Eintr&aauml;ge ‘Solarenergie’

Bewerbungsfrist für Deutschen und Europäischen Solarpreis Ende Juni

Freitag, Februar 3rd, 2012

Ende des Jahres 2012 vergibt Eurosolar, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e. V., wieder den Deutschen und den Europäischen Solarpreis für innovative und herausragende Leistungen bei der Verbreitung und Anwendung Erneuerbarer Energien. Bis 30. Juni können die Bewerbungen und Vorschläge noch eingereicht werden.

Bereits zum 19. Mal werden die Preise an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Vereine oder Gemeinschaften, Privatpersonen und Organisationen für ihr besonderes Engagement vergeben. Um die Breitenwirkung Erneuerbarer Energien in der Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten und -bereiche zu erfassen erfolgt die Preisvergabe in verschiedenen Kategorien:

  • Städte / Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke
  • Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe / Unternehmen
  • Lokale oder regionale Vereine / Gemeinschaften
  • Solares Bauen und Stadtentwicklung
  • Medien
  • Transportsysteme
  • Bildung und Ausbildung
  • Eine-Welt-Zusammenarbeit
  • Sonderpreis für persönliches Engagement

Folgende Kategorien werden außerdem mit Plaketten ausgezeichnet:

  • Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien
  • Schulen und Bildungseinrichtungen

Neben den direkt eingehenden Bewerbungen werden der Jury auch Vorschläge der Eurosolar-Sektionen vorgelegt, die auf den nationalen Ebenen eingereicht und prämiert wurden.

Informationen zum Bewerbungsverfahren und das Online-Anmeldeformular finden Sie hier!

Quelle: Eurosolar e. V.

Pläne von Rösler gefährden die Energiewende

Mittwoch, Februar 1st, 2012

Die Idee des Bundeswirtschaftsministers Philipp Rösler, die Solarförderung zu deckeln, sorgt für zunehmenden Widerstand. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft spricht große Bedenken aus und sieht mit der Umsetzung einer derartigen Maßnahme die Energiewende in Deutschland gefährdet. Der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig, betont: „Wenn die Bundesregierung die Rösler-Pläne umsetzt, ist die Energiewende zum Scheitern verurteilt. Ein kraftvoller weiterer Ausbau des Solarstrom-Anteils auf rund zehn Prozent des deutschen Strom-Mixes bis zum Jahr 2020 ist unverzichtbar für den Erfolg der Energiewende“. Außerdem sind damit über 100.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Derzeit liegt der Solarstrom-Anteil bei rund vier Prozent. Rösler möchte diesen durch harte Einschnitte bei der Solarstromförderung bei rund fünf Prozent (33 Gigawatt) einfrieren.

Kritikpunkt sind vor allem die Kosten für die bereits installierten Photovoltaik-Anlagen, deren festgeschriebene Förderung noch in die Zukunft fortwirkt. Körnig spricht die rasante Preissenkung für Solaranlagen an und meint der weitere Solar-Ausbau falle kostenseitig kaum ins Gewicht. Aktuelle Berechnungen der Prognos AG belegten, dass sich der weitere Solarstrom-Ausbau um 70 Prozent bis 2016 kaum auf die Strompreise auswirkt, die um knapp 2 Prozent steigen. Ermöglicht wird das durch erhebliche Anstrengungen der Solarbranche, die in den vergangenen drei Jahren die Kosten für schlüsselfertige Solaranlagen beträchtlich gesenkt hat. Durch technischen Fortschritt, Massenfertigung und einen harten internationalen Wettbewerb sinkt auch die Solarförderung 2012 um 28 Prozent auf das Niveau konventioneller Verbraucher-Stromtarife, im nächsten Jahr auf das Förderniveau von Windkraftanlagen auf dem Meer.

Drastische weitere Einschnitte in die Solarförderung seien nicht tragbar, gefährden Deutschlands Zugang zu einem der größten weltweiten Zukunftsmärkte, die Energiewende und über 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Bereits jetzt schrieben viele Unternehmen rote Zahlen. Eine noch schnellere Absenkung der Solarförderung sei für den überwiegenden Teil der Solarindustrie daher nicht tragbar. Körnig: „Jetzt ist Augenmaß und politische Verlässlichkeit gefragt“.

