Wintereis in der Arktis auf historischem Tiefstand

Nach jüngsten Erkenntnissen des US-amerikanischen Nationalen Dachzentrums für Schnee und Eis (NSIDC), weist das arktische Meereis in diesem Jahr die geringste Winterausdehnung aus, die jemals gemessen wurde. Nachdem bereits das Jahr 2014 als das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen dokumentiert wurde, folgt hiermit gleich das nächste Alarmsignal, das uns die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen führt.

Im Vergleich mit der durchschnittlichen Ausdehnung des Wintereises in den Jahren 1981 bis 2010 ging nach den neusten Aufzeichnungen eine Eisfläche von fast 1,1 Millionen Quadratkilometern verloren – eine Fläche, die fast drei Mal der der gesamten Bundesrepublik entspricht. Schuld an dem Tiefstand sind laut NSDIC der ungewöhnlich warme Februar in Teilen Alaskas und Russlands.

„Der Klimawandel wirkt sich in der Arktis besonders stark aus. Dieser jüngst gemessene Wert sollte uns ein deutliches Warnsignal sein“, mahnt Regine Günther, Leiterin Klima und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Diese Sorge teilt auch Alexander Shestakov, Leiter des WWF Arktis-Programms: „Eine niedrige Wintereisausdehnung kann eine Serie von Reaktionen auslösen, die für die Arktis und den Rest der Welt gefährlich sind.“

Um insgesamt 65 Prozent wurde das arktische Meereis in den vergangenen beiden Jahrzehnten bereits ausgedünnt. Ein Großteil der Schmelze geht auf den Klimawandel zurück, der durch Treibhausgase verursacht wird.

 

Quelle: Sonnenseite / Franz Alt
Bild: Dörthe Huth /
www.pixelio.de

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