Einträge ‘Starnberg’

Hans-Josef Fell hält Vortrag im Landratsamt

Montag, Mai 19th, 2014

Am Montag, den 2. Juni 2014 hält Hans-Josef Fell im Landratsamt Starnberg einen Vortrag zum Thema „Energiewende in Gefahr! Was tun gegen die Klimaschutzblockade?“. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Das Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 führte zu einem rasanten Ausbau von Wind- und Solarenergie in Deutschland sowie zu einem Aufschwung der entsprechenden Zweige von Industrie und Gewerbe. Das EEG wurde als erfolgreiches Instrument zur Umsetzung der Energiewende in zahlreichen Ländern kopiert. Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Entwicklung in Bayern, Deutschland, Europa und weltweit und geht auf Fragen ein wie:

  • Was bewirkt die EEG-Novelle 2014?
  • Wie steht es um die Windkraft in Bayern?
  • Gibt es noch Subventionen für fossile Energien?
  • Was macht EURATOM?
  • Schaffen wir die GLOBALE ABKÜHLUNG?

Referent Hans-Josef Fell ist Autor des EEG. Er war von 1998 bis 2013 für die GRÜNEN Mitglied im Deutschen Bundestag. Nebenbei war er Fraktionssprecher für Forschungspolitik (1998-2005) und Energiepolitik (2005-2013) und hat in drei Bundestagsausschüssen mitgearbeitet:

  • Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • Bildung, Forschung, Technikfolgenabschätzung
  • Verteidigung

Neben dem EEG hat Fell in seinen politischen Funktionen auch noch zahlreiche weitere Initiativen, z.B. zur Forschungsförderung für Erneuerbare Energien, angestoßen.

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier!

 

Bild: Sigismund von Dobschütz / wikipedia

EWV-Vorstandklausur in der Molkerei Andechs

Mittwoch, Februar 5th, 2014

Bis 2035 möchte sich der Landkreis Starnberg zu 100 % mit erneuerbaren Energien möglicht aus der Region versorgen, so der Beschluss des Kreistags von 2005. 2007 wurde der Energiewendeverein gegründet, in dem 13 der 14 Landkreisgemeinden Mitglied sind. Die Ziele sind noch längst nicht erreicht – es geht nur langsam voran. Und alle stellen sich die Frage: Können wir dieses Ziel überhaupt noch erreichen?

Am 01.02.2014 trafen sich die Energiewende-Aktiven des Landkreises zu einer Klausurtagung in der Molkerei in Andechs, um den aktuellen Stand auf dem Weg in die Energiewende zu bewerten und neue, machbare Wege einzuschlagen. Von 10 bis 16 Uhr tauschten sich die 15 Teilnehmer intensiv aus, diskutierten viele neue Ideen und legten mehrere konkrete Projekte fest, die 2014 realisiert oder zumindest angestoßen werden sollen. Alle waren sich einig: Die Energiewende ist möglich und zu schaffen – wenn alle Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln!

Bayerischer Verfassungsgerichtshof genehmigt Windräder in Landschaftsschutzgebieten

Dienstag, Oktober 1st, 2013

Windkraftanlagen mit Höhen von mehr als 200 Metern wirken sich nicht nachteilig auf das Erholungspotential von Landschaftsschutz­gebieten aus und dürfen daher auch dort errichtet werden. Das entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof in München (Aktenzeichen Vf. 15-VII-12). Er lehnte damit die Popularklagen mehrerer Bewohner aus dem Landkreis Starnberg ab, die sich gegen die Planung von Windrädern in drei Erholungsflächen stark machen wollten. Ihre Befürchtungen von negativen Auswirkungen durch eine Bebauung wiesen die Richter genauso als unbegründet ab wie den Vorwurf des Eingriffs in den Naturhaushalt. Sie stellten dagegen ausdrücklich fest, dass Ausnahmeregelungen für Landschaftsschutzgebiete, wie sie vom Kreistag in Starnberg beschlossen wurden, nicht gegen die Verfassung verstoßen und somit rechtsgültig sind. Die Entscheidung des höchsten bayerischen Gerichts gilt nicht nur im Landkreis Starnberg als wegweisend für die Suche nach neuen, möglichen Windkraftstandorten.

