Einträge ‘regenerative Energieversorgung’

So lohnt sich die Solaranlage auch künftig noch

Donnerstag, März 1st, 2012

Bundesweite Proteste vonseiten der Solarindustrie machen die Unzufriedenheit über die neuesten Kürzungen der Förderung deutlich. Ist mit der Gesetzesänderung überhaupt noch eine ökonomische Installation einer Solaranlage möglich? Die Antwort ist: Ja. Wer eine Anlage bauen oder in eine solche investieren möchte, kann – unter Beachtung einiger Grundregeln – auch künftig noch satte Gewinne machen.

Kleinanlagen

Für Kleinanlagen mit bis zu zehn Kilowatt Leistung sinkt die Förderung voraussichtlich zum 9. März, vielleicht auch erst zum 1. April, das ist noch nicht abschließend geklärt. Die Kürzung beträgt einmalig 20 Prozent. Klingt hart, tatsächlich ist sie nur leicht stärker und kommt etwas früher als die bislang geplante Kürzung von 15 Prozent zum 1. Juli.

Analysten sehen die Kürzung entspannt. „Wer eine Anlage „Made in Germany“ kauft, kann im Schnitt noch mit einer Rendite von fünf Prozent rechnen“, so Patrick Hummel von der UBS. „Wer eine Anlage mit chinesischen Modulen kauft, sogar mit sieben oder acht Prozent.“ Bei seinen Berechnungen geht Hummel davon aus, dass der Betreiber einer kleinen Solaranlage einen Teil des Stroms selbst verbraucht. Damit ist eine zweite Neuerung der Bundesregierung schon berücksichtigt: Betreiber kleiner Solaranlagen bekommen künftig für 15 Prozent ihres Jahresverbrauchs keine Förderung mehr.

Tatsächlich liegt in dieser Neuerung eine große Chance. So muss der Selbstversorger keinen teuren Strom zukaufen. Der Preisunterschied beträgt nach der Kürzung noch 4,5 Cent. Bei relativ höherem Eigenverbrauch steigt somit auch die Rendite des Anlagenbetreibers. Theoretisch können Kleinanlagenbesitzer bis zu 50 Prozent ihres Stroms selbst verbrauchen. Wer diesen Wert erreicht, wird sich auch in den kommenden Jahren noch profitabel Solaranlagen aufs Dach schrauben können. Laut Berechnungen des Instituts Prognos läge die Rendite selbst bei einem Fördersatz von 15 Cent noch bei bis zu 6,2 Prozent. Dieser Fördersatz wird nach den neuen Plänen der Regierung am 1. Oktober 2014 erreicht – und bis dahin dürften die Preise für Solarmodule kräftig gefallen sein, was wiederum die Rendite anhebt. Außerdem wird erwartet, dass die Anlagenpreise kräftig nach unten gehen werden.

Großanlagen

Bei Großanlagen, woran Privatpersonen meist über Fonds oder Bürgerkraftwerke beteiligt sind, sollte in Zukunft genau hingeschaut werden. Die Einspeisevergütung sinkt zum 9. März oder erst zum 1. April von rund 18 auf 13,5 Cent. Außerdem werden künftig nur noch 90 Prozent des Stroms vergütet. Die restlichen 10 Prozent müssen an der Börse verkauft werden und können nicht wie bei Kleinanlagen selbst verbraucht werden. Daraus ergeben sich rund sechs Cent weniger Gewinn, also weniger als sie durch die Einspeisevergütung bekommen hätten. De facto sinkt die Förderung dadurch auf rund 12,75 Cent.

Expertenmeinungen zufolge sollen Solarkraftwerke trotzdem rentabel bleiben. Nach brancheninternen Berechnungen besteht bereits bei einer Förderung von 11 Cent eine Rentabilität dieser Anlage – unter Verwendung eines Systempreises von 1,23 Euro pro Watt, 1000 Sonnenstunden im Jahr, und wenn man berücksichtigt, dass die Anlage eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 Jahren hat.

„Nach der Absenkung rechnen wir für große Freiflächenanlagen noch mit Renditen von rund sechs Prozent“, sagt Hummel von der UBS. Für einen Privatinvestor sei das noch immer ein akzeptabler Wert. Bislang waren große Solarkraftwerke stark überfördert. „Investoren waren Renditen von 15 Prozent oder mehr gewohnt“, sagt Hummel.

