Einträge ‘Agenda 21’

Veranstaltung „Heizungssystem optimieren – Energie und Geld sparen“ in Seefeld sehr gut besucht

Dienstag, März 26th, 2013

Fast wären die Plätze ausgegangen am vergangenen Montag im Toerring Stüberl, in der Seefelder Schlossgaststätte. Denn der Energiewende Verein Seefeld hatte Hausbesitzer, Mieter und Installateure zu einem Infoabend mit Vortrag über den hydraulischen Abgleich eingeladen. Das Wort klingt wenig prickelnd, die Einsparpotentiale sind dafür enorm. Vor allem ist es wichtig, auf den hydraulischen Ausgleich aufmerksam zu machen, weil er in der Energieeinsparverordnung (EnEV) für ältere Häuser nicht erwähnt wird. Dabei sind die Einsparpotentiale hoch, weswegen der hydraulische Abgleich sowohl staatlich, als auch von der Gemeine Seefeld gefördert wird.

Mit fundierter Sachkenntnis erläuterte Hannelore Fischer, Dipl. Ing. Technischer Umweltschutz, aus Kaufering, vor etwa 30 interessierten Zuhörern den „Hydraulischer Abgleich von Heizungssystemen“. In der anschließenden Diskussion erläuterte sie fachkundig Fragen, auch zu speziellen Anliegen von Haus- bzw. Heizungsbesitzern.

Eingeladen hatte der Agenda 21 Arbeitskreis „Regenerative Energie“ / die Ortsgruppe Seefeld des Energiewendevereins zu diesem wichtigen Energie-Effizienz Thema. Ernst Deiringer, Sprecher der Agenda-Gruppe und Umweltreferent Seefelds, betonte eingangs, wie wichtig der Zusammenhang zwischen der Austauschaktion von Heizungspumpen und dem hydraulischen Abgleich von Heizungssystemen ist. Beide Aktionen optimieren die Heizungsanlage und reduzieren den Energieverbrauch, was Umwelt und Geldbeutel schont.

Privathaushalte benötigen durchschnittlich 72% der Energie für die Raumheizung. 10% davon ließen durch einen hydraulischen Abgleich einsparen. Nach Recherchen der Heizungssachverständigen Hannelore Fischer fehlt in 86%! der bayerischen Gebäude der hydraulische Abgleich. Sie erläuterte, wie der hydraulische Abgleich in Theorie und Praxis funktioniert, was zu tun ist und welche Einsparpotentiale realisiert werden können. Auch die staatlichen Fördermöglichkeiten durch KfW und BAFA zeigte sie auf. Viele Erkenntnisse brachte der Abend und glückliche Gewinner.

Zwei Seefelder Familien erhielten, per Los, einen Gutschein über 200 Euro als Anreiz für einen hydraulische Abgleich. Die Gutscheine können über das Förderprogramm der Gemeinde Seefeld eingelöst werden.

Den Vortrag von Frau Fischer finden Sie in unserem Download-Bereich.

Text: Energiewende Starnberg e.V., Ernst Deiringer

Foto: © Maret Käsch

Klimaschutz ohne Kernenergie? – Das mach‘ ich mit Links!

Montag, April 11th, 2011

wi_logo_srgbSeit nunmehr 20 Jahren engagiert sich das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Gmbh für Nachhaltigkeit und eine intakte Umwelt. Ernst Ulrich von Weizsäcker war fast ein Jahrzehnt Präsident des renommierten Instituts, die Publikation „Zukunftsfähiges Deutschland“ hatte 1996 für Furore gesorgt. Anlass für die Institutsgründung war die Agenda 21. 1992 verpflichteten sich auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 178 Staaten auf dieses Programm, die Agenda für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und ökonomisch tragfähige Entwicklung im 21. Jahrhundert. Es bestand Konsens, dass Umwelt und Entwicklung zusammen gedacht werden müssen und gemeinsame Lösungen brauchen. Als Konsequenz dieser Einsicht sollten sich die Produktions- und Konsummuster der Industrieländer ändern.

Die Studie Zukunftsfähiges Deutschland – Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung beantwortete 1996 die Frage nach dem Status quo sowie der Strategie mit aufrüttelnden Fakten, Zielen, Maßnahmen und Leitbildern. Die Studie wurde von der Naturschutz und Umweltorganisation Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der katholischen Entwicklungsorganisation Misereor gemeinsam herausgaben und vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erarbeitet.

2008 erschien die Fortsetzung Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt.  Das Institut forscht seitdem weiter unermüdlich an Möglichkeiten für ein gerechtes und nachhaltiges Leben und die Bewusstseinsbildung – für alle Menschen auf unserem Planeten.

Nun hat das Institut auf seiner Internetseite eine aktualisierte Linkliste zum Klimaschutz ohne Kernenergie eingestellt. Die Linkliste ist in Form einer übersichtlichen Tabelle angelegt, die die Verlinkungen sowohl unter 6 Kategorien thematisch einsortiert als auch die Kategorien selbst inhaltlich kurz umreißt, so dass eine leichte Orientierung möglich ist.

So finden sich unter der Kategorie Strom hinweise zum Kauf energieeffizienter Geräte, zum Thema Stand-by-Verbräuche und Strom-Wechsel zu unabhängigen Ökostromanbietern. Die Kategorie Wärme reicht von Lüften über Dämmen bis zu Umwälzpumpen und Heizmitteln und unter Kapital sind nachaltige Investments zu finden. Weitere Themen sind Mobilität, Förderung und Information.

Die Linklist e erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist aber nach unserer Meinung für alle ein sinnvolles Instrument, die selbst aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten.

Auf der Internetseite des Instituts finden sich auch interessante Publikationen gegliedert nach Forschungsbereich.

Darüber hinaus bietet das Wuppertal Institut jede Menge interessanter Informationen für alle Nachhaltigkeits-Verfechter, Umweltbewussten,  und Energiewende-Aktiven. Mehr erfahren Sie hier!

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V.