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Energy Efficiency Award 2014: Bewerbungsphase läuft

Dienstag, April 8th, 2014

Ab sofort können sich wieder alle Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe mit ihren Energieeffizienzprojekten bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) bewerben. Diese vergibt bereits zum achten Mal den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten „Energy Efficiency Award“. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Konzepte über alle Branchen hinaus bekannt zu machen und Unternehmen zur Umsetzung zu motivieren. Im September wird eine Fachjury mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien die fünfzehn Nominierten für den diesjährigen Preis bekannt geben. Am 11. November werden dann im Rahmen des dena-Energieeffizienzkongresses 2014 die drei Preisträgerprojekte gekürt. Ihre Bewerbungen können Unternehmen noch bis einschließlich 30. Juni einreichen.

Alle weiteren Informationen zum Energy Efficiency Award sowie zur Bewerbung finden Sie hier!

 

Quelle:
Deutsche Energie-Agentur

Bild:
Rainer Sturm / www.pixelio.de

Effizienzhäuser sorgen für Zufriedenheit bei Mietern und Vermietern

Dienstag, März 4th, 2014

Nach einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) und des ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg schätzen sowohl Mieter als auch Vermieter die Vorteile energetisch sanierter Häuser.

Von den befragten Mietern empfehlen 95 Prozent den Einzug in ein Effizienzhaus. Als Grund wurde neben dem niedrigeren Energieverbrauch vor allem auch die Erhöhung des Wohnkomforts genannt. Das oftmals in den Medien thematisierte Phänomen der Schimmelbildung wurde bei kaum einem der Befragten festgestellt, im Gegenteil: Der Anteil der registrierten Fälle lag vor der Sanierung der Häuser mit 18 Prozent sogar weit höher (nach der Sanierung: zwei Prozent).

Auch seitens der Vermieter sieht man große Vorteile bei Effizienzhäusern: 84 Prozent aller Befragten stimmten der Aussage zu, dass sich eine energetische Sanierung positiv auf die Vermarktung auswirkt.

Befragt wurden bundesweit 102 Mieter und 79 Vermieter von Häusern mit Energieeffizienzstandard „Effizienzhaus 100“ oder besser auf der Effizienzhaus-Datenbank der dena. Alle Ergebnisse sowie weitere Informationen zum dena-Modellvorhaben Effizienzhäuser finden Sie hier.

 

Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)
Bild: Rainer Sturm / www.pixelio.de

Bayern startet Pilotprojekt zur flexiblen Stromnachfrage

Mittwoch, Dezember 18th, 2013

Da elektrische Energie nur in sehr geringem Umfang gespeichert werden kann, muss prinzipiell zu jedem Zeitpunkt genau die elektrische Leistung produziert werden, die im Stromnetz verbraucht wird. In der Praxis lässt sich dies auf zwei verschiedene Weisen lösen: einerseits durch die Steuerung der Stromerzeugung in den Kraftwerken; andererseits aber auch durch die Beeinflussung der Nachfrage. Mit dem Ausbau der Wind- und Sonnenenergie gewinnt vor allem letztere Möglichkeit mehr und mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund hat das Bayerische Wirtschaftsministerium zusammen mit der deutschen Energie-Agentur (dena) ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das untersucht, wie die Stromnachfrage in Unternehmen flexibler gestaltet werden kann. Beteiligt sind rund zwei Duzend Firmen aus verschiedenen Branchen. Zusammen wollen sie erproben, inwieweit sie ihren Stromverbrauch an die Lage im Energiesystem anpassen, dabei ihre Energiekosten senken, und womöglich sogar durch den Verkauf ihrer Potenziale zusätzliche Einnahmen erwirtschaften können. Aufbauend auf den Ergebnissen will die dena im Anschluss konkrete Hilfsmittel entwickeln, die auch anderen Unternehmen den Einstieg ins Lastmanagement erleichtern. Werden die Potenziale im Moment noch kaum vermarktet, können Unternehmen „mit der Flexibilisierung ihres Stromverbrauchs nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, [sondern] sie können diese Flexibilität auch als Dienstleistung vermarkten und so neue Geschäftsfelder für sich erschließen.“

Ein Hintergrundpapier zum Pilotprojekt „Demand-Side-Management Bayern“ finden Sie hier.

