Einträge ‘Energieeinsparung’

Thermografie-Rundgänge 2016

Dienstag, Januar 5th, 2016

WärmebildVom Januar bis März 2016 finden die Thermografie-Spaziergänge zum vierten Mal im Landkreis Starnberg in allen Gemeinden und der Stadt Starnberg statt. Hausbesitzer können sich dazu anmelden und ihre Häuser begutachten lassen. Nach der hohen Nachfrage an der Aktion des Landratsamtes im letzten Jahr freut sich Klimaschutzmanagerin, dass für 2016 alle Kommunen im Landkreis einen Termin anbieten: „Die Thermografie-Rundgänge sind ein Appetitanreger für die energetische Sanierung und helfen, ein Bewusstsein für ein gutes Wohnklima zu entwickeln.“ Der Blick aufs Haus durch die Wärmebildkamera führt nämlich sehr bildlich die „Schwächen“ eines Hauses vor Augen. Freilich kann der öffentliche Rundgang keine detaillierte Untersuchung einzelner Häuser liefern, sondern nur eine Momentaufnahme und eine grobe Information darüber, wo dringender Handlungsbedarf besteht. Der Rundgang will aber auch die Augen öffnen für die komplexen bauphysikalischen Zusammenhänge und zeigen, dass man bei der hemdsärmeligen Umsetzung von Dämmmaßnahmen in Eigenregie auch viel falsch machen kann.

Trotzdem liefern die fünf Thermografen, die bei den Rundgängen im Einsatz sind, stets ein paar Tipps für die Hausbesitzer, wenn es um einfache Abhilfe, wie z. B. Dämmmaßnahmen an der Kellerdecke und der obersten Geschossdecke im nicht ausgebauten Dach, und empfehlen eine Energieberatung vorab. Diese wie auch die Thermografie werden von einzelnen Gemeinden übrigens bezuschusst, z. B. in Gauting, Gilching, Herrsching, Pöcking und Seefeld.
Was kostet die Thermografie, wenn man’s richtig angehen will? Die Thermografen wehren sich gegen Billigangebote, die dadurch zustandekommen, dass die Kameras immer billiger werden und sich auch unqualifizierte Anwender auf dem Markt tummeln. Eine Hausuntersuchung durch einen zertifizierten Thermografen kostet ab circa 300 € Euro aufwärts, abhängig von der Anzahl Aufnahmen von innen und außen sowie dem Umfang des gewünschten Berichtes. Unter Umständen muss der oder die Energieberater/-in morgens um fünf Uhr anrücken, damit die Temperaturbedingungen geeignet sind: es müssen nämlich mindestens 15 Grad (korrekt 15 Kelvin) Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen herrschen, damit aussagekräftige Bilder entstehen.

Termine_2016

In der Tabelle finden Sie die Termine für die Rundgänge. Sie starten in der Regel mit Begrüßung und kurzem Vortrag im Rathaus (Seefeld ausgenommen).

Wer sich erst einmal mit der kostenlosen Variante einer Momentaufnahme beim Rundgang zufrieden gibt, darf sein Haus gerne zum entsprechenden Termin anmelden:

Stabstelle Klimaschutz, Tel. 08151 148-352 oder per Mail an klimaschutz@lra-starnberg.de.

Wer eine detaillierte Untersuchung seines Wohnhauses durchführen lassen möchte findet eine Liste der im Landkreis tätigen Thermografen unter www.lk-starnberg.de/thermo.

