Kategorie: Energieeinsparung

Zweite Runde der Sanierungstreffs abgeschlossen

Donnerstag, Juli 7th, 2016

Die zweite Runde der Sanierungstreffs im Landkreis Starnberg ist zu Ende.  Die Sanierungstreffs wurden auch diesmal positiv bewertet: „Die Treffen waren für mich sehr informativ, insbesondere, weil einige Teilnehmer schon über eigene Erfahrungen mit Sanierung berichten konnten“, erzählt ein Teilnehmer aus Gilching.

Im Oktober folgt nun die dritte Runde mit vielfältigen Themen und fachkundigen Experten. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Couple of man and woman sitting in front of their home or house in wicker chairs

Zum Abschluss des zweiten Durchgangs wurde in Herrsching ein frisch saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren besichtigt. „Lieber sorgfältig in Etappen sanieren, als ein halbherziger Schnellschuss beim Hauskauf“, so lautet das Resümee. Das Fertighaus war Schritt für Schritt saniert worden und hat in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter. Es zeigt, wie sich viele Maßnahmen über einen langen Zeitraum umsetzen lassen und auf diese Weise anstatt eines mittelmäßigen energetischen Standards schließlich ein sehr hoher Standard erreicht wird.

Bei der Besichtigung des 40 Jahre alten Fertighauses ließen sich die Teilnehmer die ganze Palette der Möglichkeiten vorführen. Die Energie der Sonne wird
zur Warmwassergewinnung, zur Stromerzeugung und letztlich für die
Mobilität mit Pedelec und E-Auto genutzt. Die Teilnehmer ließen sich alle Details
von Material über Technik bis hin zum Verfahren bei den Förderanträgen erläutern. Hausbesitzer Gerd Mulert betonte dabei vor allem den Gewinn an
Wohnqualität durch die aus Kork angebrachte Außenwand-Dämmung und den
Austausch von Fenstern und Haustüren.
Angesichts der zunehmend heißen Tage möchte die Klimaschutzmanagerin des
Landkreises Starnberg, Josefine Anderer-Hirt, die Eigenheimbesitzer umso mehr
zum Sanieren motivieren. Sie weist darauf hin, dass gezielte bauliche Maßnahmen
ein starkes Erhitzen von Räumen im Sommer verhindern können. Immerhin
befinden sich etwa 40 Prozent der Wohnflächen von Eigenheimen im
Dachgeschoss – meist Kinder- und Schlafzimmer. Daher steht selbstverständlich das Thema „sommerlicher Wärmeschutz“ auf der Agenda der im Herbst startenden Sanierungstreffs.

Anmeldungen für die Sanierungstreffs ab Oktober sind möglich unter Telefon 08151 148-352 oder per E-Mail an klimaschutz@lra-starnberg.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wer sich vorab über Termine und Themen informieren möchte, kann dies im
Internet unter www.sanierungstreff.de tun.

Die Aktion „Sanierungstreff“ ist eine Initiative des Landkreises. Sie will den
Eigentümern die Vorteile einer Sanierung näher bringen und die Hemmschwelle
vor entsprechenden Maßnahmen abbauen. Die Treffen werden von Experten
begleitet und finden über einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Monaten in den
Gemeinden Gauting, Pöcking, Seefeld sowie in der Stadt Starnberg statt.

Wir bauen zu groß, zu technisch und am falschen Ort

Mittwoch, Juli 6th, 2016

„Wir bauen zu groß, zu technisch und am falschen Ort.“ Mit diesen Worten untermauerte der Querdenker Professor Ingo Gabriel seinen Vortrag zu Baukultur und Effizienz-Vorgaben im Landratsamt Starnberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Anregungen, wie heute richtig gebaut wird.

„Bevor Sie über Ihr zu bauendes Eigenheim nachdenken, sollten Sie erst mal gründlich ausmisten“, empfiehlt der Hochschullehrer und Architekt Ingo Gabriel den Bauherren, die ihn für Neu- und Umbau-Planungen engagieren. Um mit dem angestoßenen Denkprozess den Blick fürs Wesentliche zu schärfen: Wie viel Haus ist wirklich nötig, auch auf eine lebenslange Sicht hin, wenn die Kinder in absehbarer Zeit wieder aus dem Haus sind?

