Einträge ‘Windenergie’

Genug Flächen für die Energiewende

Samstag, Januar 26th, 2019

Eine Studie kommt zu dem Schluss: An fehlenden Flächen wird die Energiewende nicht scheitern. Die Autoren plädieren jedoch dafür, diesen Faktor stärker zu beachten – denn im Detail gibt es verschiedene Ausbaupfade für Solar- und Windenergie.

In Deutschland gibt es genügend Flächen, um eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Forschungsinstitute, die sich im Auftrag der Umweltorganisation WWF mit der Frage auseinandergesetzt haben. Ihre Studie untersucht zwei verschiedene Szenarien, die demnach beide zum Erfolg führen würden: Variante eins setzt vor allem auf den Ausbau von Windenergie an Land – dies sei das gängige Szenario. Variante zwei soll das Potenzial von Solaranlagen auf Dächern ausreizen, wobei ein großer Teil dieses Stroms für den Eigenverbrauch erzeugt würde. Zum Vergleich: 2050 wären im ersten Szenario 154 Gigawatt Photovoltaik-Leistung nötig (Onshore-Wind: 178), im zweiten dagegen 313 Gigawatt (Onshore-Wind: 115).

Was die Gesamtkosten angeht, bestehe kein großer Unterschied zwischen beiden Wegen, so die Autoren. Sie haben zwar unter Einbezug von Netzausbau und Speicherbedarf etwas geringere Kosten beim Standard-Szenario errechnet, der Unterschied liege jedoch über den gesamten Zeitraum nur bei einem bis 1,5 Prozent (maximal rund eine Milliarde Euro). Einen Nachteil des Solar-Fokus sehen sie eher in der Ungewissheit, ob Hausbesitzer wirklich wie gewünscht in PV-Anlagen investieren.

10H kann Windkraft nicht vollständig stoppen

Montag, Oktober 24th, 2016

Windkraft-Bürgerentscheid: Befürworter setzen sich durch

Bild: Windkraft-Bürgerentscheid: Befürworter setzen sich durch. Pfaffenhofen (dk) Die Windkraft-Befürworter haben sich beim Bürgerentscheid in Pfaffenhofen durchgesetzt. Mit 6660 Stimmen erzielten sie laut vorläufigem Endergebnis 56,9 Prozent. Das notwendiger Quorum von 20 Prozent (rund 4000 Stimmen) übersprangen sie damit spielend. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 59,6 Prozent Auch das neue Familienbad fand Zustimmung.

Zum Artikel im Donaukurier gehts hier

Praxisseminar Kleinwindkraft am 2. Juni

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Praxisseminar Kleinwindkraft am Donnerstag, 2. Juni 2016, 13:00 – 17:30

Mehr Unabhängigkeit und Sicherheit bei den Energiekosten – dies ist der Traum vieler Bürger,
die sich dazu entschließen in die eigene Erneuerbare- Energien-Anlage zu investieren. Neben weit verbreiteten Technologien wie Photovoltaik oder Biogas können unter den richtigen Voraussetzungen auch Kleinwindkraftanlagen dabei helfen, einen Teil des individuellen Strombedarfs durch Strom aus der eigenen Anlage zu decken und sich somit von den steigenden Strompreisen abzukoppeln. Insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich liegen hierfür oftmals günstige Rahmenbedingungen vor: Ein durchgängiger Strombedarf, die Verfügbarkeit exponierter Flächen sowie ausreichend vorhandene (Abstands-)Flächen, um Lärm- und Naturschutzbelangen Rechnung zu tragen.

Von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung einer Kleinwindkraftanlage sind jedoch eine ganze Reihe an Fragen zu klären, damit die Anlage später auch wirtschaftlich betrieben werden kann. Welche Anlage eignet sich für welchen Standort? Wie ist die Vorgehensweise bei der Genehmigung? Wie lange dauert es, bis sich eine Kleinwindanlage vollständig amortisiert hat? Das C.A.R.M.E.N.- Praxisseminar gibt den Teilnehmern einen Überblick zu all diesen Aspekten anhand einer konkreten Kleinwindanlage vor Ort, die im Anschluss an die Vorträge besichtigt werden wird.

