Kategorie: Energieprojekte

Windenergie in Bayern kommt zum Stillstand

Freitag, Juli 1st, 2016

Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten: Die Einführung der strengen 10H-Abstandregel für neue Windenergieanlagen in Bayern führt zum völligen Stillstand des Windkraft-Ausbaus. Das bestätigt nun die Antwort der bayerischen Landesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Martin Stümpfig.

Wie das bayerische Wirtschaftsministerium laut Stümpfig mitgeteilt hat, wurden im ersten Quartal 2016 bayernweit keinerlei Neuanträge auf Genehmigung einer Windkraftanlage gestellt. Bei den Landtags-Grünen geht man davon aus, dass dies auch für das zweite Quartal gilt.

Stümpfig: Windkraft in Bayern tot
Stümpfig, energiepolitischer Sprecher der Landtags-Grünen in Bayern, ist verärgert: „Die CSU-Regierung hat die Windkraft in Bayern mit ihrem 10H-Gesetz tatsächlich tot gemacht.“ Nur spärlich seien zudem bereits eingereichte Genehmigungsanträge bewilligt, heißt es in der Mitteilung des Grünen-Politikers. Diese Zahlen würden sich quartalsweise im niedersten zweistelligen Bereich bewegen. „Der Ausbau der Windkraft in Bayern ist de facto zum Erliegen gekommen“, unterstreicht Stümpfig. „Wie die CSU-Regierung in ihrer Stellungnahme  davon ausgehen kann, dass die energiepolitischen Ziele erreicht werden, erschließt sich mir nicht.“

10H-Abstandsregel schnellstmöglich auf den Prüfstand stellen
Aufgrund der erschreckenden Zahlen fordert Stümpfig, die 10H-Abstandsregel schnellstmöglich auf den Prüfstand zu stellen. Der bislang angerichtete Schaden sei zwar groß, könne aber eingedämmt werden, wenn man die Abstandsregeln zeitnah lockere, so der Vorschlag des bayerischen Oppositions-Politikers.

Wirtschaftliche Nachteile für Bayern
Zuletzt hatte der Regensburger Windenergie-Projektierer Ostwind darauf hingewiesen, was sich Bayern durch die restriktive 10h-Abstandsregelung entgehen lässt, wenn Windenergieanlagen einen Mindestabstand  zur der nächsten Wohnbebauung einhalten müssen, der dem Zehnfachen der Anlagen-Gesamthöhe entspricht. Beim Baubeginn für den Windpark im Raitenbucher Forst, dem größten Wald-Windpark in Bayern, machte Ostwind deutlich, wie eine Region wirtschaftlich an der Windenergie gewinnen kann. „Aber der Windpark macht eben auch deutlich, welche Chancen sich Bayern in Zukunft entgehen lässt“, mahnte Ostwind-Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart.

Quelle: IWR Online

Sanierungstreff-Besichtigung: Die Sonne ins Haus geholt

Dienstag, Juni 14th, 2016

Sanierungstreffs bieten Besichtigung eines sanierten Fertighauses an. Auftaktveranstaltung zur Woche der Sonne vom 17.-26.06.2016

Ein über viele Jahre hinweg in Etappen saniertes Fertighaus aus den 70er Jahren ist am 17. Juni um 17.00 Uhr im Rauscher Fußweg in Herrsching zu besichtigen.

Die Sanierungstreffs nutzen die Woche der Sonne für die Besichtigung eines Best-Practice-Beispiels. Die Interessenten haben dort die Gelegenheit, die ganze Palette möglicher Maßnahmen in der Praxis zu sehen und sich vom Besitzer die eingesparten Kosten sowie die neue Wohnqualität vorführen zu lassen.  Auch die Energie der Sonne wird in diesem Haus zur Warmwassergewinnung und Stromerzeugung genutzt. „Billig bauen war gestern – heute wird ehrgeizig saniert, am besten mit Nutzung von Sonnenenergie“, betont Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt. Sie möchte mit der Besichtigung Mut machen, die energetische und auch altersgerechte Sanierung nicht auf die lange Bank zu schieben. Das Positive dabei: Auch Mitnahmeeffekte in Sachen Einbruchschutz sind so möglich.

Die Teilnahme ist kostenlos, die genaue Adresse wird bei Anmeldung unter Tel 08151 148-352 bzw. an klimaschutz@lra-starnberg.de mitgeteilt.

