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WWF-Studie: menschliche Ernährungsgewohnheiten sprengen globalen landwirtschaftlichen Flächenbedarf

Montag, April 13th, 2015

„Wir sind dabei unseren Planeten leer zu fressen“, so die WWF-Referentin für Nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung, Tanja Dräger de Teran: Nach einer neuen Studie des WWF werden bis zum Jahr 2050 nur noch 1.166 m2 Ackerland pro Person verfügbar sein – aktuell beansprucht der durchschnittliche deutsche Bundesbürger jedoch noch 1.562 m2 für seine Ernährung. Gleichzeitig, so geht aus den Ergebnissen der WWF hervor, fördern die Menschen durch ihre momentane Ernährungsweise die Umweltzerstörung und den Klimawandel: Mehr als 30 Prozent der importierten Lebens- und Futtermittel stünden demnach in Zusammenhang mit der massiven Zerstörung von Waldflächen, respektive in Südamerika. Ausschlaggebend  sei dabei vor allem der enorme Konsum tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Milch oder Eier – der neben den ökologischen Konsequenzen auch in gesundheitlicher Hinsicht kritisch zu bewerten sei, so der WWF.

Eine Gesunde Ernährung innerhalb der Grenzen unseres Planeten sei jedoch durchaus möglich. Hierfür schlägt der WWF eine neue Ernährungspyramide vor, die nicht nur Ressourcen schont, sondern gleichzeitig auch gesündere und abwechslungsreichere Kost vorsieht als bisher. Während der Fleischkonsum auf 350 Gramm pro Woche halbiert wird, beinhaltet der Speiseplan des WWF vor allem mehr Getreideprodukte, Nüsse und Gemüse. Neu hinzukommen Leguminosen, beispielsweise Lupine oder Linsen, die sich derzeit bei den durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten kaum wiederfinden.

 

Die WWF-Studie „Das große Fressen“ sowie weitere Informationen zu Ernährung und Ressourcenverbrauch finden Sie hier.

 

Quelle: WWF Deutschland

Wintereis in der Arktis auf historischem Tiefstand

Mittwoch, März 25th, 2015

Nach jüngsten Erkenntnissen des US-amerikanischen Nationalen Dachzentrums für Schnee und Eis (NSIDC), weist das arktische Meereis in diesem Jahr die geringste Winterausdehnung aus, die jemals gemessen wurde. Nachdem bereits das Jahr 2014 als das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen dokumentiert wurde, folgt hiermit gleich das nächste Alarmsignal, das uns die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen führt.

Im Vergleich mit der durchschnittlichen Ausdehnung des Wintereises in den Jahren 1981 bis 2010 ging nach den neusten Aufzeichnungen eine Eisfläche von fast 1,1 Millionen Quadratkilometern verloren – eine Fläche, die fast drei Mal der der gesamten Bundesrepublik entspricht. Schuld an dem Tiefstand sind laut NSDIC der ungewöhnlich warme Februar in Teilen Alaskas und Russlands.

„Der Klimawandel wirkt sich in der Arktis besonders stark aus. Dieser jüngst gemessene Wert sollte uns ein deutliches Warnsignal sein“, mahnt Regine Günther, Leiterin Klima und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Diese Sorge teilt auch Alexander Shestakov, Leiter des WWF Arktis-Programms: „Eine niedrige Wintereisausdehnung kann eine Serie von Reaktionen auslösen, die für die Arktis und den Rest der Welt gefährlich sind.“

Um insgesamt 65 Prozent wurde das arktische Meereis in den vergangenen beiden Jahrzehnten bereits ausgedünnt. Ein Großteil der Schmelze geht auf den Klimawandel zurück, der durch Treibhausgase verursacht wird.

 

Quelle: Sonnenseite / Franz Alt
Bild: Dörthe Huth /
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