Eintr&aauml;ge ‘Energiesparen’

Energiepreisverleihung 2011 Landkreis Starnberg

Montag, Januar 30th, 2012

Das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil gewinnt den Energiepreis 2011 des Landkreises Starnberg insbesondere mit seinem Kinder-Klima-Camp und der Kinder-Klimaschutz-Konferenz, aber auch dem insgesamt ganzheitlichen Ansatz zur Umweltbildung und Erlebnispädagogik. Dies wurde am Donnertag, 26.01.2012 bei der Energiepreisverleihung bekannt gegeben. bluMartin GmbH aus Weßling platzierte sich mit seinem Passivhaus-Bürogebäude und der Entwicklung einer innovativen Lüftungsanlage auf dem 2. Rang, die Gemeinde Gilching erreichte mit dem Neubau eines Kinderhorts in recyclingfähiger Modulbauweise den 3. Preis.

Die Gewinner des Energiepreises 2011

Quelle: Landratsamt Starnberg

Seit am 25. Mai 2009 der Kreistag die jährliche Auszeichnung eines Energiepreises beschlossen hat, verleiht der Landkreis in diesem Jahr bereits zum dritten Mal den Energiepreis. Ziel der Preisvergabe ist es, positive Beispiele bekannt zu machen, die zur Nachahmung anregen und damit die Energiewende im Landkreis vorantreiben. Im Sommer letzten Jahres erfolgte die Ausschreibung des Energiepreises 2011. Privatpersonen, Unternehmen, aber auch Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen und Institutionen wurden aufgerufen, sich mit vorbildlichen Initiativen im Bereich Klimaschutz sowie der Energieeinsparung und Energieeffizienz zu bewerben. Bis kurz vor Fristende wurden 19 Bewerbungen eingereicht.

Die eingegangenen Bewerbungen hat eine Jury, aus je einem Vertreter jeder Kreistagsfraktion, dem Energiewendeverein, dem Regionalmanagement, dem Landratsamt sowie dem Bürgermeisterssprecher, beraten und eine Empfehlung ausgesprochen, über die dann der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr entschieden hat.

Die Bewertung der Bewerber erfolgte in drei Stufen. Im ersten Schritt wurden alle Bewerbungen gesichtet und die Erfüllung der Ausschreibungskriterien mit Hilfe eines Punktesystems bewertet. In einem zweiten Schritt wurden die besten Projekte von der Jury vor Ort besichtigt. Nach diesem Verfahren kamen folgende sieben Bewerber in der Finalrundem und schließlich fand eine abschließende Beratung und Bewertung mit endgültiger Feststellung der Sieger statt.

Gemeinde Gilching
Neubau eines Kinderhorts in Modulbauweise

Christian Ufer (Starnberg)
Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung

Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil
Regionales Kinder-Klima-Camp am Ammersee
mit Kinder-Klimaschutz-Konferenz

Gemeinde Weßling
Sanierung Mehrfamilienhaus mit Bürgersolarkraftwerk

Zukunftswerkstatt Pöcking
Pöcking zeigt Effizienz eine geführte Tour mit Ausstellung

bluMartin GmbH (Weßling)
Entwicklung dezentrales Frischluftsystem sowie Passivhaus-Bürogebäude

Gemeinde Herrsching
Energetische Sanierung Stadtvilla mit Kinderhort

Nur jeder Dritte kennt die genaue Höhe seiner Stromkosten

Freitag, Januar 27th, 2012

Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energieagentur GmbH (dena) hat eine Umfrage zum Thema Energieeffizienz gemacht. Darin fanden sie heraus, dass nur jeder dritte Deutsche die genauen Ausgaben für Strom kennt. 33 Prozent hatten eine ungefähre Vorstellung, 32 Prozent gar keine Vorstellung in welcher Höhe sich ihre jährlichen Stromkosten bewegen.

Über 2.000 Privathaushalte wurden vom Meinungsforschungsunternehmen Forsa im Oktober 2011 telefonisch befragt. “Es lohnt sich für jeden Haushalt, bei den Stromkosten genau hinzusehen”, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. “Strom ist ein kostbares Gut. Das wird in Zukunft noch mehr gelten als bisher. Wer Strom spart, sichert sich gegen den Anstieg der Stromkosten ab und leistet einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss gar nicht erst hergestellt werden.”