Eine energetische Sanierung im Wohn-Gebäude muss gut durchdacht und geplant werden. Genau das wollen die Sanierungstreffs im Landkreis unterstützen: Im Herbst 2016 gibt es neue Termine in den Orten Gauting, Seefeld, Pöcking und Starnberg. Mehr dazu unter www.sanierungstreff.de .

 

Was der Landkreis Starnberg der Bundesregierung voraus hat

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Konkret: Der Klimapakt des Landkreises Starnberg und seiner Gemeinden.

Deutschland hat am 22. April 2016 in der UNO-Vollversammlung seinen Beitritt zum Pariser Klima-Abkommen unterzeichnet. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sage dazu: „Der Geist von Paris lebt. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen hatte ein Abkommen so schnell so viele Unterzeichner. Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen so schnell wie möglich mit Leben zu füllen.“ Bereits Monate vorher hatte sie wichtige Akteure und Vertreter aus Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Dialogprozess geladen. Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, der ganz ähnlich dem Starnberger Maßnahmenkatalog zum Klimapakt für die verschiedenen Handlungsfelder Maßnahmen vorschlägt. Darin ist z. B. der Vorschlag zu finden, den Klimaschutz in der Verfassung oder „Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe“ zu verankern (KSP-Ü-04a). Eine „Bildungskampagne klimafreundlicher Konsum“ wird ebenso gelistet wie die „Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030“, alles Maßnahmen, die in ähnlicher Form schon im Starnberger Katalog zu finden sind. Hier geht‘s zum Maßnahmenkatalog aus dem Dialogprozess: Maßnahmenkatalog Klimaschutzplan Noch vor der Sommerpause im Juni 2016 will die Bundesregierung den Klimaschutzplan verabschieden.

Energiewende jetzt_klqDer Landkreis Starnberg ist schon einige Schritt weiter 

  • Am 12.12.2005 hat der Kreistag im sogenannten Energiewende-Grundsatzbeschluss u.a. beschlossen, die Bestrebungen zur Energiewende im Landkreis zu unterstützen mit dem Ziel, die Region bis zum Jahre 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
  • 2008 wurder der Verein Energiewende Landkreis Starnberg gegründet der die Energiewende durch Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen unterstützt.
  • Im Jahr 2010 hat der Landkreis in einem umfangreichen Beteiligungsprozess ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt und verabschiedet. Zu dessen Umsetzung wurde im Februar 2011 die Stabstelle Klimaschutz eingerichtet und eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.
  • Neben vielen Einzelmaßnahmen und Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen startete die Stabstelle Klimaschutz im Okt. 2014 eine Sanierungskampagne „Mit Wärme zu mehr Wert“, Erfahrungen aus zwei Jahren intensiver Öffentlichkeitsarbeit dazu liegen vor: sanierungstreff.de
  • Im Januar 2015 wurde ein Energiebericht für den Landkreis erstellt, der deutlich machte, dass die Fortschritte auf dem Weg zu 100 % Erneuerbare Energien bis 2035 höchst ungenügend sind. lk-starnberg.de/energiebericht
  • Um der Energiewende und dem Klimaschutz eine noch größere Dynamik zu verleihen, hat der Kreistag am 18.05.2015 beschlossen, eine Klimawerkstatt durchzuführen. Diese hat am 13. November 2015 stattgefunden. Beteiligt waren 45 engagierte Bürgerinnen, Ehrenamtliche und Energie- und Umwelt-Experten, darunter Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte sowie Vertreter von Verbänden und Kirchen. Einstimmig hat dieser Kreis einen Klimapakt verabschiedet mit einer umfangreichen Ideensammlung an praxistauglichen Maßnahmen. Diese Maßnahmen wurden in einem Katalog ausgearbeitet und werden seitdem in verschiedenen Gemeinden erörtert: lk-starnberg.de/klimapakt
  • Am 14.03.2016 hat der Landkreis beschlossen, sich diesem Klimapakt anzuschließen und sich bereit erklärt, 2016, 2017 und 2018 mindestens drei Maßnahmen jährlich zu beginnen bzw. umzusetzen.
  • Bis zum 12.05.2016 haben sich bereits neun Kommunen und der Landkreis dem Klimapakt angeschlossen, in weiteren Gemeinden steht das Thema auf der Agenda.