Die Veranstaltung richtet sich an potentielle Anlagenbetreiber, Akteure aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich, Kommunalvertreter und Gewerbetreibende, Vertreter der Energiebranche sowie an fachlich und inhaltlich Interessierte.

Eine Anmeldung ist bis zum 25. April 2016 möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Teilnahme an der Veranstaltung ist mit einem Unkostenbeitrag von 30 Euro verbunden, für C.A.R.M.E.N. e.V. – Mitglieder, Vertreter bayerischer Behörden und Studenten gilt der ermäßigte Tagungsbeitrag in Höhe von 25 €.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie dem pdfTagungsprogramm mit Anmeldeformular entnehmen.

Quelle: CARMEN e.V.

<FONT SIZE=“1″>Foto: Fotolia / martinlisener</FONT>

EEG-Novelle gefährdet Arbeitsplätze

Samstag, April 16th, 2016

Der offizielle Referentenentwurf zum EEG 2016 liegt vor. Die Länder- und Verbändeanhörung ist damit eingeleitet worden. Dass die Mindestausschreibungsmenge weiterhin nicht definiert ist, verunsichert die Energiebranche und besonders die  Windbranche massiv. Denn gemäß der als „Weltformel“ verschrieenen Berechnung zur Ausschreibungsmenge wird die kostengünstige Windenergie auf eine Steuerungsgröße reduziert – auf Kosten von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Klimaschutz.

„Dieser Entwurf steht im deutlichen Widerspruch zu der Tatsache, dass inzwischen alle Akteure im Bereich der Energiewirtschaft voll auf Erneuerbare Energien setzen“, kritisierte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers.

Der BWE weißt das Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt seit mehreren Monaten auf die Defizite im EEG-Entwurf hin, der sowohl den Klimaschutzzielen als auch der Energiewende zuwider läuft und zudem erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen dürfte. So sind Tausende der aktuelle 150.000 Arbeitsplätze und die Spitzenposition der deutschen Windenergie-Branche im internationalen Markt gefährdet. Und auch die hohe Akzeptanz für die bislang günstigste aller erneuerbaren Energieformen – Windstrom – dürfte darunter leiden.

Auch in den kommenden Wochen tritt der Verband dafür ein, dass sich die jährlichen Ausschreibungsvolumina mindestens an der Bund-Länder-Einigung aus dem April 2014 von jährlich 2.500 MW netto orientieren. Ein Festhalten an einer EE-Zielbegrenzung von 45 Prozent am Stromverbrauch hält der BWE angesichts des Potenzials der Windenergie für die Sektoren Elektromobilität und Wärme für falsch.

Demo gegen 10H-Regel in München

Samstag, April 9th, 2016

„Wir wollen Windstrom aus Bayern! Die 10H-Regelung ist willkürlich und unverhältnismäßig“

Am Dienstag, 12.04.2016, findet von 9:30 bis 14 Uhr schräg gegenüber dem Haupteingang des Justizpalastes, Prielmayerstraße 7, 80335 München (Königshof), eine Kundgebung gegen die 10H-Regel statt.

Und es werden immer mehr Leute ...

Aufruf zur Versammlung

Liebe BefürworterInnen des Klimaschutzes: Kommt am Dienstag, den 12.4.2016, um spätestens 9:30 Uhr zum Münchner Justizpalast am Stachus!

