Einträge ‘Agentur für Erneuerbare Energien’

Lösbare Herausforderungen im Stromnetz

Donnerstag, Juli 5th, 2012

Modernisierung und Systemwechsel – Netzbetreiber sind jetzt am Zug in ihre Infrastruktur zu investieren. Nach der Liberalisierung des Strommarktes im Jahre 1998 wurde viel zu lange zu wenig in die deutschen Stromnetze investiert. Von den 2009 im Energieleitungsausbausgesetzt festgelegten rund 1.8000 Kilometern an Trassen sind laut Bundesnetzagentur (BNetzA) bis jetz erst 214 Kilometer gebaut. Es besteht ein entscheidender Handlungsbedarf.

Lesen Sie hierzu mehr in der Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien!

 

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien, Foto: Bernd Kröger

Kommunalen Nutzen der Energiewende errechnen

Donnerstag, Januar 26th, 2012

Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze in Kommunen, erhöhen die Steuereinnahmen des Bundesstaats und schützen das Klima. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat einen Wertschöpfungsrechner entwickelt, der genau diese positiven Wirtschaftseffekte regenerativer Energien ermittelt.

„Für die Energiewende in Deutschland kommt den Bürgerinnen und Bürgern eine entscheidende Rolle zu. Engagement und Akzeptanz für den Umbau der Energieversorgung wachsen, wenn sie erkennen, welchen Nutzen die Erneuerbaren Energien vor Ort schaffen. Dafür kann der Wertschöpfungsrechner der Agentur für Erneuerbare Energien eine wichtige Hilfe sein“, so die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die den Online-Rechner auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt hat.

Der Online-Rechner berücksichtigt für seine Kalkulationen der Wertschöpfung vor Ort die Unternehmensgewinne ebenso wie Einkommen durch Beschäftigung und Steuern an die Kommunen. Nutzer des Rechners können sich für ihre Kommune und Region auch den Anteil Erneuerbarer Energien an der Versorgung ausrechnen lassen. Darüber hinaus kalkuliert der Online-Rechner Klimaschutz- und Jobeffekte, die in den Dörfern und Städten mit dem Umbau der Energieversorgung einhergehen.
In der Wertschöpfungskette wird zwischen Planung und Installation, Betrieb und Wartung sowie der Betreibergesellschaft unterschieden. Über diese Punkte können 24 verschiedene Technologien aus den Bereichen Strom, Wärme, Kraft- und Brennstoffe gewählt und daraus eine Orientierungssumme errechnet werden.

Neben dem ökonomischen Nutzen für die Kommunen und Regionen zeigt der Wertschöpfungsrechner auch die positiven ökologischen Effekte, die mit der Energiewende einhergehen können: „Klimaschutz und der Zugewinn an Wirtschaftskraft durch den Ausbau Erneuerbarer Energien gehen Hand in Hand“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Mit dem Wertschöpfungsrechner bekämen Bürger, Projektierer und Entscheider in den Kommunen zur rechten Zeit ein überzeugendes Instrument für ihre Planungen an die Hand. Herr Vohrer: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird in Deutschland vor allem von bürgerschaftlichen Initiativen in den Kommunen getragen. Solche Initiativen sind die wahren Stützen der Energiewende.“

Der Rechner basiert auf einer vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) entwickelten Methodik. Gefördert wurde die Studie von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe vom Bundeslandwirtschaftsministerium.

Hier kommen Sie direkt zum Wertschöpfungsrechner!

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Neues Online Portal mit Analysen und Gutachten zu Erneuerbaren Energien

Mittwoch, Oktober 12th, 2011

Die Energiewende ist eine anspruchsvolle und sensible Aufgabe, die in alle gesellschaftlichen Bereiche reicht und daher auf fundiertes Wissen angewiesen ist. Insbesondere die Wissenschaft spielt für den Umbau des Energiesystems auf eine 100-prozentige Versorgung mit Erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle, Studien und Gutachten sind die Basis für politische Entscheidungen und damit richtungsweisende Entwicklungen für unsere Wirtschaft und künftige Ve rsorgungsstrukturen.

