Eintr&aauml;ge ‘Solarenergie’

Den Ausbau von Solar- und Windenergie weltweit vorantreiben

Donnerstag, Juli 22nd, 2010

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Katherina Reiche hat gestern in Washington zentrale Bausteine einer Initiative Dänemarks, Deutschlands und Spaniens vorgestellt. Sie soll einen “globalen Solar- und Windatlas” sowie eine Langzeitstrategie für den gemeinsamen Kapazitätsaufbau im Bereich erneuerbarer Energien entwickeln. “In vielen Ländern fehlen immer noch grundlegende Informationen, um erneuerbare Energien voranzubringen. Hier setzen wir mit unserer Initiative an. Gemeinsam wollen wir die ersten Schritte tun, um umfassende Daten über Potentiale, Rahmenbedingungen, Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies wird dem weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien zusätzlichen Schub verleihen”, so Reiche.

Gemeinsam mit der dänischen Ministerin Lykke Friis und dem spanischen Staatssekretär Pedro Marín warb die Parlamentarische Staatssekretärin auf dem “Clean Energy Ministerial” für das Projekt. Reiche: “Wir dürfen beim Klimaschutz nicht nachlassen. Alle Staaten, auch die USA, sind aufgefordert, sich hier zu engagieren.” Gemeinsam mit weiteren interessierten Ländern wollen die drei Partner den globalen Ausbau der Wind- und Solarenergie durch ein leicht zugängliches und umfassendes Informationsportal sowie eine langfristige Strategie zur Schaffung der notwendigen Ausbildungsbedingungen unterstützen. Die drei Länder haben bereits Technologie-Aktionspläne erstellt.

Das “Clean Energy Ministerial” findet auf Einladung des US-Energieministers Steven Chu statt. Energieministerinnen und -minister aus 22 Ländern haben in Washington insgesamt zehn neue internationale Initiativen zur globalen Verbreitung nachhaltiger Energien verkündet. Reiche ist unter anderem mit dem US-Sondergesandten für den Klimawandel Todd Stern sowie Amtskollegen aus dem US-Außenministerium, dem US-Energieministerium und der amerikanischen Wirtschaft zusammengetroffen, um sich über die weitere Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien sowie den Stand der nationalen Klima- und Energiegesetzgebungen auszutauschen.

Quelle: www.sonnenseite.com, Foto: www.brainding.de

Strom aus Plastik

Dienstag, Juni 22nd, 2010

Organische Solarzellen stehen für eine noch junge Technologie der Solarstromerzeugung. An ihrer Optimierung arbeitet das Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) in enger Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE. Jetzt ist es dem Forschungsteam um Dr. Uli Würfel gelungen, den weltweit besten Wert beim Füllfaktor für flexible organische Solarzellen zu erzielen. Der Füllfaktor ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das neben dem Kurzschlussstrom und der offenen Klemmenspannung die Effizienz der Solarzelle und damit die Leistungsausbeute bestimmt.

Mit dem Ziel, leichte und flexible Solarzellen zu entwickeln, forscht das FMF an leitfähigen Kunststoffen für den Einsatz in der organischen Photovoltaik. Damit ist es in Zukunft möglich, neben der Versorgung mobiler Kleingeräte auch Rollos und Markisen mit einer dünnen, Strom erzeugenden Folie zu versehen und so neue Anwendungsgebiete zu erschließen.

Das interdisziplinäre Forschungsinstitut FMF führt in enger Kooperation mit dem Fraunhofer ISE Forschungsarbeiten zur organischen Photovoltaik durch. Die organische Photovoltaik ist im Vergleich zur bereits etablierten Silicium-Photovoltaik ein junges Forschungsgebiet, das sich in den letzten Jahren mit großer Dynamik weiterentwickelt hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen, bereits auf dem Markt etablierten Solarzellen aus anorganischen Halbleitern nutzen organische Solarzellen für die Umwandlung des Sonnenlichts in elektrische Energie organische Materialien wie beispielsweise Polymere.

Wichtig für den Einsatz von Solarzellen ist neben dem Wirkungsgrad vor allem ihr Herstellungspreis. Hier besitzt die organische Photovoltaik ein enormes Potenzial, Kosten zu senken. Dies liegt zum einen daran, dass die verwendeten organischen Materialien sehr starke Absorber sind, das heißt es reicht bereits eine extrem dünne Schicht aus, das Sonnenlicht zu absorbieren, was wiederum einen niedrigen Materialverbrauch zur Folge hat. Zum anderen lässt sich diese Technologie mit Hilfe der äußerst effizienten Rolle-zu-Rolle Produktionstechnologie umsetzen.

Daraus resultieren weitere Vorteile wie etwa die Möglichkeit, flexible Solarzellen mit geringem Gewicht herstellen zu können. Mit dem für die photoaktive Schicht eingesetzten Materialsystem werden auf kleinen Flächen üblicherweise Effizienzen von etwas mehr als 3 Prozent erreicht. Mit einem Modul-Wirkungsgrad von 2,5 Prozent auf der aktiven Fläche von mehr als 25 Quadratzentimeter konnte die elektrische Serienverschaltung erfolgreich demonstriert werden.