Klimapakt-Maßnahmen des Landkreises 2016-2018

Nummerierung bezieht sich auf den Maßnahmenkatalog  www.lk-starnberg.de/klimapakt

Folgende Maßnahmen soll die Landkreis-Verwaltung im Jahr 2016 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und Kapazitäten umsetzen bzw. mit der Realisierung beginnen:

  • Strukturen für effizienten Klimaschutz schaffen (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.2); insbesondere ist anzustreben, Klima- und Ressourcenschutz als Querschnittsaufgabe sichtbar und wirksam in allen Beteiligungsgesellschaften des Landkreises festzuschreiben. Im besten Fall benennt jeder Verband und Gesellschaft eine/n Beauftragten für Klima- und Ressourcenschutz.
  • Schulung Mitarbeitermotivation im Landratsamt (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.8)
  • Werbekampagne „E-Zweitwagen“ (Mobilität 2.2.4.3)

Zudem soll 2016 eine „Imagekampagne Klimaschutz“ (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.10) für den ganzen Landkreis initiiert und über mehrere Jahre fortgeführt werden.

Im Jahr 2017 sollen nach derzeitigem Stand folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Mitmachaktion und Wettbewerb „Selbstversuch“ (Konsum & Lebensstil 2.2.5.3.) flankierend zur Imagekampagne
  • Solaroffensive für den Landkreis mit einem Paket aus folgenden Maßnahmen:
  • Prüfung und ggf. Erstellung eines Solarpotential-Dach-Katasters (Strom 2.2.3.3.)
  • Prüfung und ggf. Bau von PV-Anlagen auf geeigneten Dächern (Strom 2.2.3.4.)
  • Freiflächen-Photovoltaik-Kataster im Landkreis entwickeln (Strom 2.2.3.5.)
  • Stromspeicher-Systeme fördern (Strom 2.2.3.6.)
  • Ausbau der öffentlichen E-Mobilitäts-Ladeinfrastruktur (Mobilität 2.2.4.2.)

Für das Jahr 2018 ist nach derzeitigem Stand geplant folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Neue Offensive „Klimaschutz in Schulen“: (Mobilität 2.2.4.4., Konsum & Lebensstil 2.5.1-2.2.5.3)
  • Energieeffizienz-Maßnahmen für Zielgruppe Unternehmen adaptieren (LED, Solare Technik, Energiemanagement, etc)
  • Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis (Mobilität 2.4.11.)

Aktuell

In Bonn treffen sich seit 16. Mai die Klimadiplomaten, um dem Abkommen von Paris Leben einzuhauchen. Die UN-Klimachefin verbreitete gute Laune, auch die Konferenzpräsidentin und ihr Nachfolger kamen kaum aus dem Schwärmen heraus. Dass die Staaten ihre Klimaziele nun an die Versprechen des Paris-Abkommens anpassen, erwartet jedoch niemand. Wie schwierig die Verhandlungen zur Klimafinanzierung künftig noch werden könnten, verdeutlicht indes eine aktuelle Untersuchung des UN-Umweltprogramms: Demnach wird die Klimafinanzierung fünfmal so teuer, wie bislang gedacht.

Quelle: www.klimaretter.info

Wildpoldsried macht sein Stromnetz fit für die Energiewende

Dienstag, Mai 3rd, 2016

Ein Microgrid-Test zeigt, wie eine Stromversorgung mit Erneuerbaren funktionieren kann

In Deutschland sollen in etwa 35 Jahren etwa 40 Millionen Haushalte und fast 4 Millionen Unternehmen zu 80 Prozent mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt werden können. Bislang wurde in aufwendigen Simulationen gezeigt, dass das funktionieren kann. In Wildpoldsried wurden nun die Erzeugungskapazitäten und das lokale Stromnetz für die Energiewende-Zukunft vorbereitet.
Die komplette News lesen Sie unter hier
Quelle: bine informationsdienst.

Bild: Kesseler/Pixelio

Sparen, Liefern, Pachten – Neue Solarstromkonzepte anwenden

Mittwoch, März 23rd, 2016

Veranstaltung am Dienstag, 5. April 2016, 15:00 – 18:00 in Augsburg

Mit  dem  Beitritt  zum  Netzwerk „Sparen, Liefern, Pachten – Neue Solarstromkonzepte anwenden“ intensiviert C.A.R.M.E.N. e.V. seine Beratungstätigkeit und fördert die Vernetzung der Akteure  vor  Ort. Durch die Unterstützung des Bundesverbands Solarwirtschaft bietet die Veranstaltung umfangreiche Informationen zu verschiedenen Betreibermodellen von Photovoltaikanlagen. Wie sind diese neuen Betreibermodelle aufgebaut und wie können diese in der Praxis angewendet werden. Ebenso wird die wirtschaftliche Betrachtung konkreter Solarstromkonzepte vorgestellt. Ziel ist es neue Geschäftsmodelle für die Solarenergie in die Öffentlichkeit zu tragen und Erfahrung auf dem Gebiet auszutauschen. Zudem erhalten die Teilnehmer einen aktuellen Überblick zur Marktsituation von Batteriespeichersystemen.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V., dem KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e.V., der Regio Augsburg Energie e.V. sowie den Stadtwerken Augsburg.