Quelle: BSW Solar

Drastische Absenkung der Solarstromvergütung 2012

Mittwoch, Januar 11th, 2012

Der hohe Zubau von Solaranlagen zum Jahreswechsel wird zu einer weiteren deutlichen Vergütungsabsenkung um rund 30 Prozent führen. Unter Schwarz-Gelb wird die Solarförderung damit binnen zweieinhalb Jahren annähernd halbiert.

Statt 6,5 Gigawatt, wie von den Übertragungsnetzbetreibern noch im Oktober angenommen, betrug der Zubau 2011 vermutlich 7,5 Gigawatt. Die Solarvergütungen werden damit bereits zum ersten Juli um weitere 15 % abgesenkt werden. Das ist das Resultat der im Sommer vergangenen Jahres verabschiedeten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes.

Das ist dann bereits die zweite Absenkung in Höhe von 15% innerhalb von sechs Monaten, bzw. insgesamt 27,75%. (Die erste Reduzierung von 15 % der Solarförderung fand bereits am 01. Januar 2012 statt). Somit reduziert sich die Förderung im Jahr 2012 insgesamt doppelt so stark wie 2011.

Mit Vergütungszahlungen zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent pro Kilowattstunde erreicht die Förderhöhe für neue Solarstromanlagen in allen Klassen damit das Preisniveau privater Stromtarife in Deutschland. Zum 1. Juli werden sie voraussichtlich auf 15,25 Cent bis 20,77 Cent sinken. Gleichzeitig haben sich die gesellschaftlichen Kosten für den weiteren Solarstrom-Ausbau deutlich reduziert. „Die gesetzliche Kostenbremse greift. Neu installierte Photovoltaik-Anlagen haben künftig nur noch einen geringen Einfluss auf die Verbraucherumlage für Erneuerbare Energien.“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar).

Durch das starke Wachstum der Photovoltaik steigt ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch 2012 auf über vier Prozent. Der Branchenverband erwartet bei moderater Weiterentwicklung einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020. Solarstrom wird dadurch zu einem wesentlichen Motor der Energiewende, die durch den Wegfall der Atomkraft beschleunigt werden muss. Der starke Zubau 2011 war ohne umfangreiche Investitionen in die Netzinfrastruktur möglich, da Solarstrom verbrauchernah erzeugt wird.

Eine Überlagerung verschiedener Effekte hat dazu beigetragen, dass die starke Reduzierung der Förderung 2011 nicht sogar bereits zu einem Rückgang der Nachfrage führte: Deutlich gesunkene Preise für Solarmodule und schlüsselfertige Solarstromanlagen, milde Witterungsverhältnisse im Dezember, die im Herbst angekündigte Absenkung der Förderung zum Jahreswechsel in Höhe von 15 Prozent sowie die von Teilen der Politik geschürte Angst vor einer Kappung der Solarförderung. Darüber hinaus hat möglicherweise die durch die Eurokrise begünstigte Flucht in Sachwerte auch den Ausbau der Solarenergie beeinflusst.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft, Hans-Josef Fell MdB 2012 (Sprecher für Energie der Bundesfraktion Bündnis 90/Die Grünen)

Foto: Brainding

Belectric erneut Weltmarktführer in der Entwicklung und im Bau von Photovoltaik Systemen

Montag, Dezember 12th, 2011

Bereits das zweite Jahr in Folge ist Belectric Weltmarktführer in der Entwicklung und im Bau (EPC) von Freiflächen-Solarkraftwerken und Photovoltaik-Dachanlagen. Das Unternehmen hat weltweit mehr Photovoltaik-Leistung installiert als jedes andere Branchenunternehmen. 62 Freiflächen-Solarkraftwerke, eine Vielzahl von PV-Großdachanlagen, PV-Gewächshäusern und PV-Parkplatzüberdachungen mit einer Gesamtleistung von 391 Megawatt wurden weltweit errichtet.