Nicht nur das Thema Baukultur bürstet Gabriel gegen den Strich. Auch mit anderen Irrtümern der Konsumgesellschaft geht Professor Ingo Gabriel scharfzüngig ins Gericht. Bei seinem Vortrag im Landratsamt Starnberg fesselte er über zwei Stunden Architekten und Energieberater und andere Interessenten und motivierte sie, klassische Systemgrenzen wie z.B. den Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche zu hinterfragen und den Blick auf das Ganze zu wagen – die Mobilität eingerechnet. Da kommt ein Passivhausbesitzer nämlich ganz schnell ins Zwielicht, wenn er mit einem gehobenen MittelklassewageProf. Gabriel_2016_kleinn oder gar SUV täglich 100 Kilometer zum Arbeitsplatz pendelt. „Der Mobilitätsrucksack wird immer üppiger“, resümiert Gabriel und fordert als wesentliches Kriterium zur Festlegung des Energieverbrauchs die Kilowattstunde pro Person.

Energieverbrauch für Wohnen und Mobilität

Kumulierter Energieverbrauch (Kwh/m2) für Wohnen (150m2) und Mobilität (15.000km/a)
Effizienzhaus Radfahrer Bahnfahrer Autofahrer
0 l/100 km 2,5 l/100 km 5 l/100 km 7 l/100 km 9 l/100 km
100 101 126 151 171 191
70 85 110 135 155 175
55 74 99 124 144 164
Passivhaus 48 73 98 118 138

Tabelle: Der Vergleich der Energieverbräuche für Wohnen und Mobilität zeigt, dass bei der Mobilität leichter viel Energie eingespart werden kann.

Tabelle: nach Gabriel 2016

Fotos: 1. eza!, 2. LRA, Josefine Anderer-Hirt 

Quelle: Klimaschutzmanagement Landkreis Starnberg

 

Sanierungstreff-Besichtigung: Die Sonne ins Haus geholt

Dienstag, Juni 14th, 2016

Sanierungstreffs bieten Besichtigung eines sanierten Fertighauses an. Auftaktveranstaltung zur Woche der Sonne vom 17.-26.06.2016

Ein über viele Jahre hinweg in Etappen saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren ist am 17. Juni um 17.00 Uhr im Rauscher Fußweg in Herrsching zu besichtigen.

Die Sanierungstreffs nutzen die Woche der Sonne für die Besichtigung eines Best-Practice-Beispiels. Die Interessenten haben dort die Gelegenheit, die ganze Palette möglicher Maßnahmen in der Praxis zu sehen und sich vom Besitzer die eingesparten Kosten sowie die neue Wohnqualität vorführen zu lassen.  Auch die Energie der Sonne wird in diesem Haus zur Warmwassergewinnung und Stromerzeugung genutzt. „Billig bauen war gestern – heute wird ehrgeizig saniert, am besten mit Nutzung von Sonnenenergie“, betont Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt. Sie möchte mit der Besichtigung Mut machen, die energetische und auch altersgerechte Sanierung nicht auf die lange Bank zu schieben. Das Positive dabei: Auch Mitnahmeeffekte in Sachen Einbruchschutz sind so möglich.

Die Teilnahme ist kostenlos, die genaue Adresse wird bei Anmeldung unter Tel 08151 148-352 bzw. an klimaschutz@lra-starnberg.de mitgeteilt.

Eine energetische Sanierung im Wohn-Gebäude muss gut durchdacht und geplant werden. Genau das wollen die Sanierungstreffs im Landkreis unterstützen: Im Herbst 2016 gibt es neue Termine in den Orten Gauting, Seefeld, Pöcking und Starnberg. Mehr dazu unter www.sanierungstreff.de .

 

Nachhaltige und lustvolle Bau- und Wohnstrategien

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Einladung zum Vortrag

Neuartige Wohnkonzepte – nachhaltig und zukunftsfähig – werden am Mittwoch, den 1. Juni 2016,um 19.30 Uhr im Landratsamt Starnberg, Großer Sitzungssaal vorgestellt. Den Vortrag mit dem Titel: „Weniger (Energie) ist mehr(Komfort)! Nachhaltige und lustvolle Bau- und Wohnstrategien“ hält Prof. Dipl.-Ing. Architekt  Ingo Gabriel, aus Oldenburg.

