Einträge ‘Stromverbrauch’

Bayern startet Pilotprojekt zur flexiblen Stromnachfrage

Mittwoch, Dezember 18th, 2013

Da elektrische Energie nur in sehr geringem Umfang gespeichert werden kann, muss prinzipiell zu jedem Zeitpunkt genau die elektrische Leistung produziert werden, die im Stromnetz verbraucht wird. In der Praxis lässt sich dies auf zwei verschiedene Weisen lösen: einerseits durch die Steuerung der Stromerzeugung in den Kraftwerken; andererseits aber auch durch die Beeinflussung der Nachfrage. Mit dem Ausbau der Wind- und Sonnenenergie gewinnt vor allem letztere Möglichkeit mehr und mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund hat das Bayerische Wirtschaftsministerium zusammen mit der deutschen Energie-Agentur (dena) ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das untersucht, wie die Stromnachfrage in Unternehmen flexibler gestaltet werden kann. Beteiligt sind rund zwei Duzend Firmen aus verschiedenen Branchen. Zusammen wollen sie erproben, inwieweit sie ihren Stromverbrauch an die Lage im Energiesystem anpassen, dabei ihre Energiekosten senken, und womöglich sogar durch den Verkauf ihrer Potenziale zusätzliche Einnahmen erwirtschaften können. Aufbauend auf den Ergebnissen will die dena im Anschluss konkrete Hilfsmittel entwickeln, die auch anderen Unternehmen den Einstieg ins Lastmanagement erleichtern. Werden die Potenziale im Moment noch kaum vermarktet, können Unternehmen „mit der Flexibilisierung ihres Stromverbrauchs nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, [sondern] sie können diese Flexibilität auch als Dienstleistung vermarkten und so neue Geschäftsfelder für sich erschließen.“

Ein Hintergrundpapier zum Pilotprojekt „Demand-Side-Management Bayern“ finden Sie hier.

 

Quelle: dena
Bild: Michael Voß/www.pixelio.de

Bayern: Schon 33 % des Stroms aus erneuerbaren Energien

Montag, März 18th, 2013

In Bayern wurden im vergangenen Jahr etwa 33 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien aus unmittelbarer Umgebung gewonnen. Dies ergaben erste Berechnungen des Verbands Bayerischen Energie- und Wasserversorgung e. V. (VBEW). Im Jahr 2009 waren es noch 25 %, was vor allem auf den Ausbau der Photovoltaik zurückzuführen ist. Aber auch die Windkraft liefert einen immer größeren Beitrag. Bis zum Jahr 2021 sollen nach Bayerischer Staatsregierung ein Anteil von 50 % erreicht werden.

2012 wurden 81 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 200 MW errichtet. Durchschnittlich beträgt eine Anlage eine Leistung von 2.475 kW und eine Nabenhöhe von 134 m. Insgesamt sind nun 559 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 880 MW in Bayern angeschlossen.

Photovoltaikanlagen gibt es in Bayern über 431.000 mit rund 9.500 MW Spitzenleistung. Davon wurden allein 2012 50.000 Anlagen mit 1.500 MW neu installiert.

Erfreulich zeigte sich auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jahr 2012. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren energetisch verwertbaren Wassermenge in den Flüssen hat sich die Wasserkraft erfreulich entwickelt und bleibt damit die mit Abstand wichtigste erneuerbare Stromquelle in Bayern. Zusammen mit der Stromerzeugung aus Biomasse wurden im Jahressaldo rund 33 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gedeckt.

„Der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt damit genau im Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. „Wir berücksichtigen bei dieser vereinfachten Statistik aber nicht, dass ein immer größer werdender Anteil des in Bayern erzeugten Stroms aus Photovoltaik und Wind gar nicht in Bayern verbraucht werden kann, da dieser witterungs- und tageszeitabhängig anfällt und nicht mit der aktuellen Stromnachfrage zusammenpasst“, so Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

Die Stromerzeugung aus Sonne und Wind leiste zweifelsfrei ihren Beitrag zur Stromversorgung. Jetzt gelte es, diese unter Beachtung von technischen, marktwirtschaftlichen und administrativen Erfordernissen in das Energieversorgungssystem zu integrieren. „Jede Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus ist eben doch mehr als ein Wertpapier und muss ihren Beitrag zu einer bedarfsgerechten und bezahlbaren Stromversorgung leisten. Das hat in grundsätzlich erfreulicher Weise auch der Bundesumweltminister Peter Altmaier mit seinen Vorschlägen zur „Strompreis-Bremse“ kürzlich öffentlichkeitswirksam deutlich gemacht“, meint Fischer.

