Einträge ‘Klimawandel’

Der Klimawandel ist gut für uns

Donnerstag, Juni 13th, 2019

Ganz anschauen – es lohnt sich

Genug Flächen für die Energiewende

Samstag, Januar 26th, 2019

Eine Studie kommt zu dem Schluss: An fehlenden Flächen wird die Energiewende nicht scheitern. Die Autoren plädieren jedoch dafür, diesen Faktor stärker zu beachten – denn im Detail gibt es verschiedene Ausbaupfade für Solar- und Windenergie.

In Deutschland gibt es genügend Flächen, um eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Forschungsinstitute, die sich im Auftrag der Umweltorganisation WWF mit der Frage auseinandergesetzt haben. Ihre Studie untersucht zwei verschiedene Szenarien, die demnach beide zum Erfolg führen würden: Variante eins setzt vor allem auf den Ausbau von Windenergie an Land – dies sei das gängige Szenario. Variante zwei soll das Potenzial von Solaranlagen auf Dächern ausreizen, wobei ein großer Teil dieses Stroms für den Eigenverbrauch erzeugt würde. Zum Vergleich: 2050 wären im ersten Szenario 154 Gigawatt Photovoltaik-Leistung nötig (Onshore-Wind: 178), im zweiten dagegen 313 Gigawatt (Onshore-Wind: 115).

Was die Gesamtkosten angeht, bestehe kein großer Unterschied zwischen beiden Wegen, so die Autoren. Sie haben zwar unter Einbezug von Netzausbau und Speicherbedarf etwas geringere Kosten beim Standard-Szenario errechnet, der Unterschied liege jedoch über den gesamten Zeitraum nur bei einem bis 1,5 Prozent (maximal rund eine Milliarde Euro). Einen Nachteil des Solar-Fokus sehen sie eher in der Ungewissheit, ob Hausbesitzer wirklich wie gewünscht in PV-Anlagen investieren.

Kandidaten im Brennpunkt: Was tun gegen die Heißzeit?

Freitag, August 24th, 2018

Podiumsdiskussion in St. Ottilien

Es wird Zeit die Kräfte FÜR den Klimaschutz zu bündeln, deshalb veranstalten die Klimaschutzorganisationen

ELS (Landkreis Starnberg)
ZIEL 21 (Landkreis Fürstenfeldbruck)
LENA (Landkreis Landsberg)

am

13. September 2018
Im Kloster St. Ottilien, Erzabtei 1, 86941 Eresing, im großen Saal des Gymnasiums

eine Podiumsdiskussion zur Energiewende:

Unter dem Titel

„Kandidaten im Brennpunkt: Was tun gegen die Heißzeit?“

wollen wir von den Kandidaten der vier im Landtag vertretenen Parteien wissen, wie sie den Klimawandel und den Klimaschutz politisch einordnen und wie ihre möglichen Lösungsansätze aussehen.

Auf dem Podium werden wir begrüßen dürfen:
Hans Ritt (MdL-CSU Landtagsfraktion),
Christian Winklmeier (SPD Landtagskandidat)
Prof. Dr. Michael Piazolo (MdL-FREIE WÄHLER Landtagsfraktion)
Dr. Martin Runge (MdL-Bündnis 90/Grüne Landtagsfraktion).

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von der freien Journalistin Gabriele Uitz.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Für Interessierte aus dem Landkreis Starnberg wird ein Fahrservice von den S-Bahnhöfen Starnberg, Gauting und Gilching angeboten (Start in Starnberg: 17:30 Uhr). Anmeldung und Infos bis 5. September unter ernst.deiringer@energiewende-sta.de.

Energiepreis 2017 – jetzt bewerben!

Mittwoch, Juli 5th, 2017

Jetzt erst recht! So haben viele Länder auf die Ankündigung des neuen amerikanischen Präsidenten reagiert, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen. Denn sie wissen, dass ambitionierter Klimaschutz und ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien der einzige Weg ist, um die bereits spürbaren Folgen der Klimaerwärmung noch zu begrenzen und unsere Lebensgrundlagen nicht dauerhaft zu zerstören.

