Windenergie in Bayern!

In Bayern liegt der Anteil der regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch bei immerhin 8 %. Binnen zwölf Jahren soll er im Rahmen des „Klimaprogramms 2020“ nochmals verdoppelt werden. Doch ohne Windkraft, so steht zu befürchten, bleiben Bayerns Klimaziele nur ein frommer Wunsch: Alle ernsthaften Konzepte über unsere zukünftige Energieversorgung messen dem Ausbau der Windkraft an Land eine zentrale Bedeutung bei, um die Klimaschutzziele in dem engen Zeitrahmen, wie er uns durch internationale und nationale Vorgaben gesetzt ist, erreichen zu können.

Für die Windkraftnutzung an Land spricht insbesondere, dass deren Technik nach 20 Jahren Entwicklung als ausgereift, zuverlässig und höchst effizient gilt. Deshalb können moderne Windkraft-Technologien „made in Germany“ mit höheren Türmen und größeren Rotorendurchmessern auch in bislang für die Energiegewinnung aus Windkraft nicht relevanten Regionen große Stromerträge erzielen.

Guter Wind weht auch in Bayern – und zwar an vielen Standorten! Dies belegen eindrucksvoll die aktuellen Betriebsergebnisse der neuesten Anlagengeneration, welche in den letzten beiden Jahren hier in Betrieb genommen wurde. Selbst der Bund Naturschutz fordert die Windkraftnutzung auf rund 1000 Standorten. „Mit Umgriff wäre dafür ein Promille der Fläche Bayerns nötig. Diese Flächen sind auch nach strengen Natur- und Landschaftsschutz-Kriterien leicht zu finden“, weiß der Umweltverband. Diese Position wird durch aktuelle Urteile des Verwaltungsgerichtshofes (VGH) München gestützt: Die Nutzung der Windkraft, so sagen die Richter, hat auch in Bayern ihren Platz und ihre Berechtigung – ohne dass die Landschaft verunstaltet wird.

Der BWE geht aufgrund des großen Leistungspotenzials moderner Windkraftanlagen allein für die vom Bund Naturschutz genannten 1000 Standorte von einem kurzfristig zu realisierenden Potenzial von jährlich bis zu 5 Mrd. Kilowattstunden Windstrom aus. Dies entspricht einem Anteil von etwa 6 % am derzeitigen Stromverbrauch (etwa 75 Mrd. kWh) in Bayern. Bezogen auf die in Deutschland übliche Stromerzeugung würde dies rund 4 Mio. Tonnen CO2 einsparen! Mittelfristig ist aber auch bei uns ein Ausbau wie in anderen deutschen Binnenländern möglich.

Übrigens: Obwohl Bayern in Deutschland (noch) Schlusslicht bei der Nutzung der klimafreundlichen Windenergie ist, kann das Land schon heute mit einer starken Zulieferindustrie für die Herstellung von Windkraftanlagen aufwarten – und zwar in allen Regionen und mit bedeutenden nationalen und internationalen Marktteilnehmern, mit tausenden von Arbeitsplätzen, innovativen Technologien und erheblichen Investitionen.

Quelle: www.wind-energie.de

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