Viele Verbände und Organisatioinen, die die Energiewende und den Ausbau der Windenergie befürworten, versammeln sich dort, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Verhandlung der 10H- Regelung vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof (Sitzungssaal 270/II, 10:30 bis ca. 12 Uhr) zu lenken.
Diese Regelung wurde vom bayerischen Landtag am 17.11.2014 im Rahmen der Änderung der Bayerischen Bauordnung beschlossen. Die Regelung besagt, dass neue Windenergieanlagen mindestens die 10-fache Anlagenhöhe von der nächsten Wohnbebauung entfernt sein müssen. Seitdem diese Regelung in Kraft ist, kam der Ausbau der Windenergie in Bayern rasend schnell zum Erliegen. Nur noch ganz selten wurden seither neue Genehmigungsanträge eingereicht. Die Abstände sind einfach zu hoch! Dabei weht genügend Wind in Bayern – auch in Oberbayern – aber nur, wenn 10H beendet wird, kann dieser Wind für die Energiegewinnung genutzt werden.
Unserer Meinung nach ist die 10H-Regelung willkürlich und unverhältnismäßig , sie verhindert den Ausbau der Windenergie in Bayern, da es mit 10H so gut wie keine wirtschaftlich abbildbaren Standorte mehr gibt. 10H gefährdet auch die Wertschöpfung vor Ort und regional und damit Arbeitsplätze: vom Zulieferer bis hin zum Projektplaner, Firmen im Fahrzeugbau/Spezialtransporter, in der Seil- und Hebetechnik, im Maschinenbau und in Forschung und Entwicklung. Denn viele bayerische Unternehmen haben sich neue Geschäftsfelder im Bereich Windenergie erschlossen und so Arbeitsplätze geschaffen. Diese stehen nun auf dem Spiel, denn Bayern ist das einzige Bundesland mit einer solch absurden Regelung (übrigens wurde in Schleswig-Holstein von der Landesregierung 2H für Windräder eingeführt). Und letztlich ist der Abstand nicht ausschlaggebend für den Schutz der Umwelt und der Bürger, denn jedes Windrad wird einzeln geprüft auf die Einhaltung der Schutzkriterien. Ein Abstand hat damit nichts zu tun – nur mit Verhinderung. 10H führt auch zur Aushebelung der engagierten Bürgerenergiewende, der Energiewende, die von den Bürgern gewollt wird und breit getragen ist, die Energiewende, die demokratisch ist und die „von unten“ kommt und die Energiepreise senkt. Die neue Energiepolitik in Bayern führt dagegen zu größerer Abhängigkeit, zu Abhängigkeit von Konzernen und von Stromimporten, und sie verlängert unnötig die Laufzeit fossiler und atomarer Kraftwerke. 10 H bedeutet Netzausbau und so weitere Konflikte. 10H richtet sich gegen eine ausgewogene, gut verteilte Infrastruktur und gegen eine zügige Energiewende, die dezentral im Norden und im Süden stattfindet und so auch ausgleichend wirkt. 10H benachteiligt Bayern und die Bürger Bayerns.

Nutzen wir die mündliche Verhandlung am Bayerischen Verfassungsgerichtshof als Gelegenheit, um uns erneut zu positionieren!

Um die Energiewende zu schaffen und das Klima effektiv zu schützen benötigen wir dringend mehr Windkraftwerke in Bayern! Wir wollen Windstrom aus Bayern!

Vor Bürgerentscheid: Inninger besuchen zweites Windrad in Mammendorf

Mittwoch, Februar 4th, 2015

Auch bei uns in der Nähe gibt es schon Windräder! Deshalb veranstaltete der Energiewende-Verein – Ortsgruppe Inning – am vergangenen Wochenende eine zweite Exkursion zum Windrad nach Mammendorf.  Anlässlich des bevorstehenden Bürgerentscheids in der Gemeinde Inning zur Windkraft am 8. Februar hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger nun noch einmal die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von einer hochmodernen Windturbine zu machen.