Die führende Marktposition von Belectric mit 2.000 Mitarbeitern in 15 Ländern ist im Besonderen auf die Vollintegration und die hauseigene Projektentwicklung zurückzuführen. Die Umsetzung erfolgt größtenteils mit eigenen Mitarbeitern und einem effizienten Maschinenpark. Mit der Eigenproduktion von Systemkomponenten, wie Untergestelle oder Kabelsysteme, lassen sich die Kosten pro erzeugter kWh langfristig senken.

Das europaweit größte Dünnschicht-Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von fast 70 Megawatt wurde von dem internationalen Unternehmen im brandenburgischen Alt Daber umgesetzt.

Im kommenden Jahr möchte Belectric den Solarstrom mehr vorantreiben. Mit dem Eintritt in weitere internationale Märkte ist das Unternehmen in allen weltweiten Wachstumsregionen vertreten. Bernhard Beck, Geschäftsführer BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH, stellt parallel dazu den entscheidenden Stellenwert des deutschen Markts in den Focus: “Wir sind überzeugt, dass sich mit neuen Technologien wie der integrierten Netzstabilisierung des 2.0 MegaWattBlocks und Energiespeicherlösungen die Energiewende kostengünstiger und effektiver gestalten lässt, sowie ein Teil des Netzausbaus obsolet wird. Deutschland und seine Unternehmen müssen hier Vorreiter für die weltweite Transformation der Energieerzeugung sein.”

Den vollständigen Pressebericht finden Sie unter IWR Pressedienst

Europäisches Stromnetz: Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz

Dienstag, Oktober 18th, 2011

10.  International Workshop on Large-Scale Integration of Wind Power into Power Systems as well as on Transmission Networks for Offshore Wind Power Plants

Der schnell wachsende Anteil von Wind- und Solar-Energie im europäischen Energieverbund macht die Sicherung der Energieversorgung in immer stärkerem Maß zu einer gesamteuropäischen Aufgabe. Gerade unter Berücksichtigung nationaler Szenarien wie des deutschen Atomausstiegs gewinnt eine langfristige gesamteuropäische Energieplanung immer mehr an Bedeutung. In diesem Umfeld findet im dänischen Aarhus am 25. und 26. Oktober 2011 der 10. International Workshop on Large-Scale Integration of Wind Power into Power Systems as well as on Transmission Networks for Offshore Wind Power statt.

Der Workshop feiert in diesem Jahr ein Jubiläum und findet zum 10. Mal statt. Der erste Workshop wurde vor 11½ Jahren im März 2000 an der Königlichen Technischen Hochschule – KTH – in Stockholm (Schweden) ausgerichtet.

Im Mittelpunkt des ersten Workshops standen die HGÜ-Technologie und Gleichstrom-Übertragungsnetze. Im Verlauf der vergangenen Jahre verschoben sich die Schwerpunkte des Workshops beständig und spiegeln damit auch den Themenwandel auf dem Gebiet der Windenergie wider. So bildeten z. B.

Fragen der Datenmodellierung, nationale Erfahrungen bei der Netzeinspeisung von Windenergie, Fragen der Marktgestaltung ebenso wie Probleme der Abstimmung von Grid-Codes in der Zwischenzeit Schwerpunkte der Workshops. Auf diese Weise hat sich der Workshop als eine international anerkannte Diskussionsplattform etabliert. In diesem Jahr gehören HGÜ-Lösungen wieder zu den Kernthemen des Workshops.

Das Hauptziel des Workshops hat sich über die Jahre hindurch jedoch nicht geändert: Forscher, Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure aus der Praxis und aus ganz verschiedenen Tätigkeitsbereichen im Zusammenhang mit Windenergie und Übertragungssystemen zusammenzubringen, den Wissenstransfer zu fördern und Erfahrungen bei der umfassenden Integration von Windenergie in Energiesysteme und Übertragungsnetze für Offshore-Windparks auszutauschen. Ein wesentliches Merkmal des Workshops ist auch in diesem Jahr wieder das Zusammenspiel von theoretischen Betrachtungen und praktischen Anwendungserfahrungen.

