Einträge ‘KfW’

Finanzspritze für Sanierung und Neubau

Montag, August 17th, 2015

KfW verbessert die Förderkonditionen – ab 1. Oktober wird der Neubau kommunaler Nichtwohngebäude gefördert

Die Bundesregierung will bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert von Gebäudeeigentümern hohe Investitionen für die Sanierung oder den Neubau. Finanzielle Unterstützung dafür bieten die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Am 1. August 2015 verbesserte die KfW für Wohngebäude die Förderkonditionen für das Programm „Energieeffizient Sanieren“ deutlich. Kommunen können zudem ab dem 1. Oktober 2015 auch Neubauten von Nichtwohngebäuden fördern lassen.

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KFW: Ausstieg aus Kohleförderung?

Montag, Mai 12th, 2014

Die Bundesregierung prüft derzeit ihre Haltung zur „Finanzierung von Kohlekraftwerken im Rahmen der entwicklungs- und klimapolitischen Zusammenarbeit“. Das erklärte Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Baake vergangene Woche auf Anfrage der Grünen. Auch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die gleichzeitig auch Mitglied im Aufsichtsrat der KfW ist, plädiert für ein Umdenken im Bezug auf die staatliche Kohleförderung. Ähnlich äußerte sich auch ihr Parteikollege, Umweltsekretär Jochen Flasbarth: „Wir wollen eine deutlich verschärfte Regelung, bei der Kredite für Neubau und Modernisierung von Kohlekraftwerken zum absoluten Ausnahmefall werden“.

Bereits in den vergangenen Jahren gab es weltweit eine Vielzahl an Initiativen gegen die Finanzierung von Kohlekraftwerken durch öffentliche (Entwicklungs-)Banken. Den Startschuss für diese Entwicklung gab die Nordische Investitionsbank (NIB), die 2012 in Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland und Litauen, Norwegen und Schweden die Finanzierung von neuen Grundlastkraftwerken mit über 50 MW Leistung  ausschloss, die mit Kohle oder fossilen Brennstoffen ähnlicher Kohlenstoffintensität befeuert werden. 2013 folgten die Weltbank, die Europäische Investitionsbank (EIB) sowie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) diesem Beispiel und korrigierten ebenfalls entsprechend ihre Richtlinien. Daneben verkündeten acht Regierungen, den Bau von Kohlekraftwerken außerhalb ihres Landes nicht mehr unterstützen zu wollen, unter anderem Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten.

Dass sich auch die KfW von der Kohleförderung verabschiedet ist für Sabine Minninger, Klimaexpertin bei Brot für die Welt (Mitgliedsorganisation der klimaallianz), ein längst überfälliger Schritt: „Es ist falsch, weiterhin Entwicklungsgelder in Kohle statt in den Ausbau von nachhaltigen Energien fließen zu lassen. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Diskussionen in der deutschen Politik zu begrüßen, diese klimaschädliche Finanzierung durch die staatliche KfW-Bank einzustellen.”

 

Quelle: klima allianz deutschland
Bild:
GG-Berlin /
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BMU verbessert die Förderung für Wärme aus erneuerbaren Energien

Freitag, August 10th, 2012

Das Bundesumweltministerium (BMU) ändert zum 15. August die „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (besser bekannt unter Marktanreizprogramm oder kurz MAP). Das MAP fördert Anlagen für Heizung, Trinkwassererwärmung und zur Bereitstellung von Kälte oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien. Gerade für kleine thermische Solaranlagen verbessern sich die Fördersätze deutlich.

In den zwei Programmteilen des MAP werden Anlagen für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie kleinere öffentliche und gewerblichen Objekte über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Große Gebäude und Gebäude für die gewerbliche Nutzung werden durch das Programm „Erneuerbare Energien Premium“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Bislang wurde die Installation von thermischen Solaranlagen – z. B. bei der Heizungssanierung – vom Bund mit rund 1.500 Euro bezuschusst. Das ändert sich ab Mitte August. Künftig erhält der Eigenheimbesitzer für die gleiche Solaranlage rund 2.000 Euro.

Kleine Solaranlagen begünstigt

Thermische Solarkollektoren bis 40 m2 Kollektorfläche sowie Biomasseheizkesseln und Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung bekommen neue Mindestförderbeträge. Anlagen, die üblicherweise in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden, profitieren. Sie erhalten eine bis zu 400 Euro höhere Förderung. Die Basisfördersätze, die in Abhängigkeit von der Größe der Anlage gewährt werden, bleiben unverändert. Gefördert werden nur Anlagen in Bestandsbauten.

Außerdem wird die Bonusförderung erweitert. Innovative Techniken oder die Kombination förderwürdiger Techniken werden mit einem Bonus von 500 Euro belohnt, wenn sie gleichzeitig eine Biomasseanlage oder eine Wärmepumpe mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung nutzen. Neu eingeführt wird auch ein Effizienzbonus. Dabei fördert die BAFA den Einsatz von Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden mit 500 Euro pro Anlage, solange ein neuer Pufferspeicher vorhanden ist.

Eine weitere Neuerung ist die Förderung größerer Anlagen ab 20 m2 bei Neubauten. Bisher waren diese nur für bestehende Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude mit einer Nutzfläche von mindestens 500 m2 möglich. Wird Ein die Solarthermieanlage mit einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage kombiniert ist ein weiterer Bonus in Höhe von 500 Euro möglich.

