Einträge ‘Windräder’

Windkraft funktioniert in Oberbayern

Donnerstag, Mai 4th, 2017

In Bayern erstmals Windräder heruntergedreht

Am Wochenende sind zum ersten Mal in Bayern in großem Umfang die Rotoren von Windkraftwerken aus dem Wind genommen worden. Grund: zu viel Strom im Netz. Gleichzeitig liefen das Atomkraftwerk Gundremmingen und Kohlekraftwerke weiter

zum Beitrag des BR gehts hier

Die Ästhetik der Windräder

Mittwoch, Dezember 7th, 2016

Die riesigen Masten und Rotoren sind für viele ein Graus, „Verspargelung der Landschaft“ heißt es überall. Wie wäre es aber, wenn man in ihnen Windmühlen der Moderne sehen würde? Quasi Symbole des idyllischen Lebens?

Ein lesenswerter Beitrag von Ralph Diermann in der SZ: Hier der vollständige Artikel

Landratsamt genehmigt Windräder in Berg

Mittwoch, August 27th, 2014

Die vier geplanten Windräder in den Wadlhauser Gräben dürfen gebaut werden. Einen entsprechenden Genehmigungsbescheid hat die Gemeinde Berg vom Landratsamt Starnberg erhalten. Die schnelle Entscheidung der Kreisbehörde begründete Landrat Karl Roth mit der Dringlichkeit, die dem Projekt zugeschrieben wird: „Wir wollten ein Zeichen setzen im Sinne der Energiewende“.

Bürgermeister Rupert Monn bezeichnete die Zustimmung aus Starnberg als „großen Meilenstein“. Die Windräder werden, so Monn, für den Fall, dass sie gebaut werden, „den Landkreis voranbringen“. Tatsächlich ist das Vorhaben der Berger im Moment das einzige seiner Art mit einer realistischen Chance zur Umsetzung. Die anderen Projekte in Inning und Weßling liegen derzeit auf Eis, auch droht die möglicherweise bevorstehende neue Abstandsregelung die Errichtung weiterer Anlagen weiter zu erschweren.

Zu klären gilt nun in einem nächsten Schritt die Frage nach der Wirtschaftlichkeit des Projekts. Hierüber will der Berger Gemeinderat im Herbst diskutieren. „Wenn dieses Ergebnis positiv ausfällt, wird die Gemeinde Berg prüfen, ob mit einer noch zu gründenden Gesellschaft der Bau und dann der Betrieb der Anlagen verwirklicht werden soll“, heißt es aus dem Rathaus.

Widerstand gegen die Pläne aus Berg regt sich nach wie vor aus der Nachbargemeinde Schäftlarn: Dort hat sich der Gemeinderat zu einer Klage gegen die immissionsrechtliche Genehmigung aus Starnberg entschieden. Man fühle sich bei der Planung übergangen, so heißt es. Nach Ansicht des Bürgermeisters Ruhdorfer (CSU) befinden sich die geplanten Windräder darüber hinaus zu nah am Ortsteil Neufahrn. Auch die verschiedenen Gutachten zu Schall- und Schattenwurf und zum Naturschutz werden angezweifelt.

In den Reihen der Schäftlarner Bevölkerung sorgt die anhaltende, harsche Kritik aus dem Rathaus am Projekt aus Berg mitunter für Unverständnis. Das geht aus einer Vielzahl von Leserbriefen- und Kommentaren hervor. In den User-Rückmeldungen auf merkur Online heißt es unter anderem: „Selten hat ein Gemeinderat so gegen die Mehrheit der Schäftlarner gearbeitet“.

 

Quelle: sueddeutsche.de, merkur Online, gemeinde-berg.de
Bild:
Uschi Dreiucker, www.pixelio.de

Windenergie: Experten strafen Seehofers Vorstoß zum Mindestabstand mit vernichtender Kritik

Dienstag, Juli 8th, 2014

Der Vorstoß von Horst Seehofer nach einer Einführung größerer Mindestabstände von Windenergieanlagen zur nächsten Wohnbebauung ist bei einer Expertenanhörung im bayerischen Landtag auf breite Ablehnung gestoßen. Die große Mehrheit der von den Fraktionen geladenen Experten missbilligte den Gesetzesentwurf und stellte seine Sinnhaftigkeit in Frage.

Zur Begründung ihrer Ablehnung verwiesen die geladenen Experten vor allem auf den faktischen Ausbaustopp, sowie dem drohenden Verfehlen der Ziele des bayerischen Energiekonzepts und der Klimaschutzziele, das mit einer Realisierung der so genannten „10H-Regel“ einhergehen würde. Gleichzeitig würden bereits angewandte Ressourcen und Kosten für bereits vor Jahren aufgewandte Regionalplanungskonzepte vernichtet und in großem Maße regionales Wertschöpfungspotential zerstört werden. Dies könnte schon sehr bald eine massive Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Bayern herbeiführen. Viele der anwesenden Fachleute äußerten darüber hinaus verfassungsrechtliche Bedenken in Bezug auf den Gesetzesentwurf und warnten vor juristischen Auseinandersetzungen und Klagen.

Zu den Kritikern des bayerischen Vorstoßes zählen Vertreter der kommunalen Spitzenverbände der Städte, Gemeinden und Landkreise in Bayern, des Verbandes der Kommunalen Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer, des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, des Bundesverbandes Windenergie, des Bund Naturschutz in Bayern, der Hochschule Regensburg, der Universität Augsburg und des Kommunalunternehmens GUT des Landkreises Hassberge. Befürwortet wurde Seehofers Entwurf allein vom Vertreter des Landesverbands Gegenwind. Die Mitglieder des Ausschusses, allen voran die der CSU, dürften überrascht von der Deutlichkeit der Ablehnung gewesen sein. Erwin Huber, der Vorsitzende des Ausschusses, signalisierte am Ende der Anhörung, dass die Stellungnahmen in den weiteren Beratungen zum Gesetz entsprechend berücksichtigt werden sollen.

 

Quelle: Stefan Jessenberger
Bild:
Günther Gumhold / www.pixelio.de

„Länderöffnungsklausel“: Rote Karte für Ministerpräsident Seehofer

Donnerstag, Juni 5th, 2014

Mit seiner so genannten „Länderöffnungsklausel“ will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) der Energiewende einen großen Stein in den Weg legen. Die bereits im Berliner Koalitionsvertrag festgehaltene Neuerung soll dafür sorgen, dass Länder künftig eigenständig über die Abstände von Windrädern zur nächsten Wohnbebauung entscheiden dürfen – bisherige Privilegierungstatbestände würden dann nicht mehr gelten.

Dadurch würden viele weitere Eignungsflächen für Windenergie wegfallen, was enorme Konsequenzen für die angestrebte Energiewende mit sich brächte. „Die […] Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch bedroht den Ausbau der preiswerten Windenergie an Land und gefährdet auch die minimalen Ausbauziele der Bundesregierung“, mahnt Sylvia Pilarksy-Grosch, Präsidentin vom Bundesverband Windenergie (BWE).

Bereits auf der Großdemonstration am 10. Mai in Berlin zeigte deshalb der Präsident des BWE, Hermann Albers, gemeinsam mit tausenden Menschen Horst Seehofer die rote Karte für seine Energiepolitik. Auch Sie können das tun: Auf der Online-Plattform „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ des Bundesverbands für Erneuerbare Energien (BEE) steht die Rote Karte samt vorgefertigtem Anschreiben an den Ministerpräsidenten in elektronischer Form bereit. Unterstützen Sie die Kampagne und zeigen Sie der Bayerischen Staatskanzlei, dass die Energiewende auch in der Bevölkerung großen Rückhalt genießt!

Zur Roten Karte an Horst Seehofer geht es hier!

Daneben können auf der Website der Initiative ab sofort auch deren offizielle Kampagnenplakate als E-Card versendet werden. Zur Motivauswahl geht es hier!

 

Quelle: Bundesverband Windenergie
Bild: Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt!

Erneuerbare Energien können Tourismus fördern

Donnerstag, Mai 22nd, 2014

Regenerative Energien haben die Gesellschaft mittlerweile in ihrer ganzen Breite erfasst: Sie sind ein großer Wirtschaftsfaktor, schaffen Unabhängigkeit von umweltschädlichen Energieimporten aus dem Ausland und verhelfen als Klimaschützer Nummer eins Schritt für Schritt zur Energiewende. Weil der Ausbau von Windkraftwerken, Solaranlagen und Co. vor allem dezentral stattfindet, sind die umweltfreundlichen Energieerzeuger auch mehr und mehr im Landschaftsbild präsent.

Dass sich dies nicht negativ auf die Freizeitgestaltung und den Tourismus auswirken muss, sondern sich sogar sehr gut damit kombinieren lässt, wurde in einem Pressegespräch der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) deutlich. Vorgestellt wurde dort die überarbeitete Neuauflage des Reiseführers „Deutschland: Erneuerbare Energien erleben“. Autor Martin Frey, Fachjournalist und Geograph, stellt darin über 190 Reiseziele zu Energieprojekten in ganz Deutschland vor.

Dass Erneuerbare Energien tatsächlich spannende Ausflugsziele sein können und sich nebenbei auch noch problemlos in das Konzept des nachhaltigen Tourismus einbetten, sieht man beispielsweise im fränkischen Wunsiedel. Die Festspielstadt versorgt sich und ihre Besucher mittlerweile zu 100 % selbst mit nachhaltig erzeugter Energie. Vor Ort führt ein Pfad zu vielen sehenswerten regenerativen Projekten, die so aus nächster Nähe kennengelernt werden können. Die Idee geht auf: In Wunsiedel kämen Erneuerbare Energien in der Freizeit- und Urlaubsbranche nicht nur zum Einsatz, man erschließe dadurch gleichzeitig auch eine neue Art des Tourismus, erläutert der Geschäftsführer der hiesigen Stadtwerke, Marco Krasser: „Nur mit Erneuerbaren Energien bleibt die Region touristisch attraktiv“.

 

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
Bild:
Rainer Sturm / www.pixelio.de

Vom neuen Windpark profitiert das ganze Dorf

Dienstag, Dezember 7th, 2010

In Brandenburg gelingt ein Paradebeispiel für Bürgerbeteiligung

Berlin, 7. Dezember 2010 – Das brandenburgische Dorf Schlalach, Teil der Gemeinde Mühlenfließ, ist für sein Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Dezember 2010 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Schlalach wird durch die Errichtung von 16 Windkraftanlagen der Firma Enercon zum Stromexporteur und produziert 60mal mehr Strom, als die rund tausend Einwohner verbrauchen. 10 der 16 Anlagen sind schon in Betrieb. Bis zum Ende des Jahres soll die letzte Anlage in der brandenburgischen Gemeinde ans Netz gehen.

Nach der Ausweisung einer Windeignungsfläche in Schlalach durch die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming nahmen die Bürger die Ausschreibung für einen Windpark selbst in die Hand. Sie gründeten eine Arbeitsgruppe und beauftragten die Firma Enercon mit Errichtung und Betrieb des Windparks. „Wir einigten uns auf ein Flächenpachtmodell, das eine gerechte Aufteilung der Pachteinnahmen an alle Beteiligten garantiert“, erklärt Hartmut Höpfner von der Arbeitsgruppe. Das Flächenpachtmodell sieht vor, dass 20 Prozent der Gesamtsumme an die Eigner, auf deren Grund und Boden eine Anlage steht, gezahlt wird. Die restliche Summe wird an alle anderen Grundstückseigentümer im Windeignungsgebiet nach dem prozentualen Anteil an der Gesamtfläche ausgezahlt. Hierdurch werden die Pachterträge gerecht vor Ort verteilt, ohne dass einige wenige Eigentümer bevorzugt werden. Dank dieser Beteiligung der Bürger ist die Akzeptanz für die Windkraftanlagen sehr hoch. Sieben weitere Windräder vom Typ E-82 sind schon in Planung.

Auch für die kommunale Wertschöpfung ist der Windpark sehr wichtig. In der Betriebszeit von 20 Jahren fallen allein durch die 16 Anlagen mehr als 3,3 Millionen Euro Gewerbe- und Einkommensteuern für den kommunalen Haushalt an. „Wir sind eine landwirtschaftlich geprägte Region und haben wenig gewerbegenutzte Fläche“, erklärt der Ortsbürgermeister Marcel Just. „Daher stellt der Windpark eine Möglichkeit dar, Steuereinnahmen zu generieren.“

„Das Modell in Schlalach zeigt, dass durch eine gerechte Verteilung der Pachteinnahmen Konflikte von vorne herein vermieden werden können“, meint Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Bekanntgabe der „Energie-Kommune“ des Monats. „Dank des dezentralen Charakters der Erneuerbaren Energien können die Bürger Energiepolitik vor Ort mitgestalten und von der kommunalen Wertschöpfung profitieren“, so Mayer.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien, www.unendlich-viel-energie.de