Neben dem 10. Wind Integration Workshop am 25. und 26. Oktober finden in diesem Kontext in Aarhaus weitere Veranstaltungen statt. Der 27. Oktober wird ganztägig dem dänischen Netzbetreiber Energinet.dk gewidmet, zusätzlich gibt es am 27. und 28. Oktober 2011 Exkursionen.

Bereits am 24. Oktober werden die Tutorials on Wind Turbine Modelling durchgeführt, außerdem findet parallel der Fifth Workshop on Best Practice in the Use of Short-term Forecasting of Wind Power statt.

Ebenfalls am 24. Oktober lädt der Veranstalter zum 1st Workshop on the Integration of Solar Power into Power Systems ein, zu dem bereits am 23. Oktober Tutorials angeboten werden.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen unter http://www.energynautics.com.

Quelle: iwr-pressedienst, 18. 10.2011

Atomenergie als Brückenenergie schädlich

Freitag, Mai 13th, 2011

Regierung und Opposition sind sich derzeit uneinig darüber,  in welchem Jahr – 2020, 2025 oder 2030 – der geplante Atomausstieg möglich ist. Laut Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, wäre ein Ausstieg sogar in den nächsten zehn Jahren realistisch. Dies geht aus einem Interview mit dem Münchner Merkur hervor.

Wie schnell ein Ausstieg aus der Atomenergie möglich ist, hängt wesentlich von wirtschaftlichen sowie technischen Faktoren ab. In Bezug auf die technische Frage ist Prof. Bullinger davon überzeugt, dass die Kernenergie als Brückentechnologie nicht nötig sei, sondern im Gegenteil, der ansteigende Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland durch die geringe Flexibilität der Atomkraftwerke sogar behindert werde. Bezüglich der wirtschaftlichen Frage meint Bullinger, dass die Energiewende zu schaffen sei. Bis 2015 würden die Kosten für den Umstieg steigen – auf bis zu 13 Milliarden Euro jährlich – danach sinke aber die Belastung. Bis 2050 könnten durch die Energiewende sogar insgesamt 700 bis 800 Milliarden Euro eingespart werden.

Wind- und Solarenergie – Energiealternativen mit Potenzial

Um die Energiewende schaffen zu können, sind sowohl Wind- als auch Solarenergie notwendig. In Deutschland liegt der Anteil der Windenergie derzeit bei sieben Prozent. Langfristig könne dieses Potenzial auf 30-40 Prozent ausgeweitet werden. Die Solaranlagen tragen zur Zeit zwei Prozent zur Stromerzeugung bei. Prof. Bullinger geht davon aus, dass die Preise für Solarstrom weiter sinken und in etwa fünf Jahren Solarstrom für 11 bis 16 Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden könnte. Langfristig sei so mit einem Anteil von 14-15 Prozent zu rechnen. Gemeinsam mit der Windenergie würde dies den bisherigen Anteil der Atomenergie übersteigen, der momentan bei rund 22 Prozent liegt.

Sinnvolle Investitionen

Neben dem Netzausbau müsste vor allem in intelligente Speicher investiert werden. Für Stromspeicher gibt es mehrere Möglichkeiten: Beispielsweise könnten Batterien von Elektroautos in naher Zukunft als dezentrale Speicher dienen. Aber auch der Strom aus Windkraft könnte nach Norwegen geleitet werden, um damit Pumpspeicherkraftwerke zu betreiben. Die technischen Möglichkeiten dazu sind längst vorhanden.

Laut Fraunhofer-Präsident Bullinger würde für den Wissenschaftsstandort Deutschland die Energiewende ein enormes Potenzial bieten. In der Photovoltaik sowie in der Materialforschung, z.B. für Rotoren von Windkraftanlangen ist Deutschland derzeit führend.