Die Zielgruppe sind Akteure aus dem privaten, landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich, Energieberater, Projektentwickler, PV-Anlagenbesitzer und alle fachlich und inhaltlich Interessierten.

Eine Anmeldung ist bis zum 1. April 2016 möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, der Tagungsbeitrag beträgt 10 €.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie dem Programm mit Anmeldeformular entnehmen.

Ort : Vortragssaal der Stadtwerke Augsburg, Hoher Weg 1, 86152 Augsburg

Klimapakt im Landkreis Starnberg

Donnerstag, Februar 4th, 2016
10 Jahre nach dem Energiewendebeschluss von 2005 stellte der Landkreis Starnberg im vergangenen Herbst seine Ziele und Absichten sowie die Mittel und Maßnahmen zur Erreichung der Energiewende auf den Prüfstand. In einer Energiewende- und Klimaschutzwerkstatt am 13. November 2015 setzten sich zahlreiche relevante Akteure, Experten, Bürger und politische Verantwortliche intensiv mit dem weiteren Vorgehen im Landkreis auseinander.
Die Beteiligungs-Werkstatt entwickelte zu allen wesentlichen Themenfeldern alltagstaugliche Ideen und Projektvorschläge und verabschiedete auch einen Klimapakt.

Praxisreife Projektvorschläge erleichtern den Beitritt zum Klimapakt

Die Zusammenfassung der Werkstatt-Ergebnisse liegt nun in Form eines Maßnahmenkatalogs mit praxisreifen Projektideen vor. Diese können nun von allen in die Tat umgesetzt werden. Kreistag und Gemeinderäte sowie viele andere gesellschaftliche Gremien, Gewerbe und Unternehmen, die Kirchen, aber auch Bürgerinnen und Bürger sind nun aufgefordert, dem Klima-Pakt beizutreten oder formell zu beschließen und entsprechend die Maßnahmen umzusetzen.
Die ersten Gemeinden haben sich dem Klimapakt bereits angeschlossen …
Hier finden Sie den Klimapakt im Landkreis Starnberg und den damit verbundenen Maßnahmenkatalog als PDF-Datei zum herunterladen.
Zusammenfassung: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Evelyn Villing

Gewinner des Energiepreises 2015

Montag, Januar 25th, 2016

Die Energiepreise 2015 im Landkreis Starnberg sind vergeben. Landrat Karl Roth zeichnete die Preisträger im Rahmen einer Feierstunde am 21. Januar 2016 im Landratsamt Starnberg aus und bedankte sich bei allen Bewerbern für ihr großes Engagement für die Energiewende.

Preisträger 2015_kl1. Preis:
Den ersten Preis holte sich in diesem Jahr Stefan Eder aus Weßling, der sein Wohnhaus mit innovativer Technik beheizt und dabei ausschließlich erneuerbare Energien nutzt. Mit seinem Pilotprojekt einer Eisspeicher- und Solarheizung und vielen weiteren enerigietechnischen Finessen, seinem großen Fachwissen und seinem Mut zu Neuem ist er Energiewende-Vorbild und bereitwilliger Ansprechpartner für Interessierte.

2. Preis:
Der zweite Preis ging an die Wohneigentumsgemeinschaft Römerstraße 65-67 in Gilching. Mit ihrer geglückten gemeinschaftlichen Gebäudesanierung von 30 Wohnungen liefert sie ein seltenes und deshalb vorbildliches Beispiel, wie auch in Wohneigentümer-Gemeinschaften (WEG) mit Überzeugungskraft und Kompromissbereitschaft energiesparende Maßnahmen gelingen können.

3. Preis:
Der dritte Preis wurde dem Waldsanatorium Krailling für ihr neues Heizwerk mit Nahwärmenetz verliehen, das fast vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird und durch den Ersatz vieler kleiner Ölheizkessel zukünftig jährlich über 500 Tonnen CO2 einspart. Weitere Infos: Energiepreis 2015

Leuchtturm-Preis:
Neben den drei Hauptpreisen wurde in diesem Jahr auch ein Leuchtturm-Preis vergeben, den die Gemeinde Berg für die Errichtung und den Betrieb der vier Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben erhielt. Sie leistet damit einen riesigen Beitrag zur Energiewende im Landkreis Starnberg sowie zur Vermeidung von Stromtrassenausbau, aber auch zur regionalen Wertschöpfung.