Damit ist den Freiburger Forschern jetzt nicht nur eine vielversprechende Effizienz gelungen, gleichzeitig konnten sie mit 64 Prozent den für flexible organische Solarmodule weltweit höchsten Füllfaktor realisieren. Ebenfalls ein für die Kosten entscheidender Vorteil ist die Tatsache, dass die in Freiburg entwickelten organischen Solarzellen aufgrund ihres invertierten Aufbaus ohne die üblicherweise in organischen Solarzellen verwendete und sehr teure Indium-Zinnoxid Elektrode auskommen.

Die bislang im Labor gefertigten Module bestehen aus elf in Serie geschalteten Zellen und liefern eine Spannung von 6,5 Volt. Als Prototypen im Rahmen eines Projekts dienen sie zur Versorgung eines energieautarken Sensorsystems, das in Kleidung integriert werden soll. Verschiedene Sensoren zur Erfassung von Umwelt- und physiologischen Parametern können eingebunden werden.

Die Forschungsarbeiten zur organischen Photovoltaik am FMF werden gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG). Zudem gibt es Kooperationen mit Industriepartnern.

 Quelle: www.sonnenseite.com; Foto: www.ise.fraunhofer.de

Solares Potenzial auf den Flachdächern Europas nutzen!

Sonntag, Mai 30th, 2010

30.05.2010. Aufgrund der zunehmenden Anpassung der Einspeisetarife in Europa steigt der Bedarf an Solarlösungen für Aufdachsysteme auf großen Dachflächen. Die Parabel AG präsentiert im Rahmen der Intersolar die Ergebnisse Ihrer Marktstudie: “Flachdächer in Europa: Marktpotentiale für PV, Herausforderungen und Lösungen”

Parabel ist Hersteller und Systemanbieter von Solaranlagen. Das Unternehmen plant und realisiert seit 1992 Solarstrom- und solarthermische Anlagen. Der Geschäftsbereich Photovoltaik ist auf Dünnschichttechnik spezialisiert und umfasst ein Portfolio aus flexiblen Modulen und Glasmodulen.

Ein selbstentwickeltes Klebesystem (UNITAPE) ermöglicht die problemlose Installation einer Solaranlage nahezu unabhängig vom Material der Dachhaut. Für Metallprofildächer wird ein montageoptimiertes System zu Verschraubung angeboten. Zu den Kunden für Parabel Produkte zählen vor allem Industrie, Gewerbe und landwirtschaftliche Betriebe mit großen Dachflächen. Im Bereich Projektentwicklung von Aufdach- und Freilandanlagen konzentriert Parabel sich weiterhin auf den europäischen Markt.

Die Präsentation erfolgt vom 09.06.2010 – 11.06.2010 täglich um 11:00 Uhr und um 15:00 Uhr auf dem Stand der Parabel AG auf der Intersolar in München, Halle A6 Stand 551.

Darüber hinaus erfolgt eine Präsentation am 10.06.2010 um 11:00 Uhr auf dem Forum am Stand der United Solar Ovonic Europe GmbH (Halle B6, Stand 470). Titel: “Parabel SmartRoof – Solare Lösungen für industrielle Flach- und Leichtdächer”

Die Energiewende braucht intelligente Stromzähler

Freitag, Mai 28th, 2010

28.05.2010. Wirsol Solar AG stellt den Prototyp des intelligenten Solarstromzählers “E-ntelligence” auf der Intersolar vor.
Die stetige Zunahme der erneuerbaren Energien stellt die bestehende Netzinfrastruktur vor gewaltige Herausforderungen. Um die tageszeit- und wetterabhängigen Schwankungsbreiten der regenerativen Energien innerhalb der Stromnetze künftig versorgungssicher ausgleichen zu können, müssen in den kommenden Jahren dreistellige Milliardenbeträge investiert werden. Bis es so weit ist, sind intelligente Wege notwendig, die die Netze bereits am Ort der Energieerzeugung entlasten. Deshalb wird es immer wichtiger, die produzierten und die eingespeisten Energiemengen absolut exakt zu messen.

Neue Chancen für Verbraucher

Die Wirsol Solar AG präsentiert auf der Branchenmesse Intersolar in München eine Antwort auf diese Problematik: Der neue Stromzähler “Wirsol E-ntelligence” eröffnet zudem neue Chancen für den Verbraucher und den von ihm erzeugten Solarstrom auf dem Dach. Die Serienreife des Hightech-Zählers wird für Oktober erwartet. Er verbindet gleich mehrere Vorteile miteinander: Künftig ist für den Solaranlagenbesitzer genau ablesbar, wann die Anlage optimale Erträge produziert.