Quelle: Münchner Merkur
Foto: www.brainding.de
Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., A. Opel

“Woche der Sonne” – 6 Veranstaltungen im Landkreis Starnberg

Mittwoch, Mai 11th, 2011

Im Rahmen der Woche der Sonne, die im Schwerpunkt von 6. bis 15. Mai stattfindet, sind auch aus dem Landkreis Starnberg mehrere Veranstaltungen gemeldet. Die meisten davon sind von Ortsgruppen des Vereins “Energiewende Landkreis Starnberg e.V.” initiiert und reichen von der Feier des 1-jährigen Bestehens des Söckinger Wochenmarktes am 6. Mai über das Eichenallee-Fest der Gemeinde Seefeld am 15. Mai, wo die Ortsgruppe nebst Infostand von 10:00 bis 17:00 Uhr auch “menschgezogene” kostenlose Rikscha-Fahrten anbietet, bis zu einer Vortragsveranstaltung in Herrsching mit dem Titel Erfahrungsaustausch zur Sonnenenergienutzung bei Gewerbebetrieben in Herrsching am 17.05. im Mühlfelder Brauhaus in Herrsching. Zum Abschluss gibt es einen weiteren Infostand der Ortsgruppe Starnberg des Vereins Energiewende auf dem Starnberger Marktsonntag am 22.05. von 13:00-18:00 Uhr zum Thema Heizen mit Solarenergie und Solarstrom.

Woche der Sonne

Die Woche der Sonne ist Deutschlands größte Solarkampagne, die vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. seit 2007  jedes Jahr im Mai bundesweit die Bürger vor Ort mit Aktivitäten und Veranstaltungen über Solarenergie informiert. Die zentrale Auftaktveranstaltung fand am 5. Mai 2011 in Berlin statt.

Als das Projekt 2007 startete, fanden bereits bundesweit 1.600 Veranstaltungen statt, über 900 Presseberichte erschienen und mehr als 200.000 Menschen nahmen daran teil. Die Resonanz stieg dann von Jahr zu Jahr. Im Folgejahr waren schon 2.500 Events registriert mit über 300.000 Teilnehmern und dieses Jahr werden die Zahlen erneut getoppt:  So sind heuer schon fast 5.600 Veranstaltungen angemeldet.

In ganz Deutschland finden derzeit also Informationsveranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen, Tage der offenen Tür und spannende Exkursionen zum Thema Solarenergie und Erneuerbare Energien statt. Auf der Internetseite www.woche-der-sonne.de befindet sich ein praktischer Online-Kalender, wo eine Suche nach Bundesland und Postleitzahl für Veranstaltungen in der Nähe möglich ist.

Intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet auch dieses Jahr die Aktionswoche, die offensichtlich wieder ein voller Erfolg wird.

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., E. Villing

Bayerische Solarinitiativen: Es geht nicht mehr um fossil oder erneuerbar

Freitag, Februar 4th, 2011

Starnberg, 30. Januar 2011. Von 28.-29. Januar fand in Starnberg das 18. Treffen der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen und das 13. Treffen Bayerischer und Österreichischer Solarinitiativen statt. Fazit der zweitägigen Veranstaltung: Es geht nicht mehr um die Frage “fossile Energieträger versus erneuerbare” – der energetische Umbau ist unstrittig – es geht ausschließlich um die Frage zentral oder dezentral, um die Verteilung und künftige Struktur der Energieversorgung.

Paradigmenwechsel: Der Entscheidungskampf hat begonnen

Über 150 Teilnehmer diskutierten am Freitag und Samstag Stand und Zukunft der Erneuerbaren Energien und die Struktur der Energieversorgung im Freistaat, in Deutschland und in Europa.

Am Freitagnachmittag stand die Windenergie im Zentrum der Tagung. Der Bayerische Windatlas, der vergangenes Jahr vom Bayerischen Wirtschaftsministerium herausgegeben wurde, zeigt, dass es auch in Bayern Potenzial für diese Energieform gibt. Bayern gehört bislang zu den Schlusslichtern bei der Erschließung der Windenergie. Auch im Landkreis Starnberg könnten Windkraftanlagen errichtet werden, um die beschlossene Energiewende 2035 zu schaffen. Landrat Roth zeigte sich im Rahmen der Tagung zuversichtlich, dass dies machbar sei. Im vergangen Jahr habe man schon Flächen untersucht, auf denen Windräder stehen könnten. Laut einem Vertreter des bayerischen Wirtschaftsministeriums sind bayernweit rund 1000 solcher Anlagen geplant.