Die EnergieEffizienz stellt den Verbrauchern auf der eigenen Homepage www.stromeffizienz.de umfassende Informationen über Stromeffizienz, -verbrauch und –kosten bereit. Neben Informationsbroschüren und Online-Rechner werden auch Hilfen zur Auswahl für stromsparende Elektrogeräte angeboten. Mit dem kostenlosen Online-Stromsparcheck lässt sich beispielsweise der eigene Haushalt in rund fünfzehn Minuten auf Einsparpotenziale hin untersuchen. Mit den Stromkostenchecks kann der Verbraucher ausrechnen, wie viel Geld er durch den Kauf eines energieeffizienten Fernsehgeräts oder Kühlschranks sparen kann. Ein Blick in die TopGeräte-Datenbank hilft dabei, die energieeffizientesten Modelle zu finden, die derzeit am Markt erhältlich sind.

Quelle: dena

Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung an das Klima denken!

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Beim weihnachtlichen Lichterzauber wird noch viel zu viel veraltete Technik eingesetzt. Das haben neueste Beobachtungen des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) herausgefunden. Meist wird noch das Prinzip der Glühlampe verwendet, was eine enorme Menge an Strom frisst und damit Umwelt und Geldbeutel der Anwender belastet. Hier sollte – so der LNV-Energiereferent Dr. Joachim Nitsch – schleunigst auf die neue LED-Technik umgerüstet werden.

Auch in den Kommunen würden immer noch die alten Lichtsysteme vom letzten Jahrhundert verwendet werden, bei denen Glühbirnen zum Einsatz kommen. Im Innenbereich basieren die meisten Lichterketten noch auf alte Glühfadentechnik, wo die meiste Energie in Form von Wärme verpufft. Mit LED-Technik ließe sich genau das verhindern, so Dr. Nitsch. Bezogen auf den einzelnen Leuchtkörper mögen die Ersparnisse zwar gering erscheinen, zählt man die einzelnen Lichter jedoch zusammen und betrachtet die lange Brenndauer, dann handelt es sich durchaus um spürbare Kilowattbeträge.

Eine Investition in neue stromsparende Produkte rechnet sich laut LNV so schon nach wenigen Jahren. Dr. Nitsch empfiehlt außerdem, alle größeren Weihnachtsbeleuchtungen mit einer Zeitschaltuhr zu versehen – denn zu später Nachtzeit habe kaum jemand was davon. Und in manchen Fällen sollten sich einige „Lämplefans“ auch die Frage stellen, ob sie den Nachbarn unbedingt mit seinem Lichtzauber übertrumpfen müssen, denn auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr!

Quelle: Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V.

Heizungspumpenaktion im Landkreis gestartet

Freitag, November 25th, 2011

Die Heizungspumpen-Austauschaktion, die seit 1. Oktober im Landkreis Starnberg stattfindet, vermeldet einen erfolgreichen Start. Innerhalb der Sonderaktion, die von 1. Oktober 2011 bis 31. März  2012 dauert, sollen alte Heizungspumpen von den teilnehmenden örtlichen Handwerkern zu einem Sonderpreis durch moderne Hocheffizienzpumpen ersetzt werden. Alte ungeregelte Pumpen sind die Energiefresser Nummer Eins in privaten Haushalten und ein Ausstausch spart nicht nur Strom und damit Geld, sondern schont zusätzlich unsere Umwelt.

Die Aktion findet derzeit in den Gemeinden Seefeld, Gilching, Weßling, Herrsching, Wörthsee, Feldafing und Pöcking statt, weitere Gemeinden haben ihr Interesse bekundet und werden in Kürze ebenfalls an der Aktion teilnehmen.

Die aktuelle Pressemitteilung zum Thema finden Sie hier!

Weitere Informationen zur Heizungspumpen-Austauschaktion sowie eine vollständige Liste der teilnehmenden Installateure finden Sie unter Aktionen & Kampagnen.

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. – Daniela Köhler

Foto: H. Schwarz, Landratsamt Starnberg

Energieeffizienzpläne bei unverändertem Handeln nicht einhaltbar

Montag, November 21st, 2011

Mit der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie wird in den kommenden Wochen entschieden, wie ernst die EU und Deutschland die sich selbst gesteckten Effizienzziele nehmen. Die Energie Allianz, ein breites, gesellschaftliches Bündnis für mehr Klimaschutz, berichtet über einen systematischen Blockadekurs bei der Energieeffizienz auf nationaler und europäischer Ebene des Bundeswirtschaftsministeriums. Es wird besorgt festgestellt, dass bei einer weiteren Handlung wie bisher die avisierten EU-Energiesparziele bis 2020 nur bis zur Hälfte eingehalten werden können.

