Einträge ‘Erneuerbare Energien’

Spitzenstellung Deutschlands bei Stabilisierung des Stromsystems

Dienstag, April 16th, 2013

Deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer bei Technologien, mit denen das Stromsystem stabilisiert und optimiert werden kann. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie des Büros für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH (BET Aachen) im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) und der Hannover Messe. Mit diesen Technologien können die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien im Energiemix ausgeglichen werden.

Zu diesen Technologie-Spitzenreitern zählen Hersteller von Pumpen, Turbinen und Generatoren,  vor allem aber Unternehmen, die intelligente Steuerungs- und Speichertechnologie entwickeln.

Der Studie zufolge stehen in Deutschland genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um auch hohe Anteile wetterabhängig einspeisender erneuerbarer Energien auszugleichen, erklärte der BEE. Das reiche vom Lastmanagement über bedarfsgerecht stromerzeugende Biomasseanlagen bis hin zur verstärkten Nutzung von Speichern. Von großer Bedeutung für den Ausgleich von Wind- und Solarkraftwerken seien Biomasseanlagen“, meint der BEE-Geschäftsführer Hermann Falk. In Deutschland gebe es rund 180 Hersteller und Planer solcher Anlagen. Das Ausland setzt hingegen fast ausschließlich deutsche Technik ein. Ebenfalls unerlässlich als künftige Ausgleichsoption seien Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), die sowohl mit Erd-, als auch mit Biogas betrieben werden können.

Selbst bei einer vollständigen Versorgung aus Erneuerbaren werden in Zukunft Gaskraftwerke benötigt, denn diese können bei Bedarf Strom aus gespeichertem Biogas oder Wasserstoff erzeugen, unterstreicht der BEE. Gasturbinen besitzen niedrigsten Investitionskosten und sind daher bei geringen Laufzeiten am kostengünstigsten. „Zusammen mit den Herstellern von Pumpen für Speicherkraftwerke gehören auch Gas- und Dampfturbinen aus Deutschland zu den Weltmarktführern“, so Falk.

Quelle: euwid

Bild: Fotolia

Bürgerkraftwerke in Gefahr

Mittwoch, März 27th, 2013

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird aktuell erneut bedroht. Diesmal will das Bundesfinanzministerium mit einem neuen Kapitalanlagengesetz die Finanzierung von Fonds regulieren. Von den hohen Auflagen sind letztlich aber auch Bürgerbeteiligungsmodelle betroffen. Um dem entgegen zu wirken, hat nun die gemeinnützige Beratungsgesellschaft „energie neu denken“ eine Kampagne gestartet.

Gesetz macht Bürgerbeteiligungen unmöglich

Das Gesetz soll zum Sommer 2013 beschlossen werden. Sollte es in der geplanten Form umgesetzt werden, wird die Finanzierung von Bürgerwindparks, Bürgersolaranlagen oder auch ökologischen Unternehmensvorhaben praktisch unmöglich: Nur große Emissionshäuser können dann noch Kapitalanlagen herausgeben.

Durch umfangreiche Auflagen und Vorgaben wird der Finanzierung von gemeinschaftlichen, ökologischen Projekten in Form von Kommanditgesellschaften, so genannten Genussrechten oder ähnlichen Kapitalbeschaffungen wohl ein Ende gesetzt. Bisher haben sich Ökogärtnereien, Biohöfe oder auch Entwicklungsprojekte mit der Ausgabe von Genussrechten unkompliziert Geldmittel beschaffen können. Bürgersolaranlagen und Windparks wählten oft die Gesellschaftsform GmbH & Co. KG. Mit dem neuen Gesetzesentwurf ist dies nahezu unmöglich.

EU Richtlinie würde Ausnahmen erlauben

Hintergrund des Gesetzes ist eine europäische Richtlinie, die in nationales Recht umgewandelt werden soll. Drin werden allerdings die EU Kleinfonds mit maximal 500 Mio. € bewusst ausgenommen. Die Bundesregierung sieht jedoch derzeit noch keine Ausnahmemöglichkeiten für Bürgerbeteiligungen vor. Was ursprünglich als Lehre aus der Lehman-Pleite gedacht war, trifft nun auch kleine regionale Fonds. Dies ist ein weiterer schwerer Schlag gegen eine demokratische Energiewende und erschwert auch die Kapitalbeschaffung kleinerer ökologischer Unternehmen.

