Einträge ‘Kampagne’

20 Jahre Förderprogramm für regenerative Energien in Seefeld

Dienstag, Oktober 23rd, 2018

Mit über 100 Teilnehmern übertraf die Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre Förderprogramm für regenerative Energien in Seefeld“ am 19. Oktober 2018 im Haus Peter & Paul in Seefeld alle Erwartungen. Das virtuose musikalische Rahmenprogramm von Marie-Josefin Melchior und Johann Zeller mit Geige und Akkordeon begeisterte das Publikum und verlieh den fachlichen Information über Geschichte und Perspektiven der Energiewende einen festlichen Rahmen. Eingeladen hatten die Gemeinde Seefeld gemeinsam mit dem Arbeitskreis regenerative Energien der lokalen Agenda21.
Voller Bewunderung bestaunte der Ehrengast Hans Noppenberger, ehemaliger Bürgermeister von Schalkham im Landkreis Landshut, die Ergebnisse von 20 Jahren Förderprogramm, die Bürgermeister Wolfram Gum in seiner Begrüßung aufgezeigt hatte. Nicht zuletzt sein Vortrag am 15.10.1998 im Schützenheim Drößling lieferte einen entscheidenden Anstoß zum Start des Programms. Bürgermeister Wolfram Gum war kurz nach diesem Vortrag ein Teilnehmer der vom Agenda21-AK organisierten Exkursion nach Schalkham. Hervorgehoben wurden von Noppenberger in seiner kurzen Ansprache die Aspekte Niedrigenergie- / Passivhäuser, energetische Sanierung und Umstellung von Heizungen auf regenerative Energien als die aus seiner Sicht richtigen Schwerpunkte im Förderprogramm. Dr. Walter Kellner, Vorsitzender des Vereins Energiewende Landkreis Starnberg (ELS) hob in seinem Grußwort die sehr langsame Entwicklung des Bewusstseinswandels, von den ersten Anfängen des EEG bis heute hervor. Unter diesem Aspekt würdigte er die Ausdauer der Initiatoren des Förderprogramms.


Interessiert und gespannt lauschten die Besucher auch dem Fachvortrag von Dipl. Phys. Jörg Sutter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) zum Thema PV und Speicher zur Optimierung des Eigenverbrauchs. In einer Gesamtübersicht zeigte er auf, dass im ersten Halbjahr 2018 die Energiewende in Deutschland bei der Stromerzeugung mit einem Anteil von etwa 40% schon auf gutem Wege ist. Im Wärmebereich dagegen gibt es eher eine Stagnation, im Verkehrssektor sind sogar steigende Emissionen zu verzeichnen. Mit einer aufschlussreichen Graphik der Agentur für erneuerbare Energien (AEE) für das Jahr 2016 zeigte er auf, dass etwa 70% der installierten Leistung für Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Eigentum von Bürgern ist.

Aktuell passend zur Solarkampagne im Landkreis Starnberg konnte er detailliert darstellen, wie durch den Einsatz von Photovoltaik einschließlich Speichern die Eigennutzung von Strom verdoppelt werden kann. Unterstützt wird dieser Vorteil durch die weiter sinkende EEG-Einspeisegebühr sowie die enorm gesunkenen Speicherkosten. Zwei Beispiele aus der Praxis von Nutzern des Förderprogramms in Seefeld und Hechendorf untermauerten diese theoretischen Ausführungen sehr anschaulich. Beide betreiben PV-Anlagen mit Speicher. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass sogar im Landkreis Starnberg eine bilanzielle Autarkie – einschließlich des Betriebs eines E-Autos – erreicht werden kann.
Beim Genuss bester Bio-Produkte freuten sich auch die beiden weiteren Ehrengäste, Hermann Ramsauer und Alfred Krumpe, Gründungsmitglieder des Agenda21-AK „Regenerative Energien“ und Mitbegründer des Förderprogramms, über den Erfolg „ ihres“ Förderprogrammes und den gelungenen Verlauf des Abends.