Bis zum Jahr 2020 soll 20 % der Energie eingespart werden. Dieses Ziel wurde bereits 2007 für Europa beschlossen; auch das deutsche Energiekonzept formuliert Energieeinspar-Ziele in vergleichbarer Größenordnung. Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele fehlen hingegen noch, ob auf europäischer oder nationaler Seite.

Thomas Schaack, Sprecher der Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland kommentiert: “Mit der Ausgestaltung der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie wird in den kommenden Wochen entschieden, wie ernst die EU und Deutschland die sich selbst gesteckten Effizienzziele nehmen und ob sie diese mit den jetzt zu beschließenden Politiken und Maßnahmen bis 2020 werden erreichen können. Mit einem „weiter-wie- bisher“ werden wir dies nicht schaffen”.

Morgen wird bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt die Position der Bundesregierung für das EU‑Energieministertreffen am 24.11.11 festgelegt. Es gilt als eines der entscheidenden Treffen hinsichtlich der Positionierung der Mitgliedsstaaten zur Energieeffizienz-Richtlinie.

“Eine Richtlinie, die verbindliche Energieeffizienzziele für alle EU-Mitgliedsstaaten setzt, sollte eigentlich im deutschen Interesse liegen. Trotzdem unternimmt Wirtschaftsminister Rösler alles, um eine wirkungsvolle EU-Richtlinie zu verhindern. Mit seiner Politik unterminiert Minister Rösler die Energiekonzept-Ziele von Kanzlerin Merkel und verhindert effektive Maßnahmen, die der deutschen Industrie und der mittelständischen Wirtschaft riesige Marktchancen im Bereich der Energieeffizienztechnologien eröffnen. Und Bundesumweltminister Röttgen lässt ihn gewähren, statt sich nachdrücklich für eine Effizienzrichtlinie einzusetzen, die diesen Namen auch tatsächlich verdient.“ kritisiert Thomas Hirsch, Entwicklungspolitischer Beauftragter von Brot für die Welt und Sprecher der klima-allianz.

Energieeffizienz-Experte des WWF-Deutschland und Sprecher der Klima-allianz, Tobias Krug, fragt sich: “Welches Interesse sollte Deutschland daran haben, dass auf europäischer Ebene – und damit verbindlich für alle Mitgliedstaaten – ggf. keine Regelung zustande kommt, die auch anderen Mitgliedstaaten Zielvorgaben setzt, die dem deutschen Ambitionsniveau entsprechen? Wir fordern die Bundesregierung daher auf, sich im Rahmen des EU-Energieministerrats für eine starke, verbindliche europäische Energieeffizienz-Richtlinie einzusetzen”.

Quelle: klima-allianz

Umstieg auf Solarthermie bietet Ausweg aus der Heizkostenfalle

Mittwoch, August 10th, 2011

Der Umstieg auf Solarwärme bietet den Verbrauchern einen Ausweg aus der Heizkosten-Falle

Auf die Verbraucher kommen neue Kosten zu. Über 100 Gasversorger haben für August und September Gaspreiserhöhungen von bis zu 29 Prozent angekündigt. Die Gasrechnung für einen Vierpersonen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden steigt damit um etwa 145 Euro pro Jahr. Auch der Ölpreis lag im Juli bereits bei über 80 Euro pro 100 Liter, im Winter ziehen die Preise erfahrungsgemäß noch einmal kräftig an.

“Eine Umkehr der Preisentwicklung bei fossilen Brennstoffen ist nicht in Sicht”, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. Seit Jahren schrauben sich die Preise spiralartig immer höher (siehe auch Graphik). “Verbraucher müssen daher auf andere Wärmelieferanten umsteigen, wenn sie langfristig der fossilen Heizkostenfalle entgehen wollen”, rät Körnig.

Bereits 1,5 Millionen Solarwärme-Anlagen auf deutschen Dächern

Beliebter Ausweg aus der Heizkostenfalle sind Solarwärme-Anlagen. Bis heute wurden bereits 1,5 Millionen Sonnenheizungen auf deutschen Dächern installiert. Solarheizungen sind technisch ausgereift, dank öffentlicher Zuschüsse auch finanziell attraktiv und schneiden in Punkto Kundenzufriedenheit bei Umfragen regelmäßig gut ab. Weiterer Pluspunkt: Mit Solarwärme können Eigenheimbesitzer nichts falsch machen, da sich Solarkollektoren leicht nachrüsten lassen und mit anderen Heiztechnologien wie Pellets oder Gasbrennwert kombinieren lassen. “Alle anderen Heizoptionen bleiben den Hausbesitzern damit erhalten”, so Körnig.

