Einträge ‘Erneuerbare Energien’

Praxisseminar Kleinwindkraft am 2. Juni

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Praxisseminar Kleinwindkraft am Donnerstag, 2. Juni 2016, 13:00 – 17:30

Mehr Unabhängigkeit und Sicherheit bei den Energiekosten – dies ist der Traum vieler Bürger,
die sich dazu entschließen in die eigene Erneuerbare- Energien-Anlage zu investieren. Neben weit verbreiteten Technologien wie Photovoltaik oder Biogas können unter den richtigen Voraussetzungen auch Kleinwindkraftanlagen dabei helfen, einen Teil des individuellen Strombedarfs durch Strom aus der eigenen Anlage zu decken und sich somit von den steigenden Strompreisen abzukoppeln. Insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich liegen hierfür oftmals günstige Rahmenbedingungen vor: Ein durchgängiger Strombedarf, die Verfügbarkeit exponierter Flächen sowie ausreichend vorhandene (Abstands-)Flächen, um Lärm- und Naturschutzbelangen Rechnung zu tragen.

Von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung einer Kleinwindkraftanlage sind jedoch eine ganze Reihe an Fragen zu klären, damit die Anlage später auch wirtschaftlich betrieben werden kann. Welche Anlage eignet sich für welchen Standort? Wie ist die Vorgehensweise bei der Genehmigung? Wie lange dauert es, bis sich eine Kleinwindanlage vollständig amortisiert hat? Das C.A.R.M.E.N.- Praxisseminar gibt den Teilnehmern einen Überblick zu all diesen Aspekten anhand einer konkreten Kleinwindanlage vor Ort, die im Anschluss an die Vorträge besichtigt werden wird.

Die Veranstaltung richtet sich an potentielle Anlagenbetreiber, Akteure aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich, Kommunalvertreter und Gewerbetreibende, Vertreter der Energiebranche sowie an fachlich und inhaltlich Interessierte.

Eine Anmeldung ist bis zum 25. April 2016 möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Teilnahme an der Veranstaltung ist mit einem Unkostenbeitrag von 30 Euro verbunden, für C.A.R.M.E.N. e.V. – Mitglieder, Vertreter bayerischer Behörden und Studenten gilt der ermäßigte Tagungsbeitrag in Höhe von 25 €.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie dem pdfTagungsprogramm mit Anmeldeformular entnehmen.

Quelle: CARMEN e.V.

<FONT SIZE=“1″>Foto: Fotolia / martinlisener</FONT>

Energiepreis 2015 im Landkreis Starnberg

Donnerstag, Juli 23rd, 2015

Der Landkreis Starnberg hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende in der Region voranzutreiben und sich bis 2035  zu 100 % mit erneuerbaren Energien – möglichst aus regionalen Ressourcen – zu versorgen . Das gelingt nur, wenn möglichst alle Bürgerinnen und Bürger sich motiviert an der Energiewende beteiligen. Gute Beispiele können dabei helfen. Deshalb wird auch dieses Jahr wieder der Energiepreis für den Landkreis Starnberg ausgeschrieben, mit dem vorbildliche Projekte, Initiativen, Aktionen oder Technologien zu gewürdigt und belohnt werden. Nicht nur Leuchtturmprojekte sind angesprochen. Denn: auch Kleines kann ein Meilenstein für Energiewende und Klimaschutz bedeuten, wenn es zur Veränderung unseres Bewusstseins und Verhaltens im Alltag beiträgt!

Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2015.

Der erste Preis ist in diesem Jahr mit 3.000 Euro, der zweite Preis mit 2.000 Euro und der dritte Preis mit 1.000 Euro dotiert.

Damit geeignete Preisträger gefunden werden können, ist  die tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung wichtig. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, Vereine, Schulen oder sonstige Organisationen und Institutionen aufgerufen, sich mit geeigneten Projekten um den Energiepreis 2015 des Landkreises Starnberg zu bewerben.