 

Quelle: merkur-online.de
Bild: fotolia

Über 100 Teilnehmer bei der 2. E-mobilen Sternfahrt am 4. Mai

Dienstag, Mai 7th, 2013

Die 2. E-mobile Sternfahrt von Energiewende Landkreis Starnberg e. V. und Energie-Genossenschaft Fünfseenland eG war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg!

Am vergangenen Samstag und bei schönstem Frühlingswetter wanderten, radelten oder fuhren über 100 Teilnehmer zum Biergarten am Maisinger See. Dort konnten ab 12:00 Uhr etwa 15-20 Elektro-PKW und Nutzfahrzeuge verschiedener Hersteller und unterschiedlicher Ausführung  begutachtet werden,  ebenso jede Menge Pedelecs und E-Bikes, sowie E-Roller und E-Liegeräder. Landrat Karl Roth reiste mit dem neuen Elektroauto des Landratsamts an. Und auch die Bürgermeister Michael Muther (Weßling), Rainer Schnitzler (Pöcking) und Werner Röslmairaus (Inning), nutzten die Gelegenheit, sich nachhaltig mobil zum Maisinger Seehof aufzumachen. Es waren auch viele Gemeinde- und Kreisräte versammelt und sogar Besucher aus den angrenzenden Landkreisen Landsberg (Dießen), Fürstenfeldbruck und Weilheim-Schongau fanden den Weg zum See. Die älteste Teilnehmerin kam heuer aus Inning: die 83ig-Jährige radelte mit ihrem Pedelec zum Maisinger See. Gerade für ältere Menschen sind E-Räder ideal und ermöglichen Mobilität und gesunde Bewegung im Freien, wenn das normale Radeln aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geht. Auch für ältere Berufstätige ist das Pedelec eine ideale Alternative für den Weg zur Arbeit. Die meisten Teilnehmer/innen kamen auch heuer mit dem klassischen Drahtesel – ob Rennrad, Hollandrad oder Trekking- und Mountainbike. Mit von der Partie waren Radler von ADFC und VCD sowie Gruppen der STAdtradler.

Die elektrischen Akkus der Fahrzeuge konnten am Zielbiergarten wieder aufgeladen werden, während die Sternfahrer sich mit gespendeten Joghurt- und Molkedrinks der Andechser Molkerei Scheitz erfrischen konnten. Auch die Verzehr-Gutscheine des Energiewendevereins waren bei den Gästen willkommen und wurden gerne gegen Speis und Trank getauscht. Der  Maisinger Seehof bietet viele Getränke und Gerichte aus biologisch erzeugten und regionalen Zutaten an. So gestärkt und mit musikalischer Umrahmung wurden angeregte Gespräche geführt und selbstverständlich gefachsimpelt.
Dann gab es noch ein kleines Energiequiz, bei dem Sternfahrerinnen und Sternfahrer verschiedene Fragen rund um die erneuerbare Mobilität und auch zur Region beantworten mussten. Die mehr als 60 Quizteilnehmer antworteten mit großem Eifer und auf die Frage, ob kommendes Jahr wieder eine Sternfahrt stattfinden solle, kam unisono die Antwort: Auf jeden Fall! Die Veranstaltung wurde durchweg gelobt.

Über regionale Produkte, wie Fruchtsäfte und Honig von der Firma Perger Genossenschaft durften sich dann die zehn strahlenden Gewinner freuen. Die Sternfahrer ließen den Tag am See gemütlich ausklingen und begaben sich anschließend wieder auf den Weg nach Hause. Nach dieser erfolgreichen und schönen Veranstaltung soll die Sternfahrt im kommenden Jahr also wieder stattfinden, dann bereits zum 3. Mal -und garantiert wieder an einem schönen Flecken im Fünfseenland. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Sponsoren, ohne die die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Weitere Informationen und vor allem Bilder von der Sternfahrt finden Sie hier!

Mit Pumpenaktion in Starnberg über 30.000 kg CO2 eingespart

Montag, August 27th, 2012

Am 1. Februar 2012 startete die Heizungspumpen-Tauschaktion auch in der Stadt Starnberg. Nach sechs Monaten ist sie nun mit allen anderen Gemeinden aus dem Landkreis zu Ende gegangen – mit großem Erfolg. In der Stadt Starnberg nahmen sieben Handwerker teil. Jeder einzelne der Installateure hat in diesem Zeitraum Heizungspumpen ausgetauscht. Insgesamt waren es in der Stadt 90 alte Pumpen, die im Rahmen der Aktion durch energieeffiziente neue Pumpen ausgetauscht wurden.

