Einträge ‘Photovoltaik’

C.A.R.M.E.N. Fachgespräch Photovoltaik

Dienstag, April 24th, 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne möchten wir Sie auf unser C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch

„Photovoltaik – Nutzungsdauer verlängern! Aber wie?“
am Mittwoch, den 13. Juni 2018, ab 10:00 Uhr
in Starnberg

aufmerksam machen. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Landratsamt Starnberg und der Solarkampagne „Die Sonne nutzen“ im Landkreis Starnberg. Neben aktuellen Rahmenbedingungen thematisieren die Referenten Problemstellungen, die sich während des Betriebs von Photovoltaikanlagen ergeben können. In diesem Zusammenhang wird u. a. beleuchtet, wie man den Zustand von Photovoltaikanlagen aus technischer und wirtschaftlicher Sicht bewerten kann. Darüber hinaus werden Einblicke in bestehende Solarstromkonzepte gegeben sowie neue potenzielle Einsatzmöglichkeiten nach 20 Jahren EEG-Einspeisevergütungszahlungen vorgestellt.

Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus dem privaten, landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich, Projektierer, Energieberater, PV-Anlagenbesitzer, alle die es werden wollen sowie fachlich Interessierte.

Eine Anmeldung zum Fachgespräch ist bis zum 8. Juni 2018 möglich. Das Anmeldeformular finden Sie HIER

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie dem beigefügten Programm mit Anmeldeformular entnehmen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Starnberg begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

C.A.R.M.E.N. e.V.

Vortrag 18.04. in Herrsching: Mieterstrom

Dienstag, März 27th, 2018

„Mieterstrom: Rentabel, Sicher, Unabhängig!“

Wohnanlagen mit eigenem Solar-Strom versorgen
am Mittwoch, den 18.04.2018
um 19:00 Uhr
VR-Bank, Bahnhofsplatz 4, 82211 Herrsching

Wie kann man als Eigentümer/-in einer Immobilie bzw. als Wohneigentumsgemeinschaft seine Bewohner/-innen mit einer Photovoltaik-Anlage günstig mit Strom versorgen? Das neue Mieterstromgesetz von 2017 hat dafür gute Voraussetzungen geschaffen. Der Vortrag stellt sowohl technische Möglichkeiten, als auch wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen vor.
Als Mieterstrom wird der Strom bezeichnet, der von einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Wohngebäudes (oder in einem Blockheizkraftwerk) erzeugt und an Letztverbraucher (insbesondere Mieter/-innen und Eigentümer/-innen, aber auch
Gewerbe) in diesem Gebäude geliefert wird.
Im Zentrum dieser Veranstaltung stehen kleinere Gebäude mit wenigen Mietparteien und mittelgroße Mehrfamiliengebäude.
Bild: Neue Wohnanlage in Seefeld mit Mieterstrom Vortrag und Diskussion mit Dr. Andreas Horn, langjähriger Experte für Mieterstrommodelle und Gerd Mulert, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Fünfseenland eG, der die Theorie mit Praxisbeispielen von Mieterstrommodellen aus der Region ergänzt.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Veranstaltung ist Teil der Solarkampagne im Landkreis Starnberg.
Weitere Informationen: www.energiewende-sta.de

Energiewende in Deutschland

Mittwoch, August 2nd, 2017

Energiewende Deutschland – zwei Begriffe, die zusammengehören. So hat sich dieser Begriff im Englischen mittlerweile als eigener Ausdruck für die Transformation des Energiesystems weg von atomar-fossilen Energien hin zu erneuerbaren Energien durchgesetzt. Ausschlaggebend hierfür waren sicher die ab 1980 in Deutschland leidenschaftlich geführten Debatten um Atomausstiegsszenarien und Laufzeitverlängerungen und der 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gefasste Beschluss des endgültigen Abschieds von der Kernenergie bis zum Jahr 2022.