Also nicht nur ans Bauen und Sanieren denken, auch Initiativen etwa aus dem Mobilitätssektor oder anderen Bereichen sowie Kinder- und Jugendprojekte sind erwünscht – wichtig ist vor allem ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und der Energiewende sowie der Vorbildcharakter.
„Es besteht aber auch die Möglichkeit, geeignete Projekte vorzuschlagen und uns die Kontaktdaten mitzuteilen“, so Herbert Schwarz, Umweltberater des Landratsamtes. „Denn mancher stellt sein Licht gerne unter den Scheffel oder weiß schlicht nichts von der Ausschreibung des Energiepreises“.

Und damit die Ausschreibung möglichst überall bekannt wird, gibt es hier das Faltblatt zum Herunterladen und Verteilen und einPlakat. ebenfalls zum Ausdrucken und Verteilen, z.B. in Ladengeschäften, Banken, Rathäusern usw.

Nähere Informationen rund um den Energiepreis 2015 gibt es auch unter www.landkreis-starnberg.de/energiepreis sowie telefonisch unter 08151 148-442.

 

 

Metaanalyse zu Klimaschutz und Treibhausgasen

Mittwoch, April 1st, 2015

Eine neue, 22-seitige Metanalyse vergleicht die Aussagen von insgesamt 11 Studien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Darin vergleicht das ZSW im Auftrag der AEE die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren. Im Ergebnis wird deutlich, dass es eine Lücke zwischen Ziel und Wirklichkeit gibt, die im Zeitverlauf immer größer zu werden droht.

Im Fokus der Metaanalyse von Forschungsradar Energiewende stehen die Aussagen verschiedener Studien und Szenarien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Dabei werden die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien verglichen, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren. Der Studienvergleich vermittelt damit einen Eindruck, inwieweit Deutschland auf dem Weg ist, seine Klimaschutzziele zu erreichen, bzw. wie groß die Lücke ist.

Zusätzlich werden die Ergebnisse der Szenarien zum Anteil der Erneuerbaren Energien, zur Entwicklung der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sowie zur Preisentwicklung von CO2-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel betrachtet. All diese Faktoren beeinflussen den Treibhausgasausstoß in Deutschland und liefern somit Ansatzpunkte zur Erklärung der beobachteten Entwicklung bzw. für politische Steuerungsmaßnahmen.

Die vorliegende Metaanalyse betrachtet die bisherige Entwicklung sowie 17 verschiedene Szenarien für die Jahre 2020, 2030, 2050, zum Teil auch 2060 aus insgesamt 11 Studien mit Veröffentlichungsdatum ab 2011. Sie können die Zusammenfassung hier herunterladen: AEE_Metaanalyse_Treibhausgase_mrz15

Ebenfalls in diesem Zusammenhang interessant ist die Forschungsradar-Metaanalyse „Entwicklung des Energieverbrauchs“

Erneuerbare im Wärmebereich stagnieren

Mittwoch, April 1st, 2015

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch lag im Jahr 2014 bei 11,1 Prozent (zum Vgl: 2013: 10,4 Prozent). Die Entwicklung verteilt sich dabei ungleich auf die drei Bereich Wärme, Verkehr und Strom.

Im Wärmebereich stagniert der Anteil der Erneuerbaren Energien. Er lag am gesamten Wärmeverbrauch im Jahr 2014 in Deutschland bei 9,9 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Dem politischen Ziel, 14 Prozent Erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte im Jahr 2020 zu erreichen, ist Deutschland damit keinen Schritt näher gekommen. Die Politik plant mit einer  Novelle des Martanreizprogrammes (MAP), eine Trendwende einzuleiten.

Ab April 2015  gibt es für den Einbau von thermischen Solaranlagen, Pelletheizungen oder Wärmepumpenanlagen bessere Förderkonditionen. Auch für größere Erneuerbare-Wärme-Projekte wie Geothermieanlagen, Wärmenetze und Prozesswärme haben sich die Förderbedingungen verbessert. Zudem können nun KMU und größere Unternehmen die Förderung in Anspruch nehmen.

