Wärmepumpe bei Ökobilanz positiv

Der Einsatz von Wärmepumpen spart im Vergleich zu fossilen Heizsystemen fossile Primärenergie und Treibhausgas-Emissionen ein. In einer Studie der TU München untersuchten Wissenschaftler die Auswirkungen des (vermehrten) Einsatzes von Wärmepumpen auf die CO2-Emissionen und den (nichterneuerbaren) Primärenergieverbrauch in Deutschland. Die ersten Ergebnisse wurden Anfang November auf dem 10. Forum Wärmepumpe des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) vorgestellt.

„Die Studie zeigt, dass Wärmepumpenanlagen im Vergleich zu fossilen Heizsystemen Treibhausgase-Emissionen und fossile Primärenergie einsparen. Mit steigender Tendenz: Durch den wachsenden Anteil regenerativer Energien im Strommix werden Wärmepumpen im Laufe ihrer Nutzungsdauer ohne erneute Investitionen immer ‚grüner‘.“, so BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski. Dies trifft auch auf andere Heizsysteme zu, allerdings in wesentlich kleinerem Umfang.

Abstand beim Primärenergieverbrauch steigt deutlich

Die Studie „energiewirtschaftlichen Bewertung der Wärmepumpe in der Gebäudeheizung“ gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil zeigt, dass Wärmepumpen im Vergleich zu einem alten Öl-Niedertemperaturheizkessel (Baujahr 1990) bereits mit dem derzeitigen Strommix 42 bis 52 % der nicht-regenerativen Primärenergie sparen. Im Neubau nach EnEV2009-Standard beträgt die Ersparnis 32 bis 43 % gegenüber einer Öl-Brennwertheizung mit solarer Trinkwassererwärmung.

Geringe Auswirkungen durch Zubau von Wärmepumpen

Im zweiten Teil der Studie wird der Einfluss eines starken Ausbaus von Wärmepumpen auf den zukünftigen Strommix untersucht. Basis für die Ausbauprognose ist das Ausbauszenario 2 der BWP-Branchenstudie 2011, das eine sehr große Steigerung des Wärmepumpenbestands von ca. 450.000 Wärmepumpen auf rund 3,5 Mio. installierte Anlagen in 2030 vorsieht. Diese Wärmepumpen würden zu den derzeit rund 3,3 TWh/a dann rund 13,5 TWh/a Strom zusätzlich benötigen. Je nach Szenario würde die Strommenge 39 oder sogar 50 % aus erneuerbaren Energiequellen oder KWK-Anlagen stammen. Insgesamt würde auf Wärmepumpen selbst bei der forcierten Ausbau-Planung nur rund 3,5 % des gesamten Stromverbrauchs entfallen.

Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler B. A., Quelle: TGA Fachplaner

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