 

Hier gehts zum vollständigen Artikel von caterva

Sonnenenergie-Tag für die Grundschüler in Inning

Donnerstag, Juni 18th, 2015

Inning, 12.06.2015. Am vergangenen Freitag veranstaltete die Ortsgruppe Inning des Energiewendevereins Landkreis Starnberg mit freundlicher Unterstützung der ortsansässigen Firma SolARenner GmbH und dem Verein ZIEL 21, den Energiewende-Aktiven aus dem benachbartem Landkreis Fürstenfeldbruck, einen Sonnenenergietag vor der Grundschule. Dabei wurden den Schülern  der Klassen 1 bis 4 bei strahlend blauem Himmel die unterschiedlichen Varianten der Sonnenenergie-Gewinnung  an anschaulichen Praxis-Modellen spielerisch erklärt.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler waren von den Möglichkeiten der Solarenergie begeistert – auch die Lehrerschaft, allen voran Rektor Pimperl, und der Inninger Bürgermeister Walter Bleimaier waren beeindruckt über die Vielfalt der Systeme und deren Wirkungsweise. An insgesamt sechs Stationen, die als Rundgang konzipiert waren, wurden unter anderem ein Solarkocher, eine solare Pumpenanlage, eine netzgekoppelte Photovoltaik-Anlage und ein Modell eines Wasserkraftwerkes aufgebaut. Praxisnah wurde die Funktionsweise von den Energiespezialisten vorgeführt und erklärt. Auf dem Energiefahrrad konnten die Schüler ihre Muskeln spielen lassen und erfahren, wie viel Kraft man für die Nutzung verschiedener elektrischer Geräte aufbringen muss, und wie sie zu Hause zum Energiesparen beitragen können. Auch ein Elektroauto konnte auf dem Pausenhof besichtigt werden und die Schüler durften ein paar Runden mitfahren.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und alle Beteiligten sind rundum zufrieden. Die Energiewendevereine aus den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck wollen deshalb diese Veranstaltung auch anderen Schulen als Projekttage anbieten, nicht zuletzt um den Nachhaltigkeitsgedanken und die Gewinnung erneuerbarer Energie an die jüngste Generation heranzutragen und so die Energiewende ein Stück schneller voran zu bringen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Energiewendeverein, Ortsgruppe Inning, Alfred Renner, Tel.:  08193/99 60 92-0, E-Mail: a.renner@solarenner.de

Landratsamt Starnberg zeigt Landschaftsmodell „Energiewende“

Freitag, April 25th, 2014

Am 19. Mai 2014 eröffnet Landrat Karl Roth die Ausstellung des Landschaftsmodells „Energiewende“  im Foyer des Landratsamtes Starnberg.  Es zeigt auf spielerische Weise das Zusammenspiel der Erneuerbaren Energien für die künftige Wärme- und Stromversorgung.

Im Anschluss folgt ein Vortrag von Frau Franziska Materne (M. Sc., C.A.R.M.E.N. e.V.) und Herrn Martin Lehmann-Dannert (Elektro Saegmüller GmbH, Starnberg) zum Thema „Photovoltaik mit Eigenstromnutzung und Stromspeichern im EEG 2014: Jetzt noch rentabel!?“. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

Das Landschaftsmodell kann fortan bis einschließlich 6. Juni immer wochentags von 7 – 16 Uhr besichtigt werden.

Mehr Informationen zur Eröffnungsveranstaltung finden Sie hier!

 

Quelle: Landratsamt Starnberg

Bild: Landratsamt Starnberg

Bayern: Schon 33 % des Stroms aus erneuerbaren Energien

Montag, März 18th, 2013

In Bayern wurden im vergangenen Jahr etwa 33 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien aus unmittelbarer Umgebung gewonnen. Dies ergaben erste Berechnungen des Verbands Bayerischen Energie- und Wasserversorgung e. V. (VBEW). Im Jahr 2009 waren es noch 25 %, was vor allem auf den Ausbau der Photovoltaik zurückzuführen ist. Aber auch die Windkraft liefert einen immer größeren Beitrag. Bis zum Jahr 2021 sollen nach Bayerischer Staatsregierung ein Anteil von 50 % erreicht werden.