In diesem Jahr stehen im MAP über 300 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung.  Sie stehen für private, gewerbliche und kommunale Investitionen in Heizungsanlagen zur Verfügung oder für größere Heizwerke, die erneuerbare Energien nutzen, und für Wärmenetze, die erneuerbar erzeugte Wärme verteilen. Gefördert wird dabei primär die Errichtung von Anlagen im Gebäudebestand. Im Neubau ist eine Förderung nur bei bestimmten innovativen Anlagentypen möglich.

Zu den aktuellen öffentlichen Fördermitteln und Förderbedingungen gelangen Sie hier!

Hans-Josef Fell in Starnberg: „Energiewende nicht mehr aufzuhalten“

Donnerstag, Juni 5th, 2014

Vor zahlreich erschienenen Gästen begrüßte Landrat Karl Roth am vergangenen Montag den Autor des Erneuerbare-Energien-Gesetzes Hans-Josef Fell im Landratsamt Starnberg. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete, der nach wie vor als unermüdlicher Kämpfer für die Energiewende gilt, besuchte die Kreisstadt, um dort seinen Vortrag „Energiewende in Gefahr – Was tun gegen die Klimaschutzblockade?“ zu halten.

In seinen Ausführungen verwies Fell immer wieder auf die Dringlichkeit, die Treibhausgas-Emissionen so schnell wie möglich auf null zu reduzieren. Der Rückgang der Eisfläche am Nordpol sowie zunehmende Schäden durch Wirbelstürme seien bereits deutliche Belege dafür, dass der Klimawandel schon heute drastische Folgen habe. Daneben trage der weltweite Handel mit immer knapperen fossilen Rohstoffen auch zunehmend zu globalen Krisen bei. Als Beispiel führte Fell den anhaltenden Konflikt in der Ukraine an.

Kritik übte der Grünen-Politiker an den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Gabriel: Durch seine anvisierte Deckelung der Vergütungszahlungen würden die Bedingungen für ein weiteres Wachstum der Erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich verschlechtert. Daneben seien es vor allem die Vorstöße aus der Bayerischen Staatskanzlei im Bereich Windenergie, die einen weiteren Ausbau verhindern und gleichzeitig für ein Wiedererstarken der Braunkohleverarbeitung sorgen.

Am Ende der gut zweieinhalbstündigen Veranstaltung verabschiedete Hans-Josef-Fell die Gäste dennoch mit viel Zuversicht: Neben dem anhaltenden Preisverfall bei den Erneuerbaren Energien und dem nach wie vor ungebrochenen Unternehmergeist sei es vor allem der wachsende Rückhalt aus der Bevölkerung, der letztendlich doch zum Ziel führen werde: „Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten!“

Die Folien zum Vortrag von Hans-Josef Fell finden Sie hier!

 

Bild: hans-josef-fell.de

Erneuerbare Energien können Tourismus fördern

Donnerstag, Mai 22nd, 2014

Regenerative Energien haben die Gesellschaft mittlerweile in ihrer ganzen Breite erfasst: Sie sind ein großer Wirtschaftsfaktor, schaffen Unabhängigkeit von umweltschädlichen Energieimporten aus dem Ausland und verhelfen als Klimaschützer Nummer eins Schritt für Schritt zur Energiewende. Weil der Ausbau von Windkraftwerken, Solaranlagen und Co. vor allem dezentral stattfindet, sind die umweltfreundlichen Energieerzeuger auch mehr und mehr im Landschaftsbild präsent.

Dass sich dies nicht negativ auf die Freizeitgestaltung und den Tourismus auswirken muss, sondern sich sogar sehr gut damit kombinieren lässt, wurde in einem Pressegespräch der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) deutlich. Vorgestellt wurde dort die überarbeitete Neuauflage des Reiseführers „Deutschland: Erneuerbare Energien erleben“. Autor Martin Frey, Fachjournalist und Geograph, stellt darin über 190 Reiseziele zu Energieprojekten in ganz Deutschland vor.