Protestkampagne energie neu denken

Die gemeinnützige Gesellschaft energie neu denken hat nun mit einem breiten Partnernetzwerk eine E‑Mailaktion gestartet, bei der Besucher einen Appell an die Regierung und den Bundesrat unterzeichnen können. Neben dem Protestschreiben ruft die Organisation auch zu Protestanrufen im Ministerium auf. So soll das Bundesfinanzministerium zum Umdenken gebracht werden.

Quelle: energie neu denken gUG

Bild: “Windräder im Allgäu”, Energiewende Starnberg e. V.

Bayern: Schon 33 % des Stroms aus erneuerbaren Energien

Montag, März 18th, 2013

In Bayern wurden im vergangenen Jahr etwa 33 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien aus unmittelbarer Umgebung gewonnen. Dies ergaben erste Berechnungen des Verbands Bayerischen Energie- und Wasserversorgung e. V. (VBEW). Im Jahr 2009 waren es noch 25 %, was vor allem auf den Ausbau der Photovoltaik zurückzuführen ist. Aber auch die Windkraft liefert einen immer größeren Beitrag. Bis zum Jahr 2021 sollen nach Bayerischer Staatsregierung ein Anteil von 50 % erreicht werden.

2012 wurden 81 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 200 MW errichtet. Durchschnittlich beträgt eine Anlage eine Leistung von 2.475 kW und eine Nabenhöhe von 134 m. Insgesamt sind nun 559 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 880 MW in Bayern angeschlossen.

Photovoltaikanlagen gibt es in Bayern über 431.000 mit rund 9.500 MW Spitzenleistung. Davon wurden allein 2012 50.000 Anlagen mit 1.500 MW neu installiert.

Erfreulich zeigte sich auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jahr 2012. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren energetisch verwertbaren Wassermenge in den Flüssen hat sich die Wasserkraft erfreulich entwickelt und bleibt damit die mit Abstand wichtigste erneuerbare Stromquelle in Bayern. Zusammen mit der Stromerzeugung aus Biomasse wurden im Jahressaldo rund 33 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gedeckt.

„Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt damit genau im Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. „Wir berücksichtigen bei dieser vereinfachten Statistik aber nicht, dass ein immer größer werdender Anteil des in Bayern erzeugten Stroms aus Photovoltaik und Wind gar nicht in Bayern verbraucht werden kann, da dieser witterungs- und tageszeitabhängig anfällt und nicht mit der aktuellen Stromnachfrage zusammenpasst“, so Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

Die Stromerzeugung aus Sonne und Wind leiste zweifelsfrei ihren Beitrag zur Stromversorgung. Jetzt gelte es, diese unter Beachtung von technischen, marktwirtschaftlichen und administrativen Erfordernissen in das Energieversorgungssystem zu integrieren. „Jede Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus ist eben doch mehr als ein Wertpapier und muss ihren Beitrag zu einer bedarfsgerechten und bezahlbaren Stromversorgung leisten. Das hat in grundsätzlich erfreulicher Weise auch der Bundesumweltminister Peter Altmaier mit seinen Vorschlägen zur „Strompreis-Bremse“ kürzlich öffentlichkeitswirksam deutlich gemacht“, meint Fischer.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: Verbund der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. VBEW

Bild: Agentur Erneuerbare Energien

Bewerbung für 20. Deutschen und Europäischen Solarpreis läuft

Montag, März 18th, 2013

Bereits zum 20. Mal wird der deutsche und europäische Solarpreis von Eurosolar e. V. ausgeschrieben. Dabei sollen wichtige, innovative Leistungen bei der Verbreitung und Anwendung Erneuerbarer Energien ausgezeichnet werden. Bis zum 30. Juni werden die Bewerbungen und Vorschläge noch entgegen genommen. Ende Juli sollen dann die Preisträger innerhalb einer festlichen Veranstaltung ausgezeichnet werden.

Als einer der ältesten und renomiertesten Auszeichnungen wird der Solarpreis seit 1994 an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Vereine oder Organisationen, Architekten, Journalisten und private Personen vergeben.

Um die Breitenwirkung Erneuerbarer Energien in der Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten und -bereiche zu erfassen, werden die Preise in verschiedenen Kategorien vergeben:

  • Städte/Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke
  • Architektur, Bauen und Stadtentwicklung
  • Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen
  • Lokale oder regionale Vereine/Gemeinschaften
  • Transportsysteme
  • Medien
  • Bildung und Ausbildung
  • Eine-Welt-Zusammenarbeit
  • Sonderpreis für persönliches Engagement

In zwei weiteren Kategorien werden außerdem mit Plaketten ausgezeichnet:

  • Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien
  • Schulen und Bildungseinrichtungen

Neben direkt eingehenden Bewerbungen werden der Jury auch Vorschläge der EUROSOLAR-Sektionen vorgelegt, die auf den nationalen Ebenen eingereicht und prämiert wurden. Aus allen Bewerbungen werden dann die Träger des Europäischen Solarpreises ermittelt.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren, ein Online-Anmeldeformular sowie Präsentationen der bisherigen Preisträger finden Sie unter www.eurosolar.org.