2012 wurden 81 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 200 MW errichtet. Durchschnittlich beträgt eine Anlage eine Leistung von 2.475 kW und eine Nabenhöhe von 134 m. Insgesamt sind nun 559 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 880 MW in Bayern angeschlossen.

Photovoltaikanlagen gibt es in Bayern über 431.000 mit rund 9.500 MW Spitzenleistung. Davon wurden allein 2012 50.000 Anlagen mit 1.500 MW neu installiert.

Erfreulich zeigte sich auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jahr 2012. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren energetisch verwertbaren Wassermenge in den Flüssen hat sich die Wasserkraft erfreulich entwickelt und bleibt damit die mit Abstand wichtigste erneuerbare Stromquelle in Bayern. Zusammen mit der Stromerzeugung aus Biomasse wurden im Jahressaldo rund 33 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gedeckt.

„Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt damit genau im Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. „Wir berücksichtigen bei dieser vereinfachten Statistik aber nicht, dass ein immer größer werdender Anteil des in Bayern erzeugten Stroms aus Photovoltaik und Wind gar nicht in Bayern verbraucht werden kann, da dieser witterungs- und tageszeitabhängig anfällt und nicht mit der aktuellen Stromnachfrage zusammenpasst“, so Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

Die Stromerzeugung aus Sonne und Wind leiste zweifelsfrei ihren Beitrag zur Stromversorgung. Jetzt gelte es, diese unter Beachtung von technischen, marktwirtschaftlichen und administrativen Erfordernissen in das Energieversorgungssystem zu integrieren. „Jede Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus ist eben doch mehr als ein Wertpapier und muss ihren Beitrag zu einer bedarfsgerechten und bezahlbaren Stromversorgung leisten. Das hat in grundsätzlich erfreulicher Weise auch der Bundesumweltminister Peter Altmaier mit seinen Vorschlägen zur „Strompreis-Bremse“ kürzlich öffentlichkeitswirksam deutlich gemacht“, meint Fischer.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: Verbund der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. VBEW

Bild: Agentur Erneuerbare Energien

Allgäuer nehmen Vorreiterrolle in der Energiewende ein

Freitag, Januar 11th, 2013

Während in Oberbayern die Bürgerinnen und Bürger noch unentschieden sind, ob sie die Energiewende vor der eigenen Haustüre überhaupt wollen und vor allem, ob sie die damit einhergehenden Veränderungen am Landschaftsbild ertragen können, drehen sich in anderen, nicht minder schönen Gegenden längst die Windräder. Zum Beispiel im Allgäu: Dort haben sich energieautarke Gemeinden entwickelt, die sich und die umliegende Orte mit 100 % erneuerbarer Energie ausschließlich aus der Region versorgen und die diese Energie gewinnbringend für ihre und mit den Bürgerinnen und Bürgern verkaufen. Von den Bürgerinnen und Bürgern wird der Sinn und die Zukunftsfähigkeit dieser Energie-Projekte längst nicht mehr in Frage gestellt wird.

So gibt es im benachbarten Allgäu bereits zahlreiche Passivhäuser, PV-Kraftwerke, PV-Freiflächen- und  PV-Dach-Anlagen, Wärmepumpen, Biogasanlagen und Biomassekraftwerke. Windräder sind hier im Alltag längst angekommen, Geothermie ist kein Tabu. Der Landkreis Unterallgäu (Planungsverband Iller-Donau) hat derzeit 17 Standorte im Blick,  im Gebiet des Planungsverbands Allgäu (Kempten, Kaufbeuren sowie Oberallgäu, Ostallgäu und Lindau) sind mehr als 30 Windräder in Betrieb, in den Räumen Oberallgäu/Kempten und Ostallgäu/Kaufbeuren sollen weitere 50 – auch so genannte Raumbedeutende Anlagen (bis 200 m hoch) ans Netz gehen.