Energieminimiert und kostengünstig Bauen – wie geht das zusammen? Was zunächst nach einem Widerspruch in sich klingt, erschließt sich in den leidenschaftlichen und in der eigenen Praxis überprüften Ausführungen des Referenten. Zwischen den Aspekten Ressourcen, Lebenszeit, Geld und Komfort bewegt sich seine Denk- und Arbeitsweise. Nachhaltig, klimafreundlich und zukunftsweisend heißen die Stellschrauben für die künftige Baukultur. Die Antwort auf die Frage, wie viel Lebenszeit für wie viel Komfort mit mühevollem Broterwerb zu verbringen sind bleibt er ebenso wenig schuldig wie Argumentationspfade und Strategien für Planer und Entscheider.

Prof. Dipl.-Ing. Ingo Gabriel ist Architekt, Handwerker und Hochschullehrer mit dem Fokus auf energieminimiertes und kostengünstiges Bauen, Holzbau und Solararchitektur.

Der Eintritt ist frei!

Veranstalter: Energiewende Landkreis Starnberg e. V. und Stabsstelle Klimaschutz und Umwelt Landratsamt Starnberg, Tel. 08151/148 352

Was der Landkreis Starnberg der Bundesregierung voraus hat

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Konkret: Der Klimapakt des Landkreises Starnberg und seiner Gemeinden.

Deutschland hat am 22. April 2016 in der UNO-Vollversammlung seinen Beitritt zum Pariser Klima-Abkommen unterzeichnet. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sage dazu: „Der Geist von Paris lebt. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen hatte ein Abkommen so schnell so viele Unterzeichner. Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen so schnell wie möglich mit Leben zu füllen.“ Bereits Monate vorher hatte sie wichtige Akteure und Vertreter aus Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Dialogprozess geladen. Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, der ganz ähnlich dem Starnberger Maßnahmenkatalog zum Klimapakt für die verschiedenen Handlungsfelder Maßnahmen vorschlägt. Darin ist z. B. der Vorschlag zu finden, den Klimaschutz in der Verfassung oder „Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe“ zu verankern (KSP-Ü-04a). Eine „Bildungskampagne klimafreundlicher Konsum“ wird ebenso gelistet wie die „Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030“, alles Maßnahmen, die in ähnlicher Form schon im Starnberger Katalog zu finden sind. Hier geht‘s zum Maßnahmenkatalog aus dem Dialogprozess: Maßnahmenkatalog Klimaschutzplan Noch vor der Sommerpause im Juni 2016 will die Bundesregierung den Klimaschutzplan verabschieden.

Energiewende jetzt_klqDer Landkreis Starnberg ist schon einige Schritt weiter 

  • Am 12.12.2005 hat der Kreistag im sogenannten Energiewende-Grundsatzbeschluss u.a. beschlossen, die Bestrebungen zur Energiewende im Landkreis zu unterstützen mit dem Ziel, die Region bis zum Jahre 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
  • 2008 wurder der Verein Energiewende Landkreis Starnberg gegründet der die Energiewende durch Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen unterstützt.
  • Im Jahr 2010 hat der Landkreis in einem umfangreichen Beteiligungsprozess ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt und verabschiedet. Zu dessen Umsetzung wurde im Februar 2011 die Stabstelle Klimaschutz eingerichtet und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.
  • Neben vielen Einzelmaßnahmen und Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen startete die Stabstelle Klimaschutz im Okt. 2014 eine Sanierungskampagne „Mit Wärme zu mehr Wert“, Erfahrungen aus zwei Jahren intensiver Öffentlichkeitsarbeit dazu liegen vor: sanierungstreff.de
  • Im Januar 2015 wurde ein Energiebericht für den Landkreis erstellt, der deutlich machte, dass die Fortschritte auf dem Weg zu 100 % Erneuerbare Energien bis 2035 höchst ungenügend sind. lk-starnberg.de/energiebericht
  • Um der Energiewende und dem Klimaschutz eine noch größere Dynamik zu verleihen, hat der Kreistag am 18.05.2015 beschlossen, eine Klimawerkstatt durchzuführen. Diese hat am 13. November 2015 stattgefunden. Beteiligt waren 45 engagierte Bürgerinnen, Ehrenamtliche und Energie- und Umwelt-Experten, darunter Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte sowie Vertreter von Verbänden und Kirchen. Einstimmig hat dieser Kreis einen Klimapakt verabschiedet mit einer umfangreichen Ideensammlung an praxistauglichen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wurden in einem Katalog ausgearbeitet und werden seitdem in verschiedenen Gemeinden erörtert: lk-starnberg.de/klimapakt
  • Am 14.03.2016 hat der Landkreis beschlossen, sich diesem Klimapakt anzuschließen und sich bereit erklärt, 2016, 2017 und 2018 mindestens drei Maßnahmen jährlich zu beginnen bzw. umzusetzen.
  • Bis zum 12.05.2016 haben sich bereits neun Kommunen und der Landkreis dem Klimapakt angeschlossen, in weiteren Gemeinden steht das Thema auf der Agenda.