Auch im Landkreis Starnberg soll die Energiewende mit voller Kraft vorangetrieben werden. Deshalb wird der Energiepreis des Landkreises auch 2017 wieder ausgelobt, um vorbildliche Projekte, Initiativen, Aktionen oder Technologien zu würdigen und zu belohnen.

Dabei sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt – auch Kleines kann ein Meilenstein für Energiewende und Klimaschutz sein!

Hier finden Sie den Flyer zum diesjährigen Energiepreis

Information zum Energiepreis finden Sie auch auf der Seite des Landratsamtes

Wärmster Januar seit Aufzeichnungsbeginn

Donnerstag, Februar 18th, 2016

Der Januar 2016 war der heißeste Januar, der je gemessen wurde: Um 1,1 Grad Celsius übertraf der erste Monat dieses Jahres den globalen Durchschnittswert der Jahre 1951 bis 1980. In Deutschland kletterten die Thermometer laut Deutschem Wetterdienst durchschnittlich 1,7 Grad höher als in der Referenzperiode 1961 bis 1990.

Das Problem: Es gab auch sehr kalte Tage und Nächte, wodurch das Gefühl entstehen kann, dass es insgesamt ein kalter Januar gewesen sei. Es gab auch große regionale Unterschiede. Während es in Süddeutschland besonders warm war, gab es im Norden besonders zu Anfang des Monats eiskalte Phasen – teilweise betrug der Temperaturunterschied 20 Grad.

Seit der Jahrtausendwende häufen sich die Hitzerekorde. Fast jedes Jahr des 21. Jahrhunderts gehört zu den 15 wärmsten Jahren, die je gemessen wurden. Das vergangene Jahr liegt bisher an der Spitze. Nach Messungen der US-Wetterbehörde NOAA waren zudem zehn der zwölf Monate des Jahres – nämlich alle außer Januar und April – auch einzeln Hitzerekorde.

Quelle: Klimaretter.info

Grafik: WMO

Vier-Grad-Grenze kann und muss vermieden werden

Mittwoch, Dezember 5th, 2012

In einer kürzlich veröffentlichten Klima-Studie, pünktlich zum derzeitigen Weltklimagipfel in Doha, heißt es, die Temperaturerhöhung von vier Grad müsse „vermieden“ werden. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschungen ist davon überzeugt, dass dies immer noch möglich ist.

Eine globale Temperaturerhöhung um durchschnittlich vier Grad würde sich beispielsweise in den Tropen mit einem Plus von fünf oder sogar sechs Grad auswirken. Die daraus entstehenden Umweltschwankungen würden die großen Regenwälder wohl kaum auf Dauer überleben. Auch die dort lebenden Menschen müssten sich neu erfinden. Die stark wachsende Bevölkerung könnte in der Vier-Grad-Welt nicht genug Nahrung erzeugen, da mit dem Verschwinden des Regenwalds auch der fruchtbare Boden verloren gingen und sich der Wasserkreislauf zum Negativen verändern würde.

Auch Deutschland wäre betroffen, wenn auch später als andere Regionen. Es kann zu Rekordtemperaturen von 42° C und mehr kommen, extreme Wetterlagen könnten die Flüsse, wie den Rhein, öfters austrocknen, aber auch Überschwemmungen würden sich voraussichtlich häufen.

Schellnhuber fasst die Einstellung der Kritiker vom Klimawandel chronologisch folgendermaßen zusammen: „Es gibt keine Erderwärmung“, die zweite „Der Mensch hat nichts damit zu tun“, die dritte „Wird so schlimm schon nicht werden.“ und nun heißt es: „Ist ohnehin alles zu spät“. Nach seiner Ansicht ist es jedoch weiterhin möglich, das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Dazu muss auch künftig darum gekämpft werden, den Ausstoß der Klimagase zu reduzieren, was jedoch ohne politische Vorgaben der Regierungen nicht möglich ist. Sie sind aufgefordert, entscheidende Programme zu entwickeln und vor allem: (endlich) konsequent umzusetzen.