Pioniere in Allgäu-Schwaben denken seit über 15 Jahren in Richtung Energiewende und packen sie an. Sie investieren in das, was sich bereits jetzt oder in nächster Zukunft rentiert. Bereits 2001 hat die Gemeinde Wildpoldsried das Kommunale Energiemanagement eingeführt. Mit großem Selbstverständnis wird inzwischen die Energiewende im Allgäu von Vielen gelebt, beteiligen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht nur an den großen Windenergie-Projekten – und profitieren davon – sondern sind auch eifrig beim Energiesparen im eigenen Haus und im Alltag.

Modellregion für E-Mobilität

Anstatt in das Dritt- und Viertauto wird hier lieber in vernünftige Haustechnik und Dämmung investiert. Schwaben sparen halt gern! Bleiben deshalb die Touristen im Allgäu aus? Mitnichten. Wie auch in anderen Regionen, in denen der Wind den Strom erzeugt, wird das fortschrittliche Denken von den Gästen belohnt – indem sie weiterhin oder gerade deshalb kommen.

So dünkt es nicht Wunder, dass das Allgäu nun auch als Modellregion für Elektromobilität ausgewählt wurde. Mit dem Projekt eE-Tour Allgäu sollen die Möglichkeiten der Elektromobilität im Tourismus fürs Allgäu erforscht und realisiert werden. Hierbei wird zum einen das Mobilitätsverhalten der Gäste in der Region untersucht, zum anderen ist auch das Angebot der Elektromobilität für Einheimische als sinnvolle Mobilitätsalternative Gegenstand der Forschung.

Urlaubsgäste sollen Geschmack an innovativen, umweltfreundlichen Mobilitätskonzepten finden und die Botschaft mit nach Hause nehmen: „Wir konnten es im Urlaub probieren. Wir können es auch zu Hause tun.“

Wer sich über die Entwicklung im Allgäu informieren und Anregungen gewinnen möchte, sollte einen Blick  auf  www.umwelt-heute.tv/ und auf das schon legendäre Energiedorf Wildpoldried werfen.

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. – E. Villing

Quellen: www.wildpoldsried.de, www.umwelt-heute.tv

 

 

Infoveranstaltung Hausen: „Photovoltaik – lohnt sich das?“

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Der Energiewendeverein Starnberg lädt am 8. November 2012 herzlich zu der Informationsveranstaltung „Photovoltaik – lohnt sich das?“ ein. Die Veranstaltung findet um 18.30 Uhr im Schulungszentrum der Fa. Donauer Solar in Hausen statt und soll Interessierten zeigen, ob sich mit der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine Photovoltaikanlage für Privatpersonen überhaupt noch lohnt, wie das mit Eigenverbrauch funktioniert und ob Speicher bereits auf dem Stand der Technik sind.

Anfang des Jahres haben der Energiewendevereine und die regionalen Solarunternehmen die PV‑Kampagne „Sonnenstrom vom Dach“ ins Leben gerufen, um den Solarstromanteil im Landkreis Starnberg zu erhöhen und die Energiewende ein Stück weiter voran zu treiben. Interessierte können sich an das Beratungsbüro wenden und erhalten Informationen rund um das Thema Photovoltaik.

Da die Anzahl der Plätze auf 40 begrenzt ist, bittet Energiwende Landkreis Starnberg e. V. um Anmeldung per Mail an info@energiewende-sta.de und freut sich auf einen sehr interessanten Abend. Auch die Presse wird herzlich zur Veranstaltung eingeladen.