Artikel: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: Eurosolar

Foto: Eurosolar

Workshop Kommunales Energie-Management in Inning

Donnerstag, Januar 10th, 2013

Das Team Energiewende Inning (TEWI) und Energiewende Landkreis Starnberg e.V. veranstalten von 16.-17. Januar 2013 in Inning im Haus der Vereine einen Workshop zum Thema „Kommunales Energie-Management“ (KEM).  Als Partner für die Veranstaltung konnten Experten der Energieagentur Nordbayern GmbH und der Dr. Riedel Automatisierungstechnik GmbH gewonnen werden.

Die Veranstaltung wendet sich an die Gemeinden bzw. Mitarbeiter/innen der Verwaltung, aber auch ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Gemeinde für die Energiewende – z.B. als Umweltreferent – einsetzen oder in einer Agenda-Gruppe bzw. Energiewende-Ortsgruppe in Kooperation mit der Gemeinde das Projekt „Kommunales Energiemanagement“ anstoßen bzw. als Projekt in Angriff nehmen und voranbringen möchten.

Die Teilnahme ist kostenlos – Anmeldungen sind noch möglich! Es kann an einem oder beiden Tagen teilgenommen werden. Weitere Informationen sowie die Einladung finden Sie hier!

Energieeinsparung – unabdingbar für das Gelingen der Energiewende

Ein wirksamer und wichtiger Schritt der Energiewende in den Kommunen ist das Einsparen von Energie beim Heizen und beim Stromverbrauch und der schrittweise Umstieg auf regionale erneuerbare Energien. Das Kommunale Energiemanagement (KEM) ist das geeignete Instrument, um bei den kommunalen Liegenschaften gezielt den Energieverbrauch dauerhaft zu senken und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Es ist notwendig, zunächst die Energieverbräuche der kommunalen Gebäude zu erfassen und zu überwachen, damit mögliche und realisierbare Maßnahmen geplant werden können.

Eine komplette energetische Sanierung der Gebäude ist meist zu teuer oder wegen architektonischer
Besonderheiten nicht ohne weiteres möglich. Externe Experten können aber – aufbauend auf den Energieverbrauchswerten – Schwachstellen der bestehenden technische Anlagen analysieren. Oft kann durch gering-investive Maßnahmen der Betrieb der Anlage entscheidend verbessert werden. Aber auch der Einbau moderner Leit- und Regeltechnik oder einer Einzelraum-Temperaturregelung für Schulen (Heizen nach Stundenplan) sind technische Möglichkeiten, die sich schon nach wenigen Jahren amortisieren können.

Auf diesem Workshop besteht die Möglichkeit, in einer Arbeitsgruppe dieses Instrument zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz kennenzulernen. An konkreten Projekten wird exemplarisch und praxisnah untersucht, durch welche technischen Maßnahmen der Energieverbrauch kommunaler Gebäude wirksam gesenkt werden kann, was die Maßnahmen kosten und in welcher Zeit sie sich amortisieren.

Anmeldung

Bitte nutzen Sie für die Anmeldung das der Einladung beigefügte Formular oder schicken Sie uns eine E-Mail an: info@energiewende-sta.de mit Angabe des Namens und der Anschrift, des Tages/der Tage, an denen Sie teilnehmen möchten. Bitte geben Sie für unsere Planung auch an, ob Sie am Mittagessen teilnehmen (vegetarisch/nicht vegetarisch).  Die Teilnahme kostenlos, nur das Mittagsgericht wird vom den Teilnehmer/innen selbst getragen!

Veranstaltungsort

Haus der Vereine
Schornstraße 3
82266 Inning am Ammersee

 

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. 

 

Social Media Kampagne für EEG

Donnerstag, November 22nd, 2012

Das Institut Solidarische Moderne (ISM), das auf eine Initiative von Andrea Ypsilanti und Hermann Scheer zurückgeht und das inzwischen 1.500 Mitglieder zählt, widerlegt in einer eindrucksvollen Argumentationskette die Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zur Abschaffung des Erneuerbaren Energiegesetzes, EEG.