Investoren müssen zudem beachten, dass sich nicht alle freien Flächen gleich sind. Oft werden Solarparks auf brachliegenden Militär-, Industrie- oder Gewerbeflächen gebaut. Diese müssen vor der neuen Nutzung aber erst umgewandelt werden, was die Kosten erhöht – und die Renditen schmälert. Solche Investitionen würden nun „für eine Übergangsphase unattraktiver“, schätzt Karl Kuhlmann, Chef der SAG Solarstrom.

Doch auch bei großen Anlagen gilt: Sinkende Modulpreise machen auch große Kraftwerksprojekte wieder rentabler.

Quelle: Spiegel

Energiewende in den Alpen

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Der Deutsche Alpenverein (DAV) sieht für das Jahr 2012 die Energiepolitik als große Herausforderung. „Die Alpen sind sehr stark vom Klimawandel betroffen, und gleichzeitig kommen neue Trends und Interessenlagen auf die Alpen zu“, so der DAV-Präsident Josef Klenner. „Ein besonders wichtiger Punkt ist hier die Energiepolitik. Wie bewältigen wir den schmalen Grat zwischen gelingender Energiewende einerseits und dem Schutz unerschlossener Gebiete andererseits?“

Auf der Hauptversammlung 2011 wurde ein „Grundsatzpapier des DAV zur umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung und zum Schutz des Alpenraumes“ verabschiedet. Ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien soll damit vom DAV unterstützt werden. Es ist eine Gesamtkonzeption zur Energieversorgung in den Alpen notwendig – eine Art „Masterplan“, der in die Landesplanung und in die regionale Raumordnung sowie in den europäischen Kontext integriert ist. Wichtigste Punkte eines solchen Masterplans müssen das Energiesparen und eine höhere Energieeffizienz in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen sein. Darüber hinaus wird es nötig sein, neue regenerative Energiequellen zu erschließen. Dies muss mit Bedacht geschehen, Pauschallösungen gibt es nicht. In den Alpen sind beispielsweise viele neue Wasserkraftwerke geplant – beispielsweise Pumpspeicher im Kühtai oder im Kaunertal. Einerseits ist Energie aus Wasserkraft wünschenswert, und Pumpspeicher sind die derzeit effektivste Möglichkeit, um in großem Maßstab Stromenergie zu speichern. Andererseits geht der Neubau von Wasserkraftwerken mit einem enormen Landschaftsverbrauch (vor allem bei Speicherseen) und Eingriffen in die Gewässerökologie einher. Ähnliches gilt für die Windkraft. Denn eines muss man sich vor Augen führen: Hinter dem abstrakten Begriff „Landschaftsverbrauch“ stehen oft einzigartige Naturräume, die dann für immer verloren sind.

Folgende Punkte zählen zur neuen Energiepolitik des DAV:

  • Ein Masterplan zur Energieversorgung ist notwendig.
  • Transparente und offene Planungsprozesse sind notwendig.
  • Die Energieversorgung sollte aus regenerativen, möglichst regionalen Energiequellen gewährleistet sein.
  • Energieeffizienz und Energiesparen müssen an erster Stelle stehen.
  • Die einzigartige Naturlandschaft in den Alpen muss gesichert werden. Beim weiteren Ausbau muss der Vorrang auf bereits infrastrukturell vorgeprägten Bereichen liegen.

Quelle: Deutscher Alpenverein

Wie aus Windstrom Gas wird

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Die Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy bietet als erster Energieversorger seinen Gaskunden eine Belieferung von Erdgas, gemischt mit Wasserstoff, der aus Windstrom erzeugt wurde.

Die Idee ist einfach. Windstrom wird zu Windgas und damit speicherbar. Konkret wird aus Ökostrom – vor allem Windstrom – durch Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff gewonnen. Dieser Wasserstoff kann schon jetzt als kostbarer Energieträger ins reguläre Gasnetz eingespeist werden. Dort lässt sich das Gas wie gewohnt speichern, transportieren und nutzen.