Dass Erneuerbare Energien tatsächlich spannende Ausflugsziele sein können und sich nebenbei auch noch problemlos in das Konzept des nachhaltigen Tourismus einbetten, sieht man beispielsweise im fränkischen Wunsiedel. Die Festspielstadt versorgt sich und ihre Besucher mittlerweile zu 100 % selbst mit nachhaltig erzeugter Energie. Vor Ort führt ein Pfad zu vielen sehenswerten regenerativen Projekten, die so aus nächster Nähe kennengelernt werden können. Die Idee geht auf: In Wunsiedel kämen Erneuerbare Energien in der Freizeit- und Urlaubsbranche nicht nur zum Einsatz, man erschließe dadurch gleichzeitig auch eine neue Art des Tourismus, erläutert der Geschäftsführer der hiesigen Stadtwerke, Marco Krasser: „Nur mit Erneuerbaren Energien bleibt die Region touristisch attraktiv“.

 

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
Bild:
Rainer Sturm / www.pixelio.de

Drei Jahre nach Fukushima: gemischte Bilanz für erneuerbare Energien

Dienstag, März 18th, 2014

Drei Jahre nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima hat sich viel beim Ausbau der erneuerbaren Energien getan, die Regenerativen haben weltweit viele neue Märkte erschlossen. „Das ist gut für Klima und Wirtschaft, angesichts eines weiter wachsenden Energiebedarfs in Schwellenländern und steigenden Klimagasemissionen aber noch nicht gut genug“, mahnt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Als massives Hemmnis auf dem Weg zur Energiewende sieht Vohrer vor allem die Marktverzerrungen zugunsten fossiler Energieträger. Diese wurden nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) im vergangenen Jahr mit 544 Milliarden Euro staatlicher Förderung unterstützt, erneuerbare Energien dagegen mit nur knapp 100 Milliarden Euro. Dabei sind die massiven Umweltschäden durch konventionelle Energien noch nicht berücksichtigt. Für Vohrer gelte es deshalb in Deutschland, genauso wie in anderen Staaten, parallel zum Ausstieg aus der Atomenergie auch die Abhängigkeit der fossilen Energien abzuschütteln. Nach IEA-Angaben hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Kohleförderung weltweit fast um 70 Prozent erhöht. 2013 wurden laut Angaben der AG Energiebilanzen allein in Deutschland 162 Milliarden Kilowattstunden Braunkohlestrom produziert – so viel wie seit 1990 nicht mehr.

Die Förderung neuer Energien nach Vorbild des deutschen EEG hat bis heute viele Nachahmer gefunden und deren weltweiten Ausbau erheblich vorangetrieben. AEE-Geschäftsführer Vohrer warnt jedoch davor, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen: „Deutschland gilt mit seinem Ausbau Erneuerbarer Energien zwar als Vorbild. Doch über diesen Erfolgen des EEG im Stromsektor darf nicht vergessen werden, dass die Energiewende im Wärme- und Verkehrsbereich bislang nur schleppend verläuft oder sogar stagniert – und das obwohl der Energiebedarf für Mobilität und Heizen rund drei Viertel zum gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland beiträgt.“

 

Quelle:
Agentur für Erneuerbare Energien

Bild:
Joachim Kirchner / www.pixelio.de

IÖW: Erneuerbare Energien vor Braunkohle

Dienstag, Dezember 17th, 2013

In Brandenburg denkt man trotz Energiewende über eine Erweiterung des Braunkohletagebaus nach. Nach Einschätzung des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ein großer Fehler: Laut deren Prognosen für das Jahr 2030 wäre selbst beim Neubau eines Braunkohlekraftwerks mit CO2-Abscheidung und –speicherung (CSS) mit deutlich weniger neuen Arbeitsplätzen zu rechnen, als parallel in der Erneuerbaren-Energien-Branche zu erwarten wären. Auch die Steuereinnahmen, die erneuerbare Energien Land und Kommunen bescheren würden, übersteigen nach den von der IÖW entwickelten Szenarien die der Braunkohlewirtschaft um ein Vielfaches. „Damit kann der Aussage des Braunkohlenplans widersprochen werden, dass die Braunkohleindustrie für Brandenburg ein Wirtschaftsfaktor ist, der ‚für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes auch langfristig dringend notwendig bleibt‘“, so die IÖW-Energieexpertin Julika Weiß, die deshalb eine klare Entscheidung für die Energiewende fordert.