Für die Energiewende und dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) hat das ISM eine Social Web-Kampagne gestartet. Darin werden die Vorteile von EEG und dezentraler Energiewende verbreitet. Die Kampagne soll auch den immer größer werdenden Protesten gegen Erneuerbare Energien entgegen wirken. Dazu werden Soziale Medien wie Facebook, Google+ und Twitter genutzt.

Bereits nach zwei Wochen haben 70.000 Menschen die Argumente für das EEG auf der ISM-Internet-Seite angeklickt.

Die Kampagne ist auf Unterstützung angewiesen

Der Erfolg der Kampagne ist abhängig von der Unterstützung aller, die sich zu einer dezentralen Energiewende mit 100% Erneuerbaren bekennen. Sie können helfen die Botschaften zu verbreiten – über Ihre Kanäle (Social Web, Newsletter, Email-Verteiler) und Ihre Freunde, Bekannten und KollgegInnen.

Die vom ISM zur EEG-Kampagne gestalteten Bilder können heruntergeladen und frei für Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken, Webseiten, Blogs oder zum Ausdrucken als Plakate oder Flyer verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.solidarische-moderne.de.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, B. A., Quelle: Institut Solidarische Moderne (ISM) 2012, sonnenseite.com

Grafik: ISM

Energie aus Bürgerhand stärken

Dienstag, November 20th, 2012

Mehr als 80.000 Bürger sind in Deutschland schon in rund 600 Energiegenossenschaften oder anderen Bürgerenergieprojekten aktiv. Das sind mehr Menschen als für den größten deutschen Energieversorger e.on arbeiten. Die Energiewende ist damit längst in Bürgerhand.

Vor ein paar Tagen fand in Berlin der 1. Kongress von etwa 500 Vertretern der Energiegenossenschaften statt. Damit sollten sich die Beteiligten besser vernetzen und die Zusammenarbeit gestärkt werden.

Josef Göppel (CSU), Ingbert Liebling (CDU), Waltraud Wolff (SPD) und Hans Josef Fell (Die Grünen) haben in einer Abschlusserklärung zur entschlossenen Umsetzung der Energiewende aufgerufen. Die Energiewende soll dezentral gestaltet und die Wertschöpfung in der Region gehalten werden:

Ermöglicht wird dies durch einen historischen Entwicklungsschub, der die Grundlagen zur Dezentralität verändert. In den Städten ist Solarstrom mit dem kostenfreien Betriebsstoff Sonne die einzige erneuerbare Energie, die leicht angewendet werden kann und gleichzeitig direkten Eigenverbrauch ermöglicht. Die Stadt-Land-Partnerschaften, durch die Stromerzeugung auf dem Land und die überwiegende Nutzung in größeren Siedlungsgebieten lassen das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region stärken. Die Abhängigkeit von großen Kraftwerken und Rohstoffimporten sinkt. Außerdem führt der Einsatz von erneuerbaren Energien mittelfristig zur Verbilligung des Stroms.

Deutschland gilt als Vorreiter der Energiewende. Erneuerbare Energien eröffnen Menschen auf dem Land neue Perspektiven. Die Energiewende muss entschlossen weiter geführt werden.

Die vollständige Abschlusserklärung finden Sie hier:  http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=765&Itemid=77

Verfasser: Energiwende Starnberg e. V., Daniela Köhler B. A., Quelle: Hans Josef Fell

Foto: Energiewende Starnberg e. V.

Jahrestreffen zur Umsetzung der Energiewende

Donnerstag, November 15th, 2012

Um die Klimaziele einzuhalten und gleichzeitig den Wohlstand beizubehalten müssen zukunftsfähige Instrumente erarbeitet und eingesetzt werden. In der Jahresfeier der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder wurden folgende Punkte besprochen:

