Einträge ‘Erneuerbare Energien’

Energiepreis 2015 im Landkreis Starnberg

Donnerstag, Juli 23rd, 2015

Der Landkreis Starnberg hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende in der Region voranzutreiben und sich bis 2035  zu 100 % mit erneuerbaren Energien – möglichst aus regionalen Ressourcen – zu versorgen . Das gelingt nur, wenn möglichst alle Bürgerinnen und Bürger sich motiviert an der Energiewende beteiligen. Gute Beispiele können dabei helfen. Deshalb wird auch dieses Jahr wieder der Energiepreis für den Landkreis Starnberg ausgeschrieben, mit dem vorbildliche Projekte, Initiativen, Aktionen oder Technologien zu gewürdigt und belohnt werden. Nicht nur Leuchtturmprojekte sind angesprochen. Denn: auch Kleines kann ein Meilenstein für Energiewende und Klimaschutz bedeuten, wenn es zur Veränderung unseres Bewusstseins und Verhaltens im Alltag beiträgt!

Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2015.

Der erste Preis ist in diesem Jahr mit 3.000 Euro, der zweite Preis mit 2.000 Euro und der dritte Preis mit 1.000 Euro dotiert.

Damit geeignete Preisträger gefunden werden können, ist  die tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung wichtig. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, Vereine, Schulen oder sonstige Organisationen und Institutionen aufgerufen, sich mit geeigneten Projekten um den Energiepreis 2015 des Landkreises Starnberg zu bewerben.

Also nicht nur ans Bauen und Sanieren denken, auch Initiativen etwa aus dem Mobilitätssektor oder anderen Bereichen sowie Kinder- und Jugendprojekte sind erwünscht – wichtig ist vor allem ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und der Energiewende sowie der Vorbildcharakter.
„Es besteht aber auch die Möglichkeit, geeignete Projekte vorzuschlagen und uns die Kontaktdaten mitzuteilen“, so Herbert Schwarz, Umweltberater des Landratsamtes. „Denn mancher stellt sein Licht gerne unter den Scheffel oder weiß schlicht nichts von der Ausschreibung des Energiepreises“.

Und damit die Ausschreibung möglichst überall bekannt wird, gibt es hier das Faltblatt zum Herunterladen und Verteilen und einPlakat. ebenfalls zum Ausdrucken und Verteilen, z.B. in Ladengeschäften, Banken, Rathäusern usw.

Nähere Informationen rund um den Energiepreis 2015 gibt es auch unter www.landkreis-starnberg.de/energiepreis sowie telefonisch unter 08151 148-442.

 

 

Metaanalyse zu Klimaschutz und Treibhausgasen

Mittwoch, April 1st, 2015

Eine neue, 22-seitige Metanalyse vergleicht die Aussagen von insgesamt 11 Studien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Darin vergleicht das ZSW im Auftrag der AEE die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren. Im Ergebnis wird deutlich, dass es eine Lücke zwischen Ziel und Wirklichkeit gibt, die im Zeitverlauf immer größer zu werden droht.

Im Fokus der Metaanalyse von Forschungsradar Energiewende stehen die Aussagen verschiedener Studien und Szenarien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Dabei werden die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien verglichen, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren. Der Studienvergleich vermittelt damit einen Eindruck, inwieweit Deutschland auf dem Weg ist, seine Klimaschutzziele zu erreichen, bzw. wie groß die Lücke ist.

Zusätzlich werden die Ergebnisse der Szenarien zum Anteil der Erneuerbaren Energien, zur Entwicklung der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sowie zur Preisentwicklung von CO2-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel betrachtet. All diese Faktoren beeinflussen den Treibhausgasausstoß in Deutschland und liefern somit Ansatzpunkte zur Erklärung der beobachteten Entwicklung bzw. für politische Steuerungsmaßnahmen.