Einige Impressionen des winterlichen Besuchs in Mammendorf sehen Sie hier (zum Start der Diashow auf ein beliebiges Bild klicken):

 

 

 

 

 

Anbei  gelangen Sie zu den Informationen der „Windenergie-Informationstour“ ins schwäbische Energiedorf Wildpoldsried

Möchten auch Sie vor dem Bürgerentscheid noch einmal einen Überblick verschaffen? Lesen Sie alle wichtigen Fragen und Antworten zum Thema Windenergie in Inning in unserem Faltblatt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie unterstützen uns beim Ja! zur Windenergie in Inning? Hier finden Sie unser Aktionsplakat zum herunterladen und selbst ausdrucken!

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Susanna Kiehling

Inning: Windenergie-Informationstour nach Wildpoldsried

Dienstag, Januar 13th, 2015

Das mehrfach, zum Teil auch international ausgezeichnete Energiedorf Wildpoldsried ist Ziel der bevorstehenden ‚Windenergie-Informationstour‘, die die Energiewende-Ortsgruppe Inning organisiert. Anlass ist der Bürgerentscheid über Windenergie am 8. Februar in Inning.

Die Exkursion ins Allgäu findet statt am 24. Januar 2015, neben den Inninger Bürger/innen sind natürlich auch alle anderen Interessenten herzlich eingeladen. Abfahrt ist um 8:45 Uhr am Bahnhof Herrsching  und um 9 Uhr am Marktplatz Inning.

Der Ausflug ins Energiedorf startet mit einem Begrüßungswort von Herrn Wendelin Einsiedler, Gemeinderat (CSU) und Geschäftsführer der sieben Wildpoldsrieder Bürgerwindanlagen. Im Anschluss wird gemeinsam ein Windrad besichtigt. Direkt vor Ort, aber auch beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen gibt es ausreichend Zeit für Information und Diskussion, so dass hoffentlich keine Fragen mehr offen bleiben. Im Zentrum werden dabei sicherlich die Wildpoldsrieder Erfahrungen mit den Windenergieanlagen stehen sowie die Frage, inwieweit auch die Gemeinde Inning und ihre Bürgerinnen und Bürger von Windenergie und den Erkenntnissen der Beste-Praxis-Kommune aus dem Allgäu profitieren können.

Der Unkostenbeitrag beträgt pro Teilnehmer 10 Euro, für Mitglieder des Energiewendevereins 5 Euro. Es wird um Anmeldung bis spätestens 19. Januar gebeten:

Susanna Kiehling
Hauptstraße 24
82266 Inning
E-Mail: s[at]kiehling.de
Tel.: 08143264482

 

Quelle: Susanna Kiehling, Alfred Renner (Energiewendeverein Starnberg e.V., OG Inning)
Bild: www.wildpoldsried.de

Verbraucherzentralen für Windkraft in Bayern und Baden-Württemberg

Mittwoch, Januar 8th, 2014

Nach Einschätzungen der Verbraucherzentralen werden etwa zwei Drittel der Verbraucherstrom-kostensteigerungen durch den Ausbau von Windanlagen auf See verursacht. Dort werden zu Beginn sehr hohe Einspeisevergütungen bezahlt, die wiederum via Umlage von den Haushalten finanziert werden. Dass es auch anders ginge, weiß Holger Krawinkel, kommissarischer Leiter der Verbraucherzentrale Bundesverband: Er sieht bei der Offshore-Energie enorme Einsparmöglichkeiten – die zur Entlastung der Energiewende beitragen: „Wenn die süddeutschen Länder ihr Windkraft-Potenzial so realisieren würden wie Rheinland-Pfalz, könnte man weitgehend auf die Anlagen auf See und auch auf einige Stromtrassen verzichten“, so Krawinkel. Die geplante Ausbauziel der großen Koalition, nachdem bis 2020 die Offshore-Stromleistung von zehn auf 6,5 Gigawatt reduziert werden soll, geht für den Verbraucherschützer noch nicht weit genug: „Der entscheidende Punkt ist, dass wir Alternativen haben: Windenergie an Land ist deutlich billiger. Es gibt jetzt Untersuchungen eines Think Tanks in Berlin, die belegen, dass die Energiewende pro Jahr drei bis vier Milliarden Euro kostengünstiger gemacht werden kann, wenn auf Offshore-Windenergie weitgehend verzichtet wird, und der Strom mit Windenergie an Land erzeugt wird.“