Erhöhte Abwrackprämie für alte Heizkessel

Der Zeitpunkt für einen solchen Wechsel ist in diesem Jahr besonders günstig, weil der Staat eine attraktive “Abwrackprämie” in Höhe von 600 Euro für den Tausch eines alten Heizungskessels zahlt. Diese Förderung gibt es jedoch nur noch bis Ende des Jahres. Danach sinkt die Prämie auf 500 Euro. Hinzu kommt für die Sonnenheizung ein Zuschuss von 120 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche – im kommenden Jahr gibt der Staat nur noch 90 Euro dazu. Um in den Genuss der Extra-Förderung zu kommen, muss der Antrag auf Solarwärme bis zum 30. Dezember beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingehen und die Anlage noch im Jahr 2011 in Betrieb genommen werden.

Die Kosten für eine Sonnenheizung liegen bei rund 12.000 Euro inklusive Montage. “Bei einem Einfamilienhaus beträgt die Förderung damit etwa 1.800 Euro, rund 15 Prozent der Anschaffungskosten”, so Körnig. In Kombination mit einem modernen Heizkessel kann der Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Quelle: Bundesverband  Solarwirtschaft (BSW)

Foto: Wagner & Co. Solartechnik GmbH Cölbe

Weltweit erstes Passivhaus-Hochhaus eingeweiht

Montag, Mai 2nd, 2011

Die Zertifizierung durch das Passivhausinstitut ist noch im Gange, aber Florian Kagerer vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg ist sich sicher, dass der Wärmebedarf des sanierten Hochhauses im Freiburger Stadtteil Weingarten nicht mehr als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr betragen wird. “Rechnerisch liegen wir bei 14,6 kWh/m²a”, sagt er. Damit ist das sechzehnstöckige Gebäude aus den 60er Jahren das weltweit erste Passivhaus-Hochhaus. Eineinhalb Jahre hat die Sanierung gedauert und unter dem Strich etwa 1.500 Euro pro Quadratmeter gekostet. Damit liegen die Kosten deutlich höher als bei einer üblichen Standardsanierung.

Lesen Sie den kompletten Artikel hier!

Quelle: EnBauSa GmbH, www.sonnenseite.com; Foto: ISE

Heizen und Lüften im Winter: Tipps und Tricks

Montag, Dezember 6th, 2010

Das richtige Beheizen einer Wohnung im Winter will gelernt sein. Bewusstes Heizen und Lüften sorgt nicht nur für ein gesundes Raumklima, sondern senkt gleichzeitig den Energieverbrauch.

Die Qualität der Raumluft hängt von mehreren Faktoren ab. Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur spielen hier eine zentrale Rolle, damit z.B. kein Schimmel entsteht. Eine neue Broschüre der Verbraucherzentrale Energieberatung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie mit dem Titel Richtiges Heizen und Lüften gibt hierfür die nötigen Tipps, zeigt, dass energiesparendes Lüften und Heizen möglich und es gar nicht so schwierig ist, ein gesundes Wohnklima zu schaffen – wenn ein paar goldene Regeln befolgt werden. Rund um das Thema Energieeffizienz, Energiesparen und Heizen gibt es noch weitere interessante Broschüren und Merkblätter der Verbraucherzentrale Energieberatung, von denen wir Ihnen hier eine Auswahl als PDF zum Herunterladen bereitstellen:

Weitere Broschüren finden Sie unter
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/broschueren.html

Quelle und Foto: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Energieschule München: “Energie mit Zukunft”

Freitag, Dezember 3rd, 2010

Am 7. Dezember startet das dreitägige Projekt der Energieschule München: “Energie mit Zukunft”. Rund um das Thema Strom und Energieeinsparung werden Workshops angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Hauptschule an der Perlacher Straße in München nehmen mit Unterstützung eines Energieberaters und einer Wärmebildkammera ihre Schule genauer unter die Lupe: Stromfresser werden ausfindig gemacht und Energielecks aufgedeckt. Den Schüler aller Klassen und ihren Lehrer werden konkrete Maßnahmen zur  Reduzierung des Energieverbrauchs des Schulgebäudes vermittelt.

Anschließend bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit Berufsvertretern aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung und Energieberatung zu unterhalten und deren Arbeitsplatz kennenzulernen. Berufsberatung wird mit Klimaschutz verknüpft, denn so können sich die Schüler vor Ort über die Berufschancen im “grünen” Sektor informieren und anschaulich den Arbeitsalltag erfahren. “Energie mit Zukunft” weckt die Lust an einem nachhaltigen Berufsbeginn nach dem Schulabschluss.