Folgende Themen sollen auf dem Informationsabend behandelt werden:

  • Wie geht es weiter mit den regenerativen Energien nach der Änderung des EEG?
  • Lohnt sich Photovoltaik noch?
  • Wie funktioniert Eigenverbrauch und Eigenverbrauchsoptimierung?
  • Wie viel Autarkie ist möglich?
  • Was ist Stand der Technik bei Speicherlösungen?

Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Evelyn Villing ▪ Fachgruppe Öffentlichkeitsarbeit ▪ Tel. 089-89 45 78 33
mobil: 0160-5 31 02 49 ▪ Email: evelyn.villing@energiewende-sta.de oder

Dr. Walter Kellner ▪ 2. Vereins-Vorstand ▪ Tel. 08152-98 38 80
Email: walter.kellner@energiewende-sta.de

Photovoltaik-Plattform „200 Gigawatt für Deutschland“

Mittwoch, Oktober 10th, 2012

Führende deutsche Energieforscher fordern den solaren Ausbau weiter voranzubringen und auf 200 Gigawatt (GW) auszubauen. Die Ziele der Bundesregierung bleiben jedoch mit der Deckelung bei 52 GW, weit hinter dem sinnvoll nutzbaren Potential zurück.

Die Solarpraxis hingegen setzt sich mit Partnern aus Forschung und Industrie für einen Ausbau der installierten Solarstromleistung in Deutschland auf 200 GW als Teil der regenerativen Energiewende ein. Die „Plattform 200 Gigawatt“ wurde im September bei der EU PVSEC in Frankfurt vorgestellt. Sie stellt zur Diskussion, wie viel Photovoltaik Deutschland braucht, was die adequate Antwort auf den Klimawandel ist und unter welchen Bedingungen 200 Gigawatt Photovoltaik bis 2050 oder früher erreicht werden können. Parallel zur 200 GW-Initiative für Deutschland präsentierte die Solarpraxis ihre Initiative für einen jährlichen globalen Zubau von 300 GW Photovoltaikleistung zum Jahr 2025.

“Ich halte dieses Ausbauziel für sehr realistisch und sinnvoll”, erklärte der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE Prof. Eicke R. Weber bei der Präsentation der Initiative in Frankfurt. Ähnlich äußerte sich Christian Breyer vom Reiner Lemoine Institut. Beide Experten verwiesen auf die enorme Kostendegression der Photovoltaik in den vergangenen Jahrzehnten, welche Solarstrom zunehmend wettbewerbsfähig machten.

Eines zeichnet sich dabei ab: Die Regeln des EEG-Zeitalters, die Betreibern eine einfach zu berechnende Rendite versprechen, werden nicht mehr gelten. Deshalb sind Projekte, die ohne Einspeisevergütung funktionieren, so wichtig. Die ersten Anlagen werden nur für spezielle Anwendungen finanzierbar sein, doch in den nächsten zwei Jahren werden es immer mehr werden. Alle müssen umdenken.

Quelle: photovoltaik.eu

Bundesregierung beschließt Nachrüstpflicht für PV-Anlagen

Montag, Juli 23rd, 2012

Die Bundesregierung hat mit der Verabschiedung der Systemstabilitätsverordnung die Nachrüstpflicht für Photovoltaik-Anlagen geregelt. Durch die Verordnung werden Stromverteilnetzbetreiber dazu verpflichtet, die erforderlichen Nachrüstungen innerhalb von drei Jahren durch Fachfirmen auszuführen. Hintergrund ist, dass sich ältere PV-Anlagen bei einer Überschreitung der Netzfrequenz von 50,2 Hertz automatisch vom Netz trennen. Damit ergeben sich laut des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aufgrund der entstehenden Spannungsschwankungen und der stetig steigenden Anzahl von Photovoltaik-Anlagen erhebliche Risiken für den Netzbetrieb. Allerdings kann diesem Problem mit der Eigennutzung von PV-Strom und zusätzlicher Speicherung begegnet werden. Denn wird der PV-Strom – wie es sinnvoll ist – im Niederspannungsnetz, also selbst sowie in der unmittelbarer Nachbarschaft verbraucht, können im Mittel- und Hochspannungsnetz erst gar keine Spannungsschwankungen entstehen.