„Windgas ist ein ganz wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland“, sagt Greenpeace-Energy-Vorstand Steffen Welzmiller. Ohne geeignete Speichertechnologien kann Deutschland sich nicht zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen. Schließlich schwankt die Stromproduktion von Solar- und Windkraftwerken je nach Wetter. Mit der Nutzung von Windgas geht, auch wenn die Netzkapazitäten bereits gedeckt sind, der regenerative Windstrom nicht verloren.

Durch Windgas kann Ökostrom gespeichert und später jederzeit als Energie genutzt werden: Ob im Wärmemarkt als Gas oder zurückverwandelt in Strom. Damit liefern wir den Beweis, dass die Erneuerbaren tatsächlich in der Lage sind, unsere Energieversorgung zu sichern – auch in Zeiten der Windflaute oder fehlenden Sonnenscheins.

Ist erst mal Wasserstoff gewonnen, so kann in einem weiteren Schritt aus dem Wasserstoff Methan hergestellt werden. Perspektivisch können Wasserstoff und Methan das fossile Erdgas zu 100 % ersetzen. Da es in der Praxis vor allem Windstrom sein wird, mit dem erneuerbarer Wasserstoff und Methan erzeugt werden, hat Greenpeace Energy für diese mit Ökostrom hergestellten Gase den Begriff „Windgas“ geprägt.

Das Windgas kann bis zu fünf Prozent zum Erdgas beigemischt werden. Dieses Gemisch lässt sich wie gewohnt zum Heizen, als Treibstoff und zur Stromerzeugung in Gaskraftwerken verwendet werden.
Seit Oktober 2011 bietet Greenpeace Energy den Tarif proWindgas an. Dabei zahlen die Kunden pro Kilowattstunde Erdgas einen Aufschlag von 0,4 Cent, der in den Ausbau der Windgas-Technologie fließt.

Quelle: Greenpeace Energy

Belectric erneut Weltmarktführer in der Entwicklung und im Bau von Photovoltaik Systemen

Montag, Dezember 12th, 2011

Bereits das zweite Jahr in Folge ist Belectric Weltmarktführer in der Entwicklung und im Bau (EPC) von Freiflächen-Solarkraftwerken und Photovoltaik-Dachanlagen. Das Unternehmen hat weltweit mehr Photovoltaik-Leistung installiert als jedes andere Branchenunternehmen. 62 Freiflächen-Solarkraftwerke, eine Vielzahl von PV-Großdachanlagen, PV-Gewächshäusern und PV-Parkplatzüberdachungen mit einer Gesamtleistung von 391 Megawatt wurden weltweit errichtet.

Die führende Marktposition von Belectric mit 2.000 Mitarbeitern in 15 Ländern ist im Besonderen auf die Vollintegration und die hauseigene Projektentwicklung zurückzuführen. Die Umsetzung erfolgt größtenteils mit eigenen Mitarbeitern und einem effizienten Maschinenpark. Mit der Eigenproduktion von Systemkomponenten, wie Untergestelle oder Kabelsysteme, lassen sich die Kosten pro erzeugter kWh langfristig senken.

Das europaweit größte Dünnschicht-Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von fast 70 Megawatt wurde von dem internationalen Unternehmen im brandenburgischen Alt Daber umgesetzt.

Im kommenden Jahr möchte Belectric den Solarstrom mehr vorantreiben. Mit dem Eintritt in weitere internationale Märkte ist das Unternehmen in allen weltweiten Wachstumsregionen vertreten. Bernhard Beck, Geschäftsführer BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH, stellt parallel dazu den entscheidenden Stellenwert des deutschen Markts in den Focus: „Wir sind überzeugt, dass sich mit neuen Technologien wie der integrierten Netzstabilisierung des 2.0 MegaWattBlocks und Energiespeicherlösungen die Energiewende kostengünstiger und effektiver gestalten lässt, sowie ein Teil des Netzausbaus obsolet wird. Deutschland und seine Unternehmen müssen hier Vorreiter für die weltweite Transformation der Energieerzeugung sein.“

Den vollständigen Pressebericht finden Sie unter IWR Pressedienst

Dank Windsektor höherer Geschäftsklimaindex im Oktober

Montag, November 14th, 2011

Wie das Internationale Wirtschaftsforum berichtet, stieg der Geschäftsklimaindex der Regenerativen Energiewirtschaft im Oktober dieses Jahres unerwartet deutlich an. Nachdem der Index im September noch bei 90,3 Punkten lag, wurde für Oktober ein Wert von 102,4 Punkten veröffentlicht. Dies sei, laut den Unternehmen, vor allem auf die bessere Geschäftslage zurückzuführen.