Die vorliegende Metaanalyse betrachtet die bisherige Entwicklung sowie 17 verschiedene Szenarien für die Jahre 2020, 2030, 2050, zum Teil auch 2060 aus insgesamt 11 Studien mit Veröffentlichungsdatum ab 2011. Sie können die Zusammenfassung hier herunterladen: AEE_Metaanalyse_Treibhausgase_mrz15

Ebenfalls in diesem Zusammenhang interessant ist die Forschungsradar-Metaanalyse „Entwicklung des Energieverbrauchs“

Hans-Josef Fell in Starnberg: „Energiewende nicht mehr aufzuhalten“

Donnerstag, Juni 5th, 2014

Vor zahlreich erschienenen Gästen begrüßte Landrat Karl Roth am vergangenen Montag den Autor des Erneuerbare-Energien-Gesetzes Hans-Josef Fell im Landratsamt Starnberg. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete, der nach wie vor als unermüdlicher Kämpfer für die Energiewende gilt, besuchte die Kreisstadt, um dort seinen Vortrag „Energiewende in Gefahr – Was tun gegen die Klimaschutzblockade?“ zu halten.

In seinen Ausführungen verwies Fell immer wieder auf die Dringlichkeit, die Treibhausgas-Emissionen so schnell wie möglich auf null zu reduzieren. Der Rückgang der Eisfläche am Nordpol sowie zunehmende Schäden durch Wirbelstürme seien bereits deutliche Belege dafür, dass der Klimawandel schon heute drastische Folgen habe. Daneben trage der weltweite Handel mit immer knapperen fossilen Rohstoffen auch zunehmend zu globalen Krisen bei. Als Beispiel führte Fell den anhaltenden Konflikt in der Ukraine an.

Kritik übte der Grünen-Politiker an den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Gabriel: Durch seine anvisierte Deckelung der Vergütungszahlungen würden die Bedingungen für ein weiteres Wachstum der Erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich verschlechtert. Daneben seien es vor allem die Vorstöße aus der Bayerischen Staatskanzlei im Bereich Windenergie, die einen weiteren Ausbau verhindern und gleichzeitig für ein Wiedererstarken der Braunkohleverarbeitung sorgen.

Am Ende der gut zweieinhalbstündigen Veranstaltung verabschiedete Hans-Josef-Fell die Gäste dennoch mit viel Zuversicht: Neben dem anhaltenden Preisverfall bei den Erneuerbaren Energien und dem nach wie vor ungebrochenen Unternehmergeist sei es vor allem der wachsende Rückhalt aus der Bevölkerung, der letztendlich doch zum Ziel führen werde: „Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten!“

Die Folien zum Vortrag von Hans-Josef Fell finden Sie hier!

 

Bild: hans-josef-fell.de

Erneuerbare Energien können Tourismus fördern

Donnerstag, Mai 22nd, 2014

Regenerative Energien haben die Gesellschaft mittlerweile in ihrer ganzen Breite erfasst: Sie sind ein großer Wirtschaftsfaktor, schaffen Unabhängigkeit von umweltschädlichen Energieimporten aus dem Ausland und verhelfen als Klimaschützer Nummer eins Schritt für Schritt zur Energiewende. Weil der Ausbau von Windkraftwerken, Solaranlagen und Co. vor allem dezentral stattfindet, sind die umweltfreundlichen Energieerzeuger auch mehr und mehr im Landschaftsbild präsent.

Dass sich dies nicht negativ auf die Freizeitgestaltung und den Tourismus auswirken muss, sondern sich sogar sehr gut damit kombinieren lässt, wurde in einem Pressegespräch der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) deutlich. Vorgestellt wurde dort die überarbeitete Neuauflage des Reiseführers „Deutschland: Erneuerbare Energien erleben“. Autor Martin Frey, Fachjournalist und Geograph, stellt darin über 190 Reiseziele zu Energieprojekten in ganz Deutschland vor.

Dass Erneuerbare Energien tatsächlich spannende Ausflugsziele sein können und sich nebenbei auch noch problemlos in das Konzept des nachhaltigen Tourismus einbetten, sieht man beispielsweise im fränkischen Wunsiedel. Die Festspielstadt versorgt sich und ihre Besucher mittlerweile zu 100 % selbst mit nachhaltig erzeugter Energie. Vor Ort führt ein Pfad zu vielen sehenswerten regenerativen Projekten, die so aus nächster Nähe kennengelernt werden können. Die Idee geht auf: In Wunsiedel kämen Erneuerbare Energien in der Freizeit- und Urlaubsbranche nicht nur zum Einsatz, man erschließe dadurch gleichzeitig auch eine neue Art des Tourismus, erläutert der Geschäftsführer der hiesigen Stadtwerke, Marco Krasser: „Nur mit Erneuerbaren Energien bleibt die Region touristisch attraktiv“.

