Einträge ‘IWES’

Kombikraftwerk 2 bestätigt Netzstabilität Erneuerbarer Energien

Montag, November 11th, 2013

Nachdem bereits vor einigen Jahren das Kombikraftwerk-Projekt zeigen konnte, dass die Erneuerbaren Energien den Strombedarf Deutschlands bereits in einigen Jahrzehnten jederzeit vollständig decken könnten, hat das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)vergangene Woche die ersten Ergebnisse des Folgeprojekts Kombikraftwerk 2 veröffentlich. Dabei konnte nach knapp dreijähriger Arbeit nachgewiesen werden, dass auch die Netzstabilität in einer vollständig erneuerbaren Stromversorgung sicher gestellt werden kann, wenn das System technisch und regulatorisch entsprechend weiterentwickelt wird.

Ein live übertragener Feldtest, bei dem mehrere Windparks, Biogas- und Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 80 MW zu einem Kombikraftwerk zusammengeschlossen wurden, konnte vergangene Woche demonstrieren, dass ein Verbund aus Erneuerbare-Energien-Anlagen bereits heute Regelleistung bereitstellen und so einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Stromversorgung beitragen kann. Daneben konnte, auf Basis eines eigens entwickelten räumlich hochaufgelösten Zukunftsszenarios gezeigt werden, dass auch die Netzstabilität in einem angepassten Stromversorgungssystem mit 100% erneuerbaren Energiequellen garantiert werden kann.

„Wenn in Zukunft erneuerbare Energien in Kombikraftwerken verknüpft und gesteuert werden, können sie zusammen mit Speichern jederzeit den Bedarf decken und für eine stabile Frequenz und Spannung im Netz sorgen“, so der stellvertretende IWES-Institutsleiter Dr. Kurt Rohrig.

Details zu den Ergebnissen des Forschungsprojekts „Kombikraftwerk 2“ finden Sie neben Videoanimationen und vielen weiteren Hintergründen auf www.kombikraftwerk.de.

 

Quelle: www.fraunhofer.de
Bild: www.kombikraftwerk.de

Kombikraftwerk: Stabiler Strom aus Erneuerbaren Energien

Montag, April 4th, 2011

Neues Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2“ testet Netzstabilität bei einer Stromversorgung aus 100 % Erneuerbaren Energien

Berlin, 4. April 2011. Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung allein aus Erneuerbaren Energien ist in Deutschland machbar – auch ohne sogenannte Schattenkraftwerke. Das soll das neue Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2″ des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gemeinsam mit neun Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft nachweisen. Wind- und Biogaskraftwerke sowie Solarstromanlagen werden in Modellen und Feldversuchen verknüpft und zentral gesteuert. Die Forscher erhoffen sich davon Erkenntnisse darüber, wie sich der steigende Anteil von Wind- und Sonnenenergie in die Stromversorgung integrieren lässt. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 den Bei­trag Erneuerbarer Energien im Strombereich auf mindestens 35 Prozent zu erhöhen. Bis spätestens zum Jahr 2050 rechnen Experten mit einer vollständigen Strom­versorgung aus erneuerbaren Quellen.

Darüber hinaus soll untersucht werden, welchen Beitrag Erneuerbare Energien zur Versorgungsqualität leisten können. Bereits heute verfügen Solar-, Biogas- und Windenergieanlagen über technische Eigenschaften, die zur Netzstabilität beitragen und bei Engpässen das Stromnetz entlasten können. Die Wirksamkeit so genannter Systemdienstleistungen bei einer regenerativen Vollversorgung testet das „Kombikraftwerk 2“ unter realen Wetterbedingungen. Mit dem Fokus auf die System- und Netzintegration knüpft das „Kombikraftwerk 2“ an sein Vorgängerprojekt an, das bereits 2007 eine bedarfsgerechte Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien nachgewiesen hatte.

„Ein vollständiger Umstieg auf regenerative Energien ist aus Gründen des Klimaschutzes und angesichts endlicher fossiler Ressourcen unumgänglich. Die Frage ist, was das für die heutige Struktur der Stromversorgung bedeutet, für Übertragungsnetze und Energiespeicher“, sagt Dr. Kurt Rohrig, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel. „Unser Praxistest wird zeigen, dass eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien realistisch ist und dass auch bei Flaute nicht die Lichter ausgehen“, ist sich Rohrig sicher.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2“ wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Die Partner des Konsortiums sind: CUBE Engineering GmbH, Deutscher Wetterdienst, ENERCON GmbH, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), ÖKOBiT GmbH, Fachgebiet Elektrische Energieversorgung der Leibniz Universität Hannover, Siemens AG, SMA Solar Technology AG, SolarWorld AG und die Agentur für Erneuerbare Energien.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kombikraftwerk.de.