 

Quelle: Institut für ökologische Wirtschfatsforschung (IÖW)
Bild:
© Julian Nitzsche / www.pixelio.de

BWE sieht enormes Windenergiepotential in Bayern

Montag, November 11th, 2013

Die Ökostromumlage steigt und steigt. Die Schuld daran liegt für Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie (BWE), allerdings kaum am Ausbau der erneuerbaren Energien. Verantwortlich seien vielmehr Privilegien für die Industrie sowie sinkende Preise an der Strombörse, die nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Damit in Zukunft eine saubere und nachhaltige Stromversorgung garantiert werden kann, warnt Pilarsky-Grosch vor der Gefahr, vorschnell die falschen Weichen zu stellen: Statt die Bestrebungen zur Energiewende wieder zu zentralisieren oder kurzfristig wieder auf fossile Träger wie Kohle zu bauen müsse es jetzt vielmehr gelten, eine durchdachte Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu erarbeiten.

Großes Potential sieht die BWE-Präsidentin vor allem beim Ausbau der Windenergie: Mit durchschnittlich zwischen sechs und acht Cent pro Kilowattstunde sei der Strom aus Wind bereits heute wettbewerbsfähig – „wenn wir einen fairen Vergleich anstellen und etwa die Subventionen für Kohle miteinrechnen“, so Pilarsky-Grosch. In Bayern sei daneben eine Steigerung des Anteils von Windenergie an der Gesamtstromerzeugung von derzeit einem auf bis zu zehn Prozent durchaus realistisch. Vorstöße wie der des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der eine Verschärfung der Abstandsregelungen fordert, seien daher ein falsches Zeichen. Der Schlüssel läge dagegen vielmehr in der umfassenden Aufklärung und Beteiligung der Bürger: So könne man bereits sehr bald umfassend von den gegebenen Potentialen profitieren.

 

Quelle: Münchner Merkur
Bild: © Peter Freitag / PIXELIO

Deutschland wählt erneuerbar: 93 Prozent der Bürger für schnellen Ausbau

Donnerstag, September 19th, 2013

Die Mehrheit der Bürger ist für den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien –  das ist ein klares Votum gegen einen Förderstopp, wie er aktuell von der Bundesregierung und insbesondere der FDP gefordert wird. Dies vermeldet der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

Die zusätzlichen Kosten für den Umbau der Energieversorgung bewegen sich im Bereich von 5 bis maximal 8 % der gesamten Energieausgaben und liegen bei etwa 300 Milo Euro, während ein „Weiter-so“ letztlich zu einer Energiepreis-Explosion bis 2050 führen könnte, wie die Prognose zeigt. Die Mehrbelastung würde demnach nur bis etwa 2025 bestehen, danach würden die Energiekosten durch die Einsparung fossiler und sonstiger nicht erneuerbarer Energieträger wieder sinken – je konsequenter und schneller also der Umbau stattfindet, desto stärker ist die Einsparung, während die Kosten bei einer inkonsequenten Energiewende ohne zusätzlicher Förderung permanent steigen und Gewerbe, Industrie und vor allem auch Privathaushalte belasten.

Das Hintergrundpapier mit den Ergebnissen und Grafiken zur Umfrage und die Präsentationsfolien können Sie hier herunterladen!

Erneuerbare JETZT!

Kurz vor der Bundestagswahl unterstützen 93 Prozent der Menschen in Deutschland den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Damit ist die hohe Zustimmung zum Umstieg auf saubere und sichere Energie aus regenerativen Quellen ungebrochen – und das trotz massiver Angriffe auf die Energiewende in den letzten Wochen und Monaten“, kommentiert BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Branchen-Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! beim Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid in Auftrag gegeben hat. Damit sei klar: „Welche Parteienkonstellation am Sonntag auch immer die Mehrheit erzielt, sie hat einen eindeutigen Auftrag: Die Wählerinnen und Wähler erwarten den konsequenten Umstieg auf Erneuerbare Energien“, betont Falk.

