Einträge ‘Stromimport’

Energiewende: Deutschland ist weiterhin Strom-Exporteur

Mittwoch, September 21st, 2011
Deutschland exportiert trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken weiterhin mehr Strom als es importiert. Von Stromknappheit kann in Deutschland also weiterhin keine Rede sein. Allerdings hat sich die Ausfuhr verringert, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Demnach wurde von Deutschland im ersten Halbjahr mehr Strom ins Ausland geliefert als es von dort importiert hat. Trotz des endgültigen Aus für acht deutsche Atomkraftwerke nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima (Japan) überstiegen die deutschen Stromexporte mit 27,9 Terrawatt-Stunden (TWh) die Importe noch um fast 17 Prozent. In Zahlen:  23,9 Terrawatt-Stunden (TWh) wurden importiert, 27,9 TWh sind ausgeführt worden. Somit behält Deutschland den Status eines Netto-Exporteurs.

Fukushima und Atom-Moratorium entscheidend

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist der Exportüberschuss in der Handelsbilanz aber deutlich gesunken: So ist der Statistik zufolge die Einfuhrmenge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 um 4,8 TWh gestiegen, das macht ein Plus von 25 Prozent aus. Gleichzeitig hat sich die Ausfuhr um rund zwei TWh verringert, was einem Minus von sieben Prozent entspricht. Die größten Strommengen haben von Januar bis Juni Frankreich (10,4 TWh) und die Tschechische Republik (5,6 TWh) in die deutschen Netze eingespeist. Die beiden wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland waren laut Statistik Österreich (7,8 TWh) und die Schweiz (7,6 TWh).

Anmerkung: Eine Terrawatt-Stunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden.

Quelle: focus online, Statistisches Bundesamt, News.toptarif.de

Foto: Windrad – Raphael Mack

Nur noch vier Atomkraftwerke am Netz

Freitag, Mai 27th, 2011

Atomkraftwerk Unterweser

Von den 17 deutschen Kernkraftwerken sind zurzeit 13 abgeschaltet. Sieben Kraftwerke sind über das Kernkraft-Moratorium vorläufig stillgelegt worden und das Kernkraftwerk Krümmel ist bereits seit 2007 vom Netz genommen. Dasselbe geschah letzte Woche mit fünf weiteren Meilern, die nun wegen Wartungsarbeiten heruntergefahren sind. Die Lage sei „angespannt, aber unter Kontrolle“, teilte das Bundesumweltministerium mit.

Als Stromexporteur hat Deutschland große Erzeugungspuffer

Die Experten der Bundesnetzagentur verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass das tägliche Ausbalancieren der Netzstabilität schwieriger ist, wenn die Stromleistung so stark gedrosselt ist. Dennoch sei die Stromversorgung derzeit sicher, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Denn Deutschland exportiere üblicherweise Strom und habe große Erzeugungspuffer. So gibt es auch jetzt ausreichend Kapazitäten und Reserven. Zusätzlich wird momentan mehr Strom importiert als sonst – als Folge der Stilllegung von Kernkraftwerken. Allerdings ist das Importieren und Exportieren von Strom üblich und nichts Neues.

Ende Mai werden die ersten Kraftwerke nach einer erfolgreichen Wartung wieder ans Netz gehen: Grundremmingen am 26. Mai, Grohnde am 28. Mai. Philippsburg dann am 4. Juni und das Kernkraftwerk Emsland am 8. Juni. Damit werde die Stromproduktion in Deutschland wieder steigen.

Abschaffung der Brennelemnte-Steuer in der Diskussion

Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ stehe unterdesssen die Brennelementesteuer auf der Kippe. Hochrangige Regierungsvertreter hätten geäußert, dass eine Abschaffung der Steuer diskutiert würde, da die Betreiber-Konzerne sonst nicht mehr in regenerative Energien investieren könnten.

Quelle: IWR