Die Vier-Grad-Welt kann verhindert werden, indem weltweit auf erneuerbare Energien umgestellt und der Einsatz von Kohle und Gas stark reduziert wird. Die Technologien zur CO2-Speicherung müssen zugleich intensiv weiterentwickelt und auf einen solchen Stand gebracht werden, dass sie auch verwendet werden können. Es ist höchste Zeit, die Energieeffizienz im Gebäudebereich zu steigern oder kurzlebige Treibhausgase wie Ruß zu vermeiden. Jeder noch so kleine Beitrag ist ein Teil zur Rettung unseres Klimas.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V. Daniela Köhler, Quelle: zeit.de

Foto: (c) AP (Joseph Napaaqtuq Sage)

Weltweit erstes Passivhaus-Hochhaus eingeweiht

Montag, Mai 2nd, 2011

Die Zertifizierung durch das Passivhausinstitut ist noch im Gange, aber Florian Kagerer vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg ist sich sicher, dass der Wärmebedarf des sanierten Hochhauses im Freiburger Stadtteil Weingarten nicht mehr als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr betragen wird. „Rechnerisch liegen wir bei 14,6 kWh/m²a“, sagt er. Damit ist das sechzehnstöckige Gebäude aus den 60er Jahren das weltweit erste Passivhaus-Hochhaus. Eineinhalb Jahre hat die Sanierung gedauert und unter dem Strich etwa 1.500 Euro pro Quadratmeter gekostet. Damit liegen die Kosten deutlich höher als bei einer üblichen Standardsanierung.

Lesen Sie den kompletten Artikel hier!

Quelle: EnBauSa GmbH, www.sonnenseite.com; Foto: ISE

Neue Greenpeace-Studie: Energieversorgung Europas durch Erneuerbare Energien möglich!

Montag, Januar 24th, 2011

Ein neuer Greenpeace-Report zeigt auf, dass bis zum Jahr 2050 über 95 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien für Europa erzeugt werden können.

Die Studie „Battle of the Grids“ – zu deutsch „Die Schlacht ums Stromnetz“ – ist eine Anleitung für einen europäischen Systemwechsel. Die Netzintegration von 68 Prozent Erneuerbaren Energien in Europa ist bis 2030 wirtschaftlich und technisch möglich.

Dieser erste Schritt erfordert eine Investition von 100 Milliarden Euro bis 2030 in neue Netze – gerade mal ein Prozent mehr als bisher. Mit dem Umbau der Netzinfrastruktur könnte sich Europas Strom ab 2050 rund um die Uhr zu fast hundert Prozent aus Erneuerbaren Energien speisen.

„Die in der aktuellen deutschen Diskussion ständig wiederholte Behauptung, Erneuerbare Energien seien sündhaft teuer und nicht in der Lage eine verlässliche Vollversorgung mit Strom sicherzustellen, erweist sich als interessengeleitete Angstkampagne“, sagt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Rainer Baake.

„Die Regierungen der EU-Länder – allen voran Deutschland – müssen sich für einen Systemwechsel entscheiden, ähnlich wie er in der Kommunikationstechnik von analog auf digitale Übertragung bereits vor Jahren vollzogen wurde,“ sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International.

Die EU muss die Initiative für ein europaweites Stromnetz ergreifen, das den Austausch großer Mengen Strom aus variabel einspeisenden Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerden ermöglicht und damit auch den Bedarf an Stromspeicherkapazität reduziert.

Kostenfaktor Atomkraft

Tausende Windkraft- und Sonnenanlagen wurden im vergangenen Jahr zeitweise abgeschaltet, damit klimaschädlicher Atom- und Kohlestrom ungehindert durch die Leitungen strömen konnte. Der Grund: Atomkraftwerke sind nicht ohne Weiteres regelbar, ihr Strom verstopft regelmäßig die Netze. Um die Klimakiller Kohle und Atom vom europäischen Energiemarkt zu verbannen, muss in den Mitgliedsstaaten ein politischer Rahmen geschaffen werden. Mit der Laufzeitverlängerung setzt die deutsche Regierung das falsche Signal an Europa.