Quelle: www.greencity.de, Foto: www.brainding.de

Experten diskutieren Wege aus dem energetischen Sanierungsstau

Dienstag, November 9th, 2010

Über 100 Teilnehmer auf BMBF-Fachkonferenz in Berlin / Forscher fordern konsequente Nutzung von Sanierungsanlässen bei Ein- und Zweifamilienhäusern / 50 Prozent Energiesparen bei Umsetzung bestehender Standards an Gebäudehülle möglich

Berlin, 9. November 2010 – Unter dem Titel „Wege aus dem energetischen Sanierungsstau“ fand gestern eine Fachkonferenz in Berlin statt, auf der diskutiert wurde, wie die Sanierungsquote von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland erhöht werden kann. Rund 100 Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Sanierungspraxis erörterten, welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen nötig sind, damit die ehrgeizigen Ziele des Energiekonzepts der Bundesregierung im Wohngebäudebereich erreicht werden können.

„Deutschland braucht eine neue Modernisierungsoffensive“, so Frank Heidrich vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. „Mit ihrem Energiekonzept hat die Bundesregierung hierfür nun einen Orientierungsrahmen vorgegeben.“ Dieser müsse nun konsequent und zügig mit konkreten Maßnahmen ausgestaltet werden, fordert Stefan Zundel, Leiter des BMBF-Forschungsprojektes «Energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen». So könne einer Analyse der Forscher zufolge im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser allein durch die energetische Sanierung der Gebäudehülle (Dächer, Fassaden, Kellerdecken und Fenster) nach dem bestehenden Altbau-Standard der Energieeinsparverordnung gut die Hälfte des derzeitigen Primärenergiebedarfs eingespart werden.

Auf der Konferenz diskutierten die Akteure, wie diese Potenziale erschlossen werden können – mit Ordnungsrecht, finanziellen Anreizen sowie gezielten Kommunikationsmaßnahmen. Das Fazit: Der Mix aus den verschiedenen Instrumenten des Forderns und Förderns müsse neu justiert und ergänzt werden, damit deutlich mehr als bisher energetisch saniert wird. In einem zu erarbeitenden Sanierungsfahrplan für die deutschen Bestandsgebäude sollten die Ein- und Zweifamilienhausbesitzer mit ihren Besonderheiten als eigene Zielgruppe adressiert werden.

Dabei sei es besonders wichtig, dass eine konsequente Nutzung aller Sanierungsanlässe angestrebt würde. Diese ergeben sich z. B. bei einer Eigentumsübertragung. „Wenn ein Eigentümer an seinem Haus eine Sanierungsmaßnahme an Fassade, Dach oder Heizungsanlage durchführt, stellt dies ein Gelegenheitsfenster für weitergehende energetische Maßnahmen dar, das sich in der Regel nur einmal öffnet und danach wieder für Jahrzehnte schließt“, so Zundel. Genau hier müsse angesetzt werden, sei es mit speziellen Informations- und Beratungsangeboten von Energieagenturen und Verbraucherverbänden oder durch verbindliche Anforderungen an den Gebäudezustand im Ordnungsrecht.

Außerdem empfehlen die Wissenschaftler der Bundesregierung angesichts derzeit stark sinkender Fördermittelbudgets im Bundeshaushalt, ihre Sanierungsgelder zielgerichteter einzusetzen. „Die hohen Potenziale schlummern insbesondere bei älteren Gebäuden, die vor 1968 gebaut wurden. Hier kann ein Fördereuro besonders ertragreich angelegt sein“, so Zundel.

Die Konferenz fand im Rahmen des Forschungsprojektes «Energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen» statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Lausitz, des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) haben mit Förderung des Bundesforschungsministeriums untersucht, wie die energetische Modernisierung von Ein- und Zweifamilienhäusern vorangebracht werden kann. Die zentralen Projektergebnisse wurden im Handlungsleitfaden „Zum Sanieren motivieren“ für Politik und Praxis zusammengefasst. Hier finden Sie die Broschüre Zum Sanieren motivieren als PDF zum Download.

Weitere Informationen zur Konferenz „Wege aus dem energetischen Sanierungsstau“ und zum Forschungsprojekt ENEF-Haus finden Sie unter www.enef-haus.de, die Inhalte der Konferenz-Pressemappe unter http://www.enef-haus.de/index.php?id=50

Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) - www.ioew.de