  • Deutschland soll am Ausbau der Erneuerbaren Energien festhalten. Dabei muss eine weitere Ausbaustrategie bei der an den deutschen Ausbauzielen der Erneuerbaren Energien für die Jahre 2020 und 2050 festgehalten wird, die dem Netzentwicklungsplan zugrunde gelegt worden sind, gearbeitet werden. Dies erfordert eine gezielte Steuerung. Die Regierungschef/innen weisen darauf hin, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien zusammen mit der Steigerung der Energieeffizienz und dem Energiesparen zentral für das Gelingen der Energiewende ist.
  • Eine Weiterentwicklung des EEGs müsse den Ausbau Erneuerbarer Energien unterstützen, ein hohes Maß an Investitionssicherheit gewährleisten, Strukturbrüche vermeiden und gleichzeitig den Ausbau so zu steuern, dass die Kosten auf ein vertretbares Maß begrenzt werden und das Zusammenspiel von erneuerbaren Energien mit der übrigen Energieversorgung und der Energieinfrastruktur optimiert werden kann. Das EEG soll in Zukunft auch Anreize für eine stärkere Systemintegration bieten. Dabei müssen geeignete Modelle gefunden werden, damit hohe Spitzenleistungen an fluktuierender Einspeisung (Wind, Sonne) mit anderen Maßnahmen (Speicher, Biogas, fossile Energieträger, Lastmanagement) kombiniert werden, um Versorgungssicherheit, Marktintegration und Systemdienstleistungen langfristig zu gewährleisten.
  • Die Bundesregierung wird gebeten, bis spätestens Ende des ersten Halbjahres 2013 gemeinsam mit den Ländern und der BNetzA einen auf die Energiewendekonzepte der Länder abgestimmten Vorschlag für einen ordnungspolitischen Rahmen zu erarbeiten, der wirtschaftliche Anreize für die mittel- und langfristig ausreichende Sicherstellung von Reservekapazitäten unter Berücksichtigung der europäischen Strommärkte setzt und durch entsprechende Maßnahmen und Rahmendbedingungen Planungs- und Investitionssicherheit für die Betreiber fossiler Kraftwerke (einschließlich KWK) sowie Investoren neuer Kraftwerke ermöglicht. Damit sollen die erneuerbaren Energien so ergänzt werden, dass Stromangebot und Stromnachfrage synchronisiert sind, d.h. die Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Die Regularien müssen dabei so ausgestaltet werden, dass das energiepolitische Zieldreieck „sicher, bezahlbar, umweltverträglich“ auch in einem solchen Energiemarkt eingehalten ist. Die Bundesregierung wird gebeten, zum Fortschritt der Arbeiten regelmäßig zu berichten.
  • Die Länder sind der Meinung, dass zur Erreichung der Ziele der Energiewende auf die Nutzung der Offshore-Windkraft nicht verzichtet werden kann.
  • Netzausbau, Ausbau der erneuerbaren Energien sowie Ausbau der Speicher müssen aufeinander abgestimmt sein. Der politische Dialog über die Synchronisierung der nationalen Ausbauziele mit den Ausbauzielen der Länder insbesondere für die Solarenergie sowie die On- und Offshore-Windenergie ist mit dem Ziel zu führen, im Rahmen einer gemeinsamen nationalen Ausbaustrategie – die Gesamtkosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, der Stromnetze und des noch erforderlichen fossilen Kraftwerksparks im Griff zu behalten und die Akzeptanz nicht zu gefährden. Die Länder sind bereit, im Interesse einer gemeinsamen Lösung ihre eigenen Planungen zu modifizieren.
  • Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder weisen darauf hin, dass die Belastung der Unternehmen durch steigende Strompreise noch stärker in den Blick genommen werden muss, um die Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Dabei ist es notwendig die Ausnahmetatbestände bei der EEG-Umlage zu überprüfen, um Missbrauch zu verhindern. Außerdem muss genau untersucht werden, welche Strompreistreibende Faktoren außerhalb des Erneuerbare-Energien-Ausbaus zu identifizieren sind und wie diese begrenzt werden können.
  • Es sollen die Verbraucher/innen mit geringem Einkommen stärker berücksichtigt werden. Eine Unterstützung durch Stromsparen durch eine unabhängige Energieberatung und den Austausch ineffizienter Hausgeräte sollen auch dabei helfen.
  • Für die Umsetzung der Energiewende ist eine aktuelle, konsistente und vergleichbare Datenbasis erforderlich. Sie bitten daher die Bundesregierung, die Länder bei der Erarbeitung einer aktuellen, regionalisierten und harmonisierten Datengrundlage zu unterstützen.

Quelle: thueringen.de

Foto: Energiewende

Umfrage: Bürger sind weiterhin für Ausbau Erneuerbarer Energien

Donnerstag, Oktober 18th, 2012

Die deutschen Bürgerinnen und Bürger stehen den Erneuerbaren Energien nach wie vor sehr positiv gegenüber. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest fand heraus, dass 93 Prozent den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien für „wichtig“ bis „außerordentlich wichtig“ halten. Die Umfrage wurde von August bis Oktober 2012 im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien durchgeführt.