Finanzierung über EEG und Netzentgelte

Die erforderliche Umrüstung soll jeweils zur Hälfte über die EEG-Umlage und die Netzentgelte an die Verbraucher weitergegeben werden können. „Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung dem Beschluss des Bundesrates gefolgt ist. Die heute nunmehr endgültig beschlossene Verordnung trägt dazu bei, die Stabilität der Stromnetze in den Regionen und damit die Versorgungssicherheit weiter zu verbessern. Dieser Aspekt kommt leider häufig in der Diskussion zum Ausbau der Erneuerbaren Energien zu kurz, da meistens die Kostenseite in den Fokus gerückt wird,“ so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW.

Den Fokus  auf Micro-Grids anstatt den Ausbau von Überlandleitungen legen

Nach Meinung von Experten sollte im Rahmen einer Umstrukturierung der Energieversorgung der Schwerpunkt stärker auf das Thema „Micro Grids“ und damit zusammenhängend die intelligente Steuerung von kleinen und mittleren Netzstrukturen per „Smart Grid“ gelegt werden, als Unsummen in den teuren und aufwändigen Ausbau von Hochspannungsleitungen und die Schaffung zentraler, großer Stromerzeuger und Versorgungsstrukturen zu stecken. Würde konsequent mehr Energie dezentral erzeugt, gespeichert und auch verbraucht, könnte die Modernisierung bestehender Trassen und der Zubau an neuen auf die Bedürfnisse energieintensiver Produktionsstätten zugeschnitten und entsprechend begrenzt werden, während Kommunen mit mittleren und kleinen Betrieben und Produktionsstätten, z.B.  Handwerksbetriebe, und die Privathaushalte quasi autonom versorgt würden. Die Vorteile von Micro- Grid-Strukturen liegen auf der Hand, sie bewirken eine

  •  hohe Qualität der Strom-Versorgung (Stabilität) und Unabhängigkeit
  •  Nachhaltigkeit und gute Erreichung der Klimaschutzziele
  • hohe Wirtschaftlichkeit und regionale Wertschöpfung

und: Micro-Grids können im Off-grid, On-Grid-  oder im dualen Modus betrieben werden, indem der Netz-Verbindungs-Status flexibel und spannungsabhängig gewechselt wird. Werden die Klein-Netze Off-grid betrieben, werden die Hauptnetze in Zeiten hohen Stromangebots nicht überbelastet. Allerdings sind dann entsprechende Speichermöglichkeiten vor Ort zu schaffen, damit die Energie nicht verloren geht. Diese Systeme sorgen für eine Synchronisation der Frequenz und stabilisieren die Spannung im Netz. Mini-BHKW und Batterie-Speicher aber auch aufeinander abgestimmte Hybrid-Power-Anlagen (Wind, PV, Biogas- / Biomasse und Wasserstoffsynthese sind hierfür ein vielversprechender Lösungsansatz. Gesteuert werden die Anlagen von intelligenten Micro-grid Energy Steuerungssystemen (MEM = Micro-grid Energy Manager).

Stromausfälle, sogenannte Black-outs, die bisweilen ganze Landstriche und sogar Staaten betreffen, ausgelöst z.B. durch Naturkatastrophen oder Kraftwerksunfälle, werden bei Micro-Grids auf eine kleine Region beschränkt und wirken sich so weniger dramatisch aus als in den bestehenden klassischen Versorgungsstrukturen. Doch gegenwärtig stehen die Zeichen noch immer auf Beibehaltung der etablierten Versorgungs- und Konzernstrukturen mit Ausbau der Hochspannungs-Netze.

 

Quelle: iwr-pressedienst,

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