Einträge ‘BAFA’

Kreissparkasse M-STA-EBE fördert Energieberatungsberichte

Samstag, Januar 12th, 2013

Die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg fördert ab Januar 2013 die Erstellung von Energie-Beratungsberichten („BAFA-Bericht“) mit 250,- €. Die Förderung wird unkompliziert ausgezahlt, wenn eine Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen in Höhe von mindestens 25.000,- € über die Kreissparkasse erfolgt. Dies kann auch über zinsgünstige KfW-Kredite geschehen.

Der BAFA-Bericht wird von einem Energieberater im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung erstellt und kostet ca. 1.100 €. Dem Beratenden soll damit aufgezeigt werden, wie das Gebäude, das Gegenstand der Beratung ist, energetisch saniert werden kann. Die Energieberatung umfasst

  • den baulichen Wärmeschutz,
  • die Wärmeerzeugung und -verteilung zu Heizzwecken und zur Warmwasserbereitung,
  • die Nutzung erneuerbarer Energien.

Dazu werden der Ist-Zustand der Bausubstanz erfasst und beschrieben sowie detaillierte Empfehlungen gegeben, welche Maßnahmen sinnvoll wären, um den Energieverbrauch der Immobilie zu senken. Hierfür werden Varianten vorgeschlagen sowie  Nutzen und Kosten der Maßnahmen dargestellt.

Daraus ergeben sich klare Handlungs-Empfehlungen. Neben der Förderung durch die Kreissparkasse gibt es noch zwei weitere Förderquellen.

  • Zum einen fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA, www.bafa.de) eine Vor-Ort-Beratung mit bis zu 400 Euro (Ein- und Zweifamilienhäuser) oder maximal 500 Euro (ab drei Wohneinheiten). Eine Untersuchung mit einer Wärmebildkamera wird mit bis zu 100 Euro gefördert.
  • Neben der BAFA-Förderung gewähren auf Antrag einige unserer Landkreis-Gemeinden im Rahmen eines Energiesparförderprogramms eine weitere Teilförderung.

Werden alle Zuschüsse der BAFA und der Kommune beansprucht, verbleibt für den Beratungsempfängers ein Eigenanteil je nach Gemeinde zwischen 100,- bis 450,- €.

Die energetische Sanierung von Wohngebäuden hat eine Schlüsselfunktion für das Gelingen der Energiewende. Ziel der Förderung ist es, im privaten Bereich Investitionen auszulösen, welche den Energiebedarf in Wohngebäuden senken und Umweltbelastungen, insbesondere CO2-Emissionen, vermindern.

Weitere Informationen zur Förderung durch die Kreissparkasse finden Sie im Faltblatt der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg bzw. auf den Internetseiten der Kreissparkasse.

Informationen zur BAFA-Beratung durch einen Effizienz-Berater finden Sie hier! Anbei auch eine Liste der Energieberater_Landkreis Starnberg 2013.

Redaktion: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. – E. Villing
Quelle: Dr. Oliver Seth, Straßlach 

Ohne Investitionskosten zur neuen Ökoheizung

Dienstag, Oktober 2nd, 2012

Viele deutsche Wohngebäude verfügen über eine veraltete und ineffiziente Heizungsanlage. Meist fehlt den Privatleuten das nötige Kapital für die Installation einer modernen Ökoheizung. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) setzt dazu im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ein Marktanreizprogramm mit der neuen Förderung des Öko-Contracting um.

Der Präsident der BAFA, Dr. Arnold Wallraff, betont: „Durch die Contractinglösung können wir Hauseigentümer leichter überzeugen ihre Heizungsanlage zu erneuern. Denn beim Einbau fallen für den Eigentümer keine Investitionskosten an. So wie man beim Auto zwischen Kauf und Leasing wählen kann, so gibt es jetzt bei der Heizungsmodernisierung die Wahl zwischen Investition oder Contracting.“

Zum Hintergrund: Beim Anlagen-Contracting errichtet ein Energiedienstleister im Haus des Kunden eine Öko-Heizung. Er sorgt außerdem für Wartung und Versicherung der Heizungsanlage. Dafür erhält der Energieversorger einen direkten Investitionszuschuss vom BAFA. Beispielsweise werden für den Einbau einer Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie, einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe zwischen 2000 und 3300 Euro ausgezahlt.