 

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
Bild:
Rainer Sturm / www.pixelio.de

IÖW: Erneuerbare Energien vor Braunkohle

Dienstag, Dezember 17th, 2013

In Brandenburg denkt man trotz Energiewende über eine Erweiterung des Braunkohletagebaus nach. Nach Einschätzung des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ein großer Fehler: Laut deren Prognosen für das Jahr 2030 wäre selbst beim Neubau eines Braunkohlekraftwerks mit CO2-Abscheidung und –speicherung (CSS) mit deutlich weniger neuen Arbeitsplätzen zu rechnen, als parallel in der Erneuerbaren-Energien-Branche zu erwarten wären. Auch die Steuereinnahmen, die erneuerbare Energien Land und Kommunen bescheren würden, übersteigen nach den von der IÖW entwickelten Szenarien die der Braunkohlewirtschaft um ein Vielfaches. „Damit kann der Aussage des Braunkohlenplans widersprochen werden, dass die Braunkohleindustrie für Brandenburg ein Wirtschaftsfaktor ist, der ‚für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes auch langfristig dringend notwendig bleibt‘“, so die IÖW-Energieexpertin Julika Weiß, die deshalb eine klare Entscheidung für die Energiewende fordert.

 

Quelle: Institut für ökologische Wirtschfatsforschung (IÖW)
Bild:
© Julian Nitzsche / www.pixelio.de

BWE sieht enormes Windenergiepotential in Bayern

Montag, November 11th, 2013

Die Ökostromumlage steigt und steigt. Die Schuld daran liegt für Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie (BWE), allerdings kaum am Ausbau der erneuerbaren Energien. Verantwortlich seien vielmehr Privilegien für die Industrie sowie sinkende Preise an der Strombörse, die nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Damit in Zukunft eine saubere und nachhaltige Stromversorgung garantiert werden kann, warnt Pilarsky-Grosch vor der Gefahr, vorschnell die falschen Weichen zu stellen: Statt die Bestrebungen zur Energiewende wieder zu zentralisieren oder kurzfristig wieder auf fossile Träger wie Kohle zu bauen müsse es jetzt vielmehr gelten, eine durchdachte Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu erarbeiten.

Großes Potential sieht die BWE-Präsidentin vor allem beim Ausbau der Windenergie: Mit durchschnittlich zwischen sechs und acht Cent pro Kilowattstunde sei der Strom aus Wind bereits heute wettbewerbsfähig – „wenn wir einen fairen Vergleich anstellen und etwa die Subventionen für Kohle miteinrechnen“, so Pilarsky-Grosch. In Bayern sei daneben eine Steigerung des Anteils von Windenergie an der Gesamtstromerzeugung von derzeit einem auf bis zu zehn Prozent durchaus realistisch. Vorstöße wie der des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der eine Verschärfung der Abstandsregelungen fordert, seien daher ein falsches Zeichen. Der Schlüssel läge dagegen vielmehr in der umfassenden Aufklärung und Beteiligung der Bürger: So könne man bereits sehr bald umfassend von den gegebenen Potentialen profitieren.

 

Quelle: Münchner Merkur
Bild: © Peter Freitag / PIXELIO

Deutschland wählt erneuerbar: 93 Prozent der Bürger für schnellen Ausbau

Donnerstag, September 19th, 2013

Die Mehrheit der Bürger ist für den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien –  das ist ein klares Votum gegen einen Förderstopp, wie er aktuell von der Bundesregierung und insbesondere der FDP gefordert wird. Dies vermeldet der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

Die zusätzlichen Kosten für den Umbau der Energieversorgung bewegen sich im Bereich von 5 bis maximal 8 % der gesamten Energieausgaben und liegen bei etwa 300 Milo Euro, während ein „Weiter-so“ letztlich zu einer Energiepreis-Explosion bis 2050 führen könnte, wie die Prognose zeigt. Die Mehrbelastung würde demnach nur bis etwa 2025 bestehen, danach würden die Energiekosten durch die Einsparung fossiler und sonstiger nicht erneuerbarer Energieträger wieder sinken – je konsequenter und schneller also der Umbau stattfindet, desto stärker ist die Einsparung, während die Kosten bei einer inkonsequenten Energiewende ohne zusätzlicher Förderung permanent steigen und Gewerbe, Industrie und vor allem auch Privathaushalte belasten.