Lösungen

Der neue Greenpeace-Bericht führt die beiden Studien „Energy [R]Evolution undRenewables 24/7“ fort. Greenpeace hat gemeinsam mit dem technischen Institut „energynautics“ zwei Netzausbau-Szenarien erarbeitet und stellt fest: Das Optimum liegt zwischen beiden Optionen.

Low Grid

  • Wie? Hoher Anteil dezentrale Energien, wenig Solarstrom-Import aus Nordafrika
  • Vorteil? Geringere Netzkosten
  • Nachteil? Höhere Stromerzeugungskosten

High Grid

  • Wie? Hoher Anteil an Solarstrom-Importen aus Nordafrika
  • Vorteil? Geringere Stromerzeugungskosten
  • Nachteil? Höhere Netzkosten

Die Netzinfrastruktur ist ein Schlüsselfaktor beim Systemwechsel und erfordert mehr Innovation beim Netzausbau. Greenpeace schlägt vor, entlang von Bahntrassen oder Autobahnen Stromkabel zu legen oder teilweise Oberleitungen der Eisenbahnen zu nutzen. Diese Maßnahmen stoßen auf deutlich weniger Widerstand aus der Bevölkerung und ermöglichen ein höheres Ausbautempo.

Quelle: www.greenpeace.de, www.kwh-preis.de; Foto: © danielschoenen – fotolia.com

Studie: „Battle of the Grids“ downloaden

Sonnenaktivität nimmt ab

Montag, September 20th, 2010

Ein neues lang anhaltendes Minimum der Sonnenaktivität würde den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur aufgrund der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen nur geringfügig verlangsamen. Nach einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), würde die Erwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts um höchstens 0,3 Grad Celsius geringer ausfallen, als nach Szenarien weiterhin zunehmender Emissionen zu erwarten ist. Der Temperaturanstieg würde damit um weniger als zehn Prozent vermindert.

Georg Feulner, dem Leitautor der Studie zufolge, würde ein neues großes Minimum der Sonnenaktivität die starke Erwärmung, die bei unvermindertem Treibhausgas-Ausstoß zu erwarten ist, nicht verhindern.

Obwohl ein neuer Sonnenzyklus begonnen hat, hat sich die Anzahl der Sonnenflecken nicht erhöht. Sonnenflecken sind die sichtbaren Anzeichen stärkerer Sonnenaktivität und höherer Strahlungsintensität. Die Beobachtungen legen nahe, dass sich die Sonne zurzeit in der tiefsten und längsten Ruhephase seit fast einem Jahrhundert befindet. Zwischen 1645 und 1715 zeigten sich auf unserem Zentralgestirn kaum Sonnenflecken. In dieser Zeit, auch Maunder-Minimum genannt, wurde es auf der Erde kühl. Geologen bezeichnen die Phase als kleine Eiszeit.

„Wahrscheinlich würde ein neues großes Minimum zu 0,1 bis 0,2 Grad Celsius geringen Temperaturen im Jahr 2010 führen“, sagt Stefan Rahmstorf, Leiter des Forschungsbereichs Erdsystemanalyse am PIK.
„Ein neues Maunder-Minimum der Sonnenaktivität könnte die globale Erwärmung aufgrund der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen nicht ausgleichen“, schließen die Autoren.

Nun sorgt eine neue Studie zweier US-Forscher für Aufsehen. Matthew Penn und William Livingston vom National Solar Observatory in Tucson (Arizona) haben über mehrere Jahre hinweg insgesamt rund 4000 Sonnenflecken beobachtet und vermessen. Aus ihren Messungen folgern sie, dass es in den kommenden Jahrzehnten auf unserem Zentralgestirn kaum noch Flecken geben wird. Normalerweise wechseln sich Phasen erhöhter Aktivität (viele Flecken) mit solch geringer Aktivität ab. Elf Jahre dauert ein solcher Zyklus. Die neue Hypothese der US-Forscher ist spektakulär: Analog zum Maunder-Minimum könnte man davon ausgehen, dass es kühler wird auf unserem Planeten.
Seit 1998 haben Penn und Livingston die Magnetstärken in etwa 4000 Sonnenflecken miteinander verglichen. Die dunklen Spots sind als lokale Veränderungen im Magnetfeld unseres Zentralgestirns sichtbar. Bei ihren Beobachtungen nutzten die Forscher die charakteristische Aufspaltung von Spektrallinien in Gegenwart eines Magnetfeldes – den sogenannten Zeeman-Effekt. Die Auswertung ergab einen klaren Trend: Die magnetische Flussdichte in Sonnenflecken ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. Lagen die Werte bei den ersten Messungen noch bei mehr als 2500 Gauß (0,25 Tesla), so liegen sie mittlerweile bei nur noch 2000 Gauß (0,2 Tesla).

