Einträge ‘Klima’

Umweltverschmutzung hat seinen Preis

Freitag, Januar 27th, 2017

Liebe Mitglieder und liebe an der Energiewende Interessierte,

Wir möchten Euch/Sie heute noch einmal an den Vortrag

Umwemeltverschmutzung hat seinen Preis
erinnern und herzlich dazu einladen

Die Referenten sind

Michael Schröder-Schulze, Initiative Bürgerlobby Klimaschutz, https://de.citizensclimatelobby.org)

Prof. H. Achim Bubenzer, Gauting Physiker, PV-Experte, ehemals Rektor an der Hochschule Ulm.

Der Vortrag ist am 31.01.2017 und beginnt um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Landratsamt Starnberg
Strandbadstr. 2
82319 Starnberg
im Großen Sitzungssaal

Kontakt: VERANSTALTER Energiewende Landkreis Starnberg e. V. zusammen mit der Stabstelle Klimaschutz am Landratsamt Tel. 08151 148-352

Kurzbeschreibung:
Das Pariser Klimaabkommens macht Druck für ernsthaften Klimaschutz – und erprobte Rezepte gibt es bereits. Z. B. die sog. Klimadividende: Sie ermöglicht über eine Art CO2-Steuer die Einpreisung der Verschmutzung, und veranlasst Bürgerinnen wie Bürger, aber auch Unternehmen allein über Preissignale zum klimafreundlichen Konsum und Handeln. Andere Länder wie die Schweiz oder Kanada haben damit schon mehrere Jahre Erfahrungen gesammelt und damit tatsächlich den CO2-Ausstoß spürbar senken können. Das Ziel der CO2-Steuer, durch Umweltschädigung entstehende externe Kosten, beispielsweise Folgekosten der globalen Erwärmung zu internalisieren und damit eine Kostenwahrheit herzustellen, ist somit aktueller denn je. Kombiniert mit der Ausschüttung einer sog. Klimadividende würden tatsächlich jene Menschen belohnt, die ihr Konsumverhalten und Alltagshandeln auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausrichten. Außerdem wird eine Strategie vorgestellt, welche Aktivitäten und Netzwerke für die Stärkung des bürgerschaftlichen Willens für den Klimaschutz erforderlich sind.

Benzingipel in Berlin – E10 bleibt

Mittwoch, März 9th, 2011

Die Bundesregierung hat sich beim gestrigen E10-Gipfel in Berlin mit Industrie und Verbänden darauf verständigt, an der Einführung des umstrittenen Treibstoffs E10 festzuhalten.

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) halten am umstrittenen neuen Treibstoff fest: „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung“, heißt es aus dem Ministerium.

Dennoch lassen nach einer Erhebung des Mineralölverbandes 70 Prozent der Autofahrer den Biokraftstoff links liegen. Tankstellen haben somit massive Absatzprobleme bei E10. Indes versichert der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA), dass 99 Prozent der in Deutschland zugelassenen Autos E10 mühelos vertragen; die so genannte DAT-Liste über die E10-verträglichen Fahrzeuge sei rechtsverbindlich. Das bedeutet, sollte einem Fahrzeug, das in dieser Liste aufgeführt ist, trotzdem etwas passieren, haftet die Autoindustrie. Das Ziel ist, Autofahren möglichst schnell die Angst vor E10 zu nehmen. An Tankstellen und Werkstätten sollen Listen ausgelegt werden, aus denen hervorgeht,  für welche Fahrzeuge der Kraftstoff E10 geeignet ist.

Die Klimabilanz des neuen Kraftstoffs ist umstritten. Obwohl laut Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung nur Biosprit gefördert und auf die festgesetzte Biokraftstoff angerechnet wird, der im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 Prozent an CO2 einspart, nennt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) E10 eine ökologische Mogelpackung: Allein durch den drastisch ansteigenden Bedarf an Energiepflanzen in Deutschland müsste man 27 Prozent der gesamten deutschen Ackerfläche dafür bereitstellen. Derzeit sind es fünf Prozent. Auch der Naturschutzbund (NABU) kritisiert die Biokraftstoff-Strategie der Bundesregierung, da zum einen der Anbau direkt mit der Lebensmittelerzeugung konkurriert. Zum anderen müssen die Risiken und Nebenwirkungen durch so genannte indirekte Landnutzungsänderungen beim Anbau von Energiepflanzen kritisch betrachtet werden. Nach Berechnungen des Londoner Instituts für Europäische Umweltpolitik verursachen die EU-Ziele zum Ausbau der Agrokraftstoffe bis zum Jahr 2020 erhebliche Klimagasemissionen sowie einen zusätzlichen Flächenbedarf in Höhe von bis zu 69.000 Quadratkilometern.