 

Quellen:
RP Online
taz.de
radiobremen.de

Bild:
uschi dreickucker / www.pixelio.de

Ruhr-Universität errechnet erste Ökobilanz für Offshore-Windpark

Montag, November 25th, 2013

Weltweit zum ersten Mal haben Ingenieure der Ruhr-Universität eine Ökobilanz eines Offshore-Windparks erstellt. Dabei konnten sie am Beispiel des deutschen Nordsee-Windparks „alpha ventus“ nachweisen, dass die Windanlagen die Energie, die für Aufbau und Wartung vonnöten ist, schon innerhalb knapp eines Jahres wieder ausgleichen. Sie amortisieren sich somit energetisch schneller als Solaranlagen.

In die Ökobilanz wird jeweils der gesamte Energieverbrauch und Schadstoffausstoß für den gesamten Lebenszyklus eines Windparks mit eingerechnet: „Wie viel Energie braucht man, um das ganze Material für den Park herzustellen, die Komponenten zu fertigen, an ihren Standort zu transportieren, aufzubauen, zu warten und eines Tages wieder abzubauen, und wie viele Schadstoffe entstehen in diesem Prozess?“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner vom Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft. Dem gegenüber stellten die Ingenieure wie viel Energie, beziehungsweise Schadstoffe eingespart werden, indem man Strom mit „alpha ventus“ produziert und nicht mit dem aktuellen deutschen Strommix.

Die Phase im Lebenszyklus eines Windparks, die mit Abstand am wenigsten Energie verbraucht, ist ihr Abbau. Der Betrieb rangiert mit knapp 20 Prozent am Gesamtverbrauch an zweiter Stelle – hauptsächlich verschuldet durch wartungsbedingte Schiffs- und Helikoptereinsätze. Mit fast 75 Prozent die mit Abstand energieintensivste Phase ist die der Materialproduktion und des Aufbaus des Windparks, respektive die Herstellung des Fundaments.

 

Quelle: Ruhr-Universität Bochum
Bild:
www.alpha-ventus.de

Branche sieht Windstrom-Pläne der Koalition gelassen

Dienstag, November 12th, 2013

Angesichts der jüngsten Nachrichten über die von der zukünftigen Koalition geplanten Einsparmaßnahmen bei der Windenergie gibt sich die Branche relativ gelassen. Einem Sprecher des Bundesverbandes Windenergie zufolge löse der Verhandlungsstand zwar im Moment keinen Jubel aus, man müsse aber zunächst die konkreten Details abwarten. Auch bei Deutschlands größtem Windenergieanlagenhersteller Nordex sieht man im Moment keinen Grund zur Panik: Bei einem moderaten Rückgang der Förderung sei kaum damit zu rechnen, dass tatsächlich viele Windprojekte in Frage gestellt werden.

Am Wochenende hatte sich die Arbeitsgruppe Energie von Union und SPD im Rahmen der Koalitionsverhandlungen auf Einschränkungen bei der Windstromförderung geeinigt. Diese sehen unter anderem vor, dass die Einspeisevergütungen für Windräder an Land sich künftig am Windaufkommen am vorgesehenen Standort orientieren. Anlagen in windschwachen Gegenden sollen demnach deutlich weniger gefördert werden. Auch Offshore-Projekte wären von den geplanten Änderungen betroffen: Das Ausbauziel für Windkraftanlagen in der Nord- und der Ostsee soll Angaben zufolge von bislang 10 Gigawatt im Jahr 2020 auf 6,5 Gigawatt gesenkt werden. Jedoch zeigen die Branchenvertreter auch hier Gelassenheit, da das bisherige Ausbauziel ohnehin nicht realisierbar gewesen sei.

 

Quelle: Frankfurter Allgemeine
Bild: Dr. Christian Kühnel