Laut Manfred Schüssler vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung gebe es noch immer einige Unsicherheiten bei der Messung des Magnetfeldes, da dieses innerhalb eines Spots und von Spot zu Spot variiere. Die Methode sei jedoch relativ zuverlässig. Warum die Stärke des Magnetfelds sinkt, wissen weder die Autoren der Studie noch Schüssler: „Es gibt da offensichtlich eine Entwicklung, die wir nicht verstehen“, sagt der Max-Planck-Forscher.

Als offiziellen Beginn des 24. Sonnenzyklus hatten die Sonnenforscher der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den Dezember 2008 festgelegt. Nach Berechnungen von Penn und Livingston hat es zu Beginn des laufenden Zyklus‘ nur etwa ein Drittel so viele Sonnenflecken gegeben wie im Vergleichszeitraum von Zyklus 23. Aktuelle Aufnahmen der Sonne zeigen nur wenige Flecken – und zwar seit Monaten. Festzuhalten ist, dass im Jahr 2009 Wissenschaftler jedoch mit einem Computermodell nachgewiesen haben, dass Schwankungen innerhalb der Sonnenzyklen sehr wohl Vorgänge in der Erdatmosphäre beeinflussen können. Zum einen kann mehr Ozon gebildet werden, zum anderen verstärken sich Niederschläge.

Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die genannten Prognosen sich bewahrheiten werden oder nicht. Eine über Jahrzehnte fleckenfreie Sonne will auch der Max-Planck-Forscher Schüssler nicht grundsätzlich ausschließen: „Es hat immer Phasen geringer Sonnenaktivität gegeben. Wir müssen davon ausgehen, dass es so etwas immer wieder geben wird.“

Quelle: www.co2-handel.de, www.spiegel.de; Foto: www.spiegel.de

Keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke!

Dienstag, August 10th, 2010

Der Verein Energiewende Landkreis Starnberg e.V. unterstützt den Ausbau der Erneuerbaren Energien und hat zum Ziel, dass sich der Landkreis Starnberg bis 2035 selbst mit regenerativer Energie – aus Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse – versorgen kann. Daher sieht der Verein in der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke keine Lösung zur Eindämmung des Klimawandels und zur Deckung des Energiebedarfs in der Zukunft. Die Laufzeitverlängerung ist vielmehr kontraproduktiv für den notwendigen und vor allem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Auch wird in der Diskussion um den Neubau von Kernkraftwerken und die Laufzeitverlängerung ausgeklammert, dass auch Uran ein endlicher Rohstoff ist, der nach pessimistischen Expertenschätzungen nur noch wenige Jahrzehnte, nach optimistischen noch ca. 150 Jahr zur Verfügung steht.

Es gibt darüber hinaus viele gute Argumente gegen Kernkraftwerke. Eine übersichtliche Zusammenfassung finden Sie in den Atomlügen, die vom Umweltinstitut München und anderen NGOs erarbeitet und veröffentlicht wurden.

Auch die Kirche bezieht inzwischen Stellung gegen die Atomkraft. Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover hat im Auftrag des Bistums Hildesheim eine Stellungnahme mit dem Titel „Kirche, Kernenergie, Klimawandel“ verfasst. Hier finden Sie diese  Stellungnahme der Kirche samt dazugehöriger Pressemitteilung.

Wir wollen eine konsequente Energiewende! Gemeinsam handeln –  jetzt! Machen Sie mit!