Klimapakt-Maßnahmen des Landkreises 2016-2018

Nummerierung bezieht sich auf den Maßnahmenkatalog  www.lk-starnberg.de/klimapakt

Folgende Maßnahmen soll die Landkreis-Verwaltung im Jahr 2016 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und Kapazitäten umsetzen bzw. mit der Realisierung beginnen:

  • Strukturen für effizienten Klimaschutz schaffen (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.2); insbesondere ist anzustreben, Klima- und Ressourcenschutz als Querschnittsaufgabe sichtbar und wirksam in allen Beteiligungsgesellschaften des Landkreises festzuschreiben. Im besten Fall benennt jeder Verband und Gesellschaft eine/n Beauftragten für Klima- und Ressourcenschutz.
  • Schulung Mitarbeitermotivation im Landratsamt (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.8)
  • Werbekampagne „E-Zweitwagen“ (Mobilität 2.2.4.3)

Zudem soll 2016 eine „Imagekampagne Klimaschutz“ (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.10) für den ganzen Landkreis initiiert und über mehrere Jahre fortgeführt werden.

Im Jahr 2017 sollen nach derzeitigem Stand folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Mitmachaktion und Wettbewerb „Selbstversuch“ (Konsum & Lebensstil 2.2.5.3.) flankierend zur Imagekampagne
  • Solaroffensive für den Landkreis mit einem Paket aus folgenden Maßnahmen:
  • Prüfung und ggf. Erstellung eines Solarpotential-Dach-Katasters (Strom 2.2.3.3.)
  • Prüfung und ggf. Bau von PV-Anlagen auf geeigneten Dächern (Strom 2.2.3.4.)
  • Freiflächen-Photovoltaik-Kataster im Landkreis entwickeln (Strom 2.2.3.5.)
  • Stromspeicher-Systeme fördern (Strom 2.2.3.6.)
  • Ausbau der öffentlichen E-Mobilitäts-Ladeinfrastruktur (Mobilität 2.2.4.2.)

Für das Jahr 2018 ist nach derzeitigem Stand geplant folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Neue Offensive „Klimaschutz in Schulen“: (Mobilität 2.2.4.4., Konsum & Lebensstil 2.5.1-2.2.5.3)
  • Energieeffizienz-Maßnahmen für Zielgruppe Unternehmen adaptieren (LED, Solare Technik, Energiemanagement, etc)
  • Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis (Mobilität 2.4.11.)

Aktuell

In Bonn treffen sich seit 16. Mai die Klimadiplomaten, um dem Abkommen von Paris Leben einzuhauchen. Die UN-Klimachefin verbreitete gute Laune, auch die Konferenzpräsidentin und ihr Nachfolger kamen kaum aus dem Schwärmen heraus. Dass die Staaten ihre Klimaziele nun an die Versprechen des Paris-Abkommens anpassen, erwartet jedoch niemand. Wie schwierig die Verhandlungen zur Klimafinanzierung künftig noch werden könnten, verdeutlicht indes eine aktuelle Untersuchung des UN-Umweltprogramms: Demnach wird die Klimafinanzierung fünfmal so teuer, wie bislang gedacht.

Quelle: www.klimaretter.info

Gewinner des Energiepreises 2015

Montag, Januar 25th, 2016

Die Energiepreise 2015 im Landkreis Starnberg sind vergeben. Landrat Karl Roth zeichnete die Preisträger im Rahmen einer Feierstunde am 21. Januar 2016 im Landratsamt Starnberg aus und bedankte sich bei allen Bewerbern für ihr großes Engagement für die Energiewende.

Preisträger 2015_kl1. Preis:
Den ersten Preis holte sich in diesem Jahr Stefan Eder aus Weßling, der sein Wohnhaus mit innovativer Technik beheizt und dabei ausschließlich erneuerbare Energien nutzt. Mit seinem Pilotprojekt einer Eisspeicher- und Solarheizung und vielen weiteren enerigietechnischen Finessen, seinem großen Fachwissen und seinem Mut zu Neuem ist er Energiewende-Vorbild und bereitwilliger Ansprechpartner für Interessierte.