 

Die im Foyer gezeigte Ausstellung „Kraftwerk Sonne“ und die Beiträge während der Veranstaltung regten zu einem Erfahrungsaustausch und vielen Diskussionen an und beschlossen den festlichen Abend.

 

 

„Erneuerbare Energiewende Jetzt!“: Neue Kampagnenplakate

Montag, September 16th, 2013

Die Kampagne „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ des Bundesverbands Erneuerbare Energien e.V. (BEE) und seiner Mitgliegsverbände sowie Unternehmen der Branche geht in die nächste Runde: Mit einer weiteren Plakatreihe wollen die Initiatoren diesmal vorrangig auf die Vorteile der Windenergie hinweisen. Aufmerksamkeit erregen sollen die drei neuen Motive auch diesmal durch die Kombination eindeutig positiver Bildsprache und doppeldeutiger Überschriften: „Wir wollen etwas anderes zeigen als zu lesen ist. Das weckt die Neugierde der Betrachter. Kurze Textblöcke informieren dann über die wichtigsten Zahlen und Fakten zur Windenergie“, so der Kampagnenmanager Johannes Müller.

Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann die neuen Motive ab sofort in verschiedenen Größen und Auflösungen downloaden. Daneben können online auch Plakataushänge im gesamten Bundesgebiet gebucht werden.

 

Quelle:

www.windbewegt.de

Bild:

www.windbewegt.de

Hand in Hand für den Erhalt des EEG

Dienstag, September 10th, 2013

Es wird eng für die Bürgerenergie: In der vergangenen Woche hat sich die Monopolkommission, ein Beratungsorgan der Bundesregierung, offiziell für ein Quotenmodell als Nachfolgeregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in seiner bestehenden Form ausgesprochen. Würde dieser Plan tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, würde dies eine Rückkehr zum Oligopol der großen Energiekonzerne und damit gleichzeitig den Untergang für die dezentrale Energiewende bedeuten, in die Bürger und Mittelstand in den vergangenen Jahren Milliarden investiert haben. Diese Entwicklung zu verhindern hat sich die Stiftung „100% erneuerbar“ zur Aufgabe gemacht. Zu diesem Zweck hat sie die „Fraktion für Bürgerenergie“ ins Leben gerufen, zu der sich aktuell bereits 469 (Stand: 10.09.2013) potentielle Direktkandidaten aus allen Parteien eingetragen haben, die sich, im Falle Ihrer Wahl, gegen die Realisierung der aktuellen Pläne einsetzen wollen. Bürgerinnen und Bürger, die sich ebenfalls zu den Unterstützern dieser Kampagne zählen möchten, können dies in Form einer Spende tun, selbst die Energiewende-Charta unterzeichnen, oder Ihren eigenen Direktkandidaten dazu aufrufen, sich ebenfalls der Fraktion für Bürgerenergie anzuschließen.

 

Mehr Informationen finden Sie hier!

 

Quelle:
www.die-buergerenergiewende.de

 

Bild:
www.die-buergerenergiewende.de

Kampf um die Energiewende: Alles oder Nichts

Donnerstag, August 22nd, 2013

Beim Start ihrer Anzeigenkampagne „Eine kostengünstige Energiewende geht nur mit dem EEG“ in der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ vom 27. Juni 2013 war der öffentliche Zuspruch enorm. Nun steht die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. (EUROSOLAR) vor der Veröffentlichung einer weiteren Anzeige. Wer den Verein dabei in seinem Kampf für eine gesicherte Zukunft der Energiewende unterstützen möchte, kann sich noch bis 02. September auf seiner offiziellen Website eintragen.

