Einträge ‘CO2-Emissionen’

Gärtnern ohne Torf: Machen Sie mit und schützen Sie das Klima!

Donnerstag, April 3rd, 2014

Der Frühling ist da – und mit den Temperaturen steigt gleichzeitig auch die Nachfrage der Erwerbs- und Hobbygärtner nach Blumenerde. Was dabei die Wenigsten wissen: In vielen handelsüblichen Gartenerdesäcken befindet sich hauptsächlich Torf – der Stoff aus dem unsere Moore bestehen. Da Torf in der Lage ist, Luft und Wasser speichern zu können, wird er von der Industrie seit Jahren im großen Stil abgebaut: Allein in Deutschland werden so jedes Jahr rund zehn Millionen Kubikmeter Torf für den Gartenbau verbraucht. Betroffen sind davon vor allem die Moorgebiete Norddeutschlands und zunehmend auch die fernen baltischen und russischen Hochmoore.

Genau dieser Torf, der sich in den Hoch- und Niedermooren über Jahrtausende gebildet hat, gilt als so genannte Kohlenstoffsenke: Wird er abgebaut, werden die Moore entwässert, das organische Material zersetzt sich und geht als CO2 in die Luft. Die Auswirkungen des zunehmenden Abbaus von Torf auf den Klimaschutz sind nicht zu unterschätzen: „Immerhin entsprechen die CO2-Emissionen aus dem Moorabbau in Deutschland 4,5 Prozent der Gesamtemissionen und gelten als die größte Quelle für Treibhausgase nach dem Energiesektor“, erläutert Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt vom Landratsamt Starnberg.

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Starnberg die Kampagne „Gärtnern ohne Torf – aktiv für Moor- und Klimaschutz“ ins Leben gerufen. Ziel ist es dabei einerseits, den Menschen anhand zahlreicher Führungen und Vorträgen den Moor- und Klimaschutz ins Bewusstsein zu rücken.

Andererseits soll aber auch aufgezeigt werden, dass der Verzicht auf Torf keinesfalls Nachteile für den heimischen Garten mit sich bringt: „Inzwischen gibt es zunehmend Alternativen zu den torfhaltigen Substraten, die aus Kompostmaterial aus Grünschnitt, regionalen Abfallstoffen, Holzfasern etc. zusammengesetzt sind und eine gute Qualität aufweisen“, so der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Jürgen Erhardt.

Der Klimaschutz beginnt vor unserer eigenen Haustür: Machen Sie mit! Verzichten auch Sie auf Torf in Ihrem Garten und leisten Sie einen Beitrag zum Moor- und Klimaschutz!

Alle Informationen über die Kampagne des Landkreises finden Sie hier.

 Weitere Downloads zur Kampagne „Gärtnern ohne Torf“:

 

Quelle: Landratsamt Starnberg, Naturschutzbund Deutschland e.V.
Bild:
Alexandra H. /
www.pixelio.com

Erneut mehr Treibhausgasemissionen im Jahr 2013

Donnerstag, März 13th, 2014

Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent gestiegen. Das ergeben die vorläufigen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA). Demnach wurden rund 951 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt, fast zwölf Millionen Tonnen mehr als noch im Jahr 2012. Den Hauptgrund sieht das UBA vor allem darin, dass 2013 bei der Stromerzeugung verstärkt auf Steinkohle gesetzt wurde. Zudem sei auf Grund der Witterung mehr Öl und Gas eingeheizt worden. Auch der um über sieben Prozent gestiegene Nettostromexport auf 33 Mrd. kWh habe Einfluss auf die Erhöhung der Emissionen.

Die Treibhausgasemissionen nehmen bereits das zweite Jahr in Folge zu – halte dieser Trend an, so warnt der Vizepräsident des Umweltbundesamtes Thomas Holzmann, gäbe es kaum noch Hoffnungen auf das Erreichen des Klimaschutzziels der Bundesregierung. Demnach sollte eigentlich bis zum Jahr 2020 40 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden als im Jahr 1990. Im Moment liegt die Minderung nach den Zahlen der Behörde bei etwa 23,8 Prozent.

Nach Ansicht des UBA hätte der Emissionsanstieg im vergangenen Jahr noch weit drastischer ausfallen können. Schlimmeres habe aber der Ausbau der Erneuerbaren Energien verhindern können, die 2013 schon knapp 24 Prozent des deutschen Stroms erzeugten: „Wir sind gut beraten, die erneuerbaren Energien zügig auszubauen“, sagte UBA-Vize Holzmann. Zugleich müsse sich die Bundesregierung für ein Europäisches Emissionsminderungsziel von mindestens 40 Prozent starkmachen. Denn Schlüssel hierfür sieht Holzmann national wie europäisch in einer Reform des Emissionshandels: Das System setze im Moment zu wenig Anreize, weniger klimaschädliche Energieträger zu verfeuern.

 

Quelle: enerIgate messenger Nr. 49
Bild: Lupo / www.pixelio.de

Neue Publikation des Umweltbundesamts

Mittwoch, Mai 22nd, 2013

Das Umweltbundesamt hat kürzlich einen Bericht zur „Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix in den Jahren 1990 bis 2012“ veröffentlicht. Dabei werden die Kohlendioxidemissionen der Stromerzeugung, der jeweilige Stromverbrauch mit und ohne Berücksichtigung des Stromhandelsaldos und der CO2-Emissionsfaktor für den Strommix für den Stromverbrauch und den Strominlandsverbrauch dargestellt.

Den Bericht können Sie unter Gemeinsam Handeln_Service_Publikationen und Buchtipps oder direkt beim Umweltbundesamt herunterladen.