Als Finalisten beim Energiepreis 2015 wurden außerdem folgende Projekte und Initiativen ausgezeichnet:

– Erdmann und Kornelia Treffurth »Energetische Sanierung des eigenen Einfamilienhauses«
Markus Guggemos »Freiflächen-PV-Anlage (Solarbiotop) in Traubing«
Markus Mayer (Architekt) »Mehrfamilien-Hybridhaus (KfW-Effizienzhaus 40) in Feldafing«
Grundschule Söcking »Auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Schule«

Den musikalischen Rahmen gestaltete die Band Vorteilspack, kulinarische Genüsse bereiteten die Schülerinnen und Schüler des Gymnaisums Tutzing mit ihrem selbst zubereiteten köstlichen Fingerfood.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Preisträgern und Finalisten.

Quelle: Landratsamt Starnberg

Foto: Landratsamt Starnberg

Jahrestagung der Bayerischen Solarinitiativen in Bruck

Montag, Januar 18th, 2016

ABSI-LOGO_2016Vom 19. bis 20. Februar treffen sich die bayerischen und österreichischen Solarinitiaven in Fürstenfeldbruck zu ihrem Jahreskongress. Dieses Jahr sollen viele gute Beispiele aus allen Bereichen der Energiewende vorgestellt werden – Strom, Wärme und Mobilität – außerdem referieren Experten zu übergreifenden Themen.

Alle, die sich für für die Energiewende und den Klimaschutz interessieren und engagieren, sind herzlich eingeladen.
Anbei finden Sie das Programm, die Anmeldung und Informationen zu den Übernachtungsmöglichkeiten.

Nutzungspfade der Bioenergie – Gibt es den Königsweg?

Donnerstag, Oktober 22nd, 2015

Für einen erfolgreichen Umstieg auf Erneuerbare Energien ist die Bioenergie in Deutschland eine wichtige Stütze. Allerdings bestehen in der Wissenschaft zum Teil sehr unterschiedliche Einschätzungen darüber, in welchem Umfang und mit welchen Schwerpunkten die Bioenergie künftig zum Einsatz kommen sollte. Das geht aus der neu erschienenen Metaanalyse „Nutzungspfade der Bioenergie für die Energiewende“ der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor. „Die Metaanalyse zeigt, wie die Vorzüge der Bioenergie im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor künftig verstärkt zur Geltung kommen könnten“, erklärt AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer anlässlich der Veröffentlichung des Papiers im Rahmen des Forschungsradars der AEE.

Das Flächenpotenzial zur Nutzung der Bioenergie ist begrenzt. Dennoch zeigt die Metaanalyse, dass der Biomassenutzung in vielen Studien insgesamt noch ein deutliches Steigerungspotenzial zugesprochen wird. Für die verstärkte Nutzung der Bioenergie kristallisieren sich laut der Metaanalyse zwei Hauptströmungen heraus. Zum einen liegen Studien vor, die die Bioenergie vorrangig zur Stromerzeugung in flexiblen Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrachten. Die Bioenergie kann demzufolge ihre Stärken zum Ausgleich der fluktuierenden Stromproduktion aus Windkraft- und Solaranlagen voll zur Geltung bringen.

Mehr Info hier.

Quelle: AEE
Bildnachweis: AEE

Energieoptimiert bauen: Null- und Plusenergiegebäude

Donnerstag, Oktober 22nd, 2015

Gebäude können grundsätzlich die von ihnen benötigte Energie vor Ort selbst erzeugen. Das ist die Idee für Null- und Plusenergiegebäude, von denen weltweit und auch in Deutschland immer mehr gebaut werden. Sie tragen Namen wie „Plusenergiehaus“, „Nullemissionshaus“, „EffizienzhausPlus“, „AktivPlushaus“ oder „SolarAktivHaus“. Private Bauherren begeistern sich für die Nachhaltigkeit und die geringen Betriebskosten solcher Gebäude. Doch wie werden diese Gebäude eigentlich energetisch betrachtet und bilanziert? Welchen Zeitraum sollte die Betrachtung umfassen? Was wird in die Bilanz einbezogen? Wissenschaftler aus 18 Nationen gingen unter dem Dach der Internationalen Energieagentur IEA diesen Fragen nach.

Mehr Info hier

Quelle: bine/info