Mit dieser Information können moderne Gebäudemanagementsysteme energieintensive Haushaltsgeräte passgenau ein- und ausschalten und so die Energie vom Dach optimal einsteuern. “Das spart Energiekosten für den Verbraucher und entlastet gleichzeitig die Netze”, fasst Markus Wirth, Vorstand der Wirsol Solar die Vorteile der Neuentwicklung zusammen.

Neuer Zähler als “Quantensprung”

Ein zusätzliches Problem bei der Messung von Solaranlagen war bei herkömmlichen Zählern eine unumgängliche Messabweichung von bis zu zehn Prozent der Leistung. Die Energieversorger notierten bislang regelmäßig andere Zahlen als der Stromzähler im Haus.

Der Hintergrund: Herkömmliche Geräte greifen die Werte bislang noch vom Wechselrichter der Solaranlage ab. Das verursacht die enormen Schwankungen bei den Messergebnissen. “Von nun an lassen sich Produktionsmenge, Eigenverbrauch und Einspeisewerte exakt messen und voneinander getrennt visuell abbilden”, sagt Jan Koeppen, Leiter der Umwelttechniksparte von MSC. Das Unternehmen entwickelt den neuen Zähler im Auftrag von Wirsol Solar.

“Wirsol E-ntelligence ist ein Quantensprung im Bereich der Eigenverbrauchssteuerung”, sagt Wirth. Für viele Verbraucher kommt dabei eine weitere Kostenersparnis hinzu. Denn wer sich die Produktionswerte seiner Anlage bislang über spezielle Dienste zuschicken lässt, zahlt hierfür Kommunikationskosten.
Die Anlagenüberwachung ist in “E-ntelligence” aber bereits integriert: Der intelligente Stromzähler kann darüber hinaus die vorhandene DSL-Leitung nutzen und so die Daten auf mobile Endgeräte übertragen sowie zur monatsgenauen Abrechnung von Einspeisung und Eigenverbrauch mit dem Energieversorger herangezogen werden.
Quelle: www.wirsol.de, www.sonnenseite.com; Foto: www.wirsol.de

Solarfamilien stellen Energieversorger in den Schatten

Mittwoch, Mai 5th, 2010

Die Energieversorgung in Deutschland wird zunehmend zur Familienangelegenheit: Bundesbürger investierten im letzten Jahr über sechs Milliarden Euro allein in die Solarenergie. Das ist mehr, als die vier großen Energieversorger, E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall, zusammen für Kraftwerksneu und -ausbau ausgegeben haben.

73 Prozent der Hauseigentümer in Deutschland wollen ihre Energie am liebsten selbst erzeugen, so eine am 1. Mai zum Auftakt der Woche der Sonne veröffentlichte Forsa-Umfrage. Zur Aktionswoche vom 1. bis 9. Mai, die erstmals unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin stattfindet, werden 300.000 Besucher erwartet. Bundesweit informieren Handwerker, Kommunen, Vereine und Bürger auf rund 3.000 Veranstaltungen über Solarenergie. Beim Auftaktevent der Woche der Sonne auf dem Berliner Schlossplatz wurden 16 Solarfamilien aus ganz Deutschland mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ ausgezeichnet.

„Familien denken an die Zukunft. Sie haben verstanden, dass wir eine dezentrale, unerschöpfliche und umweltfreundliche Energieversorgung brauchen“, erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar).

Zehn Prozent aller Hausbesitzer planen in den nächsten zwei Jahren die Installation einer Solaranlage zur Strom- oder Wärmegewinnung. 2009 haben Privathaushalte rund 6,22 Milliarden Euro in solche Anlagen investiert. Dagegen kamen die vier großen Energieversorger mit ihren gemeinsamen Investitionen in neue Anlagen zur Strom- und Fernwärmerzeugung und den Ausbau alter Anlagen nur auf ein Investitionsvolumen von rund 4,28 Milliarden Euro.

Bereits 20 Prozent dieser Eigenheimbesitzer haben eine Solaranlage zur Strom- oder Wärmegewinnung. Zwei Drittel der Familien mit Kindern sind überzeugt, dass zukünftige Generationen in der Lage sein werden, Strom und Wärme ausschließlich aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen, so die Umfrage.

Damit die Investitionsbereitschaft der Bürger weiter anhält und sich auch positiv auf die deutsche Solarbranche auswirkt, bleiben nach Auffassung des BSW-Solar noch für wenige Jahre attraktive und verlässliche Förderbedingungen unverzichtbar.

Diese werden gegenwärtig durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für Solarstrom und den Haushaltsstopp für das Marktanreizprogramm (MAP) von der Regierungskoalition in Frage gestellt. Dies sei aufgrund des harten internationalen Wettbewerbs um die Solarenergie als einen der größten Wachstumsmärkte industriepolitisch höchst fragwürdig, so Körnig.

Quelle:  Bundesverband Solarwirtschaft e.V.