Der Geschäftsklimaindex wird monatlich vom Institut für Wirtschaftsforschung erstellt und soll die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland darstellen. 100 als Index-Wert, beruht dabei auf Erhebungsdaten für den 1. Januar 2005.

Die Prognose der kommenden Monate fällt für Unternehmen der Windenergie im Vergleich zum Vormonat wesentlich positiver aus.

Quelle: www.iwr.de

Energiewende: 7. Jahreskonferenz Erneuerbare Energie

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Energiewende 2.0: Auf dem Weg in die regenerative Zukunft

Die Weichen für eine Energiewende sind gestellt. Wie schnell kann die Branche diese nun realisieren? Welche Herausforderungen stellen sich – und wo muss die Politik noch nachbessern? Diesen Fragen geht die Jahreskonferenz Erneuerbare Energie am 19. und 20.10.2011 in Berlin nach.

Die Key-note spricht am 20.10. Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ebenfalls zu Gast sein werden am 19.10. Philip Lowe,  Generaldirektor Energie der EU-Kommission, Dr. Dolf Gielen, Director Innovation and Technology Centre der IRENA sowie Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Vorsitzender der Ethikkommission der Bundesregierung.

Die Jahreskonferenz Erneuerbare Energie wird ausgerichtet von den zehn wichtigsten Verbänden der Erneuerbaren. Darunter der Bundesverband Erneuerbare Energie und der Bundesverband Windenergie.

Die Jahreskonferenz wirft einen Blick auf die EU-Ziele sowie eine Roadmap für 2030 und 2050. Die Verbände der Erneuerbaren – europäisch und national – geben eine Einschätzung des Marktes auf dem Weg zu 100% ab und formulieren die Forderungen an die Politik. Ebenso werden Instrumente zum Ausbau der Erneuerbaren dargestellt. Die Teilnehmer erhalten zudem Einblick in die Chancen des Industriestandortes Deutschlands, auch für seine Zulieferer. Ebenso wird illustriert, wie das Marktdesign der Zukunft aussehen kann. Die Foren Strom, Wärme und Verkehr zeigen spartenspezifische Chancen und Lösungen auf.

Zur Anmeldung und zum Programm gelangen Sie hier: http://www.bwe-seminare.de/veranstaltungen/jahreskonferenz

Veranstaltungsdaten
19. und 20.10.2011 in Berlin
Energieforum, Stralauer Platz 34, 10243 Berlin

Quelle: BWE-WindNews / Veranstaltungsinfo

EU-Energiegipfel in Brüssel: Das europäische Energiekonzept

Freitag, Februar 4th, 2011

Anlässlich des heutigen EU-Energiegipfels reisen Staats- und Regierungschefs der EU-Länder nach Brüssel, um über Energie und Innovationen zu beraten.

Die deutsche Energiewirtschaft fordert eine absolute Priorität für den Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland und Europa. „Das deutsche und das europäische Energiekonzept müssen miteinander verzahnt werden. Es dürfen keine unterschiedlichen Ziele und Prioritäten geben“, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Die Finanzierung der neuen Strom- und Gasnetze in Europa stellt einen Kernpunkt der Diskussion dar. Die 26 Mitgliedstaaten müssen beraten, wer die rund 200 Milliarden Euro in den kommenden Jahren bezahlen soll und ob ein Teil davon aus öffentlicher Hand kommt. „Eine EU-Finanzierung von Infrastrukturvorhaben sollte nur in Ausnahmefällen möglich sein. Sie darf nicht dazu führen, dass Deutschland als einer der größten Nettozahler in der Europäischen Union den Ausbau in Ländern mit infrastrukturellen Defiziten mitbezahlt“, sagte Müller.