 

Quelle: dena
Bild: Michael Voß/www.pixelio.de

Angenehmes Raumklima im Sommer

Freitag, Juni 7th, 2013

Endlich kehrt auch bei uns der Sommer ein – die Sonne scheint und die Temperaturen steigen an. Doch sonniges Wetter kann im Laufe des Sommers die eigenen vier Wände leicht in eine Sauna verwandeln. Dabei muss nicht unbedingt eine teure Klimaanlage installiert werden, meist reicht schon ein gut geplanter Sonnenschutz aus, um das Überhitzen der Räume zu vermeiden. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gibt Tipps, wie man auch im Sommer in den eigenen vier Wänden einen kühlen Kopf behält. Zudem empfiehlt die dena Bauherren und Modernisierern, neben dem winterlichen auch den sommerlichen Wärmeschutz im Blick zu behalten.

Gut gebaut ist halb gekühlt

Ein guter Sonnenschutz beginnt bei der richtigen Bauplanung: Ein ausreichend großer Dachüberstand sorgt beispielsweise bei der hoch stehenden Sommersonne auf natürliche Weise für Schatten, während die tief stehende Wintersonne mit ihren wärmenden Strahlen durch die Fenster in die Wohnung gelangen kann. Auch die Dämmung des Hauses wird meist nur mit Energieverlusten im Winter in Verbindung gebracht. Im Sommer hat sie jedoch eine ebenso wichtige Funktion: Sie hält die Hitze draußen und die Räume kühler.

Nur außen liegend schützt vor Hitze

Sind die Wände gut gedämmt, kann die Hitze hauptsächlich über die Glasflächen ins Rauminnere dringen – vom Fenster über die Terrassentür bis hin zum Wintergarten. Generell gilt: Hat ein Sonnenstrahl einmal die Glasscheibe passiert, ist auch die Hitze ins Innere gelangt. Daher sollten Markisen, Jalousien oder Rollläden stets außen liegen. Ist dies nicht möglich, sollten innenliegende, helle und beschichtete Jalousien oder Rollos zum Einsatz kommen. Sie reflektieren besser und reduzieren die Sonneneinstrahlung immerhin noch um rund 25 Prozent.

Richtig lüften

Beim Lüften tagsüber werden die Wohnräume schnell aufgeheizt. Dann ist es schwer, die Lufttemperaturen wieder zu senken. Deshalb sollte am besten nur in den kühlen Morgenstunden oder nachts ausgiebig gelüftet werden und die Fenster und Türen tagsüber möglichst geschlossen bleiben. Zusätzliche Wärmequellen wie Lampen oder Computer sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn sie tatsächlich gebraucht werden.

Weitere Informationen zum Thema Lüften finden Sie in der dena-Broschüre „Gesund Wohnen. Gut gelüftet. Schlau geheizt.“. Die Publikation finden Sie unter Gemeinsam Handeln_Service_Publikationen und Buchtipps oder Sie können sie dirket unter www.zukunft-haus.info/publikationen bestellen oder herunterladen.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: dena

Bild: Cover „Gesund Wohnen. Gut gelüftet. Schlau geheizt.“, dena

Jetzt bewerben für Energy Efficiency Award 2013

Montag, März 11th, 2013

Ab sofort sind Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe wieder dazu aufgerufen, sich mit vorbildlichen Energieeffizienzprojekten um den Energy Efficiency Award zu bewerben. Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, richtet sich an alle Unternehmen jeder Größe und Branche, die Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz im eigenen Betrieb durchführen.

Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen der „Initiative EnergieEffizienz“ im November vergeben. Erstmalig in diesem Jahr wird vorab im September eine Liste mit bis zu 15 Nominierungen veröffentlicht. Bewerbungen werden noch bis 30. Juni entgegen genommen.

Im Jahr 2012 gewann die Firma HARTING den Energy Efficiency Award für seine ganzheitliche Unternehmensstrategie zur systematischen Senkung des Energieverbrauchs geehrt. Der zweite Preis ging an das Einzelhandelsunternehmen famila-Handelsmarkt Kiel für den Bau eines energieeffizienten Einkaufszentrums. Der Messtechnikanbieter Endress+Hauser Conducta erhielt den dritten Preis für die konsequente energetische Optimierung seiner Unternehmenszentrale in Gerlingen.

Alle Informationen zur Teilnahme finden interessierte Unternehmen unter www.EnergyEfficiencyAward.de.