2. Preis:
Der zweite Preis ging an die Wohneigentumsgemeinschaft Römerstraße 65-67 in Gilching. Mit ihrer geglückten gemeinschaftlichen Gebäudesanierung von 30 Wohnungen liefert sie ein seltenes und deshalb vorbildliches Beispiel, wie auch in Wohneigentümer-Gemeinschaften (WEG) mit Überzeugungskraft und Kompromissbereitschaft energiesparende Maßnahmen gelingen können.

3. Preis:
Der dritte Preis wurde dem Waldsanatorium Krailling für ihr neues Heizwerk mit Nahwärmenetz verliehen, das fast vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird und durch den Ersatz vieler kleiner Ölheizkessel zukünftig jährlich über 500 Tonnen CO2 einspart. Weitere Infos: Energiepreis 2015

Leuchtturm-Preis:
Neben den drei Hauptpreisen wurde in diesem Jahr auch ein Leuchtturm-Preis vergeben, den die Gemeinde Berg für die Errichtung und den Betrieb der vier Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben erhielt. Sie leistet damit einen riesigen Beitrag zur Energiewende im Landkreis Starnberg sowie zur Vermeidung von Stromtrassenausbau, aber auch zur regionalen Wertschöpfung.

Als Finalisten beim Energiepreis 2015 wurden außerdem folgende Projekte und Initiativen ausgezeichnet:

– Erdmann und Kornelia Treffurth »Energetische Sanierung des eigenen Einfamilienhauses«
Markus Guggemos »Freiflächen-PV-Anlage (Solarbiotop) in Traubing«
Markus Mayer (Architekt) »Mehrfamilien-Hybridhaus (KfW-Effizienzhaus 40) in Feldafing«
Grundschule Söcking »Auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Schule«

Den musikalischen Rahmen gestaltete die Band Vorteilspack, kulinarische Genüsse bereiteten die Schülerinnen und Schüler des Gymnaisums Tutzing mit ihrem selbst zubereiteten köstlichen Fingerfood.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Preisträgern und Finalisten.

Quelle: Landratsamt Starnberg

Foto: Landratsamt Starnberg

Landkreisgemeinden mit Förderprogrammen

Donnerstag, Januar 14th, 2016

PV-Installation_klein

Klimaschutz und Energiewende erfordern beherztes Handeln von uns allen. Finanzielle Anreize erleichtern die Entscheidung für die Umsetzung energieeffizienter und nachhaltiger Maßnahmen, so z.B. im Gebäudebereich.

Im Landkreis Starnberg gibt es daher bereits mehrere Gemeinden, die ein Förderprogramm für die nachhaltige Nutzung und Erzeugung von Energie und Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Wohngebäuden in Neubau und Bestand im Gemeindegebiet aufgelegt haben.

So können die Bürgerinnen und Bürger für ihre Investitionen oft zusätzlich zu den Förderungen auf Landes- und/oder Bundesebene eine finanzielle Unterstützung von ihrer Gemeinde erhalten, solange keine Überdeckung stattfindet.

Welche Gemeinden Förderungprogramme durchführen, wie die Richtlinen ausgestaltet sind und die Antragstellung erfolgt, erfahren Sie auf der Webseite des Landratsamts

Gemeinden mit Förderprogramm im Landkreis Starnberg

Unser Förderprogramm

Verfasser: E. Villing

Bild: Fotolia

 

Ist der Wärmesektor das Stiefkind der Energiewende?

Montag, Januar 11th, 2016

„Anteil der Erneuerbaren bei Wärme sinkt auf 12 Prozent“, titelte Mitte Dezember das Informationsportal EnBauSa.de. Bei näherem Hinsehen handelt der Artikel hauptsächlich von der Förderung Erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung: Diese stieg von 17,3 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 19,2 Milliarden in 2014. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung leicht gesunken, er lag 2014 bei 12 Prozent.

Grobe Zusammenfassung: Erneuerbarer Strom ist stärkste Kraft im Strommix, Wärmewende dümpelt vor sich hin. Ist das wirklich so?

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Energieoptimiert bauen: Null- und Plusenergiegebäude

Donnerstag, Oktober 22nd, 2015

Gebäude können grundsätzlich die von ihnen benötigte Energie vor Ort selbst erzeugen. Das ist die Idee für Null- und Plusenergiegebäude, von denen weltweit und auch in Deutschland immer mehr gebaut werden. Sie tragen Namen wie „Plusenergiehaus“, „Nullemissionshaus“, „EffizienzhausPlus“, „AktivPlushaus“ oder „SolarAktivHaus“. Private Bauherren begeistern sich für die Nachhaltigkeit und die geringen Betriebskosten solcher Gebäude. Doch wie werden diese Gebäude eigentlich energetisch betrachtet und bilanziert? Welchen Zeitraum sollte die Betrachtung umfassen? Was wird in die Bilanz einbezogen? Wissenschaftler aus 18 Nationen gingen unter dem Dach der Internationalen Energieagentur IEA diesen Fragen nach.

