenzung der Biomassenutzung auf die ökologisch verträglichen, heimischen Potenziale. Außerdem betrachtet die Studie Möglichkeiten eines chemischen Energiespeichers in Form von erneuerbarem Wasserstoff oder Methan. Ein solcher Speicher ist für die Versorgungssicherheit bei hohen Anteilen aus fluktuierendem Wind- und Solarstrom erforderlich.  Auch ein Szenario mit einer zu 100% auf erneuerbaren Energien basierenden Stromversorgung im Jahre 2050 wird betrachtet.

Im Vergleich zu den Nutzungskosten fossiler Energien sind durch den bisherigen Ausbau der Erneuerbaren bis einschließlich 2010 aufgrund der Investitionen bisher 71 Milliarden Euro an Mehrkosten aufgelaufen. Die positiven volkswirtschaftlichen Effekte des Ausbaus der erneuerbaren Energien zeigen sich vollständig ab 2025. Bis zur Jahrhundertmitte kalkuliert die Studie, dass die Volkswirtschaft 670 Mrd. Euro einspart gegenüber der Weiterführung einer fossilen Energieversorgung.

Leitstudie als vorläufige Ausgabe

Der seit wenigen Tagen verfügbare Entwurf der neuen Leitstudie reflektiert wesentliche neue energiepolitische Entscheidungen der Bundesregierung nur zum Teil. Das BMU schränkt weiter ein, dass die Studie noch nicht in ausreichendem Maße die Ziele berücksichtigt, die im Energiekonzept zur Reduzierung des Energieverbrauchs für die kommenden Jahrzehnte enthalten sind. Aufgrund dessen basiere der Entwurf auf steigenden Stromverbräuchen mit einer Reihe von Folgerungen für den Energiemix. Im Zuge der Weiterarbeit an dem Projekt soll im Jahr 2011 auch das Energiekonzept vom Herbst 2010 vollständig verarbeitet werden.

Quelle: www.bine.info