Studienradar Erneuerbare Energien

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat für dieses junge interdisziplinäre Forschungsfeld ein neues Online-Portal www.energie-studien.de geschaffen, das für mehr Orientierung sorgen soll. Das „Studienradar Erneuerbare Energien“ informiert Wissenschaftler, Journalisten, Politiker und engagierte Bürger über aktuelle Forschungsberichte zum Thema.

Im Rahmen der Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) wird das „Studienradar Erneuerbare Energien“ von der AEE erstmals vorgestellt. Es führt laut Angaben der Energieagentur in seiner Datenbank Studien zu systemanalytischen, ökonomischen, politischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten der Erneuerbaren Energien auf.

Der Presseinformation ist auch zu entnehmen, dass eine Fachredaktion ausgewählte Berichte, Gutachten und Analysen aufbereitet und inhaltlich zusammenfasst. Zentrale Aussagen und Ergebnisse werden dann in Grafiken anschaulich dargestellt. Die Agentur für Erneuerbare Energien arbeitet nach eigenen Aussagen dabei eng mit dem Forschungs-Verbund Erneuerbare Energien zusammen, um eine hohe Qualität der Studienaufbereitungen zu gewährleisten.
Durch diese redaktionelle Aufbereitung können Internetnutzer Forschungsarbeiten unterschiedlicher Institute und Auftraggeber einander gegenüberstellen und vergleichen. „Das Portal ermöglicht seinen Nutzern, Studien besser einzuordnen“, erläutert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „So können sie sich ein ausgewogenes Bild über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien machen.“

Das Internetportal bietet desweiteren eine Übersicht über Forschungsinstitute und Beratungsunternehmen in Deutschland, den Forschungsatlas. Eine interaktive Deutschlandkarte zeigt Einrichtungen, die sich mit technologischen, politischen, wirtschaftlichen, ökologischen oder sozialen Aspekten Erneuerbarer Energien beschäftigen.

Nach dem Start der Webseite geht die Arbeit am Projekt weiter: Die Fachredaktion erfasst kontinuierlich Publikationen und bereitet pro Jahr rund 50 Studien redaktionell auf. Auch die Mediathek wird durch Grafiken erweitert, die zentrale Aussagen verschiedener Studien vergleichen. Eine Expertendatenbank für die schnelle Suche nach energiewirtschaftlichen bzw. -politischen Fachleuten sowie ein Glossar sollen das Angebot des Internetportals zukünftig abrunden.

Studienradar Erneuerbare Energien im Internet: www.energie-studien.de

Quelle: Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien

Bundesländervergleich Erneuerbare Energien

Freitag, November 26th, 2010

Brandenburg, Thüringen und Bayern mit „Leitstern 2010“ ausgezeichnet
Ostdeutsche Bundesländer schneiden im Durchschnitt besser ab

Berlin, 25. November 2010. Brandenburg hat im bundesweiten Vergleich von Ausbau und Förderung Erneuerbarer Energien erneut am besten abgeschnitten. Das Bundesland ist klarer Spitzenreiter einer aktuellen Untersuchung im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien und wird dafür heute in Berlin auf einer Festveranstaltung mit dem Bundesländerpreis „Leitstern 2010“ ausgezeichnet. Brandenburg punktet mit ambitionierten Ausbauzielen, hohen Anteilen von Windstrom und Biogas sowie bei Forschung und Beschäftigung im Bereich Erneuerbare Energien. Für sein Bundesland nimmt Ministerpräsident Matthias Platzeck den Preis entgegen.

Der „Leitstern 2010“ wird in der Kategorie „Aufsteiger“ an Thüringen, vertreten durch Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, verliehen. Das Bundesland war im Vergleich zur vorangegangenen Studie 2008 vom zehnten auf den zweiten Platz vorgerückt und ist Spitzenreiter bei der Zubaudynamik der Erneuerbaren Energien. Bayerns Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Joachim Hermann nimmt die Auszeichnung in der Kategorie „Bürgerengagement“ entgegen. Das Bundesland liegt an siebter Stelle im Gesamtranking, ist aber führend bei der gesellschaftlichen Akzeptanz von Erneuerbaren Energien sowie bei der Nutzung von Holz- und Solarheizungen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.

Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien: „Ausbauerfolge bei den Erneuerbaren Energien sind nicht nur eine Frage von Windstärken und Sonnenstunden. Die Bundesländer haben es selbst in der Hand, ob sich innovative Unternehmen ansiedeln, wo neue Technologien produziert werden und welche Planungsvorgaben für Anlagen und Projekte herrschen.“ Zwar ist die Förderung Erneuerbarer Energien durch bundesweite Maßnahmen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder das Marktanreizprogramm geregelt. „Die Bundesländer verfügen dennoch über zahlreiche Handlungsspielräume, wie den Abbau von Planungshürden, eine ambitionierte Wärmegesetzgebung oder Schwerpunkte in Forschungs- und Bildungspolitik“, so Mayer weiter.

Grundlage der Preisverleihung ist eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Sie untersucht die politischen Weichenstellungen der Landespolitik ebenso wie die Anteile und die Ausbaudynamik von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Zu den 55 erfassten Kriterien gehören ebenfalls wirtschaftspolitische Strategien und Erfolge, wie Forschungsausgaben der Bundesländer, die Ansiedlung von Unternehmen oder die Zahl der Patentanmeldungen.

Im Vergleich zur Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2008 hat sich der Abstand zwischen erstem und letztem Platz vergrößert. Während der Spitzenreiter Brandenburg seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte, ist das Schlusslicht Berlin hinter sein vorheriges Ergebnis zurückgefallen. Auch zwischen Stadtstaaten und Flächenländern macht sich im Ranking ein Gefälle bemerkbar. Das Beispiel Bremen zeigt aber, dass industriepolitische Erfolge keine Frage der Größe sind. Der Stadtstaat liegt bei Forschungsausgaben (Rang 1), Studiengängen (Rang 4) und Patentanmeldungen (Rang 2) vorn.

Doch stehen selbst die führenden Länder weiterhin vor großen Herausforderungen. „Bei allen Bundesländern ist noch Luft nach oben. Nur wenn das Engagement in der Breite weiterhin zunimmt, werden auf Bundesebene die Klima- und Energieziele erreicht“, kommentiert ZSW-Vorstand Prof. Dr. Frithjof Staiß die Ergebnisse.

Insgesamt schneiden die ostdeutschen Bundesländer im Vergleich besser ab. Sie liegen bei Ausbaustand und –dynamik ebenso vorn wie bei wirtschafts- und technologiepolitischen Maßnahmen und Erfolgen. Besonders bei den Forschungsausgaben für Erneuerbare Energien, der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten in der Photovoltaik-Industrie sowie bei der Biokraftstoffherstellung gehören sie zur Spitzengruppe.

„Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist nicht nur eine wichtige Triebkraft für den  Klimaschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagt Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin. „Besonders in strukturschwächeren Ländern sind positive Wirtschaftseffekte deutlich spürbar, durch neue Arbeitsplätze und kommunale Wertschöpfung“.

Die Studie, Grafiken und weitere Länderinformationen finden Sie unter www.leitstern2010.de.

Quelle:  Agentur für Erneuerbare Energien, www.unendlich-viel-energie.de

Förderung für Ökoenergien: „Kosten und Nutzen transparent machen“

Montag, Oktober 11th, 2010

Berlin, 11. Oktober 2010. Zu teuer und nicht effizient? Solche Kritik an der Förderung erneuerbarer Energien hält einer fundierten Überprüfung nicht stand. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktuelles Gutachten des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien hatten die Forscher aktuelle Studien zur Wirksamkeit des Erneuerbare-Energien-Gesetzes überprüft. Das Ergebnis: gesamtwirtschaftliche Vorteile der Ökostrom-Förderung werden oft ausgeblendet.

„Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein gut funktionierendes und kostengünstiges Förderinstrument, dass im internationalen Vergleich sehr gut abschneidet“, erklärt Dr. Stefan Lechtenböhmer, Leiter der Forschungsgruppe Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen am Wuppertal Institut. „Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist nicht ohne Anfangsinvestitionen machbar, er verringert aber die mit fossilen und nuklearen Kraftwerken verbundenen Umwelt- und Klimaschäden und senkt die Technologiekosten.“

Aktuell decken Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie mehr als 16 Prozent des deutschen Strombedarfs. Die Förderung dafür beläuft sich nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber in diesem Jahr auf etwa 8,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig sorgen die Erneuerbaren Energien für positive volkswirtschaftliche Effekte: Laut Bundesumweltministerium wurden im vergangenen Jahr durch erneuerbaren Strom rund 69 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Umgerechnet beliefen sich die damit vermiedenen Klima- und Umweltschäden auf 5,7 Milliarden Euro. Außerdem ersetzen Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung Steinkohle, Erdgas und Uran und machten so im vergangenen Jahr Rohstoffimporte in Höhe von 2,2 Milliarden Euro überflüssig. Auch wenn für 2010 noch keine statistischen Daten vorliegen, kommen diese Vorteile auch weiterhin zum Tragen.

„Im Gegensatz zu Kohle- und Atomstrom sind die Kosten für Erneuerbare Energien für jeden auf der Stromrechnung sichtbar“, stellt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien fest. „Zu einer sachlichen Debatte gehört es deshalb auch, ihren Nutzen transparent zu machen“, so Mayer weiter. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat deshalb eine neue Broschüre veröffentlicht, die gängige Vorurteile entkräftet.

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, geht auch in Zukunft von deutlichen Wirtschaftsimpulsen durch die Förderung Erneuerbarer Energien aus: „Mit einem Umsatzplus von 40 Prozent in den vergangenen drei Jahren ist die Branche eine der wenigen, die trotz Wirtschaftskrise weiter gewachsen ist.“ Einer kürzlich veröffentlichten Studie des Bundesumweltministeriums zufolge beschäftigen die Unternehmen der Erneuerbaren Energien aktuell rund 340.000 Menschen. Im vergangenen Jahr wurden 6,8 Milliarden Euro an Wertschöpfung in den Kommunen erwirtschaftet, davon 5,5 Milliarden im Stromsektor.

In diesem Jahr liegt die EEG-Umlage – der Beitrag für den Ausbau von Ökostrom – bei rund 2 Cent pro Kilowattstunde. Pro Haushalt zahlen die Verbraucher damit etwa 6 Euro pro Monat. An den typischen Ausgaben eines Haushaltes, dem statistischen Warenkorb, macht das 0,2 Prozent aus. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft schätzt, dass sich der Beitrag für 2011 auf 3,2 bis 3,5 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Auch der Bundesverband Erneuerbare Energie rechnet mit dieser Bandbreite.

Hier finden Sie die Studie des Wuppertal-Instituts zum Download und ebenso die neue Broschüre Der volle Durchblick in Sachen Kosten und Nutzen der bei der Agentur für Erneuerbare Energien zusätzlich kostenlos zu bestellen ist.

Kurzanalyse Kosten und Nutzen

Die Kurzanalyse gibt einen Überblick über die Kosten und Nutzen der Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen des EEG. Dabei wird unter anderem auf die Entwicklung der EEG-Umlage in den letzten Jahren und ihre mögliche Entwicklung
in den kommenden Jahren eingegangen (Kapitel 3). Außerdem setzt sich die Analysemit einigen grundsätzlichen Kritikpunkten am EEG auseinander (Kapitel 4). Abschließend wird geprüft, inwieweit häufig durch die Medien aufgegriffene Berechnungen zu den Kosten des Ausbaus der Fotovoltaik zutreffend sind und wie sie zu interpretieren sind.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien, www.unendlich-viel-energie.de