Foto: Verleihung EnergyEfficiency Award 2012

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: dena

dena: Deutsche Wirtschaft kann mit Energieeffizienz neue Märkte gewinnen

Mittwoch, April 25th, 2012

Immer mehr Betriebe haben sich zum Ziel gesetzt, verstärkt in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Zu diesem Ergebnis kam die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Unternehmensumfrage. Gestiegene Energiekosten und eine zunehmende Bedeutung des Themas Energieeffizienz der Unternehmen führen zur Bewusstseinsänderung.

„Unternehmen erkennen, wie wichtig Investitionen in Energieeffizienz sind“, sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Das ist auch auf der Hannover Messe zu spüren. Wir müssen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die deutsche Wirtschaft als Ganzes in diesem Feld ihre Vorreiterstellung weiter ausbauen kann. So kann sie auch die bevorstehenden Herausforderungen der Energiewende meistern und gestärkt daraus hervorgehen.“

Ende 2011 gaben 61 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihre Energiekosten über 50.000 Euro im Jahr liegen; bei 12 Prozent betrugen sie über 600.000 Euro. Im Jahr 2009 waren die Anteile noch bei 45 beziehungsweise 8 Prozent. Unternehmen, die das Thema Energieeffizienz für sehr wichtig halten, ist von 28 auf 40 Prozent gestiegen. Für 38 Prozent der Unternehmen ist es sehr wahrscheinlich, dass sie in den nächsten zwei Jahren in energiesparende Maßnahmen investieren werden; zwei Jahre zuvor lag der Anteil nur bei 25 Prozent.

„Der Bedarf an Energiespardienstleistungen nimmt zu. Damit eröffnet sich auch ein großes Geschäftsfeld für deutsche Anbieter. Wer sich jetzt in diesem Segment engagiert, sichert sich Wettbewerbsvorteile auf einem Zukunftsmarkt, der sich auch international dynamisch entwickelt. Das erfahren wir in unseren Kooperationsprojekten mit Russland und China. Das Interesse an Energieeffizienz made in Germany ist groß.“

Insbesondere große und energieintensive Unternehmen arbeiten daran, Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Über die Hälfte der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern hat bereits ein Energiemanagementsystem eingeführt. In kleinen und mittleren Unternehmen gibt es hingegen noch große Einsparpotenziale. Hier werden zu wenig Ressourcen für Energieeffizienzfragen eingeplant. Nur rund ein Fünftel verfügt über ein Energiemanagementsystem.

Vorreiter für Energieeffizienz zeichnet die dena mit dem internationalen dena Energy Efficiency Award aus. Noch bis zum 4. Mai können sich Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe bewerben. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen innovative Energieeffizienzmaßnahmen im eigenen Betrieb umgesetzt und so Energieverbrauch und -kosten nachhaltig gesenkt haben. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler auf dem dena-Energieeffizienzkongress am 18. September in Berlin verliehen. Teilnahmeunterlagen finden interessierte Unternehmen unter www.industrie-energieeffizienz.de.

Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Kampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Quelle: dena

Neuer dena Leitfaden zur energetischen Gebäudebilanzierung

Donnerstag, Januar 5th, 2012

Von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) wurde ein neuer Leitfaden zur energetischen Gebäudebilanzierung von Nichtwohn- und Wohngebäuden entwickelt. Die praxisnahen Tipps und Hinweise sollen sowohl erfahrene Architekten und Energieberater als auch Neueinsteiger ansprechen. Die novellierte Fassung der DIN V 18599 wird dabei bereits berücksichtigt.

Der Leitfaden orientiert sich in seinem Aufbau der Vorgehensweise bei einem realen Bilanzierungsprojekt. Praxisnahe Themen wie die Plausibilitätsprüfung sind ebenso enthalten wie der Bedarfs-Verbrauchs-Abgleich. Grafische Darstellungen, Besonderheiten und Vereinfachungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen vermitteln dem Leser ein besseres Verständnis der Norm, verringern den Arbeitsaufwand und erleichtern so die Abläufe.

Der Leitfaden „Energetische Gebäudebilanzierung nach DIN V 18599“ kann unter www.zukunft-haus.info zum Preis von 49,90 Euro bestellt werden. Weitere Informationen zur energetischen Gebäudebilanzierung finden Interessierte unter www.zukunft-haus.info/bilanzierung.