Fast drei Viertel der Bevölkerung sprechen sich in der Umfrage explizit gegen einen Förderstopp für Erneuerbare Energien aus – und das unabhängig von ihrer jeweiligen Parteinähe. „Damit erteilen die Bürger allen Forderungen nach einem wie auch immer gearteten Ausbaustopp eine klare Absage. Angesichts der vehementen Kampagnen der Energiewende-Gegner ist das eine besonders starke Aussage!“, findet Falk.Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland verbinden die Erneuerbaren Energien mit einer sicheren Zukunft, Klimaschutz und Unabhängigkeit von Brennstoffimporten aus dem Ausland, so die Umfrageergebnisse. Dazu sagt Hermann Falk: „Die große Mehrheit erkennt den großen Nutzen der Erneuerbaren Energien. Damit fußt ihr Ausbau auf einer hohen gesellschaftlichen Wertschätzung.“Auch bei Fragen nach Kosten und Förderinstrumenten hat die Bevölkerung eine differenziertere Meinung als die öffentliche Debatte erwarten lässt. Mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit, über die Stromrechnung einen Beitrag für den Umbau der Energieversorgung zu leisten. Allerdings muss es dabei künftig gerechter zugehen. „Die Mehrheit der Bürger will sich an den Investitionen in eine zukunftstaugliche Energieversorgung beteiligen. Diese Bereitschaft darf die Politik nicht durch die überproportionale Belastung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privathaushalten gefährden“, warnt Falk. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat die aktuelle Umfrage der Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! mit anderen Meinungsumfragen zum Thema Energiewende abgeglichen. Das Ergebnis zeigt hohe Übereinstimmungen: „Sowohl hinsichtlich der generellen Zustimmung als auch hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft für sinnvolle Investitionen ist die Haltung der Bevölkerung zu den Erneuerbaren Energien viel positiver als die veröffentlichte Meinung“, konstatiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.Mit der Zustimmung zu Erneuerbaren Energien gehe im Übrigen eine stark ablehnende Haltung gegenüber Kohle- und Atomkraftwerken im eigenen Wohnumfeld einher. „Ein Roll-back in der Energiepolitik zugunsten von Kohle- oder gar Atomkraftwerken ist mit der deutschen Bevölkerung also auf keinen Fall zu machen“, stellt Vohrer fest.Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Direktor des Zentrums für Erneuerbare Energien der Uni Freiburg, kritisiert die anhaltende Negativ-Kampagne von Akteuren aus Politik und Wirtschaft. „Die Gegner der Erneuerbaren verzerren die Fakten bewusst. Eine entschlossen weitergeführte Energiewende bietet die große Chance, bereits ab 2025 von den positiven Wirkungen volkswirtschaftlich zu profitieren“, sagt Prof. Weber. Die bis dahin getätigten Investi¬tionen würden ab dann Deutschlands Energiekosten im Vergleich zu einem Szenario ohne Energiewende stetig fallen lassen. „Bis 2050 könnten die Einsparungen insgesamt etwa 500 Milliarden Euro betragen“, rechnet Weber vor. Die anfänglichen Investitionen würden sich damit mehr als bezahlt machen.Das stärkste Argument für den Umstieg auf Erneuerbare Energien ist aus Sicht des Wissenschaftlers, dass sie für eine langfristig gesicherte Energieversorgung zu stabilen Preisen sorgen, die in etwa auf heutigem Niveau liegen werden. „Ohne Energiewende müssten wir dagegen bis 2050 auf der Basis fossiler Energien mit verdoppelten Kosten unseres Energiesystems rechnen. Außerdem kämen noch die unkalkulierbaren Folge-kosten des verstärkten Klimawandels dazu“, so Weber abschließend.Quelle: BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.