Mit einer Energie-Einsparung von 555 kWh / Pumpe wird der gesamte Stromverbrauch der Heizungen durch den Pumpentausch um knapp 50 MWh gesenkt. Außerdem spart die Stadt Starnberg mit der Aktion jährlich über 30 t CO2.

Energie aus Windkraft im Landkreis Starnberg

Freitag, April 8th, 2011

Für eine sichere, risikoarme Energieversorgung müssen wir alle erneuerbaren Energiequellen nutzen, so auch die Windkraft im Landkreis Starnberg.

Doch ist Bayern beim Ausbau der erneuerbaren Energien stark zurückgefallen; laut Bundesagentur für erneuerbare Energien rangierte der Freistaat 2010 unter 16 Ländern nur auf Platz acht und bei der Windenergie ist Bayern Schlusslicht. Mit 467 Megawatt Leistung sind hier sogar weniger Windräder am Netz als im viel kleineren Nachbarland Niederösterreich.

Eine am Dienstag, dem 5. April,  auf der Hannover Messe vorgestellte Studie des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), sieht in Bayern bei der Windkraft ein riesiges Potenzial mit einem Ertrag von 80 Terrawattstunden im Jahr. Und auch Umweltminister Söder betont: „Ich möchte bei der Windkraft eine Verdopplung der Anlagen, was einer Vervierfachung der Leistung entsprechen würde!“ Derzeit stehen im Freistaat rund 400 Windkraftanlagen. Und es gibt trotz hervorragender Windverhältnisse in den bayerischen Mittelgebirgen, die an die Windausbeute der Nordsee heranreichen, gerade dort kommunal „überplante“ Tabuzonen. Diese Gefahr besteht auch in unserer Region: das Scheitern der Windkraft an den Kommunen.

Zwar ist die Erstellung eines Flächennutzungsplans für Windkraftanlagen in unserem Landkreis  sicher sinnvoll, damit ein geordneter Zubau von Windkraftanlagen an geeigneten und für die Windkraft optimalen  Stellen möglich ist. Aber es muss sichergestellt werden, dass dies auch wirklich das Ziel der Kommunen ist. Die Kriterien für den regionalen Plan dürfen nämlich nicht dazu führen, dass dann gar keine Standorte ausgewiesen werden, wie schon in prädestinierten Lagen von Rhön, Steigerwald und Spessart. Die Planungsverbände dürfen nicht zum Blockierer bei einer hoheitlichen Aufgabe werden, die der Landesplanung für die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien entgegensteht. Denn dann kann auch das erklärte neue Ziel der bayerischen Staatsregierung, in 10 Jahren (wenn möglich vollständig) aus der Kernenergie ausgestiegen sein zu wollen, nicht erreicht werden.

Windkraft – Geschichte und Definition

Die Windenergie ist eine der ältesten vom Menschen gebrauchten Energieformen. Das Potential der Windkraft wird schon seit Jahrtausenden genutzt. Bereits die alten Ägypter hatten Segelschiffe, wie ein Fries am Tempel zu Edfu belegt, und auch andere Völker hatten die Kraft des Windes erkannt.

Die ältesten Windmühlen sind aus Persien (zum Getreide mahlen), Tibet (als Gebetsmühlen) und China (zum Wasserpumpen) bekannt. In Europa wurden die ersten Windmühlen zum Mahlen von Getreide und zum Pumpen von Wasser um 1100 gebaut. Sie wurden von Anfang an als Auftriebsläufer mit horizontal liegender Rotordrehachse gebaut, was bis heute das grundlegende Prinzip moderner Windkraftanlagen ist.

Windkraftanlagen (also Anlagen zur Stromerzeugung) entwickelten sich aus der Windmühlentechnik heraus. Der amerikanische Gründer der Elektrizitätswirtschaft Charles F. Brush (1849 – 1929) gilt hier als Pionier. Er entwickelte zum Beispiel einen sehr effektiven Gleichstromgenerator, eine kommerzielle Lichtbogenlampe sowie eine effiziente Methode zur Herstellung von Blei-Säure-Batterien. In den Jahren 1887 bis 1888 baute er die erste vollautomatische Windkraftanlage zur Stromerzeugung.

