Kategorie: Allgemein

Energiewendeverein schrieb offenen Brief an GroKo-Verhandler

Donnerstag, Februar 8th, 2018

Anforderung an einen eventuellen Koalitionsvertrag bezüglich „Energie, Klimaschutz und Umwelt“
Sehr geehrte Frau Parteivorsitzende Angela Merkel,
Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender Martin Schulz,
Sehr geehrter Herr Parteivorsitzender Horst Seehofer,

beim Klimaschutz steht die Menschheit nicht mehr 5 vor 12, sondern höchstens noch ein halbe Minute vor 12. Die diesbezüglichen Ergebnisse der Sondierungsgespräche sind aus unserer Sicht völlig unzureichend. Erinnern Sie sich bitte an die Aussagen des WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für globale Umweltfolgen) im Sondergutachten von 2014: Es ist ein Paradigmenwechsel in Gesellschaft und Wirtschaft erforderlich. Die Bundesrepublik als starke europäische Wirtschaftsmacht muss in diesem Thema wieder eine Vorreiterrolle spielen, wie damals bei der Einführung des EEG. Europa erwartet auch bei diesem Thema ein Signal aus Deutschland, weshalb in der laufenden Legislaturperiode konkrete Maßnahmen gestartet werden müssen.

Deshalb bitten wir Sie, in einen Koalitionsvertrag mindestens folgende Punkte aufzunehmen:

1. Der Klimaschutz ist als „das große Zukunftsthema“ in die Präambel des Koalitionsvertrages aufzunehmen, da er sämtliche gesellschaftlichen und globalen Handlungsfelder betrifft.

2. Am Klimaschutzziel für 2020 ist festzuhalten. Zur Erreichung dieses Ziels sind bis Ende 2020 zunächst 9 GW Braunkohlekapazitäten in den am meisten Schadstoffe emittierenden Kraftwerken stillzulegen. Für erforderliche Umstrukturierungsmaßnahmen sind aus dem Haushalt die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Als zweiter Schritt ist ein Ende der Braunkohlenutzung bis 2025 zu vereinbaren in Kombination mit den bereits vereinbarten Strukturhilfen für die Reviere.

3. Die in der letzten Legislaturperiode eingeführte Regelung, dass die Bundesländer individuell die Abstandsregeln für die Errichtung von Windkraftwerken bestimmen können, ist wieder aufzuheben.

4. Statt sich weiterem Wirtschaftswachstum nach bisherigem Muster zu verpflichten, was der Erreichung der überlebensnotwendigen Klimaschutzziele entgegensteht, sollte sich die Regierungskoalition dafür einsetzen, den Erhalt des Wohlstands und dessen Zugänglichmachung für alle Bürgerinnen und Bürger im Einklang mit konsequentem Klimaschutz anzustreben.

5. Wird beim Klimaschutz von „marktorientiert“ oder „Wirtschaftlichkeit“ gesprochen, müssen die reellen Kosten der derzeitigen fossilen und atomaren Energieerzeugung angesetzt werden; Stichworte
z.B. externe Kosten, Rückbaukosten und Endlagerung. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, welche
Kosten anfallen, wenn der Klimaschutz weiter verzögert wird.

6. Diesel-Gate muss noch einmal neu aufgerollt und im Sinne der Umwelt und der Verbraucherinnen
und Verbraucher gelöst werden. Eine Nachrüstung sämtlicher Dieselmodelle, die unter Vorspiegelung
falscher Tatsachen als besonders umweltfreundlich verkauft wurden, muss von den Autobauern
finanziert werden. Die Subventionierung des Diesels durch geringere Steuern ist schrittweise in
4 Jahren zu beenden.

7. Die Bundesregierung verpflichtet sich, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um mindestens
auf europäischer Ebene die Steuerfreiheit von Flugbenzin zu beenden.

8. Mittelfristig ist die Einführung einer CO2-Abgabe zu planen.

9. Es darf keine Deckelung des weiteren Zubaus erneuerbarer Energie geben.

10. Die Entwicklung und Markteinführung jedweder Art von nachhaltigen Energiespeichern ist massiv
zu fördern.

11. Die Möglichkeiten dezentraler Erzeugung regenerativer Energien sind massiv zu fördern.

12. Die Nutzung des Umweltgiftes Glyphosat ist bis Ende 2021 im Bundesgebiet komplett zu verbieten.
Damit ist genügend Umstellungszeit für Landwirte. Nur so besteht eine Chance auf Erhalt und
Erholung der Artenvielfalt.

13. Bei den Bauvorschriften sind die schon geplanten Verschärfungen der Energieeinsparverordnungen
unverzüglich einzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Walter Kellner
1. Vorsitzender

Der Brief als PDF

Pumpentauschaktion 2017/2018

Donnerstag, Januar 11th, 2018

Unter dem Motto „Weg mit der alten – her mit der neuen“  findet von 1. 11. 2017 bis 31.07. 2018 eine Heizungspumpentauschaktion im Landkreis Starnberg statt.