Thermische Behaglichkeit – neue dena-Broschüre für Neubau und Modernisierung

Montag, Dezember 12th, 2011

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat eine neue Broschüre zur thermischen Behaglichkeit veröffentlicht. Darin werden Fachplaner, Architekten, Handwerker und Bauherren informiert, wie bei Neubauvorhaben und Modernisierungen eine optimale thermische Behaglichkeit im Sommer gewährleistet werden kann. Die thermische Behaglichkeit beschreibt den Wohnkomfort in Bezug auf Temperatur, Feuchtigkeit und Luftbewegung. Der Fokus der Broschüre liegt auf der sinnvollen Verbindung von baulichen und anlagentechnischen Lösungen.

Das Raumklima im Sommer wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie beispielsweise Kühlsysteme, Beschaffenheit der Außenwände, Fensterqualität und Fensterflächen oder Schattenspender. Die Broschüre „Thermische Behaglichkeit im Niedrigenergiehaus – Teil 2“ bewertet diese Faktoren und gibt Tipps für den Neubau und die Modernisierung.

Sie wurde gemeinsam mit dem Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) und dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) entwickelt. Der bereits erschienene erste Teil behandelt die thermische Behaglichkeit im Winter.

Die Broschüre steht Ihnen unter Service – Publikationen und Buchtipps zum Download bereit.

Energieeffiziente Gemeindeprojekte ausgezeichnet

Dienstag, November 29th, 2011

Die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) hat letzte Woche vier vorbildliche kommunale Energiesparprojekte ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs „Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2011“, den die dena mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft- und Technologie (BMWi) und in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) durchgeführt hat, gingen drei erste und ein Anerkennungspreis an Projekte aus Duisburg, Rastatt, Rastede und Worms. Von den Gemeinden wurden vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen gezeigt. Von Informations- und Motivationsaktivitäten, Energiemanagement, energetische Gebäudesanierung bis hin zur Integration von Energieeffizienz in das Schulleben reichten die dabei angewandten Maßnahmen, die sich auch in anderen Städten und Gemeinden sehr gut umsetzen lassen. In Berlin wurde wurden Preisgelder von insgesamt 25.000 Euro verteilt.

Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung zum Wettbewerb: „Mit Projekten zum Energiesparen können Kommunen ihre Haushalte langfristig entlasten und damit ihren Handlungsspielraum erhöhen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele in Deutschland“.

Die Stadtwerke Duisburg AG erhielt die Auszeichnung für ihr Energiesparprogramm „e²“. Mit dem Projekt wird ein breites Spektrum an Informations- und Motivationsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei Privatpersonen und Unternehmen abgedeckt. Einführende Informationen im Internet, Aktionstage, persönliche Beratung und das Aufzeigen individueller Energieeinsparpotenziale gehört alles mit dazu. Zudem wird die Umsetzung konkreter Energieeffizienzmaßnahmen durch Förderungen oder Darlehen unterstützt.

Für das bereits über zehn Jahre erfolgreiche „Fifty-Fifty-Energiesparprojekt“ wurde die Stadt Rastatt ausgezeichnet. Das Projekt wird gemeinsam mit den Rastatter Schulen durchführt. Durch Verankerung des Themas im Schulunterricht und einer Bildung von Arbeitsgruppen aus Lehrern, Schulbediensteten und Schülern wurden konkrete Energiesparmaßnahmen umgesetzt und Energieeffizienz fester Bestandteil des Schullebens. Über die eine Hälfte der eingesparten Energiekosten können die Schulen frei verfügen, die andere Hälfte wird von der Stadt für Investitionen in energiesparende Maßnahmen an den Schulen verwendet. Allein in den Jahren von 2002 bis 2009 konnten die teilnehmenden Schulen zusammen über 750.000 Euro an Energie- und Wasserkosten einsparen.

Mit der Generalsanierung einer großen Sporthalle aus dem Jahr 1978 konnte der Gebäudebewirtschaftungsbetrieb der Stadtverwaltung Worms die Jury überzeugen. Es wurde eine umfangreiche energetische Sanierung der Gebäudehülle vorgenommen, sowie die Gebäudetechnik energetisch optimiert erneuert, wodurch das Gebäude einen Energieeffizienzstandard erreicht, der die gesetzlichen Vorgaben für Neubauten um über 40 Prozent unterschreitet.