Der Däne Poul la Cour (1846 – 1908) machte die Entdeckung, dass Anlagen mit weniger Rotorblättern, aber mehr Geschwindigkeit, für die Stromerzeugung wesentlich effizienter eingesetzt werden können.  Schon 1904 hielt la Cour regelmäßig Kurse für angehende Windkraft-Elektroingenieure an der Volkshochschule und baute in diesem Rahmen mehrere Testanlagen. Eine von ihm konzipierte Anlage wurde von der Firma Lykkegaard als kommerzielles Produkt vermarktet, bis 1908 waren bereits 72 Stück in Dänemark zur Versorgung ländlicher Siedlungen installiert. Im Jahre 1918 wurden in Dänemark 120 Elektrizitätswerke durch eine Windkraftanlage mit Energie versorgt. Die Anlagen deckten zu diesem Zeitpunkt rund 3 % des dänischen Stromverbrauches ab.

Der Bau von Wind­kraftanlagen bekam durch die Treibstoffverteuerung und -verknappung im Ersten Weltkrieg noch einmal Aufwind. In den nachfolgenden Jahren ließ das Interesse an der Windkraft nach, bis dann im 2. Weltkrieg wieder Energieversorgungsengpässe auftraten und die Windenergie Zuspruch erhielt. Nach dem Krieg kam dann aber der Ölboom, fossile Energieträger waren günstig und im Überfluss vorhanden. Doch einige Ingenieure entwickelten weiter an Windkraftanlagen und errichteten mit Erfolg Versuchsanlagen. Nach der ersten Ölkrise im Jahr 1973 stieg dann das Interesse an der Windenergie und seit die Verknappung und Endlichkeit der fossilen Energieträger als Fakt akzepiert ist und der Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energiewende bis 2050 auch politisches Ziel in Deutschland ist, hat sich Deutschland zum Weltmarktführer in der Windenergie entwickelt.

In den kommenden Jahren wird der Beitrag der Windenergie weiter wachsen. Neben der Entwicklung der Offshore-Windenergie wird für die Onshore-Entwicklung das Repowering – also der Ersatz älterer kleinerer Windenergieanlagen mit geringer Leistung, wie sie vor allem in den 1990er Jahren errichtet worden sind, durch moderne leistungsstärkere Anlagen – ein wichtiger neuer Schwerpunkt sein.

Definition Windkraft

Bei der Windkraft bzw. Windenergie handelt es sich um die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Atmosphäre. Windenergie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und zählt deshalb zu den erneuerbaren Energien.

Man kann Windkraft auch folgendermaßen beschreiben:

  • als Winddruck, das ist der physikalische Druck, der von strömender Luft auf eine Objektfläche ausgeübt wird
  • oder als Windenergie, als aus der Luftbewegung umgewandelte (meist elektrische) Energie.

Verfasser: Energiewende Starnberg       Fotoquelle: gallery.dralzheimer.stylesyndication.de

ENERGIEPREIS 2010 Landkreis Starnberg ausgeschrieben

Montag, Juli 19th, 2010

Starnberg, 19. Juli 2010. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wird der Energiepreis Landkreis Starnberg im Jahr 2010 erneut ausgelobt.

Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2010!

Um die bis 2035 angestrebte Energiewende wirklich zu schaffen, braucht es nicht nur Visionen und Konzepte, sondern vor allem auch Vorbilder, die zeigen wie es gehen kann. Gute Beispiele sind daher gefragt und sollen mit dem Energiepreis Landkreis Starnberg gewürdigt, belohnt und vor allem öffentlich gemacht werden.

Der Landkreis Starnberg hofft auf viele Bewerbungen und bitten zugleich um Unterstützung durch die Bevölkerung:

  • Jede/r, der „energiepreiswürdige“ Projekte oder Initiativen im Landkreis Starnberg kennt, kann diese vorschlagen.
  • Teilen Sie dem Landratsamt, Herrn Schwarz, oder dem Regionalmanagement Starnberg, Frau Papke, mit, wenn Sie interessierte/geeignete Bauherren, Initiativen oder Unternehmen kennen!
  • Machen Sie die Menschen in Ihrem Umfeld auf den Energiepreis 2010 aufmerksam!

Gerne stellt Ihnen das Landratsamt auch Flyer oder Plakate zum Energiepreis 2010 zur Verfügung. Weitere Informationen, die detaillierten Teilnahmebedingungen sowie das Bewerbungsformular finden Sie im Internet unter www.lk-starnberg.de/energiepreis.

Oder Sie wenden sich an folgende Ansprechpartner: