Inning

Herzlich Willkommen bei der Ortsgruppe Inning

Im Dezember 2012 wurde in Inning eine neue Ortsgruppe des Energiewendevereins gegründet. Die Ortsgruppe hat auch schon gemeinsam einen Jahresplan entwickelt. Diesen finden Sie anbei: Jahresplanung 2013 der Ortsgruppe Inning!

Anbei der Kontakt zur Ortsgruppe Energiewendevereins:

Susanna Kiehling (Sprecherin)
E-Mail: s@kiehling.de

Nächste Versammlung der Ortsgruppe:

Datum: Freitag, 21.03.2014

Zeit: 19:00 Uhr

Ort: Gasthof zur Post, Inning

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2. Inninger Thermographieaktion

Wie bereits im Jahr zuvor weckte auch die zweite Inninger Thermografieaktion großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern und war auch diesmal wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht. Neben dem Referenten Herrn Petsch, Energieberater aus Seefeld, wurde am vergangenen Freitag auch die neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Frau Anderer-Hirt zur Veranstaltung begrüßt.

Zwei Stunden lang hatten die insgesamt 13 Teilnehmer Zeit, dem Energieexperten Petsch ihre Fragen zur Thermographie im Allgemeinen, aber auch speziell zu ihren eigenen Gebäuden zu stellen. Im Verlauf der Gespräche wurde deutlich, was Thermographie zur Ermittlung des Dämmstatus bei Gebäuden beitragen kann.

Für eine ideale Aussagefähigkeit der Thermographie-Aufnahmen war das Wetter leider etwas zu warm. Trotzdem konnten bei den insgesamt 4 besuchten Wohnhäusern in Inning und Buch mit der Wärmebildkamera typische Schwachstellen und erste Möglichkeiten zur Verbesserung der Wärmedämmung gezeigt werden. Die Teilnehmer sprachen im Nachhinein von einer sehr interessanten Aktion, die als erster Anstoß zu einer möglichen Gebäudesanierung sicherlich hilfreich war.

Das Thema Wärmeerzeugung verursacht ca. 50 % der Energiekosten eines Haushalts. Dabei ist erst ein geringer Teil der Bestandsgebäude energetisch saniert. Thermographie kann wertvolle Informationen zur Vorbereitung einer Gebäudesanierung beitragen. Eine einfache Thermographie kostet ca. 250 Euro, eine ausführliche und individuelle kostet ab 1.000 Euro. Dabei können allerdings neben Zuschüssen von bis zu 50 % auch noch eine Reihe weiterer staatlicher Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden.

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Aktionen 2013

Energieeffiziente und umweltfreundliche Mobilität ist in diesem Jahr ein Themenschwerpunkt der Energiewende in der Region.

Folgende Aktionen finden dazu in Inning und Umgebung statt:

Ab 1.5. bis Ende September läuft die Aktion Stadtradeln. Die Gemeinde Inning nimmt teil. Kurze Autostrecken wollen wir mit den Radl ersetzen. Kontakt ist Thomas Allner-Kiehling für Inning.

Am Samstag, den 4.5., findet die jährliche E-mobile Sternfahrt des Energiewendevereins zusammen mit der Energiegenossenschaft statt. Ziel ist es möglichst nicht-fossil mittags zum Biergarten des Maisinger Hofs am gleichnamigen See zu gelangen. Näheres dazu hier!

In Herrsching kann man E-Bikes mieten; von dort aus sind es noch 13,8 km zu fahren. Wer Lust hat mitzufahren, kann sich bei mir melden, ich bestelle dann die entsprechende Anzahl von E-Bikes und wir können gemeinsam nach Herrsching fahren, um auch diese Fahrt energetisch zu optimieren.

Am 5. Mai findet von 9:00 bis 17:00 Uhr wieder der verkaufsoffene Marktsonntag in Inning statt. Ich habe in Absprache mit Herrn Röslmair und TEWI einen Stand für das Thema Energiewende angemeldet – dies ist für uns kostenfrei. Der Standplatz ist Marktplatz 8a, die Grundstückseigentümer haben zugestimmt. Nun gilt es den Stand zu organisieren. Idee ist ein Zelt von uns mit Tisch und Stühlen und einem Schild Energiewendeverein Inning. Wir werden Prospektmaterial des Energiewendevereins haben und ich werde versuchen, das Schaustück zum Thema LED zu organisieren. Wer hat Zeit und Lust, den Stand für ein paar Stunden mit zu betreuen?

Am Wochenende 29./30.6. findet die 2-tägige E-Mobil-Ralley eRuda statt. Weitere Informationen hier: http://www.eruda.de/strecke/

Sie startet und endet in Inning und wird von dem Inninger Energiewender Werner Hillebrand-Hansen durchgeführt. Abends gibt es im Haus der Vereine einen Vortrag von einem der Väter der bayerischen Energiewende Prof. Schrimpf. Der Energiewendeverein auf Landkreisebene hat seine finanzielle Unterstützung angeboten, wir als Ortsgruppe sollten tatkräftig unterstützen. Idee: Mitfahren bei der Ralley, Vortrag anhören, Infotische am Start und am Ziel.

In Buch wollen wir einen Carsharing-PKW aufstellen und auch selbst nutzen. Bisher gibt es schon ein Fahrzeug neben dem Rathaus Inning, weitere um den Ammersee herum.

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Der Energiebericht 2012 – Handeln vor Ort in Inning

Die bundesweit angestrebte Energiewende kann nur erreicht werden, wenn Energie eingespart und effizienter genutzt wird und Energie zunehmend aus regenerativen Quellen stammt, in wenigen Jahrzehnten sogar vollständig.

Der Umbau soll zügig gelingen, ohne jedoch die Versorgungssicherheit zu gefährden oder die Verbraucher durch die EEG-Umlagen finanziell zu überfordern.

Solche politischen Ziele der Energiewende sind schnell formuliert, für ein Gelingen der Energiewende ist aber das praktische Handeln der Kommunen und Bürger vor Ort entscheidend. Das hat Innings Bürgermeister Werner Röslmair frühzeitig erkannt und bereits im Jahre 2009 eine engagierte Gruppe von Inniger Bürgern ins Leben gerufen, die in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Schritte zur Energiewende praxisnah umsetzen soll:

  •  Wo und wie kann bei den kommunalen Gebäuden Energie eingespart werden?
  •  Was kann mit einfachen Maßnahmen erreicht werden, wofür muss man mehr Geld in die Hand nehmen und nach welcher Zeit rechnet sich das?
  •  Welche Erneuerbare Energien kann man sinnvoll einsetzen und welchen Ertrag bringen sie?

Die Gemeinde Inning will mit dem ehrenamtlichen Team Energiewende Inning TEWI die Energiewende vor Ort praxisnah umsetzen. Im Rahmen des Kommunales Energiemanagements erstellt TEWI für die kommunalen Liegenschaften der Gemeinde jährlich einen Energiebericht. Dazu werden die Verbrauchsdaten (Wärme, Strom) der einzelnen kommunalen Gebäude regelmäßig erfasst, ausgewertet, grafisch aufbereitet und analysiert. Das Team Energiewende Inning TEWI übergab heute Herrn Bürgermeister Röslmair und dem Geschäftsleiter Herrn Gebauer den nunmehr vierten Energiebericht für die Gemeinde.

(Bild: TEWI übergit den Energiebericht für das Jahr 2012 am 22.04.2013 im Rathaus Inning; v.l.n.r. Christian Skrobol, Dr. Walter Bube, Geschäftsleiter Günter Gebauer, Christine Lutz, Bürgermeister Röslmair, Werner Hillebrand-Hansen)

Der Energiebericht 2012 analysiert den Energieverbrauch der kommunalen Gebäude, gibt Anregungen für Verbesserungen und zeigt auch Erfolge der Investitionen auf. TEWI will auf der Grundlage des Berichtes mit allen Beteiligten gemeinsam weitere Optimierungen erarbeiten. Der Bericht wird deshalb nicht nur der Gemeindeverwaltung, sondern auch den politischen Gruppierungen im Gemeinderat und den Nutzern der kommunalen Gebäude zur Verfügung gestellt.

Ein erster Blick in den Energiebericht 2012 zeigt, dass durch Optimierung der bestehenden Technik (Heizung und Beleuchtung) und einem energiebewussten Verhalten der Nutzer noch viel zu erreichen ist. Der Bericht dokumentiert aber auch erfolgreiche Investitionen.

Das im Jahre 2010 energetisch sanierte Rathaus brauchte auch 2012 deutlich weniger Wärme als vor der Sanierung und liegt mit einem jährlichen Verbrauch von ca. 4 Litern Heizöl pro Quadratmeter in einem Bereich, der sich sehen lassen kann. Auch die Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach arbeitet sehr effizient. Sie hat im Jahr 2012 ca. 12.500 kWh Strom eingespeist und dafür einen Ertrag von ca. 5.100 € erwirtschaftet (5.400 € waren es im Jahr 2011). Mit dem Rathaus hat die Gemeinde Inning ein zukunftsorientiertes Vorbildprojekt realisiert, das die Bürger anregen soll.

Ein Erfolgsmodell ist auch die PV-Anlage auf dem Dach der Nachbarschaftshilfe. Die Großküche in der Nachbarschaftshilfe verbraucht im Jahr mehr als 30.000 kWh Strom. Die Idee war, für die Küche Solarstrom direkt zu nutzen und damit die Stromrechnung für die Gemeinde langfristig zu senken. Die PV-Anlage wurde noch rechtzeitig für den Eigenverbrauch konzipiert, d.h. zu den eingesparten Stromkosten gibt es sogar noch eine EEG-Zulage.

Der Solarstrom vom Dach wurde 2012 fast vollständig in der Küche verbraucht (Von den 13.925 kWh im Jahr 2012 erzeugten Solarstrom wurden 13.708 kWh selbst verbraucht). Für den selbst verbrauchten Strom ergab sich mit der EEG Zulage eine Einsparung von mehr als 5.000 €. Die Investition von ca. 37.000 € für die 13,44 kWp Anlage ist somit zukunftsträchtig angelegt.

Durch den Energiebericht und durch gezielte Aktionen sollen Bürger und Kommunen für die Energiewende sensibilisiert und zur Energieeinsparung angeregt werden. Im Jahre 2012 / 2013 wurden von TEWI folgende Aktionen durchgeführt:

  • Heizungspumpentausch in Kooperation mit der Energiewende Starnberg
  • Beschaffung von Thermometern für die Klassenzimmer in der Grundschule
  • Begleitveranstaltung von TEWI in der Grundschule „Was ist Energie und wie können wir sparen?“
  • Workshop in Inning „Kommunales Energiemanagement in kleinen Kommunen“ gemeinsam mit der Energiewende Starnberg

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