Quelle: Landratsamt Starnberg – Stabsstelle Klimaschutz

Foto: Barbara Schärfl

Energiepreis 2015 im Landkreis Starnberg

Donnerstag, Juli 23rd, 2015

Der Landkreis Starnberg hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende in der Region voranzutreiben und sich bis 2035  zu 100 % mit erneuerbaren Energien – möglichst aus regionalen Ressourcen – zu versorgen . Das gelingt nur, wenn möglichst alle Bürgerinnen und Bürger sich motiviert an der Energiewende beteiligen. Gute Beispiele können dabei helfen. Deshalb wird auch dieses Jahr wieder der Energiepreis für den Landkreis Starnberg ausgeschrieben, mit dem vorbildliche Projekte, Initiativen, Aktionen oder Technologien zu gewürdigt und belohnt werden. Nicht nur Leuchtturmprojekte sind angesprochen. Denn: auch Kleines kann ein Meilenstein für Energiewende und Klimaschutz bedeuten, wenn es zur Veränderung unseres Bewusstseins und Verhaltens im Alltag beiträgt!

Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2015.

Der erste Preis ist in diesem Jahr mit 3.000 Euro, der zweite Preis mit 2.000 Euro und der dritte Preis mit 1.000 Euro dotiert.

Damit geeignete Preisträger gefunden werden können, ist  die tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung wichtig. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, Vereine, Schulen oder sonstige Organisationen und Institutionen aufgerufen, sich mit geeigneten Projekten um den Energiepreis 2015 des Landkreises Starnberg zu bewerben.

Also nicht nur ans Bauen und Sanieren denken, auch Initiativen etwa aus dem Mobilitätssektor oder anderen Bereichen sowie Kinder- und Jugendprojekte sind erwünscht – wichtig ist vor allem ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und der Energiewende sowie der Vorbildcharakter.
„Es besteht aber auch die Möglichkeit, geeignete Projekte vorzuschlagen und uns die Kontaktdaten mitzuteilen“, so Herbert Schwarz, Umweltberater des Landratsamtes. „Denn mancher stellt sein Licht gerne unter den Scheffel oder weiß schlicht nichts von der Ausschreibung des Energiepreises“.

Und damit die Ausschreibung möglichst überall bekannt wird, gibt es hier das Faltblatt zum Herunterladen und Verteilen und einPlakat. ebenfalls zum Ausdrucken und Verteilen, z.B. in Ladengeschäften, Banken, Rathäusern usw.

Nähere Informationen rund um den Energiepreis 2015 gibt es auch unter www.landkreis-starnberg.de/energiepreis sowie telefonisch unter 08151 148-442.

 

 

Besserer Gebäudestandard ohne Mehrkosten

Donnerstag, Juni 18th, 2015

„Passivhaus und Energie-Effizienzhaus plus: Den besseren Standard gibt es quasi umsonst“, so lautet die Botschaft eines Vortrags des Architekten und Passivhausplaners Gernot Vallentin.

Mit einer wirtschaftlichen Betrachtung der Gesamtkosten hatte Vallentin  kürzlich beim Treffen der Energieberater im Landkreis für eine energetisch hochwertigste Art des Bauens geworben. Die Kosten energetisch relevanter Komponenten hätten sich in den letzten Jahren so rasant nach unten  entwickelt, wie er am Beispiel der Fenster für Passivhäuser vorführte, dass z.B. Fensterelemente für den Gebäudestandard 2020 heute nur noch unwesentlich mehr kosten würden als Fenster nach ENEV 2014. Kosten für Lüftung und Steuerungs- und Regelungstechnik sind dabei diesem Trend zu folgen, so dass aus Kostensicht bald niemand mehr das Argument  „zu teuer“ gegen Passivhaus- oder Energieeffizienzhaus plus ins Feld führen kann.  „Ich krieg einen besseren Standard quasi umsonst,“ resümierte der weltweit gefragte Architekt aufgrund seiner Amortisations-Berechnungen und seiner  Erfahrungen, die er am Beispiel der Sanierung und Erweiterung eines Kindergartens verdeutlichte. Anbei der Vortrag von Gernot Vallentin zum Herunterladen als Teil1 (PDF-Datei 3 MB) und Teil2 (PDF-Datei 3,7 MB).

Energetische Sanierung lohnt sich!

Montag, April 8th, 2013

Energetische Sanierung lohnt sich weiterhin! Das bestätigt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ausdrücklich und reagiert damit auf die aktuelle Berichterstattung, die dies bezweifelt. „Die Mehrkosten für die energetischen Maßnahmen lassen sich über die Energieeinsparung refinanzieren. Das zeigen hunderte Praxisbeispiele der dena“, betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea).

Auslöser für die Stellungnahme ist ein Artikel in der Zeitung „Die Welt“ vom 30. März, der die Wirtschaftlichkeit der energetischen Gebäudesanierung infrage stellt. Der Artikel bezieht sich auf eine im Auftrag der KfW Bankengruppe erstellte Studie der Prognos AG, die die volkswirtschaftlichen Effekte der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren untersucht. Im Beitrag wird jedoch nicht unterschieden zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen. In der Bilanz dürften aber nur die für Energieeffizienz relevanten Mehrkosten den Energieeinsparungen gegenübergestellt werden.

„Gebäudeeigentümer sollten sich nicht durch irreführende Zahlenvergleiche beunruhigen lassen“, sagt Stephan Kohler. „Wenn ein neues Fenster eingebaut oder eine Fassade erneuert wird, fallen immer Kosten an, egal ob nun besonders energieeffizient oder nicht. Deswegen muss bei einer Sanierung genau untersucht werden, welche Maßnahmen sowieso für Instandhaltung oder Modernisierung nötig sind und welche explizit die Energieeffizienz verbessern. Vergleicht man die Kosten für Energieeffizienzmaßnahmen mit den Energieeinsparungen, wird klar: Die energetische Gebäudesanierung lohnt sich. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit ohnehin anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden.“

Die dena empfiehlt den Bauherren, sich frühzeitig an einen qualifizierten Experten für die Planung und den Bau von Effizienzhäusern zu wenden. Bei der Suche kann auch eine von der dena betreute Datenbank hilfreich sein: www.zukunft-haus.info/experten.

Ausführliche Informationen zur Wirtschaftlichkeit der energetischen Gebäudesanierung bietet die dena unter: www.zukunft-haus.info/sanierungsstudie.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Quelle: dena

Foto: Energiewende Starnberg e. V.

Workshop Kommunales Energie-Management in Inning

Donnerstag, Januar 10th, 2013

Das Team Energiewende Inning (TEWI) und Energiewende Landkreis Starnberg e.V. veranstalten von 16.-17. Januar 2013 in Inning im Haus der Vereine einen Workshop zum Thema „Kommunales Energie-Management“ (KEM).  Als Partner für die Veranstaltung konnten Experten der Energieagentur Nordbayern GmbH und der Dr. Riedel Automatisierungstechnik GmbH gewonnen werden.

Die Veranstaltung wendet sich an die Gemeinden bzw. Mitarbeiter/innen der Verwaltung, aber auch ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Gemeinde für die Energiewende – z.B. als Umweltreferent – einsetzen oder in einer Agenda-Gruppe bzw. Energiewende-Ortsgruppe in Kooperation mit der Gemeinde das Projekt „Kommunales Energiemanagement“ anstoßen bzw. als Projekt in Angriff nehmen und voranbringen möchten.

Die Teilnahme ist kostenlos – Anmeldungen sind noch möglich! Es kann an einem oder beiden Tagen teilgenommen werden. Weitere Informationen sowie die Einladung finden Sie hier!

Energieeinsparung – unabdingbar für das Gelingen der Energiewende

Ein wirksamer und wichtiger Schritt der Energiewende in den Kommunen ist das Einsparen von Energie beim Heizen und beim Stromverbrauch und der schrittweise Umstieg auf regionale erneuerbare Energien. Das Kommunale Energiemanagement (KEM) ist das geeignete Instrument, um bei den kommunalen Liegenschaften gezielt den Energieverbrauch dauerhaft zu senken und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Es ist notwendig, zunächst die Energieverbräuche der kommunalen Gebäude zu erfassen und zu überwachen, damit mögliche und realisierbare Maßnahmen geplant werden können.