Mit Blick auf die wachsenden Widerstände von Bürgern gegen Infrastrukturvorhaben nicht nur in Deutschland forder die Energiewirtschaft von der Europäischen Union ebenso wie von der Bundesregierung eine aktivere Rolle. „Die Zusammenarbeit der Staaten in der Energiepolitik ist zentrales Element der Europäischen Integration. Der Ausbau der Energieinfrastruktur eines funktionierenden Binnenmarktes für Energie ist unerlässliche Voraussetzung für den Umbau der Energiesysteme in Europa und Deutschland“, so Müller. Alle Mitgliedstaaten müssen ihre Anstrengungen deutlich erhöhen, die Zustimmung der Bürger zu diesem Projekt zu gewinnen.

Des Weiteren möchte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) beim EU-Energiegipfel Regeln für mehr Energieeffizienz im Bereich Elektrogeräte aufstellen. Ein Verbot soll den Verkauf von Stromfressern unterbinden. Elektrogeräte mit „relevanten Energieverbrauch“ sollen erfasst werden, wie z.B. Kühlschränke, Klimaanlagen oder Computer. Die Regelung soll dazu beitragen, den Verbrauch von Strom in den Mitgliedstaaten zu reduzieren und so die Ziele der EU – eine Verbesserung der Energieeffizienz bis 2020 um ein Fünftel – zu erreichen.

Die Messlatte sollen die effizientesten zehn Prozent der Geräte einer Kategorie setzen. Alle Produkte, die einen höheren Verbrauch haben, sollen nach einer Übergangsfrist aus den Läden verbannt werden. Dadurch wird den Herstellern eine Chance gegeben, ihre Produktion umzustellen.

Laut Röttgen sei Energieeffizienz die wirtschaftlichste Möglichkeit, Importabhängigkeit und Emissionen zu reduzieren. Daher müsse es verbindliche Regelungen geben. Was es bereits gibt, ist ein EU-Energielabel, das beim Kauf den Stromverbrauch vieler Geräte transparent macht.

Quellen: www.bdew.de, www.stromvergleich.de, www.check24.de
Foto: © nikkytok – Fotolia.com

Neue Greenpeace-Studie: Energieversorgung Europas durch Erneuerbare Energien möglich!

Montag, Januar 24th, 2011

Ein neuer Greenpeace-Report zeigt auf, dass bis zum Jahr 2050 über 95 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien für Europa erzeugt werden können.

Die Studie „Battle of the Grids“ – zu deutsch „Die Schlacht ums Stromnetz“ – ist eine Anleitung für einen europäischen Systemwechsel. Die Netzintegration von 68 Prozent Erneuerbaren Energien in Europa ist bis 2030 wirtschaftlich und technisch möglich.

Dieser erste Schritt erfordert eine Investition von 100 Milliarden Euro bis 2030 in neue Netze – gerade mal ein Prozent mehr als bisher. Mit dem Umbau der Netzinfrastruktur könnte sich Europas Strom ab 2050 rund um die Uhr zu fast hundert Prozent aus Erneuerbaren Energien speisen.

„Die in der aktuellen deutschen Diskussion ständig wiederholte Behauptung, Erneuerbare Energien seien sündhaft teuer und nicht in der Lage eine verlässliche Vollversorgung mit Strom sicherzustellen, erweist sich als interessengeleitete Angstkampagne“, sagt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Rainer Baake.

„Die Regierungen der EU-Länder – allen voran Deutschland – müssen sich für einen Systemwechsel entscheiden, ähnlich wie er in der Kommunikationstechnik von analog auf digitale Übertragung bereits vor Jahren vollzogen wurde,“ sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International.

Die EU muss die Initiative für ein europaweites Stromnetz ergreifen, das den Austausch großer Mengen Strom aus variabel einspeisenden Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerden ermöglicht und damit auch den Bedarf an Stromspeicherkapazität reduziert.

Kostenfaktor Atomkraft

Tausende Windkraft- und Sonnenanlagen wurden im vergangenen Jahr zeitweise abgeschaltet, damit klimaschädlicher Atom- und Kohlestrom ungehindert durch die Leitungen strömen konnte. Der Grund: Atomkraftwerke sind nicht ohne Weiteres regelbar, ihr Strom verstopft regelmäßig die Netze. Um die Klimakiller Kohle und Atom vom europäischen Energiemarkt zu verbannen, muss in den Mitgliedsstaaten ein politischer Rahmen geschaffen werden. Mit der Laufzeitverlängerung setzt die deutsche Regierung das falsche Signal an Europa.