Von 30 auf 50 % Tilgungszuschuss

Die Tilgungszuschüsse für große Solarkollektoranlagen (ab 40 m2) betragen nunmehr bis zu 50 % (vorher 30 %). Dies gilt für die Erzeugung von Prozesswärme und solarer Kälte. Außerdem fördert die Kreditanstalt für Wideraufbau ab sofort auch große Wärmepumpen ab einer Leistung von 100 kW im Neubau.

Im Bereich der Tiefengeothermie können künftig neben Anlagen zur thermischen Nutzugn auch in geringem Umfang stromerzeugende Anlagen gefördert werden.

Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm 2012 finden Sie beim BAFA sowie unter www.energiefoerderung.info.

Die „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 20. Juli 2012“ können Sie hier herunterladen!

Quellen: BINE, TGA Fachplaner

Neues KfW-Förderangebot beflügelt LED-Forschung

Dienstag, März 29th, 2011

Straßenbeleuchtung und Ladestationen sind förderfähig

Leuchtdioden in Straßenlaternen leben länger
© Siteco

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert ab dem 1. April 2011 Investitionen, die die Energieeffizienz der Beleuchtung von Straßen, öffentlichen Plätzen, Parkplätzen und Parkgaragen verbessern. Die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge wird ebenfalls mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt. Finanziert werden 100% der förderfähigen Kosten. Hierzu zählen auch Planungs- und Beratungskosten. Forscher begrüßen das Förderprogramm, das langlebige Leuchtdioden (LED) begünstigt.

Förderanträge können kommunale Gebietskörperschaften sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe und Gemeindeverbände vor dem Beginn der geplanten Maßnahmen stellen. Ein Sachverständiger muss bestätigen, dass ein definierter energetischer Standard eingehalten wird. Die Kreditlaufzeit beträgt bis zu zehn Jahre mit zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei der KfW.

Lichttechniker forschen über moderne Leuchtmittel

Die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken macht zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus, was die Steuerzahler Jahr für Jahr 760 Millionen Euro kostet.  Die veralteten Straßenleuchten haben eine niedrige Lichtausbeute, viele enthalten noch Quecksilber. Umweltschädigend sind sie darüber hinaus wegen ihres hohen Stromverbrauchs und des damit verbundenen CO2-Ausstoßes.

Ab 2015 verbietet die EU die alten Quecksilberlampen, spätestens dann sind die Kommunen gezwungen, neue Lampen einzusetzen. Lampen mit Leuchtdioden (LED)  bieten Vorteile: Niedriger Stromverbrauch, verschiedene Lichtfarben, volle Dimmbarkeit von 0 bis 100 Prozent, bis zu 14 Jahre Lebensdauer. „Doch die LED-Technologie erreicht bisher nicht wirklich die Kommunen. Neben dem fehlenden Wissen über die Planung, Auswertung und Anwendungen der LED-Straßenleuchten fehlen auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die meisten ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten stehenden Kommunen“, analysiert der Leiter des Fachgebiets Lichttechnik an der TU Darmstadt Prof. Tran Quoc Khanh zum Start des KfW-Förderangebotes.

Seit drei Jahren läuft ein Forschungsprojekt der TU Darmstadt: „Wir sind überzeugt, dass die LED die Lichttechnik der Zukunft auch in der öffentlichen Straßenbeleuchtung ist. In diesem Pilotprojekt werden europaweit erstmals LED-Leuchten mit Leuchten bisheriger Technik messtechnisch und durch Testpersonen unter realen Bedingungen verglichen“, sagt Projektleiter Khanh.

Noch sind nicht alle Probleme gelöst. Die Effizienz der LED-Straßenleuchten ist der von Natriumdampflampen unterlegen. Doch die Forschungen lassen die Lichtausbeute schnell steigen, sagen die Darmstädter Lichtexperten. „Bis zum Jahr 2012 werden wir in unserer Forschung so weit fortgeschritten sein, dass LED-Leuchten die energetisch, licht- und umwelttechnisch sinnvollste Lösung darstellen“, so Khanh.
Das aktuelle Förderangebot der KfW kann dazu beitragen, dass Kommunen häufiger LED’s an ihre Straßen stellen. Mit mehr als dreifacher Lebensdauer sind sie schon heute viel wartungsärmer als bisherige Beleuchtungskonzepte.

Mehr Förderprogramme entdecken

Neben den Förderprogrammen der KfW gibt es weitere interessante Möglichkeiten, Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für den Einsatz energiesparender Maßnahmen zu erhalten. Der BINE Informationsdienst recherchiert aktuelle Förderprogramme und bietet mit dem Förderkompass Energie eine Datenbank mit umfangreichen Informationen zu den vielfältigen Förderhilfen von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern an. Der „Förderkompass Energie“ des BINE Informationsdienstes ermöglicht eine komfortable Recherche über alle relevanten Förderprogramme für private, gewerbliche, institutionelle und öffentliche Investoren. Die nutzerfreundliche Oberfläche bündelt die Informationen übersichtlich in einem Fenster.

Quelle: www.bine-informationsdienst, Foto: Siteco