Das Besondere: Es gibt jetzt eine öffentliche Förderung für Pumpen on 30 % der Investitionskosten.

Und Hauseigentümer aus dem Landkreis, die Ihre Pumpe(n) tauschen möchten, können im Rahmen der Landkreis-Aktion an einer Verlosung teilnehmen und bis zu 100 % Ihres Eigenanteils an den Investitionskosten (max. 400 Euro) gewinnen.

Mehr Info hier 

Solarföderverein (SFV) kommentiert zu Wahl

Freitag, September 15th, 2017

Die Bedeutung der Bundestagswahl 2017 für den Klimaschutz

Der Solarenergie-Förderverein ist überparteilich.

Unser Ziel ist die Bekämpfung des Klimawandels, unsere Fachkompetenz liegt auf energiepolitischem Gebiet. Unsere Wahlempfehlung können wir fachlich begründen.

Lesen Sie den Beitrag von Wolf von Fabeck hier 

 

 

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Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV) Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen
Tel.: 0241-511616, Fax 0241-535786
zentrale@sfv.de, http://www.sfv.de
SFV bei Twitter: @sfv_de
https://www.facebook.com/sfv.de

Telefonische Beratung:
Mo-Fr 8.30 – 12.30 Uhr

Wahlprüfsteine

Dienstag, September 5th, 2017

Für die Wahl im September beleuchten verschiedene Gruppen, Institute oder Magazine die Programme der Parteien im Hinblick auf Klimaschutz und Energiewende

Wir versuchen an dieser Stelle einige dieser Ergebnisse als pdf oder link zusammenzustellen

neue energie –  das magazin für klimaschutz und erneuerbare energien

Solarenergie Förderverein Deutschland e.V.

eurosolar e.V.

tagesschau.de

sueddeutsche.de

wird fortgesetzt…

Energiewende in Deutschland

Mittwoch, August 2nd, 2017

Energiewende Deutschland – zwei Begriffe, die zusammengehören. So hat sich dieser Begriff im Englischen mittlerweile als eigener Ausdruck für die Transformation des Energiesystems weg von atomar-fossilen Energien hin zu erneuerbaren Energien durchgesetzt. Ausschlaggebend hierfür waren sicher die ab 1980 in Deutschland leidenschaftlich geführten Debatten um Atomausstiegsszenarien und Laufzeitverlängerungen und der 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gefasste Beschluss des endgültigen Abschieds von der Kernenergie bis zum Jahr 2022.

 

Hier gehts zum vollständigen Artikel von caterva

Contra FakeNews zur Energiewende

Freitag, Juli 21st, 2017

Mit bislang unbekannter Aggressivität werden in jüngster Zeit Behauptungen, Mythen und Fehlinformationen zum ökologischen Umbau unserer Energieversorgung verbreitet. Die Energiewende wird teuer gerechnet, der Klimawandel geleugnet. Claudia Kemfert geht mit ihrem neuen Buch in die Gegenoffensive: Sie stellt den fatalen Irrtümern und gezielt falschen Informationen, die vor allem im Internet hartnäckig die Runde machen, sachliche Argumente und wissenschaftliche Fakten gegenüber. Verständlich und anschaulich erklärt die Expertin die politischen und ökonomischen Zusammenhänge, erläutert die dramatischen Entwicklungen der letzten Jahre und zeigt auf, was Verbraucher, Politiker und Unternehmen jetzt tun müssen, um die erneuerbare Zukunft zu sichern.

 

eRURDA 2017

Mittwoch, Juli 12th, 2017

In diesem Jahr ergeben sich neue noch nie dagewesene Chancen für die Elektromobilität.  Und auch 2017 starten die Initiatoren wieder durch mit ihren eMOBIL Events rund um die eRUDA – Deutschlands größter eRallye. Die eMOBIL Ausstellungen haben sich inzwischen bei den Experten und Interessierten etabliert und tragen dazu bei das Thema noch tiefer in den Köpfen der Menschen zu verankern.

Nur was man begreifen kann, kann man auch begreifen. Kommen Sie, schauen Sie, er-fahren Sie und be-greifen Sie die e-Mobilität.

In Starnberg ist eMOBIL am 24.09.2017 von geplant 13.00 – 15.30 Uhr auf dem Kirchplatz für Sie da.