Grünen-Chef Cem Özdemir kritisierte den umweltpolitischen Kurs der Bundesregierung: „Umweltminister Norbert Röttgen täuscht sich. E10 ist nicht der heilige Gral des Automobilverkehrs in Zeiten des Klimawandels und steigender Ölpreise. Die bessere Strategie wäre, auf verbrauchsarme Autos, Elektromobilität, Tempolimit und öffentlichen Nahverkehr zu setzen.“

Quelle: www.sonnenseite.com, www.zeit.de, www.tagesschau.de; Foto: www.hagel.at

Emissions-Vergleich zeigt: Erneuerbare Wärme schützt Klima effektiv und günstig

Freitag, Januar 14th, 2011

Berlin, 14. Januar 2011 – Der Winter macht vorübergehend Pause, der Heizölpreis nicht: Mit fast 80 Euro pro 100 Liter ist Heizöl so teuer wie noch nie an einem Jahresanfang – sogar teurer als zu Beginn des traurigen Preisrekordjahres 2008. Privathaushalte, die bereits auf erneuerbare Wärme umgestiegen sind, können in diesem frühen und harten Winter viel Geld sparen. Zudem vermindern sie ihren wärmebedingten Treibhausgas-Ausstoß pro Kilowattstunde im Vergleich zu einer konventionellen Altheizung um bis zu 95 Prozent, je nach eingesetzter Technik.

Eine neue Publikation der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) stellt die Vorteile einer regenerativen Wärmeversorgung vor und erklärt die gängigsten Technologien.

Nach Berechnungen des Öko-Instituts sind Heizungsysteme auf Basis von Bioenergie, Solarthermie oder Erd- bzw. Umweltwärme ihren fossilen Mitbewerbern in puncto Treibhausgas-Emissionen deutlich überlegen und können nahezu klimaneutral Energie erzeugen. Das gilt auch bei Berücksichtigung der Vorkette (Energieeinsatz für Anlagenherstellung und ggf. Brennstoffproduktion) und selbst dann, wenn man für den Strom, der etwa von Wärmepumpen benötigt wird, den durchschnittlichen deutschen Strommix mit seinem hohen Anteil aus Kohlekraftwerken zur Berechnung heranzieht. Noch besser würde die Bilanz ausfallen, wenn man als Hilfsenergie der Heizungssysteme ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien einsetzte.

„Ersetzt man beispielsweise einen konventionellen Heizölkessel ohne Brennwerttechnik durch eine moderne Holzpelletheizung, so sinkt der durchschnittliche Ausstoß klimaschädlicher Gase von 376 auf 25 Gramm je Kilowattstunde Wärme“, rechnet Jörg Mayer, Geschäftsführer der AAE, vor. Und selbst bei einer zeitgemäßen Erdgastherme mit Brennwerttechnik oder bei Fernwärmeversorgung (jeweils rund 250 Gramm Treibhausgase pro kWh) könne ein Solarkollektor einen Teil des Wärmebedarfs mit nur einem Zehntel der Emissionen produzieren.

„Aktuelle Berechnungen zeigen: Mit erneuerbarer Wärme wird nicht nur das Klima geschützt, sondern es sinken auch die verbrauchsgebundenen Heizkosten. Ein Durchschnittshaushalt kann durch den Umstieg von fossiler auf regenerative Wärme fast 600 Euro im Jahr an Brennstoffkosten einsparen“, so Mayer unter Verweis auf die neue Broschüre. Dennoch trugen Erneuerbare Energien im Jahr 2009 erst gut ein Zehntel zum Wärmeverbrauch in deutschen Haushalten bei. Dabei sind ausgereifte Technologien und genügend Erfahrungen vorhanden: Etwa 1,4 Mio. Solarthermieanlagen, 390.000 Wärmepumpen und 140.000 Holzpelletheizungen sind aktuell in deutschen Haushalten installiert und demonstrieren den erfolgreichen Praxisbetrieb. Deutsche Hersteller dieser Anlagen gehören zu den Pionieren und Marktführern weltweit.

Die neue Publikation der Agentur für Erneurbare Energien mit dem Titel: „Erneuerbare Wärme – klimafreundlich, wirtschaftlich, technisch ausgereift“, Renews Spezial Nr. 47, finden Sie hier zum Download.

Zum Thema Heizkostenersparnis durch Erneuerbare Energien gibt es eine  ZSW Studie vom Oktober 2010.

Einen umfassenden Überblick über die verfügbaren Heizungstechnologien gibt dieses Jahr die Weltleitmesse ISH vom 15. bis 19. März 2011 in Frankfurt / Main.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien, 14.01.2011

NEU! UBA-Broschüre: Energiesparen im Haushalt

Samstag, August 7th, 2010

7. August 2010. Energiesparen im Haushalt – Gut fürs Klima, gut fürs Portemonnaie. So lautet der Titel einer neuen Broschüre des Umweltbundesamts, die aktuell erschienen ist und hier kostenlos bestellt werden kann.

Die Broschüre steht selbstverständlich auch als Vollversion (0,8 MB) zum Download bereit:

Energiesparen im Haushalt – Gut fürs Klima, gut fürs Portemonnaie