Der Kunde profitiert im Gegenzug von einer neuen, effizienten Heizung, die Brennstoffkosten senkt dauerhaft CO2-Emissionen vermeidet, und erneuerbare Energien aus der Region nutzt. Für die Bereitstellung der Heizungsanlage zahlt der Kunde über 10 bis 15 Jahre einen vertraglich festgelegten Betrag an den Energieversorger.

„Angesichts des großen Sanierungsbedarfs ist die Förderung von Contracting-Modellen ein richtiges und notwendiges Signal. Nur wenn wir diesen neuen Vertriebsweg beschreiten, wird es gelingen, den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt bis 2020 auf 14 Prozent zu steigern. Neben den Herstellern und den Installateuren brauchen wir auch die Energiedienstleister als Partner des Marktanreizprogramms. Denn auch sie sorgen dafür, dass sparsame und ökologische Heizungstechnik in den Heizungskeller kommt“, so der Präsident des BAFA.

Dr. Wallraff hebt darüber hinaus die Bedeutung des Öko-Contracting für Vermieter und Mieter hervor: „Sehr interessant ist das Contracting auch für Vermieter, die sich bislang davor gescheut haben, in neue Heiztechnik zu investieren, weil sie die Kosten nur auf lange Sicht refinanzieren konnten. Und die Mieter sparen Heizkosten, weil teure fossile Energie durch billige erneuerbare Energie ersetzt wird“.

Wer sich für die Anschaffung einer regenerativen Heizung über Öko-Contracting interessiert, findet beim Verband für Wärmelieferung (www.energiecontracting.de) eine nach Postleitzahlen sortierte Anbieterliste.

Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm finden Sie unter: www.bafa.de

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle 2012

EEG-Umlage: Immer weniger Firmen wollen zahlen und steigen aus

Freitag, August 31st, 2012

Immer mehr Firmen „drücken sich“ vor der EEG-Umlage. So berichtet IWR, dass sich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)  die Anträge von Firmen auf Befreiung von der EEG-Umlage stapeln. Nach einer IWR-Anfrage vom 23. August 2012 hätten 2024 Unternehmen einen Antrag auf Befreiung von der EEG-Umlage für das Jahr 2013 gestellt. Grund ist eine gesetzliche Änderung zum 01.01.2013, wonach Unternehmen mit einem Stromverbrauch von einer Gigawattstunde (GWh) pro Jahr von der EEG-Umlage befreit/reduziert sind. Bisher lag die Grenze bei 10 GWh Stromverbrauch. Die Folge: Mit der Absenkung der Verbrauchsgrenze zahlen immer weniger Firmen in den EEG-Umlagefonds ein. Die prognostizierte Strommenge, die von der EEG-Umlage befreit ist, erhöht sich von bisher 85 Mrd. Kilowattstunden (kWh) auf etwa 107 Mrd. kWh.

Steigende Umlage durch weniger Einzahler befürchtet

Weil die Zahl derjenigen, die die EEG-Umlage zahlen, sinkt, steigt voraussichtlich die Höhe der EEG-Umlage je kWh. Mit Spannung wird erwartet, wie die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2013 ausfallen wird. Mitte Oktober wird dieser Wert für das Folgejahr von den Übertragungsnetzbetreibern bekannt gegeben. Klar ist, dass sich der Beitrag pro kWh erhöhen wird, wenn sich die Zahl der an der Umlage beteiligten Unternehmen und damit die Höhe der voll umlagepflichtigen Strommenge reduziert.
Die Entlastung für die Industrie ist nach der abgenommenen Strommenge gestaffelt. Nach der sog. „Besonderen Ausgleichsregelung“ zahlen Industriebetriebe ab der ersten GWh nur zehn Prozent der Ökostrom-Umlage, ab der zehnten GWh nur ein Prozent. Für ganz große Energieverbraucher, die mehr als 100 GWh im Jahr abnehmen, ist der EEG-Umlage-Beitrag auf 0,05 Cent je kWh festgeschrieben. Private Stromverbraucher zahlen derzeit pro kWh eine EEG-Umlage in Höhe von 3,592 Cent/kWh. Das ist mehr als das 70-fache dessen, was die größten Abnehmer aus der Industrie je kWh zahlen.

Berechnung der EEG-Umlage

Die EEG-Umlage funktioniert wie ein Fonds mit Ausgaben und Einnahmen. Die Vergütungszahlungen an die Betreiber sind die Bruttoausgaben (in 2011: rd. 16,4 Mrd. Euro). Einnahmen entstehen aus den Verkaufserlösen für den EEG-Strom an der Strombörse (in 2011 laut EEG-Umlagekonto rd. rd. 4,4 Mrd. Euro). Die EEG-Umlage setzt sich grob aus den Vergütungszahlungen (Ausgaben), vermindert um die Verkaufserlöse (Einnahmen) zusammen, und beträgt für 2011 etwa 12 Mrd. Euro (vereinfachte Darstellung). Aus diesem Grund führt auch ein sinkender Strompreis an der Börse, was durch die zunehmende Vermarktung von EEG-Strom über die Börse aktuell feststellbar ist, paradoxerweise zu einer Erhöhung der EEG-Umlage. Als weitere Faktoren für die exakte Ermittlung der EEG-Umlage spielen noch eine vorzuhaltende Liquiditätsreserve sowie der Verlustvortrag aus dem Vorjahr eine Rolle. Der umzulegende Betrag für die Förderung erneuerbarer Energien wird durch die Ausnahmeregelungen für die Industrieverbraucher auf immer weniger Letztverbraucher verteilt und steigert die EEG-Umlage je kWh.

Weitere Meldungen und Informationen zum Thema EEG-Umlage und Strompreisdiskussion
Altmaier gegen vorschnelle EEG-Reform
EEG-Umlage: Energieintensive Industrie trägt nur 0,3 Prozent
Presseinfos: Fakten rund um die Energiewende
IWR im Spiegel der Medien

Quelle: IWR-Pressedienst, 2012

BMU verbessert die Förderung für Wärme aus erneuerbaren Energien

Freitag, August 10th, 2012

Das Bundesumweltministerium (BMU) ändert zum 15. August die „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (besser bekannt unter Marktanreizprogramm oder kurz MAP). Das MAP fördert Anlagen für Heizung, Trinkwassererwärmung und zur Bereitstellung von Kälte oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien. Gerade für kleine thermische Solaranlagen verbessern sich die Fördersätze deutlich.

In den zwei Programmteilen des MAP werden Anlagen für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie kleinere öffentliche und gewerblichen Objekte über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Große Gebäude und Gebäude für die gewerbliche Nutzung werden durch das Programm „Erneuerbare Energien Premium“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Bislang wurde die Installation von thermischen Solaranlagen – z. B. bei der Heizungssanierung – vom Bund mit rund 1.500 Euro bezuschusst. Das ändert sich ab Mitte August. Künftig erhält der Eigenheimbesitzer für die gleiche Solaranlage rund 2.000 Euro.

Kleine Solaranlagen begünstigt

Thermische Solarkollektoren bis 40 m2 Kollektorfläche sowie Biomasseheizkesseln und Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung bekommen neue Mindestförderbeträge. Anlagen, die üblicherweise in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden, profitieren. Sie erhalten eine bis zu 400 Euro höhere Förderung. Die Basisfördersätze, die in Abhängigkeit von der Größe der Anlage gewährt werden, bleiben unverändert. Gefördert werden nur Anlagen in Bestandsbauten.

