Einträge ‘Gebäudesanierung’

Positives Resümee nach 2. Inninger Thermographieaktion

Montag, Februar 10th, 2014

Wie bereits im Jahr zuvor weckte auch die zweite Inninger Thermografieaktion großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern und war auch diesmal wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht. Neben dem Referenten Herrn Petsch, Energieberater aus Seefeld, wurde am vergangenen Freitag auch die neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Frau Anderer-Hirt zur Veranstaltung begrüßt.

Zwei Stunden lang hatten die insgesamt 13 Teilnehmer Zeit, dem Energieexperten Petsch ihre Fragen zur Thermographie im Allgemeinen, aber auch speziell zu ihren eigenen Gebäuden zu stellen. Im Verlauf der Gespräche wurde deutlich, was Thermographie zur Ermittlung des Dämmstatus bei Gebäuden beitragen kann.

Für eine ideale Aussagefähigkeit der Thermographie-Aufnahmen war das Wetter leider etwas zu warm. Trotzdem konnten bei den insgesamt 4 besuchten Wohnhäusern in Inning und Buch mit der Wärmebildkamera typische Schwachstellen und erste Möglichkeiten zur Verbesserung der Wärmedämmung gezeigt werden. Die Teilnehmer sprachen im Nachhinein von einer sehr interessanten Aktion, die als erster Anstoß zu einer möglichen Gebäudesanierung sicherlich hilfreich war.

Das Thema Wärmeerzeugung verursacht ca. 50 % der Energiekosten eines Haushalts. Dabei ist erst ein geringer Teil der Bestandsgebäude energetisch saniert. Thermographie kann wertvolle Informationen zur Vorbereitung einer Gebäudesanierung beitragen. Eine einfache Thermographie kostet ca. 250 Euro, eine ausführliche und individuelle kostet ab 1.000 Euro. Dabei können allerdings neben Zuschüssen von bis zu 50 % auch noch eine Reihe weiterer staatlicher Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden.

 

Text und Bild: T. Allner-Kiehling

„Kernelement der Energiewende“

Dienstag, Juli 3rd, 2012

Die Einigung von Bund und Ländern zur Novelle der Solarförderung gilt als keine optimale Lösung. Vor allem ausländische Hersteller von Billigmodulen profitieren von den Schwierigkeiten auf dem deutschen Solarmarkt, die sich durch die Deckelung der Gesamtleistung auf 52.000 Megawatt ergibt.

Der Kompromiss wird der Tatsache nicht gerecht, dass es heute besonders um die intelligente Integration der Photovoltaik in das Elektrizitätssystem geht. Davon würden insbesondere deutsche Hersteller profitieren, die innovative Systeme entwickeln. „Deutschland kann sich nur dann auf diesen Märkten behaupten, wenn wir innovative Systeme anbieten“, betonte der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, Stephan Kohler.

Auch das Scheitern der Verhandlungen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung sieht die dena als Schaden für die deutsche Wirtschaft. „Mit dem Kompromiss zur Solarförderung haben Bund und Länder keine effiziente Lösung gefunden. Statt auf einen kostenbewussten und energiewirtschaftlich sinnvollen Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen, kommt es jetzt zum Ansturm auf die Fördergelder und einem unkontrollierten Ausbau der Photovoltaik. In Deutschland wird dann massenweise billige Importware auf die Dächer geschraubt. Dabei kann schon heute an manchen Tagen der Solarstrom gar nicht mehr vom Netz aufgenommen werden. Sinnvoll wäre es stattdessen, den Ausbau auf jährlich 2000 Megawatt zu beschränken. Dann könnte man den Solarausbau besser steuern und intelligent in das Netz integrieren. Das Geld, das jetzt in die Subventionierung der Photovoltaik fließt, wäre besser dort eingesetzt, wo es am wirtschaftlichsten ist: in der Gebäudesanierung“, so Kohler.