In der Vergangenheit hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beachtliche Erfolge in der Bundesrepublik erzielt. Durch die systematische Förderung erneuerbarer Quellen sowie der Zahlung von Einspeisevergütungen konnte der Anteil der regenerativen Energien am Stromverbrauch seit der Jahrtausendwende bis ins vergangene Jahr (1. Halbjahr) von 6,4% auf 25% gesteigert – und damit fast vervierfacht werden. Bereits im Jahr 2010 wurden dadurch über 74 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart – nahezu so viel wie die Gesamtemissionen Rumäniens in einem ganzen Jahr. Nicht umsonst hat das EEG deshalb auch international eine Vorreiterrolle eingenommen und dient mittlerweile als Vorbild für Fördersysteme in 65 Ländern der Welt.

All seinen Errungenschaften zum Trotz ist die Zukunft des Gesetzes ungewiss. Schuld daran ist hauptsächlich die immer wiederkehrende Diskussion um die Höhe der Kosten, die für die Förderzahlungen anfallen. Unter anderem die EU-Kommission und die Bundesregierung haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass den erneuerbaren praktisch schleichend das Stigma der „teuren“ Energien angeheftet wurde. Dabei kommt eine aktuelle Studie, die vom Bundesverband WindEnergie (BWE) und Greenpeace Energy in Auftrag gegeben wurde, zu einem eindeutigen Ergebnis: Unter Einbeziehung der externen Kosten (wie etwa Umweltverschmutzung oder CO2-Ausstoß) sowie staatlicher Förderungen auch für konventionelle Energien liegen die Kosten einiger regenerativer Energieformen wie onshore-Windenergie oder Wasserkraft schon heute weit unter jenen für Strom aus Kohle oder Kernkraft. Im Hinblick auf die Preisentwicklung der fossilen Energieträger wird dagegen deutlich, dass es nicht mit, sondern vielmehr ohne Energiewende teuer wird: Die Verknappung von Ressourcen und verschiedene geopolitische Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass sich die Ausgaben der Deutschen für den Import fossiler Brennstoffe aus dem Ausland allein in den letzten elf Jahren mehr als verdoppelt haben.

Nichtsdestotrotz wurde bereits in den vergangenen Jahren mehrfach am Erneuerbare-Energien-Gesetz gedreht – an den falschen Schrauben. Dies ist vor allem der Tatsache verschuldet, dass die eigentlichen Grundprinzipien des EEG nur noch selten, dagegen aber vielmehr die Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im Fokus der Bundesregierung standen. Geschadet hat sie mit ihrer Politik in der Folge vor allem den Bürgern, Landwirten und mittelständischen Betrieben – die in den letzten Jahren Milliarden in die dezentrale Energiewende investiert haben.

Mit der Bundestagswahl am 22. September könnte dem EEG ein noch weit tiefgreifenderer Einschnitt bevorstehen. Die Parteien überbieten sich im Moment mit Reformvorschlägen – wobei die Forderungen von der grundlegenden Überarbeitung bis hin zur vollkommenen Abschaffung reichen. Insofern werden die Wähler über nicht weniger als die Zukunft der Energiewende entscheiden – in der Bundesrepublik und, mit Hinblick auf deren Vorreiterrolle, womöglich sogar noch über ihre Grenzen hinaus.

Bevor gewählt wird, wendet sich EUROSOLAR mit ihrer Kampagne öffentlich gegen den aktuellen Kurs der Bundesregierung und fordert ein starkes, nachhaltiges EEG – ganz im Sinne seiner Grundprinzipien. Die Zeitungsanzeige, ein Rückmeldeformular für alle Unterstützer sowie weitere Informationen finden Sie hier.

 

Quellen:
www.eurosolar.de
www.eeg-aktuell.de

Bild:
www.eurosolar.de

Gegenwind für Seehofer

Montag, August 5th, 2013

Kampagne „Rückenwind für Bayern“ kämpft für den Erhalt der Windenergie in Bayern

Gegen den Vorstoß von Horst Seehofer in Bezug auf die Abstandsregulierung neuer Windräder richtet sich die Kampagne „Rückenwind für Bayern“, für die Bürgerinnen und Bürger ab sofort auf www.rueckenwind-bayern.de unterzeichnen können.

Geht es nach dem bayerischen Ministerpräsidenten, soll die Distanz zwischen Windrädern und der nächstgelegenen Wohnbebauung zukünftig mindestens zehnmal so groß sein wie die Höhe des Windrads. Bei einer Anlagenhöhe von 200 m entspricht dies beispielsweise einem Mindestabstand von zwei Kilometern. Der bisherige Abstand bemisst sich dagegen daran, ob die vom Gesetzgeber festgelegten Bestimmungen zum Schutz der Menschen und der Umwelt eingehalten werden können, und dies wird in jedem Einzelfall aufwändig geprüft. Das aktuelle Verfahren der Einzelfalluntersuchung hat sich bestens bewährt und bietet, wenn begründete Einwände gegen einen Windrad-Standort sprechen, genügend Ausweichmöglichkeiten auf weniger sensible Bereiche, so dass der Anwohner- und der Landschafts- und Naturschutz gewährleistet werden. Mit der Neuregulierung kämen demgegenüber zur potentiellen Nutzung für den Bau neuer Windanlagen nur noch 0,05 Prozent der bayerischen Landesfläche überhaupt in Frage, was nicht nur praktisch das Aus für die Windenergie bedeuten würde, sondern auch die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung im Bundesland massiv in Gefahr brächte.

Mit seinem Vorhaben schürt Seehofer erneut Zweifel an der Aufrichtigkeit seiner Äußerungen unmittelbar nach Fukushima, als er nicht weniger als eine bayerische Schlüsselposition in der Energiewende anvisiert hatte. Erst kürzlich irritierte das Umweltministerium mit seiner Befürwortung einer Leistungserhöhung im veralteten AKW Gundremmingen. Um nun einen weiteren Rückschritt zu unterbinden, hat das Bündnis „Rückenwind für Bayern“ eine gleichnamige Kampagne ins Leben gerufen. Die Verantwortlichen wenden sich dabei mit einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten, der bis zum aktuellen Zeitpunkt bereits von über 3.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurde. All diejenigen, die noch nicht Ihre Stimme für die Windkraft, die erneuerbaren Energien und den Klimaschutz in Bayern erheben konnten, sind weiterhin aufgerufen, die Kampagne mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.

 

Quelle: www.rueckenwind-bayern.de

Social Media Kampagne für EEG

Donnerstag, November 22nd, 2012

Das Institut Solidarische Moderne (ISM), das auf eine Initiative von Andrea Ypsilanti und Hermann Scheer zurückgeht und das inzwischen 1.500 Mitglieder zählt, widerlegt in einer eindrucksvollen Argumentationskette die Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zur Abschaffung des Erneuerbaren Energiegesetzes, EEG.

Für die Energiewende und dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) hat das ISM eine Social Web-Kampagne gestartet. Darin werden die Vorteile von EEG und dezentraler Energiewende verbreitet. Die Kampagne soll auch den immer größer werdenden Protesten gegen Erneuerbare Energien entgegen wirken. Dazu werden Soziale Medien wie Facebook, Google+ und Twitter genutzt.

Bereits nach zwei Wochen haben 70.000 Menschen die Argumente für das EEG auf der ISM-Internet-Seite angeklickt.

Die Kampagne ist auf Unterstützung angewiesen

Der Erfolg der Kampagne ist abhängig von der Unterstützung aller, die sich zu einer dezentralen Energiewende mit 100% Erneuerbaren bekennen. Sie können helfen die Botschaften zu verbreiten – über Ihre Kanäle (Social Web, Newsletter, Email-Verteiler) und Ihre Freunde, Bekannten und KollgegInnen.

Die vom ISM zur EEG-Kampagne gestalteten Bilder können heruntergeladen und frei für Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken, Webseiten, Blogs oder zum Ausdrucken als Plakate oder Flyer verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.solidarische-moderne.de.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, B. A., Quelle: Institut Solidarische Moderne (ISM) 2012, sonnenseite.com

Grafik: ISM