Lösungen

Der neue Greenpeace-Bericht führt die beiden Studien „Energy [R]Evolution undRenewables 24/7“ fort. Greenpeace hat gemeinsam mit dem technischen Institut „energynautics“ zwei Netzausbau-Szenarien erarbeitet und stellt fest: Das Optimum liegt zwischen beiden Optionen.

Low Grid

  • Wie? Hoher Anteil dezentrale Energien, wenig Solarstrom-Import aus Nordafrika
  • Vorteil? Geringere Netzkosten
  • Nachteil? Höhere Stromerzeugungskosten

High Grid

  • Wie? Hoher Anteil an Solarstrom-Importen aus Nordafrika
  • Vorteil? Geringere Stromerzeugungskosten
  • Nachteil? Höhere Netzkosten

Die Netzinfrastruktur ist ein Schlüsselfaktor beim Systemwechsel und erfordert mehr Innovation beim Netzausbau. Greenpeace schlägt vor, entlang von Bahntrassen oder Autobahnen Stromkabel zu legen oder teilweise Oberleitungen der Eisenbahnen zu nutzen. Diese Maßnahmen stoßen auf deutlich weniger Widerstand aus der Bevölkerung und ermöglichen ein höheres Ausbautempo.

Quelle: www.greenpeace.de, www.kwh-preis.de; Foto: © danielschoenen – fotolia.com

Studie: „Battle of the Grids“ downloaden

News 25 Bioenergie-Regionen aktuell 2. Ausgabe erschienen

Donnerstag, Juli 1st, 2010

Die zweite Ausgabe von „News 25 – Bioenergie-Regionen aktuell“ ist ab sofort unter www.bioenergie-regionen.de/presse/newsletter abrufbar. Der Newsletter informiert alle drei Monate über Neuigkeiten aus Deutschlands 25 Bioenergie-Regionen und der Geschäftsstelle bei der FNR. Diese 25 Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs werden im Rahmen des Aktionsplans „Energie für morgen – Chancen für ländliche Räume“ vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz drei Jahre lang mit höchstens je 400.000 Euro gefördert. Seit Juni 2009 sind die Regionen nun dabei, ihre regionalen Entwicklungskonzepte umzusetzen.

Quelle: www.nachwachsenderohstoffe.de; Foto: www.nachwachsenderohstoffe.de

Erneuerbare Energien für Städte und Regionen

Sonntag, April 18th, 2010
EUROSOLAR lädt ein zur 4. Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“ am 26./27.Mai in München

Eine Großstadt oder eine ganze Region – vollständig versorgt mit Erneuerbaren Energien. Das ist keine Utopie mehr, sondern könnte nach gegenwärtigen Bedingungen bis 2020 Realität sein. Wie Stadtwerke und Kommunen das Ziel einer regenerativen Energieversorgung für Privathaushalte und lokale Unternehmen erreichen, ist Schwerpunkt der 4. EUROSOLAR-Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“, die am 26. und 27.Mai zusammen mit den Stadtwerken München (SWM) von EUROSOLAR e.V. im Alten Rathaus in München veranstaltet wird. Innovative Konzepte und erfolgreiche Geschäftsfelder sowie Möglichkeiten der Finanzierung werden an den zwei Veranstaltungstagen ebenso thematisiert wie Rechtsfragen zu Konzessionsverträgen oder zur Neugründung von Stadtwerken. Eingeladen sind lokale und regionale Energieversorger, Kommunalvertreter und Akteure aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie die Medien.

„Eine dezentrale und von Importen unabhängige klimaschonende Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen stärkt die wirtschaftliche Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und erhöht die Attraktivität der Region. Wir wollen anhand von Praxisbeispielen erörtern und aufzeigen, wie das möglich ist und notwendige Weichenstellungen erkennbar machen.“, beschreibt der Vorsitzende der deutschen EUROSOLAR-Sektion, Dr. Axel Berg (München), das Ziel der Konferenz.

Unter www.eurosolar.de  finden Sie das Programm sowie weitere Informationen und ein Online-Anmeldeformular. Ermäßigte Hotelzimmer können auf der Website über ein Faxformular bis zum 03. Mai gebucht werden!

Quelle: Eurosolar, Einladung vom 14.04.2010