Einträge ‘BWE’

EEG-Novelle gefährdet Arbeitsplätze

Samstag, April 16th, 2016

Der offizielle Referentenentwurf zum EEG 2016 liegt vor. Die Länder- und Verbändeanhörung ist damit eingeleitet worden. Dass die Mindestausschreibungsmenge weiterhin nicht definiert ist, verunsichert die Energiebranche und besonders die  Windbranche massiv. Denn gemäß der als „Weltformel“ verschrieenen Berechnung zur Ausschreibungsmenge wird die kostengünstige Windenergie auf eine Steuerungsgröße reduziert – auf Kosten von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Klimaschutz.

„Dieser Entwurf steht im deutlichen Widerspruch zu der Tatsache, dass inzwischen alle Akteure im Bereich der Energiewirtschaft voll auf Erneuerbare Energien setzen“, kritisierte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers.

Der BWE weißt das Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt seit mehreren Monaten auf die Defizite im EEG-Entwurf hin, der sowohl den Klimaschutzzielen als auch der Energiewende zuwider läuft und zudem erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen dürfte. So sind Tausende der aktuelle 150.000 Arbeitsplätze und die Spitzenposition der deutschen Windenergie-Branche im internationalen Markt gefährdet. Und auch die hohe Akzeptanz für die bislang günstigste aller erneuerbaren Energieformen – Windstrom – dürfte darunter leiden.

Auch in den kommenden Wochen tritt der Verband dafür ein, dass sich die jährlichen Ausschreibungsvolumina mindestens an der Bund-Länder-Einigung aus dem April 2014 von jährlich 2.500 MW netto orientieren. Ein Festhalten an einer EE-Zielbegrenzung von 45 Prozent am Stromverbrauch hält der BWE angesichts des Potenzials der Windenergie für die Sektoren Elektromobilität und Wärme für falsch.

BWE sieht enormes Windenergiepotential in Bayern

Montag, November 11th, 2013

Die Ökostromumlage steigt und steigt. Die Schuld daran liegt für Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie (BWE), allerdings kaum am Ausbau der erneuerbaren Energien. Verantwortlich seien vielmehr Privilegien für die Industrie sowie sinkende Preise an der Strombörse, die nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Damit in Zukunft eine saubere und nachhaltige Stromversorgung garantiert werden kann, warnt Pilarsky-Grosch vor der Gefahr, vorschnell die falschen Weichen zu stellen: Statt die Bestrebungen zur Energiewende wieder zu zentralisieren oder kurzfristig wieder auf fossile Träger wie Kohle zu bauen müsse es jetzt vielmehr gelten, eine durchdachte Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu erarbeiten.

Großes Potential sieht die BWE-Präsidentin vor allem beim Ausbau der Windenergie: Mit durchschnittlich zwischen sechs und acht Cent pro Kilowattstunde sei der Strom aus Wind bereits heute wettbewerbsfähig – „wenn wir einen fairen Vergleich anstellen und etwa die Subventionen für Kohle miteinrechnen“, so Pilarsky-Grosch. In Bayern sei daneben eine Steigerung des Anteils von Windenergie an der Gesamtstromerzeugung von derzeit einem auf bis zu zehn Prozent durchaus realistisch. Vorstöße wie der des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der eine Verschärfung der Abstandsregelungen fordert, seien daher ein falsches Zeichen. Der Schlüssel läge dagegen vielmehr in der umfassenden Aufklärung und Beteiligung der Bürger: So könne man bereits sehr bald umfassend von den gegebenen Potentialen profitieren.

 

Quelle: Münchner Merkur
Bild: © Peter Freitag / PIXELIO

Windenergie: Ergebnisse zum Ausbau im 1. Halbjahr 2012

Dienstag, August 7th, 2012

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz wurden am 1. August 2012 in Berlin die Resultate der 1. statistischen Erhebung zum Ausbau der Windenergie in Deutschland vorgestellt, die von WindGuard im Auftrag des BWE und der VDMA Power durchgeführt wurde.

Onshore bereits über 30 GW Leistung installiert – Süddeutschland legt zu

Im 1. Halbjahr 2012 wurden demnach in Deutschland 414 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1 GW zugebaut. Die bundesweit installierte Gesamtleistung stieg damit auf rund 30 GW.

Im bundesweiten Vergleich führen bei der zugebauten Leistung die nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen. An dritter Stelle steht mit Rheinland-Pfalz ein im Süden Deutschlands gelegenes Bundesland. Auch weitere Bundesländer in der Mitte und im Süden Deutschlands befinden sich unter den ersten zehn. Dies zeigt, dass der Ausbau der Windenergie mit fortschreitender Technologieentwicklung zunehmend auch in den südlichen Regionen stattfindet.

 Neun leistungsstarke neue Offshore-Anlagen ans Netz gegangen

Auf See speisten im 1. Halbjahr 2012 neun Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 45 MW erstmals Energie ins Netz ein. Im Rahmen der Datenerhebung zur Erstellung der Statistik wurde ermittelt, dass im 2. Halbjahr weitere Offshore-Windparkprojekte in Bau gehen sollen. Laut den Angaben der Entwickler sollen sich bis zum Jahresende Projekte mit deutlich über 400 Anlagen und einer Gesamtleistung von über 2.000 MW in Bau befinden.

Die nächste Statistik zum Windenergieausbau in Deutschland mit einem Überblick über die Entwicklungen im Gesamtjahr 2012 wird Anfang 2013 erscheinen.

Quelle: iwr-pressedienst 03.08.2012 – zusammengefasst von E. Villing

 

Weitere Informationen zum Status des Windenergieausbaus und Fact Sheet:

http://www.windguard.de/aktuelles-presse/

http://www.wind-energie.de/infocenter/statistiken

http://www.vdma.org/windenergie