Eintr&aauml;ge ‘Windenergie’

Weltweit stark im Wind

Freitag, August 20th, 2010

Windkraft ist unter den erneuerbaren Energien die bedeutendste. In Rostock hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch erläutern lassen, wo die deutsche Windkraftindustrie steht: international ziemlich weit vorn nämlich. Im Gespräch mit Energiefachleuten aus verschiedenen Branchen kam auf der ersten Station ihrer Energiereise schließlich auch zur Sprache, wie die Politik die “Erneuerbaren” weiter nach vorn bringen kann.

41 Prozent der erneuerbaren Energien hierzulande entstammen der Windkraft. Merkel erklärte, dieser Anteil solle in den kommenden Jahren schnell weiter wachsen. Die Bundesregierung werde jedenfalls die wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich die Windtechnologie erfolgreich weiter entwickeln kann: an Land und auf See (“Offshore”).

Ziel der deutschen Energiepolitik ist ein umweltfreundlicher Energiemix. Im Sinne des Klimaschutzes – und als Exportschlager, der hierzulande Arbeitsplätze schafft. “Überall in der Welt sind unsere Produkte überaus anerkannt”, so die Kanzlerin. Einen wichtigen Grund für die deutsche Technologieführerschaft sieht Merkel im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Gezielt und erfolgreich sei es damit gelungen, Forschung und Investitionen in die Erneuerbaren wie nirgends sonst auf der Welt voranzubringen.

Quelle: www.bundesregierung.de, Foto: www.brainding.de

Den Ausbau von Solar- und Windenergie weltweit vorantreiben

Donnerstag, Juli 22nd, 2010

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Katherina Reiche hat gestern in Washington zentrale Bausteine einer Initiative Dänemarks, Deutschlands und Spaniens vorgestellt. Sie soll einen “globalen Solar- und Windatlas” sowie eine Langzeitstrategie für den gemeinsamen Kapazitätsaufbau im Bereich erneuerbarer Energien entwickeln. “In vielen Ländern fehlen immer noch grundlegende Informationen, um erneuerbare Energien voranzubringen. Hier setzen wir mit unserer Initiative an. Gemeinsam wollen wir die ersten Schritte tun, um umfassende Daten über Potentiale, Rahmenbedingungen, Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies wird dem weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien zusätzlichen Schub verleihen”, so Reiche.

Gemeinsam mit der dänischen Ministerin Lykke Friis und dem spanischen Staatssekretär Pedro Marín warb die Parlamentarische Staatssekretärin auf dem “Clean Energy Ministerial” für das Projekt. Reiche: “Wir dürfen beim Klimaschutz nicht nachlassen. Alle Staaten, auch die USA, sind aufgefordert, sich hier zu engagieren.” Gemeinsam mit weiteren interessierten Ländern wollen die drei Partner den globalen Ausbau der Wind- und Solarenergie durch ein leicht zugängliches und umfassendes Informationsportal sowie eine langfristige Strategie zur Schaffung der notwendigen Ausbildungsbedingungen unterstützen. Die drei Länder haben bereits Technologie-Aktionspläne erstellt.

Das “Clean Energy Ministerial” findet auf Einladung des US-Energieministers Steven Chu statt. Energieministerinnen und -minister aus 22 Ländern haben in Washington insgesamt zehn neue internationale Initiativen zur globalen Verbreitung nachhaltiger Energien verkündet. Reiche ist unter anderem mit dem US-Sondergesandten für den Klimawandel Todd Stern sowie Amtskollegen aus dem US-Außenministerium, dem US-Energieministerium und der amerikanischen Wirtschaft zusammengetroffen, um sich über die weitere Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien sowie den Stand der nationalen Klima- und Energiegesetzgebungen auszutauschen.

Quelle: www.sonnenseite.com, Foto: www.brainding.de

Windenergie in Bayern!

Dienstag, Juni 1st, 2010

In Bayern liegt der Anteil der regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch bei immerhin 8 %. Binnen zwölf Jahren soll er im Rahmen des “Klimaprogramms 2020″ nochmals verdoppelt werden. Doch ohne Windkraft, so steht zu befürchten, bleiben Bayerns Klimaziele nur ein frommer Wunsch: Alle ernsthaften Konzepte über unsere zukünftige Energieversorgung messen dem Ausbau der Windkraft an Land eine zentrale Bedeutung bei, um die Klimaschutzziele in dem engen Zeitrahmen, wie er uns durch internationale und nationale Vorgaben gesetzt ist, erreichen zu können.

Für die Windkraftnutzung an Land spricht insbesondere, dass deren Technik nach 20 Jahren Entwicklung als ausgereift, zuverlässig und höchst effizient gilt. Deshalb können moderne Windkraft-Technologien “made in Germany” mit höheren Türmen und größeren Rotorendurchmessern auch in bislang für die Energiegewinnung aus Windkraft nicht relevanten Regionen große Stromerträge erzielen.

Guter Wind weht auch in Bayern – und zwar an vielen Standorten! Dies belegen eindrucksvoll die aktuellen Betriebsergebnisse der neuesten Anlagengeneration, welche in den letzten beiden Jahren hier in Betrieb genommen wurde. Selbst der Bund Naturschutz fordert die Windkraftnutzung auf rund 1000 Standorten. “Mit Umgriff wäre dafür ein Promille der Fläche Bayerns nötig. Diese Flächen sind auch nach strengen Natur- und Landschaftsschutz-Kriterien leicht zu finden”, weiß der Umweltverband. Diese Position wird durch aktuelle Urteile des Verwaltungsgerichtshofes (VGH) München gestützt: Die Nutzung der Windkraft, so sagen die Richter, hat auch in Bayern ihren Platz und ihre Berechtigung – ohne dass die Landschaft verunstaltet wird.

Der BWE geht aufgrund des großen Leistungspotenzials moderner Windkraftanlagen allein für die vom Bund Naturschutz genannten 1000 Standorte von einem kurzfristig zu realisierenden Potenzial von jährlich bis zu 5 Mrd. Kilowattstunden Windstrom aus. Dies entspricht einem Anteil von etwa 6 % am derzeitigen Stromverbrauch (etwa 75 Mrd. kWh) in Bayern. Bezogen auf die in Deutschland übliche Stromerzeugung würde dies rund 4 Mio. Tonnen CO2 einsparen! Mittelfristig ist aber auch bei uns ein Ausbau wie in anderen deutschen Binnenländern möglich.

Übrigens: Obwohl Bayern in Deutschland (noch) Schlusslicht bei der Nutzung der klimafreundlichen Windenergie ist, kann das Land schon heute mit einer starken Zulieferindustrie für die Herstellung von Windkraftanlagen aufwarten – und zwar in allen Regionen und mit bedeutenden nationalen und internationalen Marktteilnehmern, mit tausenden von Arbeitsplätzen, innovativen Technologien und erheblichen Investitionen.

Quelle: www.wind-energie.de, Foto: www.brainding.de

Windenergie: Deutschland geht offshore

Donnerstag, April 29th, 2010

Offshore Anlage Alpha Ventus27. April 2010. Mitten in der Nordsee, 25 Kilometer vor der Insel Borkum, wurde Alpha Ventus, ein Windkraft-Gemeinschaftsprojekt der Energiekonzerne EWE, E.ON und Vattenfall Europe, offiziell in Betrieb genommen. Der erste Offshore-Windpark in deutschen Hoheitsgewässern mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro soll jährlich eine Leistung von 220 Gigawattstunden erbringen und den Stromverbrauch von rund 50.000 Haushalten decken.

Alpha Ventus besteht aus insgesamt zwölf einzelnen Windkraftanlagen. Mit Bau und Betrieb des Offshore-Windparks sollen auch Erfahrungen für zukünftige Projekte gewonnen werden. Ein Videofilm über Alpha Ventus vermittelt einen guten Eindruck über die Dimension der Anlage.

Alpha Ventus dient darüber hinaus als Forschungsplattform in Sachen Naturschutz. Das Projekt FINO wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) finanziert und durch das Forschungszentrum Jülich GmbH (Projektträger Jülich PTJ) vertreten.

FINO soll beispielsweise mögliche Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die marine Flora und Fauna ermitteln. Auf der Projektwebsite können Sie die Untersuchungen verfolgen und über eine Webcam den Windpark betrachten.

Mit der Offshore-Anlage vor Borkum erhofft man sich einen Impuls für weitere Projekte dieser Art. Bisher sind in Nord- und Ostsee 29 Windparks mit zusammen 1.894 einzelnen Windrädern genehmigt. Derzeit sind zwei weitere Parks im Bau, darunter “Bard Offshore 1″ mit 80 Anlagen in der Nordsee und “Baltic 1″ mit 21 Turbinen vor der Ostsee-Insel Darß in Mecklenburg-Vorpommern.

Eine ausführliche Reportage zum Thema Windenergie vom 26. April 2010 finden Sie bei Spiegel online!

Fotos und Info-Grafiken von Alpha Ventus und zum Thema Windkraft – z.B. zur installierten Leistung in Deutschland und weltweit, zu Marktentwicklung und Arbeitsplatzsituation etc. – finden Sie in unserem Servicebereich,  Informationen zum Themenbereich Windkraft allgemein finden Sie unter dem Menüpunkt Hintergrund.

Foto: Germanischer Lloyd, Alpha Ventus