Eine komplette energetische Sanierung der Gebäude ist meist zu teuer oder wegen architektonischer
Besonderheiten nicht ohne weiteres möglich. Externe Experten können aber – aufbauend auf den Energieverbrauchswerten – Schwachstellen der bestehenden technische Anlagen analysieren. Oft kann durch gering-investive Maßnahmen der Betrieb der Anlage entscheidend verbessert werden. Aber auch der Einbau moderner Leit- und Regeltechnik oder einer Einzelraum-Temperaturregelung für Schulen (Heizen nach Stundenplan) sind technische Möglichkeiten, die sich schon nach wenigen Jahren amortisieren können.

Auf diesem Workshop besteht die Möglichkeit, in einer Arbeitsgruppe dieses Instrument zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz kennenzulernen. An konkreten Projekten wird exemplarisch und praxisnah untersucht, durch welche technischen Maßnahmen der Energieverbrauch kommunaler Gebäude wirksam gesenkt werden kann, was die Maßnahmen kosten und in welcher Zeit sie sich amortisieren.

Anmeldung

Bitte nutzen Sie für die Anmeldung das der Einladung beigefügte Formular oder schicken Sie uns eine E-Mail an: info@energiewende-sta.de mit Angabe des Namens und der Anschrift, des Tages/der Tage, an denen Sie teilnehmen möchten. Bitte geben Sie für unsere Planung auch an, ob Sie am Mittagessen teilnehmen (vegetarisch/nicht vegetarisch).  Die Teilnahme kostenlos, nur das Mittagsgericht wird vom den Teilnehmer/innen selbst getragen!

Veranstaltungsort

Haus der Vereine
Schornstraße 3
82266 Inning am Ammersee

 

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. 

 

EU-Richtlinie unterstützt Energiewende und verhindert Explosion der Energiepreise

Dienstag, Juni 19th, 2012

Nach fast einem Jahr Verhandlung stimmten die EU-Mitgliedsstaaten den Ratsvorschlägen für eine neue Energieeffizienzrichtlinie zu, auch für Deutschland gab es grünes Licht. Von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) wird die Einigung als wichtiger Schritt für Wachstum und Versorgungssicherheit der europäischen und deutschen Volkswirtschaft begrüßt.

„Der gefundene Kompromiss ist zwar nicht der avisierte große Wurf für mehr Energieeffizienz in Europa, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Er lässt ausreichend Flexibilität zu und ist keineswegs überambitioniert. Gerade in Deutschland ist Energieeffizienz der Kostenairbag für die Energiewende. Das Beispiel der Dänen, welche als Ratspräsidenten die Verhandlungen für die Mitgliedstaaten geführt haben, zeigt, dass auch hier erst große Skepsis von Seiten der Industrie und Versorger zu hören war, diese jedoch mittlerweile eine Verdopplung der Effizienzziele fordern.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung diesem Entwurf nach anfänglicher Zurückhaltung nun wohl doch zustimmen wird. Wer weiter behauptet, dass durch mehr Effizienz die Energiepreise steigen, hat die grundlegenden Prinzipien von Angebot und Nachfrage nicht verstanden.“, so Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF).

Warnungen, dass der Text absolute Verbrauchsgrenzen enthalte, sind unbegründet. An Stelle von Einsparverpflichtungen für Energieversorger haben die Mitgliedssaaten die Wahl alternative Maßnahmen zu ergreifen, kommentiere die DENEFF die Einigung.

„Es kommt jetzt darauf an, dass Deutschland bei der Umsetzung mit seiner nationalen Energieeffizienzpolitik Vorbild in Europa wird um die europäischen und die eigenen energiepolitischen Ziele zu erreichen“, meint Noll weiter. Hintergrund ist, dass statt der angepeilten 20% Energieeinsparungen bis 2020 nun voraussichtlich nur 15% durch die Maßnahmen der Richtlinie erreicht werden. Den Rest müssten die Mitgliedsstaaten durch ambitioniertere nationale Effizienzpolitik erreichen.

Quelle: Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. 2012