Der Anerkennungspreis ging an die Gemeinde Rastede für ihr gutes, kommunales Energiemanagement. 2009 wurde von der Gemeinde ein Energiekonzept und ein darauf aufbauendes Maßnahmenhandbuch erstellt, das alle kommunalen Einrichtungen betrachtet. Aufbauend auf den Energieverbräuchen der Liegenschaften entwickelten die Rasteder einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Einsparzielen für die nächsten fünf Jahre. Auch kleinere Kommunen können in Verbindung mit einem strategischen Energiemanagement die Grundlagen für eine nachhaltige Senkung von Energieverbrauch und Energiekosten schaffen.

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB, bemerkte: „Die vier ausgezeichneten Projekte zeigen, wie die öffentliche Hand ihre Vorbildrolle bei der Steigerung der Energieeffizienz wahrnehmen kann. Andere kommunale Einrichtungen können sich an den Preisträgern ein Beispiel nehmen, denn alle vier Projekte lassen sich gut übertragen.“

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten finden Sie unter www.energieeffizienz-online.info

Energetisch Sanieren: Kalter Winter sorgt für Heizkostenanstieg

Dienstag, März 1st, 2011

Jetzt aufgefüllte Fördertöpfe nutzen und energetisch sanieren

Nach Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) sind in vielen Haushalten die Heizkosten für das Jahr 2010 stark gestiegen, je nach eingesetztem Energieträger um bis zu 40 Prozent. Schuld daran sind der frostige Winter und die gestiegenen Energiepreise. In einem unsanierten Einfamilienhaus fielen somit im letzten Jahr Heizkosten von bis zu 2.800 Euro an*. Dabei könnten die Ausgaben für Heizung und Warmwasser durch eine energetische Sanierung zum Effizienzhaus auf ein Viertel gesenkt werden. Die dena rät daher, den Beginn des Frühjahrs für die energetische Modernisierung zu nutzen.

„Hausbesitzer, die ihre Häuser ohnehin aus technischen Gründen modernisieren müssen, sollten diese Chance nutzen, um energetische Sanierungsmaßnahmen gleich mit umzusetzen“, rät dena-Bereichsleiter Christian Stolte. Soll beispielsweise die Fassade erneuert werden, bietet es sich an, gleichzeitig auch zu dämmen. Das Gerüst muss dann nur einmal aufgestellt werden. Neben sinkenden Heizkosten bringt eine umfassende energetische Sanierung weitere Vorteile. „Wärmere Wände sorgen dafür, dass Räume nicht mehr so schnell auskühlen. Durch das verbesserte Raumklima erhöht sich der Wohnkomfort. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilie“, so Stolte weiter.

Grundsätzlich ist bei einer Sanierung die Komplettlösung der effizienteste Weg, weil dann alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden können. Wird das Haus gut gedämmt und werden die Fenster erneuert, reicht schon eine kleine Heizung mit erneuerbaren Energien, um den verbleibenden Energiebedarf zu decken. Aber auch eine schrittweise Sanierung macht sich bezahlt.

Seit März fördert die KfW-Bankengruppe wieder Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung mit zinsgünstigen Krediten oder Investitionszuschüssen. Dazu zählen zum Beispiel Dämmung, Fensteraustausch und Heizungserneuerung. Welche Maßnahmen infrage kommen, muss für jedes Gebäude individuell betrachtet werden. Unabhängig davon, wie umfangreich saniert wird: Um die optimale Lösung zu finden und Schäden wie Schimmelbildung durch falsche Planung zu vermeiden, sollte an erster Stelle eine umfassende Energieberatung durch einen erfahrenen Experten stehen.

Und wer die Erfolge seiner Effizienzhaus-Sanierung auch für die Nachbarn sichtbar machen will, kann das Gütesiegel der dena beantragen und sein Haus damit auszeichnen.

Nähere Informationen zur energetischen Sanierung und Hilfe bei der Suche nach Sanierungsexperten finden Interessierte unter www.zukunft-haus.info .

*Annahme: Einfamilienhaus, Wohnfläche von 150 m², mittlerer Endenergieverbrauch von ca. 4000 Litern Heizöl (40.000 kWh), Heizölpreis: 2009 = 5,3 Cent/kWh, 2010 = 6,5 Cent/kWh, Mehrverbrauch Heizöl 2010 im Vergleich zu 2009: rund 600 Liter.

Quelle: dena pressedienst, Foto: Deutsche Bundesstifung Umwelt