Eine sichere und nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft war zentrales Thema am Freitag. Die Vortragenden und Teilnehmer diskutierten die Möglichkeiten und Grenzen einer dezentralen, kommunalen Energieversorgung angesichts der Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke und die Vor- und Nachteile von Großprojekten wie z.B. Desertec oder Off-Shore-Windparks. Auch die Auswirkungen der bestehenden zentralen Großkraftwerksstruktur auf die Stromkostenentwicklung wurde beleuchtet. Auf neue Überlandleitungen von Tausenden von Kilometern könnte, so ein wesentliches Ergebnis, weitestgehend verzichtet werden, wenn der Strom künftig dezentral erzeugt und verbraucht, und wenn der schwankende Strombedarf durch so genannte Kombikraftwerke und smart grids intelligent geregelt würde. Letzteres ist technisch machbar. Kommunale Energiewerke sind daher unverzichtbar und werden den Anforderungen an eine sichere und bezahlbare Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien besser gerecht als die bisherige Kraftwerks- und Netzstruktur. Prof. Schrimpff dazu: “Eine dezentrale und kommunale Energieversorgung ist die Alternative zur teuren “Stromdiktaktur” in Deutschland. Seit 2000 steigen die Strompreise um jährlich 6,5 %, allein im Jahr 2009 haben die 4 großen Energieversorger 23 Milliarden Gewinn erwirtschaftet, das sind pro Bürger und Jahr rund 280 Euro.”

Neugewählte ABSI-Sprecher 2011

Der Paradigmenwechsel lautet: Stromdiktatur oder Energie in Bürgerhand. “Wir sind ganz offensichtlich in einer Umbruchsphase” so unisono das Resümee der Referenten und Teilnehmer. Dieser Entscheidungskampf wird künftig Blickwinkel, Diskussion und Handeln der Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bestimmen.

Neue ABSI-Sprecher/innen gewählt

Am Samstagvormittag wurden die Sprecher der ABSI gewählt. Das neue Team besteht nun aus sechs anstatt bisher fünf Sprecher/innen. Gewählt wurden Prof. Dr. Ernst Schrimpff, MdB Hans Josef Fell, Raimund Becher, Birgit Baindl, Heide Schmidt-Schuh und Daniel Miller.

Highlight zum Abschluss der Tagung war die kontroverse Podiumsdiskussion zur aktuellen Energiepolitik, der eigenen Utopie und den tatsächlichen Erwartungen. Mit in der Runde: Horst Meierhofer (MdB, FDP) als Vertreter der schwarz-gelben Regierungskoalition, Hans-Josef Fell (MdM, Grüne) für die Opposition und der Unternehmer Klaus Gehrlicher (Gehrlicher Solar) als Vertreter der Solar-Branche. Die Statements und Einschätzungen, wie sich die Bundespolitik auf die Entwicklung der Energieversorgung bis 2020  auswirkt und was letztlich im Jahr 2050 die Folge der unterschiedlichen energiepolitischen Weichenstellungen sein könnte, fielen dementsprechend unterschiedlich aus.

Die Veranstalter werten die Tagung als großen Erfolg und sehen darin einen Ansporn für die Solarinitiativen, den Umbau der Energieversorgung mit aller Kraft voranzutreiben.  Dazu Prof. Ernst Schrimpff: “Der Klimawandel findet global statt – wir Bürger werden deshalb nicht locker lassen. Die solare Energiewirtschaft mit einer dezentral-demokratischen Stromversorgung führt zu mehr sozialem Frieden und trägt zu regionalem Wohlstand bei. Das ist und bleibt unser Ziel, dafür setzen wir uns gemeinsam ein.”

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier!

