Einträge ‘Energiepreise’

EU-Richtlinie unterstützt Energiewende und verhindert Explosion der Energiepreise

Dienstag, Juni 19th, 2012

Nach fast einem Jahr Verhandlung stimmten die EU-Mitgliedsstaaten den Ratsvorschlägen für eine neue Energieeffizienzrichtlinie zu, auch für Deutschland gab es grünes Licht. Von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) wird die Einigung als wichtiger Schritt für Wachstum und Versorgungssicherheit der europäischen und deutschen Volkswirtschaft begrüßt.

„Der gefundene Kompromiss ist zwar nicht der avisierte große Wurf für mehr Energieeffizienz in Europa, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Er lässt ausreichend Flexibilität zu und ist keineswegs überambitioniert. Gerade in Deutschland ist Energieeffizienz der Kostenairbag für die Energiewende. Das Beispiel der Dänen, welche als Ratspräsidenten die Verhandlungen für die Mitgliedstaaten geführt haben, zeigt, dass auch hier erst große Skepsis von Seiten der Industrie und Versorger zu hören war, diese jedoch mittlerweile eine Verdopplung der Effizienzziele fordern.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung diesem Entwurf nach anfänglicher Zurückhaltung nun wohl doch zustimmen wird. Wer weiter behauptet, dass durch mehr Effizienz die Energiepreise steigen, hat die grundlegenden Prinzipien von Angebot und Nachfrage nicht verstanden.“, so Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF).

Warnungen, dass der Text absolute Verbrauchsgrenzen enthalte, sind unbegründet. An Stelle von Einsparverpflichtungen für Energieversorger haben die Mitgliedssaaten die Wahl alternative Maßnahmen zu ergreifen, kommentiere die DENEFF die Einigung.

„Es kommt jetzt darauf an, dass Deutschland bei der Umsetzung mit seiner nationalen Energieeffizienzpolitik Vorbild in Europa wird um die europäischen und die eigenen energiepolitischen Ziele zu erreichen“, meint Noll weiter. Hintergrund ist, dass statt der angepeilten 20% Energieeinsparungen bis 2020 nun voraussichtlich nur 15% durch die Maßnahmen der Richtlinie erreicht werden. Den Rest müssten die Mitgliedsstaaten durch ambitioniertere nationale Effizienzpolitik erreichen.

Quelle: Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. 2012

Der Strompreisanstieg im Januar ist nicht gerechtfertigt!

Dienstag, Januar 11th, 2011

Bereits im August vergangenen Jahres schlug das Thema der geplanten „Erhöhung der Energiepreise“ hohe Wellen, der Ökostrom soll für die Preissteigerungen verantwortlich sein, wie Interessenverbände, die Energiekonzerne und zahlreiche Politiker betonen. Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg veröffentlichte in einem aktuellen Beitrag am 9. August ein Kurzgutachten, welches das Gegenteil belegt. Die Untersuchung von Gunnar Harms im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen zeigt: Wenn die Stromversorger die höheren Ökostromkosten voll an die Verbraucher weitergeben, vergrößern Sie nur die eigenen Gewinne, weil nämlich die Beschaffungskosten für Strom an der Börse erheblich niedriger geworden und damit die Gesamtkosten für Strom gesunken sind.

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Ende Dezember wurde nun aus aktuellem Anlass erneut ein Kurzgutachten von Gunnar Harms veröffentlicht, das wir Ihnen nicht vorenthalten möchten: Download Kurzgutachten Strompreiserhöhung Harms Dez 2010

Die Kosten für die Strombeschaffung an der Börse  sind nämlich seit Herbst 2008 um ein Drittel gesunken und auch die Umlage für die Kraft-Wärme-Kopplung ist weniger geworden. Das heißt,  seit 2008 haben die Stromversorger Jahr für Jahr lediglich ihre Gewinne erhöht statt die Preisvorteile an die Verbraucher weiterzugeben.

Verbraucher sollten daher die aktuellen Strompreiserhöhungen zum Anlass nehmen, über einen Wechsel des Stromversorgers nachzudenken. Dabei sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen: „Wie beim Wahlzettel stimmt der Verbraucher mit dem Versorgerwechsel auch über die Geschäftspolitik des Versorger ab“, sagt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher.

Quelle: Bund der Energieverbraucher, Energiewende Landkreis Starnberg e.V., Bündnis 90/Die Grünen