Außerdem wird die Bonusförderung erweitert. Innovative Techniken oder die Kombination förderwürdiger Techniken werden mit einem Bonus von 500 Euro belohnt, wenn sie gleichzeitig eine Biomasseanlage oder eine Wärmepumpe mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung nutzen. Neu eingeführt wird auch ein Effizienzbonus. Dabei fördert die BAFA den Einsatz von Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden mit 500 Euro pro Anlage, solange ein neuer Pufferspeicher vorhanden ist.

Eine weitere Neuerung ist die Förderung größerer Anlagen ab 20 m2 bei Neubauten. Bisher waren diese nur für bestehende Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude mit einer Nutzfläche von mindestens 500 m2 möglich. Wird Ein die Solarthermieanlage mit einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage kombiniert ist ein weiterer Bonus in Höhe von 500 Euro möglich.

Von 30 auf 50 % Tilgungszuschuss

Die Tilgungszuschüsse für große Solarkollektoranlagen (ab 40 m2) betragen nunmehr bis zu 50 % (vorher 30 %). Dies gilt für die Erzeugung von Prozesswärme und solarer Kälte. Außerdem fördert die Kreditanstalt für Wideraufbau ab sofort auch große Wärmepumpen ab einer Leistung von 100 kW im Neubau.

Im Bereich der Tiefengeothermie können künftig neben Anlagen zur thermischen Nutzugn auch in geringem Umfang stromerzeugende Anlagen gefördert werden.

Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm 2012 finden Sie beim BAFA sowie unter www.energiefoerderung.info.

Die „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 20. Juli 2012“ können Sie hier herunterladen!

Quellen: BINE, TGA Fachplaner

Neu: Broschüre energieeffiziente Umwälz- und Solarpumpen

Montag, September 5th, 2011

Die Energiewende erfordert nicht nur den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, sondern insbesondere Energieeinsaprungen und mehr Energieeffizienz.

Das Bundesamt für Ausfuhr- und Wirtschaftskontrolle – BAFA hat deshalb druckfrisch eine neue Broschüre herausgegeben. Unter dem Titel: Erneuerbare Energien – Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse A und Solarpumpen in BC-Bauweise werden auf 30 Seiten energieeffiziente Pumpen mit exakter Typenbezeichnung und nach Herstellern geordnet in einer Tabelle aufgelistet. In der letzten Spalte sind Bemerkungen, z.B. zu Bauart, Besonderheiten, baugleichen Pumpen mit anderer Typenbezeichnung oder vergleichbare Pumpen anderer Hersteller zu finden. Die Liste mit Stand 29.08.2011 – also August dieses Jahres – erhebt zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie ist aber mit Sicherheit eine gute Hilfe für Hausbesitzer und Installateure, die sich mit dem Thema Heizungs- und Solarpumpentausch befassen, einen Pumpentausch in Erwägung ziehen oder Kunden diesbezüglich beraten.  Schließlich kann mit Pumpen der Effizienzklasse A jede Menge Pumpenstrom gegenüber den herkömmlichen, alten Pumpen eingespart werden, denn die neuen Pumpen verbrauchen bis zu 95 % weniger Energie und sparen so über 100 Euro Stromkosten pro Jahr ein. Das lohnt sich nicht nur für Geldbeutel, sondern spart viel Energie, wertvolle Ressourcen und Kosten für fossile Brennstoffe und wirkt sich deshalb positiv auf Umwelt und Klima aus!

Viele Gemeinden und Landkreise bieten schon Heizungspumpen-Tauschaktionen für ihre Bürger an, um mit wenig Aufwand die CO2-Bilanz zu verbessern.  Die örtlichen Installateure gewähren bei diesen zeitlich limitierten Aktionen meist besonders günstige Festpreise für den Heizungsumwälzpumpentausch an. Dieser beinhaltet die Kosten für den Ausbau der alten, den Preis für die neue Pumpe und die Montage.

Quelle: BAFA

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Evelyn Villing

Foto: WILO