„Die deutsche Bevölkerung steht weiterhin in großer Geschlossenheit hinter dem Ausbau der Erneuerbaren Energien“, meint Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien zu den anhaltend guten Umfragewerten. „Denn die Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Quellen bringt dem Wirtschaftstandort Deutschland und seinen Bürgern klare Vorteile“, so Vohrer. Auch der Großteil der Befragten ist dieser Meinung: 74 Prozent sind davon überzeugt, dass Erneuerbare Energien zu einer sicheren Zukunft der nachfolgenden Generation beitragen. Über zwei Drittel sehen den Klimaschutz als besonderen Vorteil der Energie aus Sonne, Wind & Co. an. Ebenso lässt die Unabhängigkeit von Energieimporten 62 Prozent für die Erneuerbaren stimmen.

Hohe Akzeptanz auch für Stromerzeugung aus Erneuerbaren in der Umgebung

„Die vielen Vorteile der Erneuerbaren Energien tragen dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger auch notwendigen Anlagen im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber stehen“, kommentiert Philipp Vohrer die Umfrageergebnisse. Die Akzeptanz gegenüber Anlagen in der Umgebung des eigenen Wohnorts der Befragten ist groß und hat im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht zugenommen.

In der Umfrage kam heraus, dass zwei Drittel der Befragten Erneuerbare-Energien-Anlagen in der eigenen Nachbarschaft zustimmen. An der Spitze der Beliebtheitsskala liegen die Solarparks mit 77 Prozent, gefolgt von Windenergieanlagen mit 61 Prozent. Die Akzeptanz steigt sogar noch, wenn die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Erneuerbaren-Energien-Anlagen gemacht haben. Bei Biomasseanlagen würde die Akzeptanz sogar auf 54 Prozent steigen, ein Unterschied von 18 Prozent gegenüber keinerlei Vorerfahrungen.

Bürger akzeptieren Netzausbau für den Ausbau Erneuerbarer

Ein weiterer Teil der Umfrage befasste sich mit den Umständen, unter denen Bürger dem Bau einer neuen Stromtrasse in ihrer Nachbarschaft (fünf Kilometer rund um den eigenen Wohnort) zustimmen. 63 Prozent der Befragten akzeptieren neue Leitungen, wenn sie notwendig sind, um den regional erzeugten Ökostrom zu transportieren. Ebenso viele stehen dem Netzausbau positiv gegenüber, wenn er erforderlich ist, um Deutschland vollständig mit Erneuerbaren Energien zu versorgen. Für drei Viertel der Befragten wären neue Kabel akzeptabel, wenn sie unterirdisch verliefen.

Weitere Grafiken mit den Ergebnissen der Umfrage 2012 sowie die Umfrageergebnisse der Vorjahre finden Sie unter: www.unendlich-viel-energie.de/de/panorama/akzeptanz-erneuerbarer-energien.html

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Nachhaltig Investieren in die Region

Donnerstag, September 20th, 2012

Wollen Sie, dass Ihr Geld die Region stärkt und Ertrag bringt?

Am 9. Oktober um 19:00 Uhr  findet hierzu eine Veranstaltung im Landratsamt Starnberg, Großer Sitzungssaal statt.

Geldanlagen für Klimaschutz- und Energiewende-Projekte vor Ort

In vier Kurzvorträgen werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie Sie Ihr Geld in Projekte vor Ort investieren können und welche Vorteile Sie davon haben.

Die Referentinnen und Referenten sind Prof. Dr. Gottwald von der Schweisfurth Stiftung, Gerd Mulert von der Energiegenossenschaft Fünfseenland, Petra Wähning von der Genussgemeinschaft Städter und Bauern sowie Mathias Winkler als Fachberater für nachhaltiges Investieren. Zusätzlich wird Birte Pampel den Verein Geld mit Sinn e.V. vorstellen.

An den vorgestellten Projekten kann man sich finanziell beteiligen. Die Vorträge sind auch für Personen geeignet, die für die Umsetzung ihres Projekts finanzielle Unterstützung suchen, z.B. für Photovoltaik-Anlagen, Kraft-Wärme-Kopplung mit Nahwärmenetz in die Nachbarschaft oder den Kauf von energieeffizienter Technik für Haus und Hof.

Im Anschluss besteht Diskussionsmöglichkeit. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Weßlinger Klimaschutzwoche (5.-13. Oktober 2012) statt.

Hier können Sie das Plakat zu dem Thema: Nachhaltig Investieren in die Region downloaden!

Quelle: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Ulla Schürenberg