Verfasser: Energiewende Starnberg e. V., Daniela Köhler, Quelle: Verbund der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. VBEW

Bild: Agentur Erneuerbare Energien

Workshop Kommunales Energie-Management in Inning

Donnerstag, Januar 10th, 2013

Das Team Energiewende Inning (TEWI) und Energiewende Landkreis Starnberg e.V. veranstalten von 16.-17. Januar 2013 in Inning im Haus der Vereine einen Workshop zum Thema „Kommunales Energie-Management“ (KEM).  Als Partner für die Veranstaltung konnten Experten der Energieagentur Nordbayern GmbH und der Dr. Riedel Automatisierungstechnik GmbH gewonnen werden.

Die Veranstaltung wendet sich an die Gemeinden bzw. Mitarbeiter/innen der Verwaltung, aber auch ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Gemeinde für die Energiewende – z.B. als Umweltreferent – einsetzen oder in einer Agenda-Gruppe bzw. Energiewende-Ortsgruppe in Kooperation mit der Gemeinde das Projekt „Kommunales Energiemanagement“ anstoßen bzw. als Projekt in Angriff nehmen und voranbringen möchten.

Die Teilnahme ist kostenlos – Anmeldungen sind noch möglich! Es kann an einem oder beiden Tagen teilgenommen werden. Weitere Informationen sowie die Einladung finden Sie hier!

Energieeinsparung – unabdingbar für das Gelingen der Energiewende

Ein wirksamer und wichtiger Schritt der Energiewende in den Kommunen ist das Einsparen von Energie beim Heizen und beim Stromverbrauch und der schrittweise Umstieg auf regionale erneuerbare Energien. Das Kommunale Energiemanagement (KEM) ist das geeignete Instrument, um bei den kommunalen Liegenschaften gezielt den Energieverbrauch dauerhaft zu senken und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Es ist notwendig, zunächst die Energieverbräuche der kommunalen Gebäude zu erfassen und zu überwachen, damit mögliche und realisierbare Maßnahmen geplant werden können.

Eine komplette energetische Sanierung der Gebäude ist meist zu teuer oder wegen architektonischer
Besonderheiten nicht ohne weiteres möglich. Externe Experten können aber – aufbauend auf den Energieverbrauchswerten – Schwachstellen der bestehenden technische Anlagen analysieren. Oft kann durch gering-investive Maßnahmen der Betrieb der Anlage entscheidend verbessert werden. Aber auch der Einbau moderner Leit- und Regeltechnik oder einer Einzelraum-Temperaturregelung für Schulen (Heizen nach Stundenplan) sind technische Möglichkeiten, die sich schon nach wenigen Jahren amortisieren können.

Auf diesem Workshop besteht die Möglichkeit, in einer Arbeitsgruppe dieses Instrument zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz kennenzulernen. An konkreten Projekten wird exemplarisch und praxisnah untersucht, durch welche technischen Maßnahmen der Energieverbrauch kommunaler Gebäude wirksam gesenkt werden kann, was die Maßnahmen kosten und in welcher Zeit sie sich amortisieren.

Anmeldung

Bitte nutzen Sie für die Anmeldung das der Einladung beigefügte Formular oder schicken Sie uns eine E-Mail an: info@energiewende-sta.de mit Angabe des Namens und der Anschrift, des Tages/der Tage, an denen Sie teilnehmen möchten. Bitte geben Sie für unsere Planung auch an, ob Sie am Mittagessen teilnehmen (vegetarisch/nicht vegetarisch).  Die Teilnahme kostenlos, nur das Mittagsgericht wird vom den Teilnehmer/innen selbst getragen!

Veranstaltungsort

Haus der Vereine
Schornstraße 3
82266 Inning am Ammersee

 

Verfasser: Energiewende Landkreis Starnberg e.V. 

 

Passivhaustechnologie bei der Modernisierung von Nichtwohngebäuden

Dienstag, Juli 3rd, 2012

Die Modernisierung von Nichtwohngebäude könnte den Endenergieverbrauch um den Faktor 10 wirtschaftlich und technisch reduzieren. Derzeit ist der Heizungs- und Stromverbrauch bei Nichtwohngebäuden, wie Verwaltungsbehörden, Schulen, Kindergärten oder Turn- und Sporthallen, noch sehr hoch und könnte durch Sanierung bzw. nach Passivhaus-Standard stark gesenkt werden.

Unter Bauen und Modernisieren/Nichtwohngebäude finden Sie genauere Informationen zur Modernisierung von Nichtwohngebäuden. Es können Parameter die bei Nichtwohngebäuden zu beachten sind, Tipps zur optimierten Tageslichtnutzung und Infos zum EnerPHit nachgelesen werden.