 

Umwelt-Energietag für Geflüchtete

Donnerstag, Juli 6th, 2017

Fit für die eigene Wohnung
Umwelt-Energietag für Geflüchtete in Herrsching und Starnberg
Sparsam mit Wasser umgehen, die Heizung bewusst steuern und Abfälle richtig trennen: warum das wichtig ist und wie das geht, wird Geflüchteten bei zwei sogenannten „Umwelt-Energietagen“ am 15. Juli, im Pfarrzentrum St. Nikolaus in Herrsching, Mitterweg 20, und am 22. Juli im Seniorentreff der Caritas in der Hanfelder Straße 10 jeweils von 11-18 Uhr vermittelt.

Manchem Flüchtling ist nicht bewusst, wie wichtig der Schutz von Ressourcen ist und welchen Stellenwert das Thema in Deutschland hat. Auf den ersten Blick erscheint es als Land des Überflusses, in dem Sparen nicht notwendig ist. Auch der Umgang mit Abfällen ist sehr unterschiedlich: „Die Gewohnheiten, Müll zu entsorgen, reichen weltweit von einfach auf die Straße werfen, wilden Müllkippen bis hin zum akkuraten Ausspülen leerer Joghurtbecher.

„Wir verstehen die Schulungen als Unterstützung für eine zügige Integration und als Vorbeugung gegen eine Verschuldung von anerkannten Asylbewerbern“, so Sabine Neumann vom Fachbereich Asyl des Landratsamtes. Die Schulungen werden vom Landratsamt Starnberg in Kooperation mit dem Netzwerk Flüchtlingshilfe beim Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) und dem Verein Energiewende Landkreis Starnberg durchführt.

Vergleichbare Schulungen gab es bereits im letzten Jahr für das Projekt „Ressourcentage – gemeinsam aktiv in Asylunterkünften“ und ist vom Bundesministerium des Innern gefördert worden. Erfahrende Trainerinnen aus diesem Projekt vermitteln jetzt im Landkreis Starnberg praxisnahes Wissen, wie beispielsweise der Unterschied zwischen Dauer- und Stoßlüften. Die Teilnehmer lernen auch durch Ausprobieren und Testen, z.B. mit einem Strommessgerät für Elektrogeräte und werden so für den sorgsameren Umgang mit Ressourcen sensibilisiert. Außerdem wird aufgezeigt, dass sich ressourcenschonendes Verhalten auch auf den Geldbeutel auswirkt, und dass bei den Mietnebenkosten ein großes Einsparpotenzial besteht .

Am Ende der eintägigen Schulung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat über ihre Mitarbeit. Davon profitieren vor allem anerkannte Flüchtlinge, die eine Wohnung suchen. Ein Zertifikat kann helfen, Vertrauen in Flüchtlinge als Mieter zu gewinnen.

Für die Teilnahme entstehen keine Kosten, auch Getränke und für ein Mittagessen wird gesorgt. Es ist eine Anmeldung erforderlich. Ansprechpartnerin ist Barbara Huber, Fachbereich Asyl beim Landratsamt Starnberg, Tel.: 08151-148673, barbara.huber@lra-starnberg.de.

Die Sternfahrt findet statt

Sonntag, Juni 25th, 2017

Liebe Sternfahrende,

es mag heute morgen noch regnen, die Wettervorhersage verspricht aber leichte Wetterbesserung – ohne Nass von oben. Außerdem gibt es am Zielort einen Stadl in dem sich ca. 60 Personen aufhalten können.

 

Auf gehts

Energiewende-Atlas online erschienen

Dienstag, Mai 30th, 2017

Potenziale und Aufgaben der Erneuerbaren Energien veranschaulicht

Berlin, 30. Mai 2017. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat den Energiewendeatlas 2030 als Online-Publikation veröffentlicht. Auf rund 100 Seiten veranschaulicht der neue Atlas Schlüsselfragen für das Gelingen der Energiewende, vom weiteren zügigen Umbau im Stromsektor bis hin zum Durchbruch der Erneuerbaren im Wärme- und Verkehrsmarkt. „Mit dem Energiewendeatlas 2030 greifen wir das Thema der Potenziale von Windkraft, Solarenergie und Co. auf und erweitern es um aktuelle Fragestellungen wie Netzausbau und Speicher“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer.

Der AEE-Energiewendeatlas 2030 zeigt die Chancen eines entschlossenen Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts eröffnen. Anknüpfend an ein erfolgreiches AEE-Vorgängerformat, den Potenzialatlas 2020, wird nicht nur die mögliche Entwicklung der Erneuer-baren bis 2030 skizziert. Vielmehr werden Fragen der Systemtransformation für eine von den Erneuerbaren geprägte Energieversorgung beleuchtet. „Diese Systemtransformation ist kein Selbstzweck, sondern dringend notwendig, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht“, betont Vohrer.

Link zum Online-Energiewendeatlas 2030
https://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/broschueren/energiewendeatlas-deutschland-2030

Diese Pressemitteilung ist ebenso wie Grafikmaterial zum Atlas online abrufbar unter:
https://www.unendlich-viel-energie.de/presse/pressemitteilungen