Mehr Info hier

Quelle: bine/info

 

 

Jetzt mitmachen bei den Sanierungstreffs!

Freitag, Oktober 9th, 2015

Sollten Sie die Sanierung Ihres Eigenheims noch vor sich herschieben? Die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Starnberg bietet Ihnen mit der zweiten Runde der Sanierungstreffs eine wertvolle Unterstützung, um Hemmschwellen abzubauen und Entscheidungen zu erleichtern.

Bei den Sanierungstreffs werden Sie qualifiziert auf die verschiedenen Maßnahmen einer energetischen Sanierung vorbereitet und ggf. bei einem Projekt begleitet. Denn ein sorgfältig saniertes Haus verbindet Heimatgefühl mit moderner Wohnqualität, bietet mehr Behaglichkeit, strahlt Wärme aus, gibt Sicherheit und ist, wenn man vorausschauend plant, auch barrierefrei.

Die Auftaktveranstaltungen der Sanierungstreffs finden alle im Oktober dieses Jahres statt – ein Einstieg danach ist jederzeit möglich, allerdings ist der Zyklus wie ein Curriculum aufgebaut. Beginn in Seefeld war am 8. Oktober um 18.00 Uhr. Die nächsten Termine sind:

  • 29.10.2015, 18:00 Uhr und 19.11.2015, jeweils im Kath. Pfarr- und Jugendheim Haus Peter und Paul, Marienplatz 4.

In Seefeld geht es am 29.10. um 18:00 Uhr schon detailliert um Dämmmaterialien und Verfahren am Haus. Also melden Sie sich am Besten gleich an!

Und hier die nächsten Start-Termine im Landkreis:

  • Starnberg. 13.10.2015, 17.00 Uhr im DAV-Heim, Am Schloßhölzl 17
  • Gauting, 14.10.2015, 18.00 Uhr in der Gautinger Insel, Grubmühlerfeldstr. 10
  • Gilching, 23.10.2015, 16.00 Uhr in der VHS, Landsberger Str. 17 A statt.

Weitere Termine stehen bereits fest und können auf der Homepage www.sanierungstreff.de eingesehen werden. Gerne können Sie sich mit dem beigefügten Anmeldeformular anmelden. Die ersten zehn Anmeldungen je Treff kommen übrigens in den Genuss einer kostenlosen Energieberatung!

Der Zyklus der Sanierungstreffs ist wie ein Lehrplan angelegt, mit  verschiedenen Themen-Bausteinen, die ein Ganzes ergeben. Die Bausteine können auch einzeln besucht werden. Circa alle drei bis vier Wochen treffen sich die Interessierten zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Als Referenten stehen kompetente Energieberater bzw. Architekten zur Verfügung. Bei jedem Treffen gibt es einen Vortrag zu einem ausgewählten Thema rund um die Wohngebäude-Sanierung. Eine Baustellenbesichtigung und der Besuch innovativer Sanierungen runden die Treffen ab. Dass eben erst das Bayerische Wirtschaftsministerium ein spezielles Förderprogramm aufgelegt und auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau kürzlich ihre Förderkonditionen angepasst hat, sind zwei Gründe mehr, sich gut beraten zu lassen und die Sanierung von Anfang an richtig anzugehen: das schafft Sicherheit im Umgang mit den Handwerkern, führt zu einer besseren Qualität der Baumaßnahmen und nicht zuletzt auch zu Einsparungen, die sich im Geldbeutel bemerkbar machen.“Der Sanierungstreff war für meine Entscheidungen eine große Hilfe“, sagte eine Teilnehmer der ersten Runde am Ende seiner Maßnahmen am Eigenheim in Berg.

Noch eine Bitte: Sie dürfen auch gerne Werbung machen: Weitersagen bzw. -mailen sehr erwünscht!

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie außerdem direkt auf der Webseite des Landratsamtes Starnberg unter dem Menüpunkt Neu: Sanierungstreffs an vier Orten im Landkreis (7. Eintrag von oben).