Vor kurzem sind die Verhandlungen über die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung gescheitert. Damit sieht die dena nun Bund und Länder in der Pflicht, die festgefahrenen Positionen zu überdenken und endlich einen Kompromiss zu finden. Stephan Kohler, ebenfalls Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) und Vertreter der wichtigsten Wirtschaftsinitiative der Bau- und Energiebranche spricht vom „Kernelement der Energiewende“. „Die Hängepartie verunsichert den Markt und muss ein Ende haben. Deutschland braucht eine dynamische Entwicklung bei der energetischen Gebäudesanierung. Damit der Markt dafür in Schwung kommt, sind die steuerliche Förderung und die gute finanzielle Ausgestaltung der Förderprogramme unerlässlich.“

Rund 30 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf das Heizen von Gebäuden und die Bereitung von Warmwasser, drei Viertel davon in unsanierten Altbauten. Etwa 70 Prozent der Gebäude, die vor 1979 gebaut wurden, haben keinerlei Dämmung, bei 20 Prozent ist sie unzureichend. Ein ähnlich schlechtes Bild ergibt sich bei den rund 18 Millionen Heizungsanlagen in deutschen Kellern: 70 Prozent entsprechen nicht dem Stand der Technik. Durch eine umfassende energetische Sanierung kann der Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

„Das Umstellen auf eine nachhaltige Energieversorgung gelingt nur, wenn auch der Energieverbrauch reduziert wird; und das effektivste Mittel, um den Energieverbrauch zu reduzieren, ist die Gebäudesanierung“, betont Kohler. „Staatliche Förderung zahlt sich hier mehrfach für die regionale Wirtschaft, die Länder und die Kommunen aus. Das ist allen Beteiligten bekannt. Deshalb ist es umso unverständlicher, dass sich die Politik seit Monaten in diesem Punkt nicht einigen kann.“

Quelle: dena

Foto: BSW Solar

Ausweitung der KfW-Förderung ab 1. April

Dienstag, März 15th, 2011

Ab 1. April 2011 wird die staatliche Förderung für energieeffiziente Gebäudesanierung ausgeweitet. Das bedeutet, dass künftig alle Gebäude, die kommunalen und sozialen Zwecken dienen, mit Fördermitteln energetisch saniert werden können. Bisher war die KfW-Förderung auf Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kindergärten beschränkt.

„Jetzt können alle Gebäude, die kommunalen und sozialen Zwecken dienen, mit unserer Förderung auf Vordermann gebracht werden. Auch Vereinsheime, Rathäuser oder Krankenhäuser sind förderfähig. Das ist ein wichtiger Schritt für die Sanierung des Gebäudebestands und zur Sanierung klammer kommunaler Kassen. Denn eine Sanierung reduziert die Nebenkosten auf lange Sicht erheblich,“ erläutert Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer die Entscheidung, die ein weiterer Schritt zur Umsetzung der im Energiekonzept formulierten Ziele sei.

Die beiden KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren – Kommunen (Programm-Nr.: 218)“ und „Sozial Investieren – Energetische Sanierung (Programm-Nr. 157)“ gelten ab dem 1. April 2011 und umfassen grundsätzlich alle Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur. Mit der Erweiterung der Gebäudekulisse können kommunale und gemeinnützige Träger die zinsgünstigen Kredite künftig auch für Sanierungsmaßnahmen an z.B. Rathäusern und Krankenhäusern in Anspruch nehmen. Dies gilt auch für ganzjährig genutzte Vereinsgebäude. Durch die breitere Förderung werden Kommunen sowie gemeinnützige Organisationen und Vereine in ihrem Einsatz für Klimaschutz und Umwelt stärker unterstützt. Zugleich werden Vereine und nicht-kommunale Träger gesellschaftlicher Einrichtungen in die Förderung einbezogen.

Quelle: TGA Fachplaner, TGA-Newletter 3-2011