Das Hintergrundpapier mit den Ergebnissen und Grafiken zur Umfrage und die Präsentationsfolien können Sie hier herunterladen!

Erneuerbare JETZT!

Kurz vor der Bundestagswahl unterstützen 93 Prozent der Menschen in Deutschland den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Damit ist die hohe Zustimmung zum Umstieg auf saubere und sichere Energie aus regenerativen Quellen ungebrochen – und das trotz massiver Angriffe auf die Energiewende in den letzten Wochen und Monaten“, kommentiert BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Branchen-Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! beim Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid in Auftrag gegeben hat. Damit sei klar: „Welche Parteienkonstellation am Sonntag auch immer die Mehrheit erzielt, sie hat einen eindeutigen Auftrag: Die Wählerinnen und Wähler erwarten den konsequenten Umstieg auf Erneuerbare Energien“, betont Falk.

Fast drei Viertel der Bevölkerung sprechen sich in der Umfrage explizit gegen einen Förderstopp für Erneuerbare Energien aus – und das unabhängig von ihrer jeweiligen Parteinähe. „Damit erteilen die Bürger allen Forderungen nach einem wie auch immer gearteten Ausbaustopp eine klare Absage. Angesichts der vehementen Kampagnen der Energiewende-Gegner ist das eine besonders starke Aussage!“, findet Falk.Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland verbinden die Erneuerbaren Energien mit einer sicheren Zukunft, Klimaschutz und Unabhängigkeit von Brennstoffimporten aus dem Ausland, so die Umfrageergebnisse. Dazu sagt Hermann Falk: „Die große Mehrheit erkennt den großen Nutzen der Erneuerbaren Energien. Damit fußt ihr Ausbau auf einer hohen gesellschaftlichen Wertschätzung.“Auch bei Fragen nach Kosten und Förderinstrumenten hat die Bevölkerung eine differenziertere Meinung als die öffentliche Debatte erwarten lässt. Mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit, über die Stromrechnung einen Beitrag für den Umbau der Energieversorgung zu leisten. Allerdings muss es dabei künftig gerechter zugehen. „Die Mehrheit der Bürger will sich an den Investitionen in eine zukunftstaugliche Energieversorgung beteiligen. Diese Bereitschaft darf die Politik nicht durch die überproportionale Belastung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privathaushalten gefährden“, warnt Falk. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat die aktuelle Umfrage der Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! mit anderen Meinungsumfragen zum Thema Energiewende abgeglichen. Das Ergebnis zeigt hohe Übereinstimmungen: „Sowohl hinsichtlich der generellen Zustimmung als auch hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft für sinnvolle Investitionen ist die Haltung der Bevölkerung zu den Erneuerbaren Energien viel positiver als die veröffentlichte Meinung“, konstatiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.Mit der Zustimmung zu Erneuerbaren Energien gehe im Übrigen eine stark ablehnende Haltung gegenüber Kohle- und Atomkraftwerken im eigenen Wohnumfeld einher. „Ein Roll-back in der Energiepolitik zugunsten von Kohle- oder gar Atomkraftwerken ist mit der deutschen Bevölkerung also auf keinen Fall zu machen“, stellt Vohrer fest.Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Direktor des Zentrums für Erneuerbare Energien der Uni Freiburg, kritisiert die anhaltende Negativ-Kampagne von Akteuren aus Politik und Wirtschaft. „Die Gegner der Erneuerbaren verzerren die Fakten bewusst. Eine entschlossen weitergeführte Energiewende bietet die große Chance, bereits ab 2025 von den positiven Wirkungen volkswirtschaftlich zu profitieren“, sagt Prof. Weber. Die bis dahin getätigten Investi¬tionen würden ab dann Deutschlands Energiekosten im Vergleich zu einem Szenario ohne Energiewende stetig fallen lassen. „Bis 2050 könnten die Einsparungen insgesamt etwa 500 Milliarden Euro betragen“, rechnet Weber vor. Die anfänglichen Investitionen würden sich damit mehr als bezahlt machen.Das stärkste Argument für den Umstieg auf Erneuerbare Energien ist aus Sicht des Wissenschaftlers, dass sie für eine langfristig gesicherte Energieversorgung zu stabilen Preisen sorgen, die in etwa auf heutigem Niveau liegen werden. „Ohne Energiewende müssten wir dagegen bis 2050 auf der Basis fossiler Energien mit verdoppelten Kosten unseres Energiesystems rechnen. Außerdem kämen noch die unkalkulierbaren Folge-kosten des verstärkten Klimawandels dazu“, so Weber abschließend.Quelle: BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. 

Spitzenstellung Deutschlands bei Stabilisierung des Stromsystems

Dienstag, April 16th, 2013

Deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer bei Technologien, mit denen das Stromsystem stabilisiert und optimiert werden kann. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie des Büros für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH (BET Aachen) im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) und der Hannover Messe. Mit diesen Technologien können die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien im Energiemix ausgeglichen werden.

Zu diesen Technologie-Spitzenreitern zählen Hersteller von Pumpen, Turbinen und Generatoren,  vor allem aber Unternehmen, die intelligente Steuerungs- und Speichertechnologie entwickeln.

Der Studie zufolge stehen in Deutschland genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um auch hohe Anteile wetterabhängig einspeisender erneuerbarer Energien auszugleichen, erklärte der BEE. Das reiche vom Lastmanagement über bedarfsgerecht stromerzeugende Biomasseanlagen bis hin zur verstärkten Nutzung von Speichern. Von großer Bedeutung für den Ausgleich von Wind- und Solarkraftwerken seien Biomasseanlagen“, meint der BEE-Geschäftsführer Hermann Falk. In Deutschland gebe es rund 180 Hersteller und Planer solcher Anlagen. Das Ausland setzt hingegen fast ausschließlich deutsche Technik ein. Ebenfalls unerlässlich als künftige Ausgleichsoption seien Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), die sowohl mit Erd-, als auch mit Biogas betrieben werden können.

Selbst bei einer vollständigen Versorgung aus Erneuerbaren werden in Zukunft Gaskraftwerke benötigt, denn diese können bei Bedarf Strom aus gespeichertem Biogas oder Wasserstoff erzeugen, unterstreicht der BEE. Gasturbinen besitzen niedrigsten Investitionskosten und sind daher bei geringen Laufzeiten am kostengünstigsten. „Zusammen mit den Herstellern von Pumpen für Speicherkraftwerke gehören auch Gas- und Dampfturbinen aus Deutschland zu den Weltmarktführern“, so Falk.

Quelle: euwid

Bild: Fotolia

Bürgerkraftwerke in Gefahr

Mittwoch, März 27th, 2013

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird aktuell erneut bedroht. Diesmal will das Bundesfinanzministerium mit einem neuen Kapitalanlagengesetz die Finanzierung von Fonds regulieren. Von den hohen Auflagen sind letztlich aber auch Bürgerbeteiligungsmodelle betroffen. Um dem entgegen zu wirken, hat nun die gemeinnützige Beratungsgesellschaft „energie neu denken“ eine Kampagne gestartet.

Gesetz macht Bürgerbeteiligungen unmöglich

Das Gesetz soll zum Sommer 2013 beschlossen werden. Sollte es in der geplanten Form umgesetzt werden, wird die Finanzierung von Bürgerwindparks, Bürgersolaranlagen oder auch ökologischen Unternehmensvorhaben praktisch unmöglich: Nur große Emissionshäuser können dann noch Kapitalanlagen herausgeben.

Durch umfangreiche Auflagen und Vorgaben wird der Finanzierung von gemeinschaftlichen, ökologischen Projekten in Form von Kommanditgesellschaften, so genannten Genussrechten oder ähnlichen Kapitalbeschaffungen wohl ein Ende gesetzt. Bisher haben sich Ökogärtnereien, Biohöfe oder auch Entwicklungsprojekte mit der Ausgabe von Genussrechten unkompliziert Geldmittel beschaffen können. Bürgersolaranlagen und Windparks wählten oft die Gesellschaftsform GmbH & Co. KG. Mit dem neuen Gesetzesentwurf ist dies nahezu unmöglich.

EU Richtlinie würde Ausnahmen erlauben

Hintergrund des Gesetzes ist eine europäische Richtlinie, die in nationales Recht umgewandelt werden soll. Drin werden allerdings die EU Kleinfonds mit maximal 500 Mio. € bewusst ausgenommen. Die Bundesregierung sieht jedoch derzeit noch keine Ausnahmemöglichkeiten für Bürgerbeteiligungen vor. Was ursprünglich als Lehre aus der Lehman-Pleite gedacht war, trifft nun auch kleine regionale Fonds. Dies ist ein weiterer schwerer Schlag gegen eine demokratische Energiewende und erschwert auch die Kapitalbeschaffung kleinerer ökologischer Unternehmen.

Protestkampagne energie neu denken

Die gemeinnützige Gesellschaft energie neu denken hat nun mit einem breiten Partnernetzwerk eine E‑Mailaktion gestartet, bei der Besucher einen Appell an die Regierung und den Bundesrat unterzeichnen können. Neben dem Protestschreiben ruft die Organisation auch zu Protestanrufen im Ministerium auf. So soll das Bundesfinanzministerium zum Umdenken gebracht werden.

Quelle: energie neu denken gUG

Bild: „Windräder im Allgäu“, Energiewende Starnberg e. V.

Bayern: Schon 33 % des Stroms aus erneuerbaren Energien

Montag, März 18th, 2013

In Bayern wurden im vergangenen Jahr etwa 33 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien aus unmittelbarer Umgebung gewonnen. Dies ergaben erste Berechnungen des Verbands Bayerischen Energie- und Wasserversorgung e. V. (VBEW). Im Jahr 2009 waren es noch 25 %, was vor allem auf den Ausbau der Photovoltaik zurückzuführen ist. Aber auch die Windkraft liefert einen immer größeren Beitrag. Bis zum Jahr 2021 sollen nach Bayerischer Staatsregierung ein Anteil von 50 % erreicht werden.

2012 wurden 81 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 200 MW errichtet. Durchschnittlich beträgt eine Anlage eine Leistung von 2.475 kW und eine Nabenhöhe von 134 m. Insgesamt sind nun 559 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 880 MW in Bayern angeschlossen.

Photovoltaikanlagen gibt es in Bayern über 431.000 mit rund 9.500 MW Spitzenleistung. Davon wurden allein 2012 50.000 Anlagen mit 1.500 MW neu installiert.

Erfreulich zeigte sich auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jahr 2012. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren energetisch verwertbaren Wassermenge in den Flüssen hat sich die Wasserkraft erfreulich entwickelt und bleibt damit die mit Abstand wichtigste erneuerbare Stromquelle in Bayern. Zusammen mit der Stromerzeugung aus Biomasse wurden im Jahressaldo rund 33 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gedeckt.

„Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt damit genau im Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. „Wir berücksichtigen bei dieser vereinfachten Statistik aber nicht, dass ein immer größer werdender Anteil des in Bayern erzeugten Stroms aus Photovoltaik und Wind gar nicht in Bayern verbraucht werden kann, da dieser witterungs- und tageszeitabhängig anfällt und nicht mit der aktuellen Stromnachfrage zusammenpasst“, so Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

Die Stromerzeugung aus Sonne und Wind leiste zweifelsfrei ihren Beitrag zur Stromversorgung. Jetzt gelte es, diese unter Beachtung von technischen, marktwirtschaftlichen und administrativen Erfordernissen in das Energieversorgungssystem zu integrieren. „Jede Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus ist eben doch mehr als ein Wertpapier und muss ihren Beitrag zu einer bedarfsgerechten und bezahlbaren Stromversorgung leisten. Das hat in grundsätzlich erfreulicher Weise auch der Bundesumweltminister Peter Altmaier mit seinen Vorschlägen zur „Strompreis-Bremse“ kürzlich öffentlichkeitswirksam deutlich gemacht“, meint Fischer.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: Verbund der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. VBEW

Bild: Agentur Erneuerbare Energien