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V.                          Fotos: Evelyn Villing

Solarenergie Förderverein fordert Ausbau der Stromspeicher

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Aachen, den 26.01.2011. Die von der Bundesregierung geplante weitere Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom stößt auf Kritik beim Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV): “Aus Furcht vor einem Stromüberangebot will der Bundesumweltminister die Solarstromvergütung kürzen.”  Ziel von Röttgen ist, den jährlichen Zuwachs von Solaranlagen etwa auf die Hälfte (3,5 GWp pro Jahr) zu verringern. Nach Meinung des SFV ist das der falsche Ansatz: “Es ist  in der Tat absehbar, dass bald – infolge der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und bei zugleich weiterem Ausbau der Solarenergie – an sonnigen Tagen um die Mittagszeit mehr Strom angeboten wird als die Verbraucher benötigen. Problem dabei ist: Atomkraftwerke sind keine Regelkraftwerke und auch der vielfach vorgeschlagene Ausbau der Stromnetze kann dieses Problem nicht grundlegend lösen.” Der SFV hält daher die Verlängerung der Atomlaufzeiten für einen hoch riskanten Fehler, der nicht durch einen zweiten schweren Fehler, die Verminderung des solaren Wachstums, korrigiert werden kann.

Als Alternative schlägt der SFV vor, schon jetzt mit der Aufstellung von Batteriespeichern bei den Endverbrauchern anzufangen und dies politisch zu unterstützen. Auf diese Weise könne das zeitweilige Stromüberangebot gespeichert werden, um es später – in sonnenarmen Stunden oder am Abend – zu verbrauchen. Eine aufladbare Batterie (1 kWh) von der Speicherfähigkeit einer üblichen Autobatterie pro Haushalt würde, so der SFV,  für den Anfang ausreichen. Bei weiterem Ausbau der Solarenergie müssten im gleichen Maße auch die Speicher bei den Endverbrauchern ausgebaut werden.
Durch Millionen solcher “Notstromsysteme” werde gleichzeitig die Sicherheit gegenüber Stromausfällen,  d.h. die Versorgungssicherheit, erheblich erhöht.

Hintergründe und weitere Details finden Sie auf der Homepage des SFV

Quelle: SFV, auf Basis der Presseinformation vom 26.01.2011

Den Ausbau von Solar- und Windenergie weltweit vorantreiben

Donnerstag, Juli 22nd, 2010

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Katherina Reiche hat gestern in Washington zentrale Bausteine einer Initiative Dänemarks, Deutschlands und Spaniens vorgestellt. Sie soll einen “globalen Solar- und Windatlas” sowie eine Langzeitstrategie für den gemeinsamen Kapazitätsaufbau im Bereich erneuerbarer Energien entwickeln. “In vielen Ländern fehlen immer noch grundlegende Informationen, um erneuerbare Energien voranzubringen. Hier setzen wir mit unserer Initiative an. Gemeinsam wollen wir die ersten Schritte tun, um umfassende Daten über Potentiale, Rahmenbedingungen, Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies wird dem weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien zusätzlichen Schub verleihen”, so Reiche.

Gemeinsam mit der dänischen Ministerin Lykke Friis und dem spanischen Staatssekretär Pedro Marín warb die Parlamentarische Staatssekretärin auf dem “Clean Energy Ministerial” für das Projekt. Reiche: “Wir dürfen beim Klimaschutz nicht nachlassen. Alle Staaten, auch die USA, sind aufgefordert, sich hier zu engagieren.” Gemeinsam mit weiteren interessierten Ländern wollen die drei Partner den globalen Ausbau der Wind- und Solarenergie durch ein leicht zugängliches und umfassendes Informationsportal sowie eine langfristige Strategie zur Schaffung der notwendigen Ausbildungsbedingungen unterstützen. Die drei Länder haben bereits Technologie-Aktionspläne erstellt.

Das “Clean Energy Ministerial” findet auf Einladung des US-Energieministers Steven Chu statt. Energieministerinnen und -minister aus 22 Ländern haben in Washington insgesamt zehn neue internationale Initiativen zur globalen Verbreitung nachhaltiger Energien verkündet. Reiche ist unter anderem mit dem US-Sondergesandten für den Klimawandel Todd Stern sowie Amtskollegen aus dem US-Außenministerium, dem US-Energieministerium und der amerikanischen Wirtschaft zusammengetroffen, um sich über die weitere Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien sowie den Stand der nationalen Klima- und Energiegesetzgebungen auszutauschen.

Quelle: www.sonnenseite.com, Foto: www.brainding.de